Freitag, 24. November 2017

Death on the road


[ Wenn Sie das hier lesen,
befinde ich mich auf dem Weg zu einer Trauerfeier.


Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los,
die Einschläge kämen näher... ]



Als ich mich mit dem Büffel in der City auf einen Burger treffe,
kommt er mit nachdenklicher Miene in den Laden.

Er wolle ja nicht gleich zu Beginn unseres Treffens die Stimmung versauen.
Aber die Frau unseres Kollegen sei heute Nacht von einem umfallenden Baum
im Auto erschlagen worden, zusammen mit ihrer Mutter.

Er hätte sich in seinem Büro noch gewundert, über den komischen Anruf
des Kindergartens.
Seine zwei Kinder seien heute nicht abgeholt worden.
Was denn los sei.
Daraufhin ruft er seine Frau an.
Niemand geht ans Handy.

Dafür steht bald darauf die Polizei vor seiner Tür.
Und bittet ihn, sich zu setzen...

Nun wachsen 2 klein Kinder allein bei ihrem Vater auf.
Die nicht begreifen können, was ihnen geschieht.
Und warum.
Furchtbare Geschichte.

Betretene Gesichter beim Büffel und mir.
Irgendwann sagt Einer was und das Gespräch, die Themen schweifen weiter.
Normalität gewinnt langsam wieder die Oberhand in unseren Dialogen.

Und irgendwann kommt sogar der Appetit zurück.
Die freundliche junge Bedienung erleichtert uns mit ihrer Art den Weg,
die Stimmung zurück zu den Lebenden zu finden.

Und dann gibt es Doppelburger und eine geteilte Portion Pommes.
Und Prosecco und Weißbier.

Auf die, die noch leben dürfen.

Mögen Sie sich ihres Privilegs stets bewusst sein.


Donnerstag, 23. November 2017

Vorsorge: Wie es später mal aussieht


[ Heute startet der Teil dieses Blogs,
der sich weniger mit Privatem und mehr mit
meinem Beruflichen befasst - "Vorsorge" in allen Formen*.


Ich hatte wahrgenommen, dass Sie meine Ansichten
zu dem Themenbereich hören wollten - was ich jetzt schon
versprechen kann: Sie werden Ihnen nicht gefallen.

Und das neue postlabel hat mir Frau Brüllmaus ins Ohr geflüstert^^]


* außer Proktologie

Fangen wir an mit ein paar Rahmendaten zur gesetzlichen Rente.
Langweilig, sagen Sie?

Ich sage Ihnen: Ich muss die Ihnen anfangs um die Ohren knallen.
Weil ansonsten das Ausmaß dessen, was Vielen bevorsteht, im Unklaren bleibt:

Etwa ab dem Jahr 2030-2035 werden 35-40% aller Rentnerneuzugänge
von Altersarmut betroffen sein.

Das bedeutet: Sie werden GruSi beantragen müssen.

"Grundsicherung im Alter" funktioniert, was die Schonvermögen angeht,
ein bisschen anders als Hartz IV, wird aber genau so berechnet:
Man guckt, was der Rentner so an Einnahmen hat, und wenn das einen bestimmten Wert unterschreitet
in Relation zu seinen (angemessenen) Ausgaben, dann erhält er GruSi.

Heißt: Er wird auf seinen amtlich ermittelten "Bedarfswert" aufgestockt.
Und darf dafür unregelmäßig auf dem Amt antanzen.

Als pauschalen Richtwert für eine Einzelperson ohne unterhaltsbedürftige Angehörige
können Sie hier und jetzt -stark vereinfacht- mal davon ausgehen, dass das etwa so
bei 900-930 EUR losgeht:

Liegen Sie mit Ihren mtl. Einnahmen in diesem Bereich oder darunter, sind Sie ein Hartz IV-Fall, heißen dann aber "Grundsicherungsbezieher" (was im Prinzip das Gleiche ist).

Wer aber erhält eine solch geringe Rente?

Die erhält zum Beispiel jemand, der mtl. brutto 2.400 EUR verdient.
Und das aber unterbrechungsfrei bis zum 67. Lebensjahr, nicht vergessen.

Wo können Sie das da oben für sich selbst nachvollziehen?

Wir werden seine Webseite hier noch häufiger bemühen, um das,
was ich Ihnen so zu erzählen beabsichtige, rechnerisch begründen und nachvollziehen zu können,
aber für heute reicht ein erster Blick auf Norbert Heydorns Rentenschätzer.

Also: Wer unter EUR 2.500 brutto verdient und/oder gebrochene Erwerbszeiten in
seinem Rentenverlauf vorfindet, die ihn durchschnittlich auf diesen Wert drücken,
der kann sich auf eine Altersrente mit 67 von unter mtl. EUR 1.000,-- einstellen.
Und ist damit in aller Regel Bedarfsfall für die Grundsicherung.

Jetzt müssen Sie nur noch wissen, dass knapp 40% aller Beschäftigungsverhältnisse
in Deutschland mit einem Bruttoeinkommen von mtl.  EUR 2.500 oder weniger ausgestattet sind,
dann schwant Ihnen, wie ich auf die Aussage im dritten Absatz oben gekommen bin.

Besonders heikel ist die Situation im Alter von alleinerziehenden Müttern
und Frauen mit gebrochenen Erwerbsbiographien (Kindererziehungszeiten) und
lang angelegten 400- oder 450-EUR-Jobs (zum Unterschied zwischen diesen ein andermal mehr).

Eine in meinen Augen Pflichtlektüre für Frauen ist daher dieser Artikel von
Frau Martina Lackner, der mit einer Ohrfeige, die es auf den Punkt bringt, endet:

"Wer kein Geld hat, muss sich fügen."



HAUSAUFGABE BIS ZUM NÄCHSTEN MAL:

Falls Sie diese einleitenden Gedanken dazu nutzen möchten,
sich bis zum nächsten Beitrag (hier in Ihrem bevorzugten Premiumblog)
schon einmal hinsichtlich Ihrer eigenen staatlichen Altersversorgung zu informieren,
empfehle ich, sich eine aktuelle Renteninformation zu besorgen. Kostenlos.

Das können Sie online hier erledigen und geht sicher schneller, als den Aktenordner...

a) in Ihrem Chaos daheim zu finden
b) nach der jährlichen Renteninformation zu durchforsten, die dort irgendwo abgelegt wurde

Alternativ können Sie auch ein Schätzprogramm einsetzen,
um Ihre Rente im Alter zu ermitteln.
Ich empfehle aus qualitativen Gründen wiederum eines von Herrn Heydorn.

Dort bekommen Sie auch den von ihm als "Gegenwartswert" bezeichneten Wert
Ihrer Altersrente genannt (das ist die kleinere Zahl).

Der Gegenwartswert soll Ihnen vor Augen halten, welche Kaufkraft Ihre Rente
mit 67 in heutige Maßstäbe übersetzt darstellt:
So bekommen Sie ein Gefühl dafür, was man sich mit der 67er-Rente bis dahin noch kaufen kann.

Die Differenz zwischen dieser Gegenwartsrente und Ihrem heutigen Nettogehalt
ist Ihre Versorgungslücke im Alter - die Sie entweder durch zusätzliche Einnahmen schließen müssen
oder die Sie durch Verzicht verkleinern müssen.

Aus meiner Sicht ergibt es absolut Sinn, sich zu überlegen, was für Kosten,
die Sie heute haben, im Alter wegfallen werden. Nicht könnten, sondern werden!

Und wenn Ihre persönliche Antwort auf diese Frage "gar keine!" lautet,
sind die nächsten Beiträge in dieser Kolumne etwas, das Sie vielleicht lesen sollten.

Mittwoch, 22. November 2017

Mila Muschel


[ Für heute hatte ich ursprünglich erklärend-Nachdenkliches
oder aber Trauriges im Angebot für den heutigen Beitrag.

Wie so oft kam es anders, und wie so oft war eine Frau Schuld.

Meiner Laune war es sehr zuträglich.
Ihrer hoffentlich auch .^^]

Ich werde vermutlich noch dafür büßen dürfen, das gepostet zu haben, aber:

Gestern abend habe ich dauergeschmunzelt, als ich aus der Ferne per WhatsApp
beiwohnen durfte, wie ein (erwachsenes) Mädchen vom seinem alten auf sein neues Handy umzieht.

Einen Androiden.
Das erfordert -anders als bei iPhones- ja ein gerüttelt Maß an Handarbeit, wie man weiß
(und ich kenne ja BEIDE Seiten aus vielfacher Praxis).


Sie wissen ja, als Mann FRAGT man manchmal noch so treudoof.
Weil man als Mann ja von klassischer Männerkommunikation verwöhnt ist.

So nach dem Muster: "Und? Klappt, ODER?"  -  "Joh, wird schon!"





Huuuhh, das lässt nichts Gutes erahnen.
Wenn frau schon sagt "es erfordert ARBEIT", dann attestiert das dem betroffenen Objekt
ein nur noch geringes Haltbarkeitsdatum - das gilt für einen MANN wie für technisches GERÄT!


Da haben wir's.
Beim ersten Problem wird gleich dem Ex hinterhergetrauert.
Weiber!


Aah, DefCon 2 steht unmittelbar bevor,
Reaktortemperatur im kritischen Bereich...


Ja nee, is' klar:
Der Ex konnte Alles besser.
Auch das Unmögliche.


Und nun ist der NEUE auch noch für das eigene Unvermögen verantwortlich,
DefCon 1- Prinzessinnen-Modus aktiviert!


Peng.
Auf dem Absatz umgedreht,
wehende Haarmähne durchs Gesicht gezogen,
Krönchen zurechtgerückt und dann:
Rauschender Stöckel-Abgang á la "ICH KANN SO NICHT ARBEITEN!!"   :-D

Ladies and Gents, ich hab noch 30 min später ein Grinsen im Gesicht gehabt...
vor meinem geistigen Auge konnte ich Frau Muschelmädchen förmlich beim Einrichten zusehen...