Sonntag, 31. Juli 2016

KcilbkcürnehcoW KW 30



Samstag:

Wache unerwartet frisch und katerfrei im Gästebett unserer Freunde in Bonn auf und stelle fest, dass der durchaus relevante Getränkekonsum auf der Bierbörse gestern mir nichts hat anhaben können.

Sehr schön - der alte Trick funktioniert also immer noch, mit dem letzten Bier zwei Ibuprofen einzuschrauben. Hilft ungemein, es sei denn, Sie nehmen -was wirklich absolut nicht zu empfehlen ist- ersatzweise Thomapyrin.
Hab ich ein paar Tage zuvor gemacht (und wäre nachts fast im Schlaf an meinem Mageninhalt erstickt).

Muss mich nachmittags aber zur vollständigen Rekonvaleszenz nochmal eine Runde auf die Couch hauen. Stelle mir dazu ein Regendwaldgeräusche-Video auf youtube ein und lasse es auf dem tablet nebenher laufen.
Als ich wieder aufwache, sitzt die fünfzehnjährige Tochter es Hauses neben mir (Sie kennen sie noch? Bin?). Und hat Ohrenstöpsel drin. Des Lärms wegen. Den ich beim Schlafen mache.

A-ha.

Und als sie einmal nicht genau wusste, ob das jetzt mein Schnarchen war oder ein Donnerschlag vom Gewitter draußen, bin ich ein bisschen verlegen.
Aber nur ein kleines Bisschen^^.

Abends gehen wir zurück auf die Bierbörse und werden dort bis auf die Haut durchnässt.


Sonntag:

Nach einem komatösen Tiefschlaf infolge großartigen Guildo-Horn-Konzertes, welches leider durch die herabschüttende biblische Sintflut für uns unterbrochen worden war, packen wir unsere Siebensachen und treten die Heimreise an.
Was mir bei den Menschen, die wir zurücklassen, immer ganz besonders schwer fällt.

Daheim angekommen sammle ich die mangels Anwesenheit ihres Herrn auf der Terasse verirrten Schnecken wieder ein und bestelle was beim Chinesen.


Kurze Zeit später textet mich Bin an, dass ich mein Tablet in Bonn vergessen hätte.
Erst denke ich: Auch kein Ding, hast ja noch das Andere vom Geschäft.
Und mal ein paar Tage ohne tablet bringen selbst DICH nicht um.

Dann fällt mir ein, dass Bin mein Passwort hat.
Und was auf dem tablet alles...ähmmm...
Da wird mir kurz warm und es bedarf eines schönen, kühlenden Jägermeisters.


Montag:

Stelle frühstücklich brötchenkauend mit Blick auf mein Smartphone fest,
dass ich heute Nacht leise im Bett war:
Die SnoreLab-App weist einen Snarch-Score von lediglich 116 aus.
Und lediglich eine "gewaltige" Schnarchperiode nachts ist wenig für mich - "laut" ist hingegen normal.


Teile mein freudiges Ergebnis mit der Gattin, deren Augenfarbe sogleich auf orange wechselt
und deren Finger sich knackend um das zackenklingige Brötchenmesser klammern.
Offenbar wird meine subjektive Lautstärkeeinschätzung von ihr (die ja neben mir liegt) nicht uneingeschränkt geteilt.

Verpreche der Geheirateten, für den Abend einen schönen, leckeren Salat zuzubereiten
und kann sie dadurch zumindest temporär wieder von dem Vorhaben abbringen,
mein zartes Halsfleisch in hauchdünnen Carpaccioscheiben zu genießen.



Dienstag:

Sitze in einer Praxisschulung und stalke surfe nebenher den Referenten bei Facebook an.
Bei ihm, der vorletztes Jahr 50 geworden ist, sieht man ziemlich schnell, dass er KEIN digital native ist und ihm KEINER Facebook erklärt hat.

Und wie man das mit den "Freunden" richtig einstellt.
Was ein Blick in seine hundertfache Freundesliste zeigt.



Boah.
Was haben wir GEBRÜLLT vor Lachen.
Gleich mal paar screenshots gemacht.

Mittwoch:

Termin im Büro des Maseratifahrers.
Er hat es offenbar aufgegeben, sich die Haare zu färben und ist jetzt komplett silberweiß.
Mit 47!
'Sieht echt gut aus zu seinen blauen Augen und der Malle-gebräunten Haut.

Fragt mich, ob ich 'nen Kaffee will.
Antworte mit JA.

Er zeigt auf die Küche und sagt ohne aufzublicken "Weißt ja, wo alles ist!"
Es hat schon seinen Grund, warum der Single ist, denke ich mir und gehe in die Büroküche.

Falls Sie schon immer mal wissen wollten, was bei Versicherungsagenten so im Kühlschrank ist -
bitte sehr:



Donnerstag:

Ahh. Mal wieder 'ne Nachricht vom Capt'n aufm Handy - ist denn der Monat schon wieder Rum?
(ok, der braucht jetzt ein bisschen.
Aber Sie kriegen das hin.)
Im Urlaub isser, aha.
Und gut gehen lässt er sich's.
Der Gute.

Schon der Hinflug sei vielversprechend gewesen, schreibt er.
Und das Wetter sei super und die Leute am Strand auch total nett.
Und dann gäb's halt immer Rum.
Der Gute.

Frage ihn, ob er nicht zufällig mal wieder auch mit mir irgendwas...aber ach, er macht sich Sorgen.
Dass seine Gegenwart meinen feingeistiges Gemüt mit nicht zuviel Stumpfheit bearbeite.

Immerhin, den Blog liest er also noch.
Der Gute.^^


Freitag:

Abends Treffen mit einem befreundeten Pärchen in der Landeshauptstadt im Steakhouse.
Wenn es ZWEI Dinge gibt, die ich bislang immer möglichst gemieden habe, dann
  1. abends rein in die Landeshauptstadt und
  2. zum Essen
Es bewahrheiten sich mal wieder alle Befürchtungen, wirklich alle.
Essen gehen bei uns in der großen City, das läuft in 19 von 20 Fällen schief.

Die Steakhouse-Preise verursachen Schnappatmung, aber es reicht immer noch nicht für vernünftiges Personal oberhalb der 450,--Euro-Grenze.
Mit der völlig logischen Konsequenz, dass man dann auch keine qualifizierte Auswahl bei den Bewerbern treffen kann, sondern schlichtweg JEDEN nehmen muss und von denen dann auch sehr bald alle wieder weg sind.


Der Laden ist draußen gerammelt voll, innen zu 85% leer und trotzdem wirken alle Bedienungen gehetzt und sind froh, nicht nach links und rechts schauen zu müssen.
Denn Rufen nach ihnen scheitert an der viel zu hohen Lautstärke der Musik.

Kein Wunder, sucht der Laden ganz unverblümt auf seiner website unter "Jobs" alles, wirklich ALLES an Personal, was man zum Betreiben eines Restaurants braucht - mit dem sehr zielführenden Hinweis in der Ausschreibung "Sie lassen sich zu keinem Zeitpunkt aus der Ruhe bringen. Sie lieben es im Mittelpunkt zu stehen und alles auf einmal zu machen."

Das Fleisch ist äußerst mittelmäßig, ich muss 20% wegschneiden weil sehnig.
Es wird auf einem heißen Stein serviert - da muss man echt zusehen, dass man schnell schneidet und schnell die Stücke anbrät und vor Allem schnell wieder das Zeug runterzieht vom heißen Stein auf den warmen Stein.

Mal abgesehen davon, dass das Fett beim Anbraten der geschnittenen Stücke quer über den Tisch spratzt (schön auch für die Blusen der Damen) und der Küchenbratgeruch auf diese Weise eben geschickt an den Platz des Gastes outgesourced wurde.
Totale Kacke, dieses Konzept.

Wenigstens gibt es unbegrenzt ganz brauchbare house fries und geht-so-house salad.
Die 3 Bonsai-Saucentellerchen reichen für 2x eindippen und dann war's das, die Saucen selbst
(rot -weiß -grün) sind eine Frechheit. Noch nie so was Schlechtes bekommen.

Die Papa Asada der Gattin ist kinderhandgroß und völlig vertrocknet.
Der Kaiserschmarrn ist noch sehr viel schlechter, als man das Abseits seiner Heimatregion vermuten würde.
Der zu überfreundliche französische Kellner, der brauchbare Sauvignon Blanc, der gute Brownie verbleiben als einzige Pluspunkte eines ansonsten wirklich nicht notwendigen Abends.

Denn, ganz ehrlich?
Bei EUR 225,-- für 4 Personen stell' ich mich GERNE selber an den Grill und such' mir Fleisch und Wein und Saucen selber im Einkauf raus.

Und genau DAS haben wir fürs nächste Treffen auch vereinbart :-).

Samstag, 30. Juli 2016

Sevicia


Jeder tote Torrero ist eine freigewordene Stelle auf dem Arbeitsmarkt.



Vermutlich ist das der Grund, weshalb die EU Stierkämpfe immer noch
mit mehr als 40 Mio Euro jährlich Subventionsgeldern unterstützt?

Aber eigentlich ist mir der "Grund" egal - ich interessiere mich auch nicht für als "kulturelle Besonderheiten" gelabelte Tierquälerei im Sinne eines schützenswertes Kulturgutes.

Und wenn Spaniens Generalsektretärin der nichtregierenden Volkspartei 100x erzählt, "Stierkampf sei wichtigster Kulturausdruck der Spanier", dann weiß ich nicht, was ich verachtenswerter finden soll:
Diese Kultur der Spanier oder die Dummheit der von ihnen gewählten Volksvertreter.

(Aber halt, Denkfehler.
Politiker reden ihrem Volk ja immer nach dem Maul, zumindest in Demokratien.)


Als ginge es um Kultur!
Der damalige Kulturminister jener Dame (José Ignacio Wert) war da schon ehrlicher.
Er betonte in jenem Interview, „um den Stierkampf gebe es eine große wirtschaftliche Aktivität".

Na also, geht doch.
Die ganze Position in einem Satz zusammengefasst lautet also:

"Wir quälen und töten öffentlich Stiere in einem barbarischen schmerzintensiven und als Kulturgut getarnten Ritual, weil das Arbeitsplätze sichert und wir über die Steuereinnahmen dieser Industrie daran mitverdienen, anstatt ein paar tausend durch ein Veranstaltungsverbot arbeitslos gewordene Wähler durchfüttern zu müssen und uns zum Dank abwählen lassen dürfen. "

Sehen Sie? So einfach und so ehrlich kann Politik sein.

Ich für meinen Teil kann mich einfach nicht sattsehen an den Bildern von schwerstverwundeten Torreros!
Ich bin nicht religiös und auch nur eingeschränkt menschenfreundlich - ich darf das.
Es bereitet mir aufrichtig Freude, diese ...Menschen abgelichtet zu sehen in dem Moment eines den Tieren equivalent erfahrenen Schmerzerlebnisses (kleine Auswahl hier, Vorsicht, unangenehme Fotos).





Freitag, 29. Juli 2016

Donnerstag, 28. Juli 2016

Die Rückkehr des Schattenpriesters


Du meine Güte, es war eine lange Zeit.
Zu lang.
8½ Monate!


Der Einmarsch der brennenden Legion steht bevor.
Und jahrealtes Fieber flammt wieder auf.



Und - da bin ich wieder.
Zuhause.

FÜR AZEROTH!




Mittwoch, 27. Juli 2016

Über Biofleisch und große Möpse (Freitagstexter)


Ich könnte jetzt nicht sagen, dass mein Freitagstexterbild für mich selbst eine "Entdeckung" gewesen ist - vielmehr ist es eines meiner Lieblingsfotos seit mehr als sechs Jahren gewesen:



 Sehen Sie auf der linken Seite eine großartige Annäherung an meinen Begriff von "Traumfrau"
und auf der rechten Seite...mich.

Na gut, fast.
In 15 Jahren vielleicht mal.
Aber: 'Schon sehr nahe dran. Beides.

Abgesehen davon, dass äußerst gewinnträchtige Vorschläge -leider, leider- von anonymer Seite eingeworfen wurden (und damit außer Konkurrenz - schade eigentlich, es gab nämlich etliche Anspielungen auf vergangene posts hier im Blog ;-)), war erfreulicherweise allen Kommentatoren die in freier Wildbahn so eher selten anzutreffende Mann-Frau-Konjunktion aufgefallen.

Nicht minder kreativ waren Ihre Vorschläge - von einer den Beiden unterstellten Seelenverwandtschaft war da die Rede (Symmeria), doch auch ein Spieltrieb war -angesichts der reich gedeckten Auslage- erkannt worden (nömix).

Zu meiner Überraschung wurde auch zweimal eine aktuelle Präsidentschaftskandidatur ins Feld geführt - einmal die Ähnlichkeit des Paares betreffend (hele) und einmal wurde offenbar Jeff Bridges ("Crazy Heart") erkannt (Kulturflaneur).

Vielfraß hingegen zog die Analogie zu Newton angesichts der schwerkraftgeplagten Äpfel der Dame.
Was ich großartig fand, besser noch als den Typen mit den Würstchen, nach dem die Alte Säckin fragte.

Aber den Vogel schoß echt Herr bee ab (wie lange ich dort SCROLLEN musste, um das korrekte Geschlecht zu ermitteln!! Ok, alternativ hätte ich mir auch einfach mal seinen Blog-header GENAU anschauen können...aber ich hab's ja gerne kompliziert, u know).

Ich hab wahrlich gejubelt anlässlich seines Untertitels

„Jungs, ich wollte Biofleisch im Kunstdarm, nicht umgekehrt!“

Ein wie ich finde hochverdienter Pokalsieger. Meine wärmsten Glückwünsche!



Und somit geht’s hier zum nächsten Freitagstexter:



Die Freitagstexterhistorie wird von einem freundlichen fleißigen Menschen auf Twitter geführt.

Dienstag, 26. Juli 2016

5 lives reloaded


[ Heute letzter Tag für den aktuellen  Freitagstexter ]

****

[ Und wieder 5 Kurzzusammenfassungen prominenter Leben.

Diesmal keine selbst aufgeschriebenen Personen,
sondern fünf Wünsche von Vanessa Libida - Sie sehen,
ich arbeite ich an meiner Karriere als Auftragsschreiberling ;-) ]



Donald John Trump

70-jähriger US-Milliardär und mutmaßlich nächster Präsident der USofA.
Übernahm Anfang der 70er Jahre das Bau- und Immobilienunternehmen seines Vaters, der es mit dem Bau von Mietskasernen in NYC bereits zum Multimillionär gebracht hatte.

Die Herkunft seines Großvaters gab er selbst je nachdem, was gerade politisch opportun ist, mal mit Schweden und mal mit Deutschland an (Letzteres ist zutreffend).
Es besteht nahe Verwandschaft mit der Heinz Ketchup-Familie.

Die räumliche Fokussierung auf New York City hinsichtlich seiner Aktivitäten ist in dem Steuernachlass (altdeutsch: -befreiung) begründet, die er in den 70ern ausgehandelt hat im Gegenzug für die Rettung eines Hotels aus den klammen Händen der nahezu bankrotten Stadtverwaltung - der Steuernachlass galt ja auch nur für 40 Jahre.

Da man aber mit dem Bau von Mietskasernen keine wirklich repräsentativen Schwanzsymbole herstellt und Beton sich auch so schlecht ficken lässt, wurden zum einen immer höhere und repräsentativere Hochaustürme errichtet und übernommen und zum Anderen die Geschäftstätigkeit ausgebaut und ergänzt um das Betreiben gutbürgerlicher Einrichtungen wie eine eigene Modelagentur (Fremdakquise ist teuer, das weiß man als Bauigel), Golfplätze, Spielcasions (alle insgesamt 4x in die Insolvenz gelaufen) und eines American Footballteams (dito).

Dazu eigene Kabel-TV-Shows und eigene Serienproduktionen (gerne auch mit ihm selbst in der Hauptrolle) sind ebenfalls schwanzhärtender Therapeutik zuzurechnen.

Trump hat mehr als ein Dutzend Bücher geschrieben, die sich thematisch im Wesentlichen mit zwei Kernthesen auseinandersetzen:
Wie man alles immer richtig macht (nämlich so wie der Autor) und
wie man unweigerlich scheitert (alle anderen Wege).

Seine politischen Positionen zu den Themenfeldern Immigration, Steuern und Finanzen, Bildung, Waffenrecht, Klima und Todesstrafe sind der Nennung in diesem Bildungsblog mehrheitlich nicht wert, aber sie klingen sehr nach nach einem handgekritzelten Stück Papier infolge einer durchzechten Nacht der Simpsons-Autoren.

Apropos Simpsons: Dort wurde die Idee eines "Präsidenten Trump" bereits im Jahr 2000 aufgegriffen
(auf ihn folgt im Amt Lisa Simpson. Was aber dann auch keinen mehr verwundern würde).

Trump war Mitglied der Republikaner, der Independence Party, der Demokraten und dann wieder der Republikaner, was seine Flexibilität in politischen Fragen dokumentiert.

Zu seiner Frau Melania ist zu sagen, dass sie mit 46 erstaunlich alt ist für einen 70-jährigen Großmogul, aber wenigstens Ex-Ostblock-Model, daher im Großen und Ganzen wieder akzeptabel.


Hugh Hefner


90-jähriger Verleger und Herausgeber des "Playboy" und vor diesem Hintergrund entsprechend standesgemäß in dritter Ehe verheiratet mit einem sechzig Jahre jüngeren Model (welches übrigens stolze 32 Jahre nach Hef's erster Scheidung erst gezeugt wurde).

Bachelor in Psychologie, Armeeschreiber und Werbetexter für die Esquire.

Lieh sich von seiner Mutter 1.000 Dollar (der Vater wollte ihm kein Geld geben) und kaufte für die Hälfte davon ein einzelnes Foto - das der noch weitestgehend unbekannten Norma Jeane Baker (später: Marilyn Monroe).
Das druckte er auf die Erstausgabe des Playboys (Preis: 50 Cent), ohne Angabe eines Monats oder Jahres, da er nicht wusste, ob es je eine zweite Ausgabe geben würde.

Er verkaufte binnen Tagen alle 50.000 Exemplare und der Playboy hatte 5 Jahre später 1 Mio Abonennten.
Für die nächsten 50 Jahre sollte Hefner daraufhin alle Bilder für das "centerfold", seine eigene Erfindung im Magazinbereich, persönlich auswählen.

Bis 2005 lebte Hefner in seiner Villa, dem "Playboy Mansion" mit einem halben Dutzend bis Dutzend Frauen jeweils  im Maximalalter 28 Jahre zusammen, bis er sich -79-jährig- entschloss, künftig nur noch mit DREI Frauen dort zusammenleben zu wollen.

Als diese drei irgendwann ausgezogen waren, fuhr Hef in der optischen Varianz nochmal einen Gang runter und es zogen die Shannon-Zwillinge ein sowie seine spätere Ehefrau Crystal Harris.

Bewohnerinnen des Playboy Mansion erzählen von einer Einrichtung auf dem Stand der 80er Jahre, uralten Telefonen und muffigen Teppichen überall. Und dass Sex mit Hef nur unter Alkohol und Drogen auszuhalten gewesen sein soll.

Die Hollywood-Partyhochburg der 70er und 80er verlässt Hef bereits seit Jahren nicht mehr, Partys finden auch keine mehr statt und die unterirdischen Tunnel in die Villa hinein wurden bereits Ende der 80er zugeschüttet.

Das Traumleben eines jeden nicht lügenden Mannes wird also bald zu Ende gehen.
Ich tippe noch auf 2016.


Maria Yotta

28-jährige Beautyexpertin aus Magdeburg.
Ex-DSDS-Kandidatin, heute nicht wiederzuerkennen.

Aktueller Name wieder Maria Hering, auf Facebook -angeblich versehentlich- Maria Summer.
Bekannt geworden an der Seite ihres Ex-Freundes Bastian Gillmeier unter dem Künstlernachnamen Yotta - weil der nach noch mehr klingt als "mega" und "giga".

(der übrigens dem Capt'n in live gar nicht mal so unähnlich sieht -
sieht man mal davon ab, dass der Capt'n größer und muskulöser ist)

Die Haupttätigkeit während der letzten Jahre bestand im Wesentlichen darin,
sich die Brüste auf (wirklich toll anzusehende) 70G vergrößern zu lassen und an der Seite
ihres Ex-Freundes dessen Millionen nicht ganz geklärter Herkunft ("Ich habe eine Reihe von Companies" - er meint Fitness-Kurse, Life -Coachings, Diätbücher und Anti-Aging-Produkte) medienwirksam in einer unterirdisch schlechten TV-Serie im Alltagsleben rauszuhauen.

Hat sich mal in ihrer TV-Show darüber beklagt, dass "im Land der unbegrenzten Möglichkeiten" bereits bei 800ml Brustimplantatvolumen leider Schluss sei, was ihren Wünschen gar nicht entgegenkomme.

Gibt vielleicht nicht ganz unerwartet als ihr Lieblingsschulfach "Musik" an sowie Forrest Gump als ihren Lieblingsfilm.

Und um den netten optischen Eindruck nicht weiter durch Realaussagen von ihr zu trüben, belasse ich es einfach mal dabei.


Verena Pooth

Als Verona Feldbusch in Bolivien geboren.
Mehrmals Miss Hamburg und Miss Germany, außerdem auch Miss Interconti World und Miss American Dream.

Modelkarriere ab dem 15. Lebensjahr, nach der Hauptschule kein weiterer abgeschlossener Schulbesuch.
Wird 1990 von Alex Christensen in einer Disco gefragt, ob sie seine Produktion "Ritmo de la Noche" singen will. "Singen" ist wenn man's im Nachhinein anhört zwar nicht GANZ die zutreffende Bezeichnung, aber es verschafft ihr plötzliche und nahezu akquisefreie Popularität.

Wird 1996 in einer Disco von Dieter Bohlen IM SCHERZ angesprochen, ob sie ihn heiraten würde und antwortet mit JA.
Die daraufhin geschlossene Las Vegas-Ehe endet nach ganzen 4 Wochen, weil ER daheim was Warmes zu essen gekocht haben will, SIE ihm daraufhin die Autoschlüssel ins Auge wirft mit der Ansage, er sollte sich dann eben was vom Pizzadienst holen und ER ihr als Reaktion a) entweder eine knallt oder b) sie blind wegschubst, je nach Darstellung.

Die Scheidung und Abfindung kostet Bohlen knapp 600.000 DM (eigene Aussage), was er bei Harald Schmidt in dessen Show etwa so kommentiert: "Sechshunderttausend Mark! Für ein paar Mal Sex und dann kann die Alte noch nicht mal kochen! Aber....DAS war's mir WERT!"

In ihren Äußerungen oft an der Schmerzgrenze des grammatikalisch Ertragbaren (von der wenig lieblichen Stimmlage mal abgesehen), nutzt sie ihre kurzfristige Pouplarität anerkanntermaßen geschickt, um an Werbeverträge und Testimonialaufträge zu kommen und baut sich einen eigenen Promistatus auf.

Heiratet medienwirksam 2005 im Wiener Stephansdom Franjo Pooth und nimmt dessen Namen an.
Selbiger wird wenige Jahre später wegen Insolvenzverschleppung, Untreue, Bestechung und Vorteilsgewährung strafrechtlich verurteilt (nur Bewährung und Geldauflage) - er hatte den Promi-Status seiner Frau nicht ungeschickt ausnutzend Sparkassenleiter bestochen und Kredite für seine Firma Maxfield erschlichen.

Verona Pooth ist seither Alleinversorgerin für Mann und die zwei Söhne, von einer Geschäftstätigkeit ihres Mannes ist seither nichts bekannt.




Martin Luther King

Schwarzer Baptistenprediger und Bürgerrechtler der 50er und 60er Jahre.
Eine der weltweit prominentesten Figuren im Kampf für Bekämpfung der Rassentrennung und sozialer Ungerechtigkeit.
Mit ihm an der Spitze wurde Joan Baez' song "We shall overcome" zur Hymne der Bürgerrechtsbewegung.
Friedensnobelpreisträger 1964.

Zwang mit seiner civil rights movement die weißen Unterdrücker in die Defensive, in dem er erfolgreich den zivilen Ungehorsam der Schwarzen propagierte und selbst daran teilnahm.
Als Wendepunkt in der Rassentrennung der USofA gilt der 03. April 1963, der Tag, an dem mit Sitzstreiks begonnen wurden.

Obwohl er für einige Tage ins Gefängnis kam, breitete sich der Protest aus und als er auf die Idee kam, auch Kinder und Jugendliche in die Proteste mit einzubeziehen und fast 1000 von ihnen durch die Polizei medienbegleitet verhaftet wurden, war der Flächenbrand nicht mehr zu stoppen.

Präsident Kennedy entsandte diskret einen Unterhändler aus dem Justizministerium, der erfolgreich zwischen beiden Seiten vermittelte und binnen nur einer Woche die Hochstätte der Rassentrennung (Birmingham /Alabama) zum weitestgehenden Fall der Rassenschranken brachte.

Viele Amerikaner waren begeistert von diesem Eingreifen Kennedys (der 5 Jahre zuvor bereits persönlich beim Haftrichter interveniert hatte, um den unter unmenschlichen Bedingungen inhaftierten King gegen eine Kaution von 200 USD wieder freizubekommen).
Und sie dankten es ihm mit einer Präsidentschaft bis an sein Lebensende (nämlich sechs Monate).

Sein Nachfolger L.B. Johnson unterzeichnete im Beisein von M.L. King am 2. Juli 1964 die Beendigung der Rassentrennung in den USofA (Civil Rights Act von 1964).

Am 4.April 1968 wurde M.L. King auf dem Balkon seines Hotelzimmers aus dem gegenüber gelegenen Motel erschossen.
Den Attentäter, einen bekannten weißen Rassisten namens James Earl Ray, konnte man auf dem Weg nach Rhodesien in London fassen - volle zwei Monate nach der Tat.

Um der Todesstrafe zu entgehen, riet ihm einer seiner Anwälte zu einem Geständnis.
Daraufhin wurde er zu 99 Jahren Haft verurteilt und widerrief 3 Tage später sein Geständnis.
Eine erfolgreicher Gefängnisausbruch 11 Jahre später erhöhte seine Haftstrafe auf 100 Jahre.

29 Jahre nach der Tat besuchte M.L. Kings Sohn Dexter den Täter - und war samt seiner Familie so von der Unschuld Rays überzeugt, dass die Familie Kings selbst es war, die die Wiederaufnahme des Mordverfahrens mit Erfolg anstrebte mit dem Ziel, Rays Unschuld zu beweisen.

Nur ein Jahr später starb Ray an einer Hepatitis C-Infektion, die bereits 2 Jahre zuvor bei ihm diagnostiziert, aber nie behandelt und auch seiner Familie nie mitgeteilt worden war.
Post mortem wurde er erneut des Mordes schuldig gesprochen.

Martin Luther King sind etliche Songs gewidmet worden, der Populärste dürfte "Pride" von U2 sein.


Sonntag, 24. Juli 2016

noch 362 Tage


[ Hier geht's zum  Freitagstexter ]


362 Tage...Wartezeit bis zur nächsten Bierbörse in Bonn...:-/

Und auch, wenn wir am zweiten Tag gewitterbedingt klatschnass geworden sind - es hat sich so was von gelohnt!

Bestaunen Sie mit mir noch einmal die Brauwunder aus aller Herren Länder:























Samstag, 23. Juli 2016

Bierbörse


Ich bin dann mal am schönen Rhein übers Wochenende.
Bei lieben Menschen und leckerem Bier.
Und MEHR  braucht auf diesem Planeten KEIN MENSCH.

Genießen Sie das Wochenende, ich tu's auch ;-).










Freitag, 22. Juli 2016

Screenshotfriday KW 29



[ Schon wieder Freitag, glaubt man's?

Die letzen sechs Tage konnte ich mein Gesicht
oft in die Sonne halten und gehe heute also
bestens vorgebräunt auf die BierBörse.
Wo ich hingehöre.

Schönes Wochenende!

Und denken Sie dran:
Heute geht der Freitagstexter los!!
]













[...wenn sie SO paranoid sind, dass sie sogar die iPad-Frontkamera zukleben,
sollten Sie keines benutzen. ]