Freitag, 29. April 2016

Chocolate love


Bin mir fast sicher: Sie liebt mich^^.


Donnerstag, 28. April 2016

new cat on the block


Kaum komme ich heim, sitzt eine neue Schönheit am Teich.
Genauer gesagt auf dem Steg: Eine junge neue Katze, die ich erst ein oder zweimal zu Gesicht bekam.

Nach der zweiten Sichtung war ich schon nervös geworden, denn tags drauf fand ich ihr Halsband (charakteristisch mit rosa Metallherzchen) bei uns im Hof - ohne Katze dran.
Ein Anruf bei der dort eingestanzten Telefonnummer hatte aber Entwarnung gegeben: Die Mieze lag da grad seelenruhig auf der Couch, in ihre Fellpflege vertieft.

Heute verbrachte sie eine geschlagene Stunde am Teich, bis die DĂ€mmerung hereinbrach.
Jeder vorbeischwimmende Fisch schien eine Attraktion zu sein ;-)





Mittwoch, 27. April 2016

Dienstag, 26. April 2016

auf Tagung (again)


Bin mal wieder bis Donnerstag beruflich unterwegs.
Bzw. eigentlich werde ich die ganze Zeit sitzen.

Gerade mal April, und schon mehr als 20 Tagungen auf dem Konto.
Na, DAS Jahr scheint ja vielversprechend zu werden.

Hoffe nur, wir haben am Mittwoch ein vernĂŒnftiges Hotel (ich kenne es noch nicht).
Das letzte, in dem ich untergebracht war, hatte seine besten Jahre als KURhotel da schon hinter sich.

Und es gibt so Dinge, die will ich nie, nie wieder in der Hotelschublade finden.


Montag, 25. April 2016

Sonntag, 24. April 2016

Schneckensaison


An meiner Faszination fĂŒr Weinbergschnecken und ihre anderen Verwandten mit Haus hat sich
-auch nach dem Blogwechsel- nichts geÀndert^^.

Direkt vor unserem Esszimmerfenster wuchert ĂŒber die Platten so ein FlĂ€chengewĂ€chs mit dichtem StĂ€ngelwerk und vielen kleinen BlĂ€ttern - ein perfekter Schneckenkindergarten, gut geschĂŒtzt vor Sonnenbestrahlung und zuviel NĂ€sse, wenn es regnet.

Direkt darunter befindet sich ein Trittschacht, unter dessen Vorsprung viele der Schnecken gerne im Schutz der etwas wĂ€rmeren Tiefgaragenluft ĂŒberwintern.
Zudem lĂ€sst sich dort (als Schnecke) vermutlich der Außenputz des GebĂ€udes leichter entfernen, um Kalk fĂŒr die Struktur des Schneckenhauses abzubauen.

Die WĂ€rme der vergangenen Tage und die darauf folgenden NiederschlĂ€ge haben die Schneckensaison ausgerufen, und kein Tag vergeht, ohne dass sich nicht wenigstens ein oder zwei von ihnen auf den Weg machen quer ĂŒber den Rasen Richtung Pferdekoppel.
Manchmal helfe ich ihnen, die Strecke schneller zu ĂŒberbrĂŒcken.

Bislang hatte ich anders als letztes Jahr noch keine Muße, ihnen NAMEN zu geben, die SchneckenhĂ€user also zu beschriften. Aber das kommt bald wieder.
Bei manchen von ihnen ist die Beschriftung des letzten Jahres schon ziemlich verblasst, bei anderen wiederum ist sie durch Wachstum des Hauses fast schon ganz auf die Unterseite der Schnecke gerutscht^^.

















Freitag, 22. April 2016

to win and to lose


Eigentlich glaube ich nicht den Stimmen, die behaupten, man wĂŒrde durch seine Siege wachsen.
Oder durch die Situationen, die man gewinnt.

In Wirklichkeit, denke ich, wachsen wir durch die Dinge, die wir verlieren.
Durch Situaionen, in denen wir verlieren.
Und wie wir mit unserem Leben umgehen, hÀngt massgeblich davon ab, WIE wir diese Dinge verloren haben.

Ich habe schon Menschen kennengelernt, die noch NIE etwas wirklich verloren haben und ich durfte schon Menschen kennenlernen, die SEHR viel verloren hatten.

Wenn ich so darĂŒber nachdenke:
Die, die schon oft etwas in ihrem Leben haben verlieren mĂŒssen, sind mir die Lieberen.

Und wenn Sie jetzt nicht erraten, warum das so ist, dann gehören Sie wahrscheinlich zu den Anderen.


Mittwoch, 20. April 2016

a day at the races


[Erst die Musik anschalten,
DANN dazu den Text lesen. ]


Blinzeln,
GĂ€hnen,
Aufstehen,
Gattin an der HaustĂŒr verabschieden,
Headset ans LadegerÀt hÀngen,
Kaffeeautomat anschalten,
BohnenbehĂ€lter auffĂŒllen,
Auffangschale leeren,
Wassertank auffĂŒllen,
Espressotasse drunterstellen,
MĂŒlltonne an die Straße stellen,
Mario zurĂŒckrufen,
Voicemail der Abteilungsleiterin abhören,
Email der Abteilungsleiterin lesen und beantworten,
Tankkarte einpacken,
AutowÀsche Nr. 2 im Angebot mitnehmen,
ÖlkĂ€nnchen auf Reserve kaufen,
KĂŒhlschrank im Auto wieder zusammenbauen (rasante Kurvenfahrt)
Nina zurĂŒck-whatsappen,
Sophie zurĂŒck-whatsappen,
Screenshot aus 9gag aufs GoogleDrive hochladen,
Parkkarte am Gemeindeparkplatz ziehen,
Parkkarte an der Kasse entstempeln lassen,
FrĂŒhstĂŒck mit Pedro,
Pfandmarke an der Kasse wieder einlösen,
4 Sprachnachrichten + 6 Emails abhören,
Heimfahrt im Auto,
abruptes Bremsen in der Einfahrt,
anhalten + aussteigen,
Weinbergschnecke aus der Zufahrt retten und ins GebĂŒsch setzen,
einparken,
SD-Karte aus dem Auto rausnehmen,
Wanderschuhe aus dem Auto rausrÀumen,
kurz in der Vermietergarage nach dem RasenmÀher schauen,
Feststellen dass Tank beim RasenmÀher leer,
Headset vom LadegerÀt abziehen,
Toilettenpapier auffĂŒllen,
Taschentuchspender auffĂŒllen,
Dienstnotebook hochfahren,
Passwortmarathon anstoßen,
Kafeeautomat aus stand-by aufwecken,
Dienstnotebook online anmelden,
Schreibtisch mit energischer Wischbewegung freimachen,
Anwendungen starten,
Espresso rauslassen,
nebenher Privat-PC hochfahren,
Kopierpapier nachfĂŒllen,
HOST-session starten,
Headset aufsetzen,
Toto anrufen und um Orientierung im HOST-Dschungel bitten,
seinen Anweisungen im Schneckentempo Folge leisten,


** PENG **
Toto weg.

--Stille--
--Dunkelheit?!--

Stromausfall?? Schon WIEDER??

UnglÀubiges Staunen.
Sogar das Handynetz tot, aha?
Hinaustreten in die Sonne,
Begutachten des Teiches,
@ to do-Liste: Teichpumpe sÀubern
Fischen beim swaggen zusehen,
Vogelgezwitscher beseufzen,
elektronische PiepgerÀusche aus dem home office,
Strom wieder da,
Systeme fahren hoch,
RĂŒckruf bei Toto,
Einstellen der Uhr am Fax,
Einstellen der Uhr am Backofen,
reconnecten der Headsets mit der Basisstation,
Klingeln an der TĂŒr,
Hallo Vermieterin, ja ich komme gleich hoch, ja ich stelle Dir die Uhr wieder ein,
Einstellen der Uhr am Backofen der Vermieterin,
Einstellen der Uhr am Fax der Vermieterin,
runter ins home office,
Paket an der HaustĂŒr fĂŒr Gattin entgegennehmen,
3 Anrufe in Abwesenheit, 1 WhatsApp
nÀchster Espresso,
HĂ€nde waschen,
wie jetzt, kaltes Wasser ?!!
runter in den Heizungskeller,
Heizofen 1 resetten und aktuelles Datum/Uhrzeit programmieren,
Heizofen 2 resetten und aktuelles Datum/Uhrzeit programmieren,
Waschmaschine anschmeißen, wenn man eh schon mal da ist,
im Lotteriemodus Programm, Temperatur und Waschmittel auswÀhlen ("6 aus 49")
hoch in die Wohnung,
wieder runter in den Keller,
Sporttasche mitnehmen,
hoch in die Wohnung,
wieder runter in den Keller,
Bier ausm KĂŒhlschrank holen (auf den Schreck),
wieder hoch in die Wohnung,
nur ganz kurz Privat-PC reingucken,
nur ganz kurz World of Tanks anwerfen,
sich dort vom Angebot des Monats an die KinderfÀngerkasse triggern lassen,
online 49,-- EUR fĂŒr einen (!) neuen Panzer ausgeben,
schuldbewusst abmelden und runterfahren,
RĂŒckrufe, RĂŒckmails, RĂŒck-Whatsapps,
Anruf Gattin,
bin in 30 min da und habe Hunger,
Telefon panisch in die Ecke pfeffern,
Dreisprung in die KĂŒche,
Salat waschen putzen, schleudern,
Schinken, KĂ€se, Tomaten, Zwiebeln, Fingerkuppen kleinschneiden,
Tisch decken,
große Zehe am TĂŒrrahmen anschlagen,
Klingeln an der TĂŒr,
Humpeln zur TĂŒr,
Paket fĂŒr Vermieterin entgegennehmen und gegenzeichnen,
Salatsaucenrezept suchen, finden, ausdrucken, scheitern,
Kopierpapier im Privatdrucker nachfĂŒllen,
cyan-Tinte im Privatdrucker nachfĂŒllen,
RĂŒckruf bei ZimtmĂ€dchen,
RĂŒckruf bei Vertretungsbetreuung,
RĂŒckruf bei Kollege Volldepp,
raussuchen der Strecke fĂŒr morgen,
Lesen der Einladung fĂŒr morgen,
panisches Suchen der Zutrittskarte fĂŒr morgen,
Absage fĂŒr das afterwork-Treffen fĂŒr morgen mit Bedauern lesen,
MotorgerÀusche aus dem Innenhof,
der Gattin an der HaustĂŒr die EinkĂ€ufe und das halbe HĂ€hnchen abnehmen,
kurz mit der Vermieterin in der HaustĂŒr geplante to do's rund ums Haus besprechen,
dabei halbes HĂ€hnchen zwischen den Oberschenkeln warm halten,
Abendessenstisch herrichten,
Gattins Tagesablauf in real time anhören dĂŒrfen,
Gattin befĂŒttern,
SpĂŒlmaschine einrĂ€umen,
KĂŒche sĂ€ubern,
Gattin in das heute gelieferte neue Sommerkleid rein helfen,
den schlanken Sitz und ihren ausgesucht guten Geschmack bebeifallen,
Gattin aus dem Kleid raushelfen,
auf die Finger gehauen bekommen bei dem Versuch, vor dem Essen Anderes zu initiieren,
kurze Besprechung des morgigen Tages,
Inhalt des Abendessens tarifpartnerlich ausdiskutieren,
Gattin vor dem TV-Krimi auf das Sofa parken,
Privat PC an,
Blog an.

-- Stille --

Ganz im Ernst?
Manchmal frage ich mich ja schon, wie das alles ĂŒber den Tag verteilt
in mein beschrÀnktes MÀnnerhirn rein passt^^.

Dienstag, 19. April 2016

Girlie call


Gute-Nacht-Anruf von (!) der 5-jÀhrigen Nichte.
Wie ĂŒblich, gegen kurz vor acht.

Wobei sie schon gegen halb acht hoch geht Richtung Bett, aber
bis ihre Puppen und Tiere im Bett verstaut und zugedeckt sind,
kann's schon mal lÀnger dauern.

Weepr:  "Na, warst Du heute auch lieb?"
Nichte:  "Ähm....nicht so sehr...Mami hat geschimpft!"

Weepr: "Wieso, was hast Du angestellt?"
Nichte: "Das ist nur mein doofer Bruder Schuld!!"

Weepr: "Der ist doch noch so klein, was kann der mit 2 Jahren schon angestellt haben?"
Nichte: "Der hat mich geÀrgert!"

Weepr: "Ja und? Dann?"
Nichte: "Dann hab ich ihm gesagt, ich schneid' ihn in kleine StĂŒcke und dann
                 mix ich ihn in meinen Smoothie fĂŒr den Kindergarten!"

Weepr: [hÀlt den Telefonhörer weg und sich die Hand vor den Mund]

Montag, 18. April 2016

A toast. To an absent friend.


Das hier war die Zauberschnecke.
Letztes Jahr war sie die Erste, deren Haus ich markierte.




Dieses Jahr fand ich im Garten an der bei Schnecken sehr beliebten Hauswandseite nur noch ihr Haus, merklich ramponiert. Offenbar war sie auch schon in einem fortgeschrittenen Alter.





Irgendwie passend, dass es ausgerechnet die ZAUBERschnecke erwischt hat.
Sie kommt auf den Friedhof, zu den anderen gefallenen Kriegern.


Und ja - ab sofort gibt's wieder Schneckencontent^^.











Sonntag, 17. April 2016

I ❤ Tracer


Eigentlich mĂŒsste man das großartige OVERWATCH ja allein schon wegen TRACER spielen.
Selten so in einen Comiccharakter verliebt gewesen wie in sie `´...



Und noch NIE sah ich ein so perfektes Cosplay:











Freitag, 15. April 2016

KcilbkcĂŒrnehcoW KW15



Montag:

Seit ich die Ostalb -nach 2-jÀhriger Pause- wieder betreue, entdecke ich wieder
die Langsamkeit fĂŒr mich.

Genauer gesagt entdecken auf der Strecke dorthin die Deppen mit Kennzeichen GD  (fĂŒr Grandios DĂ€mliche) Autofahrer um mich herum ihren ohnehin schon unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸigen Bedarf an Entschleunigung nochmal ganz neu. Der Anblick meiner Stahlblechkuh muss es wohl auslösen.

Da ist dieser Einfaltshorntunnel.

'Ne tolle Sache, so ein Tunnel an und fĂŒr sich (wenngleich ich mich frage, wer jetzt noch freiwillig nach GD HINEINfĂ€hrt, wenn man doch unten drunter hindurchkommt.

FrĂŒher wurde ja wenigstens mal der eine oder andere Ortsfremde an unĂŒbersichtlichen Stellen
in AutounfÀlle verwickelt und so gewaltsam an der Weiterfahrt gehindert.
Nicht wenige Eheverbindungen und Vaterschaften enstanden in GD auf diese Art und Weise.

Aber dieser Tunnel (der ursprĂŒnglich Bud Spender Tunnel hĂ€tte heißen sollen, aber nein, man entschied sich fĂŒr das, fĂŒr das man sich auf der Ostalb immer entscheidet: Die Tradition.), er ist ein Mysterium.
Hell beleuchtet, gut einsehbar, gut 2 km lang und die teuerste Ortsumfahrung, die es jemals in D gegeben hat.

Und dann darf man da Tempo 80 fahren.
Man DARF.
Da steht nicht, man MUSS!

Und der Schwabe weiß ja ganz genau, was er muss nund was nicht.
So fÀhrt er dort also 63. Genau 63 km/h.

Ich fahre IMMER hinter so einem RĂŒbenbauern in seinem Daimler her, ich stell den Tempomat schon vorher drauf ein: 63.
Es sind ja drei (3!) Blitzer auf den 2200m montiert, da will man besser nix riskieren.
No ned hudla.

Die Bissspuren in meinem Lenkrad, ich werde sie irgendwann der Audi-Werkstatt erklĂ€ren mĂŒssen.


Dienstag:

Tolle Telefonkonferenz gehabt auf der Arbeit.

Das Thema war die Versorgung im öffentlichen Dienst und ihre LĂŒcken.
Der Referent - ein ausgewiesener Kenner der Materie.
Daher leider spĂŒrbar "ÖD-angehaucht".

Die Zuhörer (ca. 300 an der Zahl) - leider eher nicht so.
Die Fragen im chat daher wenig qualifiziert bzw. von prominenter Kenntnislosigkeit zeugend.
Und an der Stelle muss ich als selbst hÀufig Referierender auch mal offen zugeben:
JA, es GIBT dumme Fragen.
Mein Gott, ja, und wie viele davon!

Und so schmeißt ein erkennbar entnervter Referent nach Ende der Telefonkonferenz sein
Headset in die Ecke und brĂŒllt was von hirnverbrannten Arschlöchern und grenzdebilen Vollidioten, die sich da bei uns auf so ein Onlineseminar anmelden wĂŒrden.

Ok, ihm und den Co-Moderatoren HÄTTEN die sofort durchratternden Chatmessages auffallen KÖNNEN.
Die ihnen im Dutzend mitteilten, dass DAS MIKROFON NOCH AUF SEI.

Aber da war's dann auch schon egal.
Wie der große Philosoph Oliver Kahn schon sagte: Jeder fĂ€ngt mal 'ne Packung.
Und dieser Referent wohl seine Letzte bei uns.

Aber wie hieß es so schön in der BILD vor ein paar Jahren?
"Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht."


Mittwoch:

Exakt um 07.56 Uhr springt im Nachbargarten eine MotorsÀge an.
Wundervolles GerÀusch, dieses Fichtenmoped.
Zumindest wenn man Michael Myers oder so heißt.
Heiß' ich aber nicht.

Wenn's denn eh schon over ist mit dem Schlaf, dann kann man ja auch gleich aufstehen, die SS20-mĂ€ĂŸige Morgenlatte schon mal bisschen in der Wohnung ausfĂŒhren mit Zielrichtung Espressoautomat.
Ziehe mich nach dem Doppio an und fahre Brezeln holen.
Der vergrippten Gattin Laune nicht durch ein unbotmĂ€ĂŸiges FrĂŒhstĂŒck noch weiter zu verschlechtern ist heute mein PrimĂ€rziel fĂŒr den Vormittag.

Kehre 15 min spÀter mit erfolgreich erjagten Backwaren heim und die KettensÀge in Nachbars Garten ist immer noch auf volle Pulle.
Mir ein RĂ€tsel, wie die Gattin immer noch seelenruhig dabei schlafen kann, mit dem Schlafzimmerfenster zum Nachbarsgarten hinaus liegend.

NĂ€chster Kaffee. 10 min spĂ€ter steht die zerzauste Gattin gĂ€hnend im TĂŒrrahmen und streckt sich.
Wundervoll geschlafen habe sie.
Und das ENDLICH MAL IN RUHE.
Weil ich durch mein frĂŒhes Aufstehen heute sie ENDLICH MAL NICHT WACHGESCHNARCHT HÄTTE.

In diesem Moment setzt die KettensĂ€ge in Nachbars Kirschbaum zum großen Finale an und meine explizite Antwort geht im knatternden Getöse unter.
Gut so.
'War eh nicht sonderlich freundlich.



Donnerstag:

Team Building im Job. Mit AuswĂ€rtsĂŒbernachtung.
Ich und teamfÀhig? Die lernen's echt nicht mehr.
Welch' eine Geldverschwendung. Aber ok, netter Versuch.

Vor Allem auch, weil gerade die NEUEN Kollegen sich abends allesamt vom Acker machen und in ihre HĂ€user und Wohnungen gleich um die Ecke - abreisen.
Also sitzen genau DIE nach dem Abendessen beisammen, die da IMMER  hocken - der BĂŒffel und ich.
Sowie die neue Chefin.
Ergreife gleich die gĂŒnstige Gelegenheit und rege eine Grillfeier an.
Idealerweise bei IHR im Garten.
Wo sie doch dieses Jahr einen runden Geburtstag habe.
Nicht wahr.
Wie ĂŒberzeugend ich manchmal sein kann.
Hat sich schon ausgezahlt, jetzt eine FRAU als Chef zu haben.

Am nÀchsten Tag erzÀhlt die Team-Trainerin was von change management:
Wenn man mit GeschĂ€ftspartnern ANDERS zusammenarbeiten wolle, dann mĂŒsse man
die SO adressieren, als hÀtte man das Ziel bereits erreicht.

Und ich so: HÄÄÄÄÄ??!?!

Und sie so: Ja, schauen Sie, wenn Sie jemanden in die digitale Welt begleiten wollen, dann mĂŒssen Sie mit ihm so reden, als sei er dort quasi schon angekommen!

    --Stille--

Und ich dann wieder: Sie meinen, es wĂŒrde dem Schwein beim Leckerwerden schon im Vorfeld helfen, wenn ich es gleich als "Krustenbraten in Dunkelbiersauce" adressiere?!

Sogleich wurden 15 min Seminarpause ausgerufen.
Komisch eigentlich.


Freitag:

Komme vom Seminar heim und die Gattin leidet immer noch an ihrer Angina.
Taschentuch-, Tee- und Gurgellösung-BestÀnde wurden deutlich dezimiert.
Setze mich zu ihr ins Wohnzimmer und wir gucken was ĂŒber Genetik und Designerbabies
(was ja in sich schon mal ein Scheißthema ist).

Blöderweise kommt das auf einem der Sender, der jede Minute mal kurz Ton- und Bild-Artefakte produziert, weil irgendwas mit dem VerstÀrker unseres Kabelfernsehens nicht stimmt (aber erst
seit 8 Jahren - das ist ja das Tolle daran, wenn der eigene Schwager Fernsehtechniker ist!).
Parallel dazu hustet die Gattin alle 30 Sekunden.
Wirklich alle 30 Sekunden.

Stellen Sie sich vor, Sie gucken einen Film, und alle 30 Sekunden hustet Einer und alle 45 Sekunden stocken Ton und Bild.

Bin eigentlich nur aus Liebe auf dem Sofa hockengeblieben.
Bzw. weil's auch noch ErdnĂŒsse gab.

Samstag:

Die RollĂ€den rattern satt auf Knopfdruck nach oben, die mĂŒden Augen schauen raus - aha?
Da steht 'ne Zwergziege im Garten.

Ich gucke Ziege an (Bademantel!), Ziege guckt mich an.
'Bemerkt vollinhaltlich zutreffend, dass sie Scheiße gebaut hat und verlĂ€sst mit jeder Antilope zu Ehren gereichenden SprĂŒngen unseren Garten.
Gehe raus, um das frisch angepflanzte KrĂ€uterbeet der Gattin zu kontrollieren - zum GlĂŒck Alles noch da.

Nur der Efeu der Vermieterin, ermmm,... fehlt.
Klasse, 'brauch ich DEN auch schon wieder nicht zurĂŒckschneiden, sehr praktisch.


Sonntag:

Kommunionstag von unserem Patenkind Nummer [hab-ich-vergessen].

Mal ganz davon abgesehen, dass sich beim Umfang der KommunionsGESCHENKE seit MEINEN Kindertagen offenbar ERSTAUNLICHES getan hat (die Gattin musste beim Abholen des Geschenkes auf der Post die RĂŒckbank im Auto umlegen) ist das heute irgendwie ja auch keine Sache mehr, die in zwei oder drei Stunden abgehakt ist.

Neeneee!

Sie dĂŒrfen zunĂ€chst irgendwann um 7 Uhr morgens aufstehen (S-O-N-N-T-A-G!!), denn MC Katholenpfaffe legt ja bereits ab neun Uhr in seinem Paradise-Entry-Club auf, da mĂŒssen Sie pĂŒnktlich am Start sein, sonst gibt's weder Parkplatz noch Sitzplatz!

Wenn Sie dann mal so in der Kirche hocken und die anderen Eltern in den BĂ€nken drumrum so ansehen, kriegen Sie sofort massive Lust auf keine Kinder. Schon um den Einzellern hier nicht auf dem Elternabend im Kindi zu begegnen.

Die fette Qualle mit den kahlrasierten SchlÀfen in der Parallelbank beispielsweise.
Hat erkennbar noch nie 'nen Anzug getragen, kaugt dafĂŒr Kaugummi in der Kirche und trĂ€gt abwechselnd 3 Kinder auf'm Arm oder am Bein.
Frage mich erstaunt, wer DEN 3x rangelassen hat.
Sehe einige Minuten spÀter SIE.
Und dann wird's mir klar.
Schicksalsgemeinschaft.

Die setlist von MC Pfarrer ist heute lausig.
Die Lieder kennt keine Sau außer dem krĂ€chzenden Scheintoten schrĂ€g hinter mir und ich muss indigniert feststellen, dass die QualitĂ€t und der Glanz der Feierlichkeiten seit meinen Tagen als katholischer Ministrant massiv gelitten haben.

Das einst klerikal-ehrfurchtseinstimmende Liedgut meiner Kindertage ist einem belanglosen GrandPrix-Lalala gewichen, mit lÀcherlichen Tonfolgen und Versgut, das diesen Namen nicht mal ansatzweise verdient.
Kein Wunder, dass den Ort hier KEINE SAU MEHR freiwillig aufsucht.
Zumal der hÀngende Christ am Kreuz einen Schatten wie ein Einhorn wirft.


Dass gegen Ende der fast zweistĂŒndigen Katholen-Triathlons (stehen-knien-sitzen)  (wobei: KindergartentheaterauffĂŒhrung hĂ€tte besser gepasst) der MC sich mit ausgebreiteten Armen vorne hinstellt und den ZWEITEN TEIL der Feier hier in der Kirche fĂŒr heute abend 17.30 Uhr ankĂŒndigt, halte ich erst fĂŒr einen super gag.
Bis ich an den umstehenden Gesichtern merke - der meint das ernst.
Die kommen hier ALLE NOCHMAL HER heute abend!
Aber nicht mit mir, Freunde.

Bin eine halbe Stunde spĂ€ter im Gasthaus der ERSTE, der sein Bier bestellt und auch der Erste, der es geleert zurĂŒckgibt.
Verdient ist verdient.

Kann es KAUM ERWARTEN, bis das NÄCHSTE unserer Patenkinder zur Kommunion geschleift wird.
Wenn es doch nur ein paar weniger wÀren.


Dienstag, 12. April 2016

Sonntag, 10. April 2016

brotfertig


Liege seit 20.06 Uhr im Schlafi im Bett. Ja, ich weiß, dass Sonntag ist.
Ja ich weiß, dass man mit seinem Wochenende auch gut was Anderes machen könnte.

Poppen zum Beispiel. WÀre auch mal wieder nötig.
Dringend.  Und das seit Tagen. 

Neben mir liegt die Gattin im Bett. Die Gelegenheit wĂ€re eigentlich gĂŒnstig.
Sie scheitert aber an

1. dem Umstand, dass wir alle Beide brotfertig sind von der Kommunion des Patenkindes, wo wir die letzten 9 Stunden verbracht haben

2. den durchaus nennenswerten Mengen an Alkohol, Sekt und Sahnetorte in meinem Magen sowie

3. der Temperatur der FÜßE der Gattin

Letztere betrĂ€gt etwa -14°C, also nur wenig mehr als die seit Dezember eingefrosteten HĂŒhnerschenkel in der Gefriere.  Weshalb die Gattin sich erkĂ€ltungsbedingt auch die Decke bis ĂŒber den Kopf gezogen hat.

Das heißt,  sofern es mir denn GELÄNGE, das bereits schnarchende Etwas neben mir ohne Folgen fĂŒr mein Leib und Leben zu WECKEN, mĂŒsste ich erstmal den Permafrostboden zwischen ihren Schenkeln aufhacken (wobei, das Werkzeug dafĂŒr STÄNDE schnell bereit), um erfolgreich zum Fracking fortschreiten zu können.

Und ganz ehrlich? 
SO dringend is' nu' auch wieder nicht. 

Also denn. Bis morgen.

Samstag, 9. April 2016

Pirate of the Catrebbean


Ich kann nicht aufhören, darĂŒber zu lachen, ich kann einfach nicht...:-)


Freitag, 8. April 2016

Kopfscheue


"Pack doch deine schönen Farben in ein Bild, das niemand sieht.

Ist das Fenster offen? Mach es zu, Herrgottnochmal, es zieht.


Die schlauen Worte? Schreib ein Gedicht mit ihnen, das niemand liest.


Mach’s einfach wie mit den verfluchten Blumen, die du nie gießt.


Deine LebenstrĂ€ume? Schließ die Augen, stell dir Seifenblasen vor


und nun wie sie platzen – oh, das entspricht nicht deinem Humor?


Ich sag’s dir nur einmal: Schließ dein Herz ab, wein dir dein Meer aus TrĂ€nen,


denn wo ein Ideal gehobelt wird, erstickt man an den SpÀnen.


Und red nicht von Liebe und wie groß sie ist und wie schwer,
was ein lebender Toter sagt, interessiert die Leute nicht mehr."


Selten habe ich es so sehr bedauert, dass ein Blog nicht weiter gefĂŒhrt wurde.
In der kurzen Zeit, den es ihn gab, hat er mich stets sehr zum Nachdenken gebracht.

Und NachfĂŒhlen.

Donnerstag, 7. April 2016

Ein Wiedersehen. Vielleicht.


Sofern Du Dich nicht wieder in letzter Sekunde krank meldest, werden wir uns heute wiedersehen.

Eigentlich hatte ich ja gedacht, nach beinahe zweieinhalb Jahren wĂ€re das Thema auch fĂŒr Dich endlich durch.

Dass Du damals mich lange gemieden hattest wie die Pest, habe ich anfangs
noch nachvollziehen können. Obwohl mir Frauen, die sehr viel nÀher
an Deinem Alter sind als ich, mir damals schon gesagt hatten,
Deine Reaktion sei kindisch, zumindest aber reichlich ĂŒbertrieben.

Aber gut, eine EnttÀuschung zu verarbeiten sei Jedem auf seine Art und in seiner Geschwindigkeit zugestanden. Dachte ich mir.
Wer bin ich, darĂŒber ein Urteil zu fĂ€llen?
Von so offensichtlich "außen" schauend?

Die Email, die ich Dir dann nach insgesamt zwei Jahren schrieb, wurde von Dir auf eine Weise beantwortet, die ...mir fehlen immer noch ein bisschen die Worte.
Sie war nun wirklich, wirklich nicht mehr angemessen, angesichts der vergangenen Zeit und des Umstandes mehrfacher Entschuldigungen meinerseits.

Aber es war ausgemacht, zumindest in der Öffentlichkeit wieder "ganz normal" und wie erwachsene Menschen miteinander umzugehen. Wie Kollegen das eben tun.

Wie groß war da meine Überraschung, als auf der Jahresstartveranstaltung jede, wirklich jede Gelegenheit von Dir aktiv vermieden wurde, mir zu begegenen.
Oder auch nur "Hallo" im Vorbeigehen zu sagen.

Wie schnell Du Dein Glas stets beiseite stelltest und den Tisch wechseltest, sobald ich mit einer Gruppe Menschen in Eure NĂ€he kam.
Wie schwer es Dir gefallen sein muss, aktiv aber gespielt zufÀllig an mir vorbeizusehen.
Was ich selbstverstÀndlich aus den Augenwinkeln heraus bemerkte. Jedes Mal.
Ob meine NĂ€he fĂŒr Dich so unertrĂ€glich ist? Warum nur?

Hmm. Vielleicht hatte ich mir "ganz normal wie Kollegen miteinander umgehen" zu leicht vorgestellt.

'Mal sehen, wie ICH damit umgehe.
Wenn Du heute drei Stunden vor mir sitzt.

Falls.

Mittwoch, 6. April 2016

Montag, 4. April 2016

KcilbkcĂŒrnehcoW (KW 13)


Montag:

Der erste Tag der Woche, und -besser wird's nicht- schon mein Lieblingstag.
Dies aus 2 GrĂŒnden.

  1. es ist ein FEIERtag, der
  2. ohne KINDER stattfindet.

Die Osterfeiertage mit der Großfamilie waren fĂŒr mich als kinderlose Tinnitussi eine...Ă€hm...einzige Folter. Echt.



Ich hab's sowieso nicht so mit Familie, ich kenn' "Familie" nicht aus eigener Erfahrung.
Jedenfalls nicht als etwas, das zu tradieren oder als erstrebenswertes Gut zu bewahren es gÀlte.
Aber zwei kleine Geschwister, die sich naturgemĂ€ĂŸ entweder gegenseitig in den Haaren (meist wegen Spielzeugs) oder aber auf MIR liegen, sind etwas, was ich mal eine oder zwei Stunden ganz gut ab kann.

Aber zwei TAGE lang Geschrei und Gezeter und Gejohle gehen mir einfach tierisch auf die Nerven.
Egal, wie sehr ich die MĂ€use liebe.
Immerhin, der Kleine hat ein schickes Spielzeugauto, das er mir gerne zur VerfĂŒgung stellte ;-).


Und außerdem konnte ich wieder meine onkeligen Bastelskills ausbauen,da mir mitgeteilt wurde, dass die Stofftiere UNBEDINGT EIN ZUHAUSE BRAUCHEN!!




Dienstag:

Der Tag beginnt entspannt mit dem Kampf gegen die Erdrotation, sprich: Morgenlauf mit Pedro.

Jetzt lÀuft Pedro aber nicht. Er spaziert.
Klagt aber jedesmal nach 300m ĂŒber spannende Waden.
Ja, wen wundert's!

Nebendran trabe ich so langsam ich eben muss neben ihm her (also mit knapp ĂŒber 4 km/h), mich dabei den rĂŒstigen Rentnerinnen gegenĂŒber zum Gespött machend, die Pedro und mich eine ums andere Mal ÜBERRUNDEN.
Und mit jeder Überrundung zunehmend mitleidiger zu dem auf der Stelle trabenden HĂ€ngebauchschwein und dem neben ihm bei 13°C wie ein MichelinmĂ€nnchen in Winterjacken und WollmĂŒtze bis zum Knie eingepackten Kumpel herĂŒberschauen.

Verstecke mich unterwegs hinter dieser neuen Treuepunkte-Sonnenbrille (Mitbringsel der Gattin), die sonst anscheinend von mehrheitlich Hirnverbrannten getragen wird, aber wer weiß, vielleicht passt das ja ganz gut zu mir.



Nachmittags nach der Arbeit treffe ich mich mit ZimtmĂ€dchen, die zum gefĂŒhlt 47. Mal schweren Beziehungsstress mit ihrem Kamelf**** Maghreb-Freund hat (und wovon absolut JEDER bei uns weiß, wie das mit den beiden ausgehen wird) und die -das ist die gute Nachricht- nun endlich abschließend das Thema ihrer Bagde-Lord-Arbeit mit ihrem Prof besprochen hat.

Es ist DAS Thema, zu welchem genau ich ihr geraten hatte - ein sure shot fĂŒr eine Frau,
'kann man fast nicht in den Sand setzen, ohne sich als Prof dem Vorwurf
des Sexismus auzusetzen. Gut gemacht!

Mit Begeisterung (also, bei MIR, jetzt) geben wir uns an die Grobgliederung und legen den Ausgang der Arbeit fest (es glaubt ja KEIN MENSCH, dass das Ergebnis einer "wissenschaftlichen Arbeit" nicht von vorneherein feststĂŒnde - das ist alles bullshit. Es geht nur noch um saubere Dokumentation und Herleitung. Aus, Ende. Freue mich auf die nĂ€chsten Wochen! Endlich mal wieder strukturiert mit dem Kopf arbeiten!)

Mittwoch:

Schulungstag. Ich habe das Hauptreferat.

Lerne zum ersten Mal ein paar Leute kennen, fĂŒr die ich ab 2017 oder 2018 komplett allein -ohne Kollegen- zustĂ€ndig sein könnte.
Als der LETZTE einer einst stolzen Gruppe von Spezialisten, die bis 2014 noch ZU FÜNFT waren, mache ich dann den Job allein. Also, den von allen fĂŒnfen.
Stichwort: Kostensenkungsprogramm.

Schaue fassungslos das Personal an, was da teilweise vor mir sitzt (teilweise auch liegt) und beschließe, auf die Referatmethode "keep it simple and stupid" runterzuschalten.
Stelle nach 40 min fest, dass selbst das noch dermaßen viele RĂŒckfragen nach sich zieht, dass mein Zeitansatz von 2 Stunden nie und nimmer zu halten ist.

Eine der Frauen z.B. schafft es, die ganzen zwei Stunden ĂŒber mit offenen Mund da zu sitzen.
Sie erinnert mich an Kundigunde, die Koikarpfen-Dame in unserem Gartenteich (leider verwitwet seit 2014). Wobei, das stimmt nicht, Kundigunde schließt ihr Maul zumindest beim futtern, ich kann das beweisen!

Zwei Fotos als kleine Impressionen musste ich dann doch noch machen.
Falls mal Einer nach den GrĂŒnden fĂŒr meinen Amoklauf fragt^^.





Donnerstag:

Besprechung im Team. Was man halt so "Team" nennt.
Langer Tag, viel ÜberflĂŒssiges.
Der Besprechungsraum ist nach unzĂ€hligen Einsparrunden bei uns im Haus ĂŒbrig gebliebene Katastrophe am Rande der Zumutbarkeit.
Sonnenseite, SĂŒdlage.

Mehr als 8 Leute sollten hier schon aus GrĂŒnden des Platzes und des Luftsauerstoffs nicht drin hocken. Wir sind heute 13.
Die Luft ist so dick, sie könnten mit 5 Lufthieben ein Katanaschwert stumpf hauen.
Von der PowerpointprÀsi ist fast nix zu sehen, weil der Projektor HINTER den Neonröhren hÀngt.
Tja, das war mal ein ganz normales Zwei-Mann-BĂŒro, nie als Tagungsraum gedacht.

Gott sei Dank kann ich mit Recht um vier endlich abhauen, ich hab noch einen Außentermin.

Die beiden KundengesprĂ€che dort laufen "sehr gut" und "ganz gut" und danach bleibe ich noch bis halb neun mit dem BĂŒroleiter hocken, steige mit ihm nach Jahren verpasster Gelegenheiten endlich auf das "DU" um und lasse mir von ihm noch ein paar bislang unbekannte Horrorgeschichten ĂŒber meinen gechassten Chef erzĂ€hlen.
Geschichten, die eine junge Frau, in die ich mal kurz sehr verknallt war, im Nachhinein im einen noch viel schlechteren Licht erscheinen lassen.

Du lernst eben nie aus, wenn es um Menschen geht.




Freitag:

Die nÀchste Schulung, der nÀchste Workshop.
Zum GlĂŒck bin ich diesmal nur Teilnehmer. Wenngleich unfreiwillig.

Es ist einfach ein Grauen.
Die Teilnehmer haben allesamt 15+ Jahre Berufserfahrung, kommen fast alle vom gleichen Konkurrenzunternehmen zu uns und wissen natĂŒrlich alles schon.
Und das auch noch besser.
Sind ja alles seit Jahren bereits total erfolgreiche Unternehmer, erfahren, geskilled.
(Manchmal fragt man sich, wie ein Unternehmen mit Verstand SOLCHE GÖTTER
nur hat zum Konkurrenten wechseln lassen können.
Aber erstens fragt mich Keiner und zweitens ist das auch besser so)
.

Eigentlich wissen die selber nicht, was sie hier auf der Schulung sollen. So als Profis, jetzt.
Aber sie haben gelernt, was taktisch kluge Positionierung heißt, und das hört man in jeder ihrer gesprochenen Zeilen.

Sechseinhalb Stunden in der genau gleichen beschissenen Tagungslegebatterie wie am Vortag, nur wÀrmer, weil Wetter besser. Na super.
Noch auf dem Heimweg rufe ich die Gattin aus dem Auto heraus an und kĂŒndige ehelichen Bedarf an kĂŒhlem Bier und Sex an.
Offenbar in einem Tonfall, der Widerspruch wenig zweckmĂ€ĂŸig erscheinen lĂ€sst.

Samstag:

Teich putzen. Fische zÀhlen.
Endlich mal anders als im Hauptjob eine Aufgabe, bei der
  1.  die zu Behandelnden die Fresse halten und
  2.  man hinterher die FrĂŒchte der ehrlichen, eigenen HĂ€nde Arbeit begutachten kann.
Beim FrĂŒhstĂŒck regt die Gattin den Besuch des PflanzengroßgeschĂ€ftes im Ort an.
Den Laden, in den kein Mann freiwillig einen Fuß setzt.

Zeige mich kompromissbereit, da ich heute nochmal Sex will.
Zumal ich bei der Gelegenheit ein paar Schwimmpflanzen fĂŒr den Teich besorgen kann.

Die Gattin setzt argumentativ zum Finalschlag an: "Nur ein paar Kleinigkeiten, ganz bestimmt!"
Stimme endgĂŒltig zu.
Nehme ihr aber das Versprechen ab, wirklich NUR EINEN Einkaufswagen mitzunehmen.
Was sich noch als gute Entscheidung herausstellen wird.



Nachmittags bereiten wir den Besuch der Freunde und Patenkinder abends vor.
3 Kids im Haus, da sollten alle iPads und co. vollgeladen sein. Erfahrungswerte, you know.

Pedro ist noch keine halbe Stunde da, da hat er schon zwei Sekt und ein dunkles Weizen quasi eingeatmet. Sieht so aus, als könnte er heute 'ne Packung vertragen (um mal mit dem großen Philosophen Olli Kahn zu sprechen).

Als die Freunde mit den beiden Kids schon lange gegangen sind, hocken Pedro mit Frau und dem Kind immer noch da.
Weise ihn zum wiederholten Male darauf hin, dass der Kleine beginnt quengelig zu werden und sich seit einer Stunde die Augen reibt.
(total unverstÀndlich, das Kind ist ja auch erst seit 16 Stunden wach.
Und die Uhr zeigt ja grad mal 22.50 Uhr.
Das.Kind.ist.nicht.einmal.VIER JAHRE ALT !
Aber logisch, man will ja am Sonntag mal bis zehn ausschlafen,
da wird das Kind jede Minute bis nachts "gezogen", was nur geht.)

Gieße den letzen Schluck Rotwein bei mir ein und stelle keine neue Flasche mehr auf den Tisch.
Zehn Minuten spĂ€ter verabschieden wir sie an der HaustĂŒr.

Sonntag:

Stehe um neun Uhr leicht gerÀdert auf und freue mich, von der Gattin einen Kaffee hingestellt zu bekommen.

Sie erzĂ€hlt mir von diversen Vorhaben und möglichen Essensauswahlentscheidungen, die mich auch im ausgeschlafenen Zustand nicht interessieren wĂŒrden.
Sehe nur ihre Lippenbewegungen, schlĂŒrfe meinen Kaffee und in einer ihrer seltenen Sprechpausen teile ich ihr mit, dass ich kein Wort verstanden habe und dieser Zustand bis nach vollstĂ€ndigem Konsum eines weiteren Kaffees nicht glaubwĂŒrdig wird beendet werden können.

Gattin rauscht schweigend ab und stellt mir einen zweiten Kaffee hin. Schweigend.
Sehr gut. AufnahmefÀhig, die Frau.

Sie schwebt eine Stunde spĂ€ter mit gepackter Sporttasche aus der HaustĂŒr, wĂ€hrend ich den Grill aus der Garage ausgrabe und zum Putzen auseinander baue.

Huiiiii, die Fettauffangschale hÀtte man auch mal leeren können, damals, im Herbst.
Na, egal.
Und ich muss mir wieder fest vornehmen, JEDES JAHR die Schrauben an dem Kugelgrillgestell festzuziehen, die letzten zwei Jahre waren diesbezĂŒglich etwas, Ă€hm, nachlĂ€ssig.

Erblicke beim anschließenden AufrĂ€umen noch im Teich einen neuen Bewohner, knapp unter der WasseroberflĂ€che.




Schon wieder ein Tier, das ich erst mal googlen muss^^.
Aber so oder so:  Willkommen, Larry!