Mittwoch, 6. Juli 2016

5 lives



[ Noch so ein Relikt aus alten "Z-Zeiten":

Sich im Blog mit 5 Menschen befassen, die entweder
kein Schwein (mehr) kennt - oder (noch) jeder.

Dieses Bildungsblog-Dingens ist mir wichtig,
Sie wissen schon. ]


Klaus Zumwinkel

Ex McKinsey-Weltvorstandsmitglied, ex Quelle- und Deutsche-Post-CEO.
Außerdem ex-Telekom-Aufsichtsratschef und nochmal ein halbes Dutzend weiterer solcher 400-Euro-Jobs.

Mit goldenem Löffel im Maul geboren.
Wobei man ihm sicher nicht vorwerfen darf, dass sein NSDAP-Vater den Grundstein für das Millionenvermögen der Familie dem glücklichen Umstand zu verdanken hat, ein jüdisches Bekleidungsgeschäft zu einem Bruchteil des Marktwertes von seinem Besitzer
...."erworben" haben zu können.
(Aber es passt so schön als Überschrift für den weiteren Werdegang.)

Da Gier selten die Pfade der Legalität einzuhalten vermag, wurde er im Rahmen der Liechtensteiner Steueraffäre -einem Tiefpunkt der deutschen Rechtsstaatlichkeit- aus allen Ämtern gedrängt.
Weshalb er jetzt sein golden vergütetes Ruhestandseinkommen (Kapitalabfindung damals 20 Mio EUR) als Berater der Deutsche-Post-Stiftung fristen muss (deren Vorsitzender er übrigens ist).

Bei dem (erfolgreichen) Versuch von Politik und Medieneliten, Zumwinkel im Rahmen des Steuerstrafverfahrens unbedingt haftfrei zu belassen, wurden auf allen Ebenen Beweismittel verschleiert, ihre Vorlage verzögert und unliebsames (weil ehrliches) Ermittlungspersonal weggemobbt.

Als beispielsweise die Anklagesummen drohte, den Betrag von 1 Mio Euro Hinterziehungsvolumen zu überschreiten, stellte der leitende Oberstaatsanwalt die hierzu benötigten Dokumente -leider, leider-
erst 2 Tage NACH Ablauf der Einreichungsfrist dem Gericht zu.
Was dazu führte, dass sich die zu verurteilende Hinterziehungssumme auf lediglich 968.000 Euro reduzierte (ab 1 Mio Euro ist eine Aussetzung der Haftstrafe zur Bewährung in D nicht mehr statthaft, die causa Zumwinkel führte zu einer Rechtsklarstellung).

SOFORT nach Verurteilung (Bewährung, klar) verließ er Deutschland Richtung Italien.
Offiziell, weil ihn im Zehnerpack Morddrohungen erreichten.
Manchmal kann man ja mitfühlen.
Nicht immer nur mit den Opfern.


Gina-Lisa Lohfink

Teilnehmerin und frühe Ausscheiderin bei GNTM 2008.
Trauriges Beispiel dafür, was aus Mädchen werden kann, deren Väter sich frühzeitig dazu entschließen, die Familie zu verlassen und sich nicht mehr um die Tochter zu kümmern.
Und deren Mütter die Situation gegenkompensieren, in dem sie dem Nachfolgemann so schnell es geht ein oder zwei frische Kinder einbuchen.

Zieht mit 12 Jahren freiwillig zur Großmutter und bekommt dort vermittelt, dass nichts wichtiger ist als eigenes Geld zu haben im Leben. Finanziert seither mit ihren Einnahmen Mutter und Schwestern mit dem festen Vorsatz: "Nie wieder kein Geld haben!".
Wirkt insofern ein bisschen wie eine moderne Bimbo-Variante von Scarlet O'Hara.

Proll-Humor, künstliche Haarpacht und kosmetische Operationen inlusive Brustvergrößerung transformieren sie schnell zum Archetyp einer blonde bombshell.
Google Images listet -auch aus frühen Jahren- kein einziges Foto mehr auf, welches das Attribut "natürlich" verdient.
Mehrheitlich inszenierte oder aber der publicity wegen aufrechterhaltene Kurzzeit- und Fake-Beziehungen  mit David Ortega und Loona - wobei ihr an Ersterem sicher sein Intellekt so imponierte.

Kommt just im richtigen Moment -als ihr GNTM-Popularitätszenit zu sinken beginnt- endgültig als Person öffentlichen Lebens raus, als ein Sex-Video von ihr mit ihrem Manager veröffentlicht wird, welches augenscheinlich einvernehmlich gedreht wurde und von dem sie hinterher sagt, "Ich habe nicht gewusst, dass er das Ding verkaufen will – aber ich wusste auch nicht, was man dagegen machen kann."

Ein Umstand, der es ihr  4 Jahre später schwer macht, beim nächsten Sex-Video mit zwei Männern eine Vergewaltigung unter Einsatz von k.o.-Tropfen glaubhaft zu machen - was versteht, wer das Video kennt.

Das sieht auch die Staatsanwältin (GsD eine Frau) nach Sichtung des Videomaterials so.
Und schlägt den Vorwurf der Vergewaltigung nieder, statt dessen ergeht ein Strafbefehl gegen sie über EUR 24.000 wegen falscher Anschuldigungen. Der Widerspruchsprozess dagegen gerät zum schlechten Schauspiel, das an nahezu jedem Verhandlungstag mit einem kleinen Skandal für die Boulevardpresse endet.

GLL darf demnächst trotzdem im EU-Parlament sprechen:  Über den öffentlichen Umgang mit Frauen, die sich als Opfer sexueller Nötigung oder Zurschaustellung sehen.

Wird seither in der Presse mehrheitlich in der Opferrolle beschrieben ("Portrait einer Kämpferin") und fehlt in keinem Artikel über die anstehende gesetzliche Verschärfung des Sexualatrafrechtes.

"Ich weiß, dass die Leute abfällig 'C-Promi' zu jemandem wie mir sagen", sagt sie, "aber das ist ein hartes Geschäft. Wenn du seelisch nicht stark genug bist, dann macht dich das kaputt. Ich habe genug Leute erlebt, die es versucht haben und daran zerbrochen sind. Ständig will wer was von dir, dein Geld, deine Berühmtheit, deinen Körper. Und trotzdem bist du eigentlich immer allein."

Singt im Juni 2016 die Single-remake-Veröffentlichung: „I’m a blond bimbo girl in a fantasy world
("Barbie girl", Aqua)


Megan Denise Fox

Sex-Symbol wider Willen.
30-jährige....im weitesten Sinne Schauspielerin.

Unglaublich attraktiv (schon als Kind), trotz -für Hollywoodverhältnisse- bescheidener Cups.
Modeljobs ab dem 13. Lebensjahr.
Bisexuell (klar, als wäre das Ausmaß der weltweiten Männerphantasien zu ihrer Person nicht schon genug überhitzt).

"I would never date a girl who was bisexual, because that means they also sleep with men,
and men are so dirty that I'd never want to sleep with a girl who had slept with a man."


Machte Brian Austin Green schlagartig zum meistgehassten Mann, weil er nur einer von ZWEI Männern auf diesem Planeten ist, die sie jemals vögeln durften.
Und ER sie sich bereits schnappte, als sie 18 war (er damals 30 - chapeau, bro).
Hat sich mehrmals von ihm getrennt bzw. scheiden lassen, was jedesmal kurz darauf mit neuem Nachwuchs bei den Beiden endete (chapeau again, bro).
 
Hatte im Wesentlichen EINE relevante Filmhauptrolle, im ersten TRANSFORMERS-Teil.
(Im zweiten Teil war KEIN menschlicher Darsteller in irgendeiner Form relevant, auch sie nicht.)
Während der Dreharbeiten zum dritten Teil verglich sie den Regisseur Michael Bay (vollinhaltlich zutreffend) mit Hitler und flog in der Folge vom Set und aus der Rolle.

Lehnte die Hauptrolle für die dritte TOMB RAIDER-Verfilmung ab mit der Begründung, sie wolle nicht mit Angelina Jolie verglichen werden (welche angesichts der Nominierung Fox' für die Rolle einen Tobsuchtsanfall bekam).
Wird in den letzen zehn Jahren  im Wesentlichen nur für ZWEI Awards wiederkehrend nominiert:
Für die "goldene Himbeere" und für "FHM sexiest woman in the world".

Fox bescheinigt sich Zwangsstörungen und antisoziales Verhalten.
Sie hat eine Brachydaktylie (Keulendaumen beidseitig).

Wie sehr sich die Einträge in der englischen und deutschen Wikipedia in Qualität, Quantität und Relevanz unterscheiden, sieht man auch an ihrem Beispiel mit einer gewissen Frappanz.

Auf ihrem Rücken steht eine Anlehnung an Shakespeare's King-Lear-Rede tätowiert:
"We will all laught at gilded butterflies."


Christy Sheats

(statt Text: Ein Meme)





Cristiano dos Santos Aveiro

"In my job I don’t have a lot of friends.
People I really trust? Not many.
Most of the time I’m alone.
I consider myself an isolated person."

Als kleines Kind wird er entdeckt und verbringt seine Kindheit in Sporthallen und auf Sportplätzen.
Im Laufe der Zeit wird er in seinem Sport zu einem der athletischsten, vielseitigsten, attraktivsten und wohlhabendsten Protagonisten werden und zudem einer der zwei unbestritten besten Sportler in diesem Segment weltweit.

Als er 19 ist, sieht er die Rettung eines achtjährigen Jungen in einer TV-Reportage, der von der Tsunamikatastrophe 2004 verwaist und halb verdurstet zwischen Leichen in einem Sumpfgebiet aufgefunden wird, wo er seit 3 Wochen vegetiert.
Der Junge im TV trägt sein Nationalspielertrikot am Leib.

Daraufhin fliegt Aveiro nach Indonesien und sammelt vor Ort Spendengelder, um den Wiederaufbau voranzubringen. 10 Jahre später wird sein Trainer und Mentor genau diesen Jungen an die gleiche Jugendsportstätte berufen, an der auch Aveiro als kleiner Junge trainierte und dort zum millionenschweren Jungstar aufsteigen.

Aveiros Vater stirbt an alkoholkonsumbasiertem Leberkrebs, als er 20 ist (kurz vor seinem Tod gab dieser ein Interview, in dem der ausstrahlende TV-Sender weder auf den alkoholisierten Zustand noch auf die körperliche Verfassung des Mannes Rücksicht nahm und so nur verlieren konnte. Weshalb Aveiro dem Sender bis heute jedes Interview verweigert.).

Als er wenige Jahre später beinahe auch seine Mutter an den Krebs verliert, spendet er 100.000 britische Pfund an das Hospital, welches seine Mutter vor dem Krebs rettet - zur Errichtung einer neuen Abteilung.

Seit seinem 25. Lebensjahr ist er alleinerziehender Vater, den Name der Mutter hält er zu ihrem Schutz geheim.

Weil er mehrmals jährlich Blutspender ist, verzichtet er -eine Rarität in seiner Branche- vollständig auf Tätowierungen.

Als einziger seiner Sportteamkollegen hat er den vom Vorstand ausgelobten Bonus für die europaweite Erstplatzierung des Teams (600.000 EUR pro Person) im Juni 2016 komplett gespendet.
Auch 2015 wurde er bereits als die weltweit meistspendende Sportlerpersönlichkeit gelistet.
2012 spendete er seine goldene Trophäe und gab den Erlös (1,5 Mio Euro) an palistinänsische Schulen in Gaza.
Eine unlängst neu entdeckte Galaxie wurde nach ihm benannt ("Cosmos Redshift 7").

Einziger Spieler des laufenden Jahrhunderts, der für seinen Verein mehr Tore erzielte als die Anzahl der Spiele, an der er teilnahm (Tore-zu-Spiele-ratio ≥ 1).

Einziger Sportler, auf dessen Trikot auf der Rückenseite weder sein Vorname noch sein Nachname stehen.

Sondern sein zweiter Vorname, den ihm sein Vater in Bewunderung seines Lieblingsschauspielers
-Ronald Reagan- gab:
Ronaldo.


Und wieder ein exzellentes Beispiel dafür, um wieviele Klassen
die englische Wikipedia besser ist als die deutsche.





Kommentare:

  1. Gerade HEUTE habe ich mich gefragt, ob du diese Rubrik fortführen wirst. Bingo!

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    1. and there you go^^.

      (hat aber gefühlte Ewigkeiten gebraucht, den Artikel fertig zu stellen)

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    2. (Hm, die Kommentarfunktion mag mich gerade nicht so ...)

      *schnaub* Menschen, die so stinken vor Geld, dass sie einfach gar nichts mehr nötig haben ... "Geld verdirbt nicht den Charakter, Geld zeigt den Charakter!" Es ist zwar eben einfach so, dass das Leben selten gerecht ist, aber wenn ich sehe, wie ich mit Müh und Not jeden Monat meine Rechnungen bezahlen kann - dann rettet mich auch eine philosophische Betrachtung nicht mehr vor dem Zorn.

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    3. (Die Kommentarfunktion ist totale Grütze mittlerweile, diese Zwangsanfragen gehen auf die Nerven...aber ich will nicht wieder auf DISQUS umsteigen, damit hatten noch mehr Leser Probleme).

      Geld ist ein Katalysator für charakterliche Ausprägungen.
      Egal, in welcher Richtung und ob es der Mangel oder der Überfluss an ihm ist.

      Ich fürchte, ich selbst käme bei einer massiven Veränderung meiner wirtschaftlichen Situation nicht all zu gut weg bei dieser Betrachtung - egal in welche Richtung diese Veränderung stattgefunden hätte.

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  2. Interessante Auswahl.
    Bin auf die nächsten 5 gespannt.

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