Mittwoch, 31. August 2016

25 boobfacts


Weil man von Gutem NIE genug bekommen kann (siehe gestern), geht's heute nochmal thematisch auf gleicher Schiene weiter. Also gleichermaßen "intellektuell".

25 Fakten über -wie sollte es anders sein- Brüste.
'Hoffe, Sie können das in groß öffnen, sonst hier klicken und zoomen.





(Wer errät, welches mein Lieblingsfoto war, darf sich was wünschen^^.)

Dienstag, 30. August 2016

Cupfuckchart


Mir war mal wieder nach selbstgemalten charts.
Diesmal keine 4 Quadranten, sondern nur ganz simpel x/y-Achse.

I'm a simple guy.
As you see.


Montag, 29. August 2016

KcilbkcürnehcoW KW34



Montag:

Stehe ungeplant 4 Stunden zu früh in der Haustür (Termin ausgefallen) und verspüre unbändige Lust
auf möglichst hirnlose Nachmittagsbeschäftigung.

Da aber keine willige Blondine zur Hand (oder Mund) ist, beschließe ich, das Handy stummzuschalten
und mich auf die WoZi-Couch zu fläzen, um den seit 5 Jahren auf der watchlist befindlichen TRANSFORMERS 3 endlich mal anzugucken.

Ergebnis:
Hätt' ich mir stattdessen die 2:34 h lang das Gina Wild-Gesamtwerk reingezogen, wären
  1. die Dialoge sinnvoller
  2. die Schauspieler glaubhafter
  3. die Handlung interessanter und
  4. die "Explosionen" lebhafter gewesen.
Katastrophaler Film, echt wahr.
Und Rosie Alice Huntington-Whiteley in der Hauptrolle wäre auch besser im Pirellikalender geblieben.
Welcher den unbändbaren Vorteil hat, dass dort alle still halten.
Und ihre Klappe.


Dienstag:

Kollege KT ruft an und sagt, er könne mir morgen bei den Workshops doch nicht helfen.
Er sei gerade ausm Krankenhaus raus.
Der vierte epileptische Anfall.

Heißt: Vermutlich einen Monat krankgeschrieben und ab sofort ein Vierteljahr kein Auto fahren.
Im Außendienstjob, den wir zu ZWEIT bekleiden.
Erraten Sie, wie das ausgehen wird?
Ich.könnte.KOTZEN.


Mittwoch:

Pilgere morgens Richtung Schulungsraum und warte auf das Eintreffen der Workshopteilnehmer, während ich mein Notebook, iPad und Apple TV für die beiden Workshops aufbaue.

Bis gestern habe ich mal wieder keine Info darüber erhalten, wer jetzt zugesagt und wer jetzt abgesagt hat.
'Ist bei uns immer ein Glücksspiel, dank der unfähigen Sekretärin unserer Chefin (ich muss es wissen, die war auch mal drei Jahre lang meine Sekretärin).
Da sehe ich eine Teilnehmerliste auf dem Beistelltisch herumliegen - ahhh, es kommen morgens 4 Leute. Und nachmittags nochmal 3 andere.

Das hier ist echt nicht wahr, ich fahre 45 Minuten einfache Strecke durch die Landeshauptstadt,
um auf 6½ Stunden verteilt sieben Hanseln Dinge beizubringen, die die ohnehin nicht
umsetzen können
Und von denen sie die ersten 35% schon auf dem Heimweg wieder vergessen haben werden
(danach: 5% pro Stunde Zeitabstand zum Workshop = "global skill cooldown").



Donnerstag:

Kollege TJ kommt ins Gemeinschaftsbüro und teilt mir mit, dass sein Dad (bis letztes Jahr eine große, selbständige Agentur bei uns im Laden, ich betreute ihn) jetzt mangels Rente Deutschland verlassen will.
Endgültig.
Nach Paraguay (!).
Weil dort das Geld noch was wert sei.
Da könne man noch leben.

Ein Mann, der kaum noch stabil laufen kann und an der Grenze zur Demenz steht.

Samt der neuen doofen Frau an seiner Seite.
Ok, er hat zwar keine Ahnung vom Krankenversicherungssystem dort.
Und weder ER noch seine neue Frau sprechen ein Wort
guaraní oder spanisch.
Aber: Das wird schon!

Immerhin, es gibt ja schon eine angemietete Wohnung dort (fast leerstehend).
Und ein gerüttelt Maß Gottvertrauen, ja nun - das sei ja IMMER im Leben nötig.

Der Flieger geht Anfang Oktober. One way tickets.
Bin mal gespannt, wann der Sarg zurückkommt.


Freitag:

Eine gute Freundin wird 30 (hach, auch schon) (tolle Frau, btw).

Beschließe kurzfristig, für Sie ein Deko-Hirschgeweih als Geschenk zu basteln.
Sie steht auf so Zeugs und hat von mir schon mal eines bekommen, der jetzt bei denen im Flur hängt.

Wenn Sie mal schauen möchten:



Samstag:

Abends mega gute 30er-Party von Ciluts Freundin. Selten so viel Spaß gehabt, zumal in einem Vereinsheim.
Toller Freundeskreis aus aller Herren Länder, (fast) alle in Dirndln und Lederhosen.
Bin zudem völlig überrascht von den guten Gesprächen, die wir an diesem Abend führen:

Da ist zum einen Vladis blendend aussehende und dialogfreudige Freundin, die wir kennenlernen.
Vladi kenne ich seit Jahren, die Freundin ist für mich neu.

Sehr lieber Typ.
Aber (sorry, Vladi) absolut rätselhaft, wie DER an so eine Top-10-Frau kommt.
Welche hörbar die Hosen anhat.
Und sich mit mir lange über (seine)  Xylometazolinhydrochlorid-Abhängigkeit unterhält (wo ich als 19 Jahre lang Süchtiggewesener ja der qualifiziertmöglichste Gesprächspartner bin).

Dann ist da Carmen.
Noch so eine Top-Frau am gleichen Bistrotisch, mit der wir uns über den Abend verteilt lange unterhalten und lachen werden. Man merkt ja instant, wenn da jemand auf der gleichen Wellenlänge funkt.

Ok, zwar fange ich mir ZUM DRITTEN MAL in meinem Leben den von einem Mann nie gerne gehörten Satz (ob ich vielleicht evtl. noch einen jüngeren Bruder übrig hätte) ein.
Aber ihre Gesellschaft ist ein Genuss.
Und sie bringt mich auf die Idee, demnächst einen blogpost über "Wie, wann und wo man gute Männer findet" zu verfassen.

Eine unerwartete Überraschung aber ist, Katy wiederzusehen.
Katy habe ich EINmal zuvor gesehen - und der Abend ging gleich mal grandios aus.
Das war bei Freunden im Garten, zum Grillen.
Damals noch mit ihrem Exfreund, der bei uns arbeitete.
Und das Getränk der Stunde war bei den Mädels Aperol Spritz gewesen.

Da der Abend warm und die Mädels guter Laune waren, musste regelmäßig nachgefüllt werden.
Was zu erledigen ich mich als Gentleman anbot.
Leider hatte ich aber mal so GAR KEINE Ahnung von der richtigen Aperol-Spritz-Mischung gehabt - ich kannte nur die Zutaten: Sekt, Aperol, Wasser, Orange.

Also mischte ich Katy: 33% Sekt, 33% Aperol, 33% Wasser. Und die Orangescheibe.

Wie sich zu denken war, stand Katy nach meiner dritten solchen Mischung auf den Tischen und war BESTER Laune.
Ihr Freund trug sie dann nach Hause.

Himmel, was haben wir -mit ein paar Jahren Verzögerung- darüber gelacht.


Sonntag:

Wache so auf, wie das zu erwarten ist, wenn man Weißbier, Jägermeister und Sekt durcheinander getrunken hat und verbringe den Rest des Tages in der gebotenen Schweigsamkeit und mehrheitlich auf der Couch.

Die Geheiratete kennt abends aber keine Gnade und besteht auf Grillen.
Draußen, bei 31°C.
Und macht uns erst mal zwei Bier auf.

Ich KANN Ihnen sagen...so eine Ehe verlangt Einem bisweilen EINIGES an Selbstdisziplin ab^^.




Samstag, 27. August 2016

Mit Bessy in der Waschstraße


[ Sie wollten schon immer wissen,
was in einer Waschstraße so abgeht.
 

Doch, das wollten Sie.

Als Sie heute morgen aufwachten, war nichts
Anderes in Ihrem Kopf, als der unbändbare Wunsch,
heute ihr Auto zu waschen:
Schließlich ist Samstag, und Sie sind Deutsche.
Das ist genetisch, wissen Sie?

Sie kamen her, um das zu erfahren, weshalb Sie
IMMER hierher kommen:
Tiefe Befriedigung.

Und auch heute werden Sie nicht enttäuscht.
Vibratoren bereit und aufgeladen?
Na dann:

Genießen Sie - "Mit Bessy in der Waschstraße". ]



( Song: "Wash away" von Ewan Dobson )

Freitag, 26. August 2016

Screenshotfriday KW 34

[Das vielleicht letzte schöne und heiße Wochenende steht bevor.
Gehen Sie raus.
Grillen Sie, saufen Sie, machen Sie Party. ]





















Donnerstag, 25. August 2016

Annähern an ursprüngliche Gewalt



[ Ein Vorbereitungs-post.

Das eigentliche topic demnächst lautet
"woran Sie merken, dass Ihre Freundin bulimisch ist".

Gewissermaßen ein pre-patch.
Zum Kaltwerden. ]



"Wir beerdigen, was wir am meisten fürchten
 während wir uns der ursprünglichen Gewalt annähern
 Ist die Stille das, wo Du es verbirgst?
 Denn ich erkenne Dich nicht mehr.

    Jedem das Seine,
      ich käme auch mit einer weniger verwässerten Entschuldigung zurecht
        Falls dies vorbei ist, kannst Du mir sagen, dass es zwecklos ist
          Benutzt - sag mir einfach, dass es vorbei ist."

(Falls Sie es nicht so haben mit Nu Metal/  Thrash Metal, können Sie auch
auf die Position 4:18 min vorspringen, da geht das sanftere
-und höhrenswerte- Finale los.)

Mittwoch, 24. August 2016

Feierabend



Worauf ich mich nach 6 ½ Stunden-Workshops-leiten freue:


see what happens


(Wenn Sie das "SAY" ersetzen mit "WRITE",
dann haben Sie exakt meine gedankliche
Grundverfassung hier für diesen Blog.)

Dienstag, 23. August 2016

NOlympia


Die Olympia-Show ist vorbei.
Und dieses Mal hab ich sie nicht eine einzige Minute angeguckt.
 SHOW deshalb, weil mir KEINER mehr erzählen kann, dass es  bei der Veranstaltung noch
im Entferntesten um jene Dinge geht, die den olympischen Grundgedanken widerspiegeln.

Olympia reiht sich für mich ein in eine längere Kette von korrupten und unfairen Showveranstaltungen wie Wrestling, Tour de France, Boxen usw.

Sehen Sie, es geht nicht nur um doping - aber alleine DAS würde doch eigentlich schon ausreichen, grundsätzlich jede dieser Veranstaltungen zu boykottieren. Nur das bereits. Oder?

Doping gab es immer - und wird es immer geben.
Doch die Art und Weise, wie sich Politik und Verbände mit ausgebreiteten Armen vor glasklar identifizierte Dopingsünder stellen und sie protegieren, hat ein Ausmaß an Lächerlichkeit erreicht, welches in meinen Augen niemand mehr unterstützen kann und darf, der an Sport interessiert ist.

Das Treiben des IOC ist seit JAHREN schon auf so breiter Basis lachhaft und offenkundig korrupt, dass Sie NIEMANDEN mehr aus dem Lager je ernst nehmen könnten.

Menschenrechte?
Interessiert doch Keinen, solange die Kohle stimmt.

Olympischer Gedanke?
Bitte nur mit bezahlten Lizenzen, sonst drakonische Strafen.

Athletenverpflegung?
Alles nur vom Coca-Cola-Konzern. (Stichwort: Wasserflaschen ohne Deckel) Nachfüllen verboten.

Anti-Doping-Kontrolle:
Bitte nicht so streng, ein paar von denen haben uns gut bezahlt.

Illegaler Tickethandel durch IOC-Mitglieder?
Hach ja, kann schon 'mal passieren.

"Die schlechtesten Spiele, die wir je hatten"?
Aber die TV-Quoten sind gut gewesen!


Ethische Maßstäbe bei der Vergabe der Spiele?
"Wenn wir die Spiele nur in Länder vergeben, wo die Menschenrechte verwirklicht werden,
gehen uns relativ schnell die Kandidaten aus."



Allein den letzten Satz müssen Sie sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Es gibt Webseiten, die machen sich die Mühe, alle enttarnten Medaillengewinner aus den offiziellen Olympia-Fotos rauszuretuschieren - da sehen Sie auf manchem der Fotos nur noch die leeren Treppchen.

Und außerhalb des Atlethendopings? Regeln die Verbände -sowie innerhalb der Wettkämpfe die Wertungsrichter und Schiedsrichter- den noch nicht vollständig anderweitig geregelten Rest.
Es ist ja auch wirklich nur noch ein Rest.

Ist das ein spezifisch olympisches Problem? Nö.
Denn nahezu ALLES, was Sie heute öffentlich oder im TV angucken können, ist kein echter Sport mehr ab DEM Moment, wo er für Investoren bzw. als Werbeträgerevent interessant wird.
So einfach ist das.

Man könnte auch sagen: Heute ist alles nur noch fake.
Eine Veranstaltung, auf der eine Sportveranstaltung nachgespielt wird.

Sie könnten an dieser Stelle einwerfen, dies sage ja immer noch nichts darüber aus,
wer genau jetzt wo und wie im Wettkampf gewinnt - und dass das ganze
unbestritten negative Drumherum Ihnen nicht den Spaß an dem Wettkampf
"Sportler gegen Sportler" vergällen könne.

So ein Schwimmwettbewerb oder ein 100m-Lauf, die seien doch trotzdem nach wie vor spannend anzuschauen.

Bitte.  Wenn IHNEN das reicht - nur zu.
Mir nicht.


Montag, 22. August 2016

CN#07


Als ich Freitag abend beim Capt'n daheim nahezu zeitgleich mit ihm ankomme, treffe ich ihn humpelnd, aber in überaus aufgeräumter hormoneller Grundstimmung an.
Was sich für den weiteren Verlauf des Abends als interessante Konstellation herausstellen wird.

Zum Brauchtum einer Captn's Night gehört es, dass wenn möglich nicht mehr als 5 min vergehen,
bis der erste Alkohol auf dem Tisch steht.
Dies sichert dem Abend einen nicht allzu langatmigen Start und verleiht der nun einsetzenden Männerunterhaltung die notwendige Viskosität.

Wir starten mit Weißwein.
Ich kann Ihnen nicht mehr sagen, was für Einer.
Der Capt'n auch nicht.
Solcherlei Details sind nichts für einen Mann, der stets das große Ganze im Blick hat und sich
mehr der Gesamtübersicht widmet (wofür ich ihn stets bewundere).

Oder, um ihn zu zitieren: Hauptsache, es knallt.

Des Captn's Balkon dient stets als erste Ansaufstelle des Abends (aus der Reihe: wie aus einem Tippfehler ein perfekter Neologismus wird) und ist der bestmögliche Ort, zum Einen die strategischen Betankungspunkte
des Abends vorzubesprechen, zum Anderen aber auch, dem frisch entleerten Capt'n
wieder ein erstes Auffüllen zu ermöglichen.

Dehydration ist ja bei Männern ein weithin stark unterschätztes Phänomen, man denke nur an das Herz im Alter.
Oder Anderes.

Irgendwie habe ich diesmal den Red Bull vergessen mitzubringen - egal, dafür ist der nun benötigte Sekt warm.
Dann eben pur mit Eiswürfeln. Hauptsache, es kn...ach, das wussten Sie ja schon.
Und zwischendurch doch mal das eine oder andere Mineralwasser als Absturzblockiersystem.
Damit der Rain schön spritzig bleibt für den Abend.

Unser Standard-Captn's-Night-Taxifahrer ist heute zum Glück im Dienst.
Er wird uns die ganze Nacht begleiten.

Denn erstens haben wir seine Privatnummer.
Und zweitens kennt der schon so im Groben unseren Plünderungszug durch die city.
Vor Allem weiß er, wo das endet.
Und wie.

Unsere erste Anlaufstelle (aahh, diesmal richtig getippt) dient der Grundlagenbildung:
Burger für Männer.
Gott sei Dank haben wir vorgetankt, denn der Pinot Grigio in dem Laden ist SO übel, dass nicht mal
des Captn's Leitmotto "Hauptsa....---" seinen Konsum zu rechtfertigen vermag.

Wir kommen im Rahmen der männlichen Konversation nun auf jenes Thema, welches sich
als DAS Leitthema des Abends etablieren wird:
Unsere Schwänze.

Im Nachhinein habe ich mich gefragt, wir wir wirklich STUNDENlang so begeistert und vielseitig gerade bei DIESEM Thema haben stecken(hach)bleiben konnten, bis mir eingefallen ist:

Bei DEM Thema, da ist ALLES dran, was einen Mann so begeistert und wo er mitreden kann.

Es hat von allem Wichtigen ein bisschen was:
Werkzeug.
Hobby.

Einsatzgebiet.
Tuning und Fehldosierungen dabei.
Einsatz am Feind und Strategie.
Vorglühzeit und Wandel der Zeit.

Aufbauten.
Strategische Fehler des Gegners.
Handwerkliche (lol) Fehler des Gegners.
Krankheitsbedingte Ausfallphasen.
Und so weiter.

Erzähle im Zusammenhang mit "Ausfallzeiten" vom grinsenden Gesicht meines Urologen,
als ich ihm "beichtete", dass ich "da vorne" Xylocain draufspritze und er geantwortet hätte,
er sei normalerweise weitaus Schlimmeres gewohnt, wenn ein Patient mit den Worten
"ich muss Ihnen da noch was beichten" beginne .
Und dass ich ruhig damit weitermachen soll.

Ich sage Ihnen: So schön und herzhaft können da nur Männer lachen.

Vor Allem, als ich dem Capitan erzähle, wie ich die angebrochene Xylocain-Sprayflasche
irgendwann dem Schwiegervater überlassen hatte.
Für seinen schmerzenden Mundraum.

Wir ziehen weiter.
Erster Punkt ist die -wie ich sie nenne- Tobacco-location, wo immer was los ist und
wo heute abend zum Glück alle Türen und die Fensterfront offen sind - da innen
Rauchen erlaubt ist, wurde es in der Vergangenheit für mich manchmal schwierig, Luft zu bekommen.

Die Gin Tonics laufen heute gut rein.
Es scheint sich erneut als DAS Getränk des Abends zu etablieren.
Durch die ausgeglichene hormonelle Stimmung des Capitan sind seine Jagdbemühungen für den heutigen Abend nahezu zum Erliegen (lol) gekommen, was der Nacht eine gewisse Entspanntheit verleihen wird.

Zumal der Seeclub heute zu hat (Disco) - eigentlich ein geiler Laden, allerdings mit locationbedingt einigen Schönheitsfehlern:
Unterhaltung musikbedingt nur schwierig,
Altersdurchschnitt weit unter uns,
Versorgungslage an der Bar personalbedingt gerne auch mal defizitär.
Aber, positiv: Geile Weiber, gute Mucke.

Natürlich schwelgen wir (die wir in Summe auch schon 85 sind) auch in den erzählenswerten Erinnerungen der Vergangenheit.

Die analsexbegeisterte Twentysomething.
Die Fette, die sich nach dem Sex endgültig entschied, dass sie doch eher auf Frauen steht.
Die Bekanntschaft, die ins Gesicht geschlagen werden wollte beim Sex.
Fesselspiele in Mannheim, geteilte Freuden in Heidelberg, ungeglückte Aufrisse in Hamburg.
Und Partynächte in München, die es so in dieser Form nie wieder geben wird.


Zwischendurch treffen immer mal wieder Textnachrichten beim Capt'n ein.
Ob wir noch zu einer Geburtstagsfeier zu zwei Bekannten (w) kommen wollen.
Der Capt'n zeigt mir Fotos einer der Teilnehmerinnen und ich denke mir:
LASS.UNS.DA.HIN.

Wie weit das weg sei?
Och. So ca. 150 Meter von hier.
Wo genau das sei?
Und dann sagt der Capt'n: Genau EINEN STOCK über Deiner Gianna, im gleichen Gebäude.
...

            ...Ok. Thema durch.
Das sowie die Tatsache, dass Eltern und Großmutter der Feiernden ebenfalls anwesend sein würden, lässt uns dann von dem Gedanken einer "Privatfeier" doch eher wieder Abstand nehmen.
Zumal die Grundversorgungslage des Captn heute ja berei...ach, das wissen Sie ja auch schon.

Also ziehen wir noch ein bisschen im Quadrat herum und staunen irgendwann, wie schnell der Abend vergeht - als es halb zwei ist, sind wir grundvernünftig aufgetankt, aber weder voll noch müde.
Als der Capt'n ausgerechnet gleichzeitig mit mir aufs Klo muss, wird es für mich kurz nochmal deprimierend - am Pissbecken, da können Sie als Mann neben dem Capt'n nur verlieren.
Stichwort: Ponygemächt.

Wenn SIE mit zwei Fingern irgendwo nördlich des Reißverschlusses nach der Nudel fahnden,
greift EL CAPITAN beherzt mit der Handwerkerhand nach unten und macht eine Griffbewegung,
wie wenn Sie einen Stapel Bücher aus dem Umzugskarton rauswuchten.
Und die Kapazität Ihrer Blase wirkt neben jener des Capt'n so, als seien Sie schon 80 und prostatös vorgeschädigt.

Besser, Sie nehmen während der Wartezeit was zum Spielen mit oder so - bis der Capt'n abgestrullert hat, schaffen Sie locker 5 Level Candy Crush.

Im "Kuba" heben wir anschließend durch Betreten der location den Altersdurchschnitt nochmals sehr deutlich.
Genau genommen wird der Abend nur durch unsere Anwesenheit im Durchschnitt aller Besucher bereits zur Ü30-Party.

Was soll's, ich hab mich dran gewöhnt, optische Luft zu sein.
Irgendwie sind wir auch die Einzigen, die dort KEIN T-Shirt tragen (sondern Hemden).
Aber T-Shirts sehen an mir so gemein aus, das mach' ich nur noch in den eigenen 4 Wänden.

Es ist weit nach zwei Uhr, als wir die Finalrunde des Abends im nächsten Laden einläuten wollen.
Dort, wo wir durchaus auch schon mal nette Tänzerinnen an Stangen angetroffen hatten, ist heute fast gähnende Leere.
Und die zwei einzigen vorhandenen Ansehnlichen sind fest in den Händen/Armen von Südeuropäern, offenbar mit Dauerbuchung.

Wirklich unerträglich ist aber die Privatparty, die eine kleine Schar Türken oder Griechen dort abzündet. Ständiges rhytmisches in die Händeklatschen, lauthals mitgesungene Balkanmusik und in die Luft geworfene Tanz-Dollar-Noten (sofern sie den Mädels nicht überall reingesteckt werden) lassen uns gerade mal 2 Bier lang bleiben.

Draußen an der frischen Luft sichtet der Capt'n eine in der Ferne beleuchtete Kirche oder sowas - und gläubig, wie wir sind, lenken wir unsere Schritte in Richtung dieser Wirkstätte mutmaßlich hochchristlicher Bediensteter.

Als wir uns nähern und den Fuhrpark vor dem Gebäude (sowie die offenen Türen) näher betrachten, kommen uns Zweifel (vor Allem mir).
Mit etwas Mühe finden wir gemeinsam zu dem Entschluss, wieder zurück in die City zu fahren und unseren Start-Laden faktisch auch zum End-Laden zu machen.

Ok, nicht ganz freiwillig, weil wir im "Kuba" erst gar keine drinks mehr bekommen (offiziell wegen der fortgeschrittenen Uhrzeit - kann aber auch sein, dass die junge Blonde befürchtet hatte, uns die drinks ins Altersheim am Ende der Straße rübertragen zu müssen).

Sehr vernünftig betankt treten wir die Heimfahrt an.

video

Wir staunen daheim nicht schlecht, dass es trotz unaufgeregter Abendgestaltung doch fast halb fünf geworden ist.
Der Tag bricht an, als ich mir die Bettdecke überziehe.

Andernmorgens erweist es sich erneut wie schon so oft als sinnvolle Maßnahme, abends noch Novalgintropfen eingeschraubt zu haben, zwecks Vermeidung zumindest des übelsten Katers.

Wie üblich bin ich als Erster wach, dusche und föne mich und gehe dann in die Küche, um das Kapitänsfrühstück herzurichten.
Als der Capt'n halbverschlafen aus dem oberen Stockwerk herunterhumpelt, bin ich noch nicht fertig damit - das hatten wir auch schon anders^^.

Es gibt eine kleine Schinken-Käse-Marmelade-Auswahl, frisch aufgebackene Brötchen und gekochte Eier.
(Selten hab ich so große Eier gesehen wie die beim Capt'n, die haben kaum in die Becher gepasst!
Aber: Wen wundert's. Wie der Herr, so's Gescherr.)

Zum Frühstücks-Ambiente gibt's noch aus meinem Handy unter den staunenden Augen und Ohren des Captn's Wasserfallgeräusche und Vogelgezwitscher, dann packe ich meine Tasche und trete die Heimreise an.

Danke, Capt'n, war wieder mal geil :).

PS: Nein, Bewerbungen sind sinnlos^^.
Sogar wenn mit Tittenfotos :)
Frauen mit dabei auf einer Captn's Night?
So was machen wir ...hmm, erstmal nicht mehr^^.

Samstag, 20. August 2016

Tomahawksteak


Es war offenbar mal wieder mein Schwager gewesen, der mich zum Nachdenken gebracht hatte.
Jetzt nicht in einem "beneidenden" Sinne, aber immerhin, sagen wir, respektvoll.
Und wie üblich auch ein bisschen kopfschüttelnd.

Unlängst hatte ich ja von einem rundum enttäuschenden Besuch in einem der Pseudo-Edel-Steakhäuser in der Landeshauptstadt erzählt. Zwischen 30 und 40 Euro für ein Steak.
Thanks, but no, thanks.

Dem Ganzen war aber ein Besuch der family hier bei uns im outback vorausgegangen, und bei dieser Gelegenheit hatte mein Schwager sein Fleisch MITGEBRACHT zu uns zum Grillen.
Was bei mir ja schon mal Naserümpfen ausgelöst hatte.

Er hatte ein Tomahawksteak mitgebracht - 1,20 kg.
Vakuumverschweißt.  Mit Aufkleber.

Und ich frag' noch, hast Du Dir das beim Metzger jetzt für die eine Stunde Fahrstrecke zu uns extra einschweißen lassen?
Und er so: Nö, hab' ich im Internet bestellt.

Fleisch. Im Internet bestellt.
Uff. Grandios.

Und ich so: Was wollten die dort denn für die 1,20kg haben?
Und er so: Och, das ging eigentlich - dry aged Tomahawk für 62 Euro, kann man nix sagen.

Und ich so: WTF?? ZWEIUNDSECHZIG EURONEN ?? HABEN DIE DAS AUS MEGAN FOX PERSÖNLICH RAUSGESCHNITTEN ODER WAS??

Ich hab' noch NIE verstanden, weshalb Schwager bei, sagen wir höflich, knapp mittelschichtigen Einkommensverhältnissen seine Haut mit mittlerweile vierstelligen Preis-Kunstwerken "verschönert" hat - aber Fleisch? Aus dem Internet? Für DAS Geld?

Indes, das Fleisch kam von meinem Grill GROßARTIG runter. Ehre, wem Ehre gebührt.
Ok, es passte auch sonst nix mehr drauf auf den Grill, aber: Sehr, sehr gut.

Dieser Gedanke hatte mich nicht mehr losgelassen.

Speziell nach der Steakhouse-Pleite letztens sprachen die Geheiratete und ich immer wieder mal über diese beiden events.
Denn auch im Urlaub hatten wir uns eines Abends mal im Restaurant ein dry aged Rumpsteak von der Karte rausgelassen - Ergebnis: Knapp befriedigend.

Und es endete vorgestern damit, dass die Gattin einen Kaufauftrag erteilt bekam, so ein Tomahawksteak (dry aged) zu besorgen - genau genommen also ein XXL-Rib Eye-Steak mit Lenkstange.

Die Gattin fuhr zum Metzgerdirektverkauf im Nachbarort und kam wieder
mit einer 1,5 kg-Tomahawkkeule.

Im Internet das erstbeste Rezept für die Zubereitung rausgelassen ("reverse") und dann gestern morgen losgelegt.

1. ausgepackt und gesäubert:



2. ...nach 90 min bei 85°C im Backofen,
 eingerieben mit grobem Kristallsalz:
 


3. ...gefolgt von 90-120 Sekunden von jeder Seite
auf den glühend heißen Grillrost fürs branding
(zzgl. knusprigem Anbrennen der Fettschicht seitlich) - fertig. :-)




Dazu brauchen Sie NIX MEHR, höchstens 'nen Salat.

Lassen Sie auch den ganzen Mist wie BBQ-Saucen usw. weg, Sie werden es nicht brauchen!
Es war einfach so schon superlecker.
Sie unterschätzen, wieviel GESCHMACK so ein Knochen noch abgibt.

Vielleicht werden Sie jetzt einwenden, dass Sie DIESES GELD nicht für Essen aufwenden wollen oder können.
Deshalb mache ich für UNSER Essen daheim kurz folgende Rechnung auf, immer im Vergleich zu "auswärts essen gehen":

Anschaffen des Tomahawksteaks knapp 40 Euro für 1,5 kg,
davon ziehen Sie jetzt 200 g (mehr isses nicht) für den Knochen ab.
= macht etwa 29 Euro pro Kilogramm reines Fleisch (ungebacken/ungegrillt).
Wenn das Fleisch fertig ist, sind davon noch etwa 1,15 kg da.

Das heißt, Sie bekommen da ohne Probleme 2 Erwachsene und 2-3 Kinder von satt,
wenn Sie etwa (300 g) + (250 g) + (180 g ) + (180 g ) + (180 g ) portionieren
(und da kann Papa schon mal nicht meckern bei seiner Portion).

Alternativ kriegen Sie damit auch 3 erwachsene hungrige Männer satt,
und nun frage ich Sie:
Wo kriegen Sie auswärts 3 erwachsene hungrige Männer satt für EUR 13,-- pro Portion?
Und nicht vergessen, wir reden ja schon von Edelfleisch (dry age).

Wenn Sie "normale" Verzehrmaßstäbe an die nach dem Grillen und ex-Knochen verbliebene Fleischmenge legen (was etwa 250 g Fleisch pro Person sein dürften), dann landen Sie bei EUR 9,-- pro Teller.

Bei "Mädchenportionen" (180 g pro Person) bekommen Sie stark 6 Teller raus - zum Einzelpreis von
EUR 6,60. Das wird dann schon fast konkurrenzfähig zu vielem Anderem, was Sie sonst so daheim kochen könnten.


Und für WAS?

Für ein superleckeres Gericht, für das Sie keine 10 Minuten in der Küche stehen und nur EINE Zutat benötigen (grobes Salz) - denn das Ding muss ja nur saubergemacht werden und kommt dann in den Backofen.
Und nach 90 min nochmal für insgesamt 5 min auf den Grill (und für DEN ist ja sowieso der MANN zuständig).

Gönnen Sie sich das wirklich mal - oder lassen Sie es sich SCHENKEN.
Warum eigentlich nicht?

Freitag, 19. August 2016

Tagesaufgaben


"Zu gerne würde ich mit Ihnen noch plaudern."
[ Ein Zitat - aus welchem Film? ;-)]

Über die letzten Tage, über Grundsätzliches, über die Beobachtungen an und von Menschen.
Natürlich gäbe es auch das eine oder andere betrachtenswerte Foto.

Indes, andere Pflichten und Aktivitäten rufen nach mir.
Da ist zum Einen die Teichpumpe, die dringend geputzt werden will.
Nach einer Woche ohne die erfahrene Pflege ihres Teichdieners (und angesichts des warmen Wetters) keine Überraschung.

Da ist zum Anderen der nicht ganz alltägliche Verpflegungswunsch der Geheirateten, die sich für ihr Mittagessen etwas Besonderes durch meine Person zuzubereiten ausgesucht hat.

Und da ist zum dritten die für heute Abend/Nacht anstehende Captn's Night.
Zu der rechtzeitig aufzubrechen mit dem Ziel eines pünktlichen Eintreffens ich vorhatte.

Und da es morgen ein bisschen dauern kann, bis ich morgen

a) die Augen wieder aufkriege
b) festgestellt habe, wo ich bin
c) Fahrtüchtigkeit in Richtung nach hause wieder hergestellt habe

verabschiede ich mich schon mal ins Wochenende.

Genießen Sie Ihre freien Tage.
Ich tu's auch ;-).


Donnerstag, 18. August 2016

Ratespiel für Frauen


Bevor wir uns gemeinsam hier im Blog wieder ernsteren (und vor Allem inhaltsvolleren) Themen widmen, zum Aufwärmen erst mal ein kleines Ratespiel für Frauen (sowie -außer Konkurrenz- für Männer, sofern einer von uns wahnsinnig genug ist, tatsächlich einen Tipp abgeben zu wollen):

Das unten angefügte Foto ist irgendwann letzte Woche entstanden.

Es zeigt den noch nicht gepackten Koffer für unsere Urlaubstage sowie die von der Gattin schon mal bereit gelegten Sachen, die sie zum Anziehen auf jeden Fall mitnehmen wollte.

Was Sie sehen, sind NUR die Klamotten der Gattin und es sind noch NICHT alle,
beispielsweise fehlen noch fast alle Hosen - dies hier war nur die Vorauswahl der OBERbekleidung.

Frage: Wieviele Tage auswärts hatten wir geplant?
 (gerne mit Begründung, ich interessiere mich neuerdings für Frauenmathematik.)


Mittwoch, 17. August 2016

Salve Abusina 2016


Schön war's. Tolles Wetter diesmal!







Und tatsächlich hat doch jemand auf dem Festivalgelände nach MIR gesucht - die Mutter von dem ultrahübschen Mädchen, welches ich dort letztes Jahr auf der gleichen Veranstaltung fotografiert hatte.
Sie hatte gehofft, mich dieses Jahr noch einmal dort zu finden wegen weiterer Fotos von Ihren Kindern...:-).
Nun, vielleicht kann ich das ja mal einrichten. Jedenfalls hab ich mich gefreut!

Dienstag, 16. August 2016

sometimes


Manchmal erscheint es mir, das Schwerste überhaupt ist es, sich nicht auf jene Dinge zu fokussieren, die man nicht hat in seinem Leben.

Montag, 15. August 2016

Death of a salesman


An unseren ersten Termin kann ich mich noch gut erinnern:

Da warst Du noch in einem Gemeinschaftsbüro mit diesem alten graunzligen Sack,
mit dem Du hinterher nach seinem Ausscheiden aus unserem Laden nichts als Ärger hattest.

Der hatte mich gleich mal fett abblitzen lassen, als ich bei Euch anfing und mich frisch vorstellen wollte als der neue Betreuer - und Euer Büro war gerade mal ein paar hundert Meter von unseren Spezialisten-Büros weg.

Ihr ward also einer meiner ersten Termine in dieser neuen Firma, weil ihr so geschickt um die Ecke lagt.

Die Voraussetzungen für gemeinsames Geschäft waren damals -vorsichtig formuliert- suboptimal:
Gerade waren die Börsen dank des neuen Marktes zusammengeklappt, keine 4 Monate zuvor waren die Twin Towers des WTC eingestürzt worden und sechs Wochen zuvor war der ungemein verhasste EURO als Währung eingeführt worden - Unsicherheiten allenthalben also.

DICH hat das weniger tangiert.
Du vertratest die Auffassung, man müsse eben auch in schlechten Zeiten sein Geschäft machen können und dann eben andere Wege gehen.
Und am Beratungsbedarf der Menschen habe auch diese neue Situation nichts geändert, im Gegenteil sei er nun größer denn je.

Das war damals eine wahrlich SELTENE Auffassung, in einer Zeit, in der alle Deine Kollegen rumheulten und das hohe Kaufmannslied des "die Zeiten sind so schlecht" sangen.

(Mit Blick auf die ganzen regulatorischen und wirtschaftlichen Änderungen seither
müssten wir heute feststellen: Das waren damals die goldenen Zeiten!)

Du hattest nicht allzuviele Freunde bei uns, genau wie ich.
Das lag zum Einen daran, dass es Dir zuwider war, bei Schunkelrunden mit dabei zu sein (genau wie ich), und die Gegenseite würde nun ins Feld führen, dass Du eine Labertasche warst (genau wie ich).


Jedenfalls fand ich bei uns gleich eine gewisse Gemeinsamkeit.
Und wie groß unsere Überraschung war, als wir nicht nur fast identische Handynummer hatten - wir hatten auch noch am gleichen Tag Geburtstag!

 Als Deine Frau mit ihrer Krebserkrankung zu schaffen hatte, da war ich bereits emotional auf dem Rückzug aus diesem meinem Job - ich hatte mich von Deinen Kollegen (und damit auch Dir) persönlich schon ein gutes Stück weit entfernt, es aufgegeben, mich persönlich zu engagieren in einem Umfeld, das dies weder dankt noch überhaupt wahr nimmt.

Seither habe ich niemandem im Job mehr aktiv das "Du" angeboten, dies mag eine ganz treffende Metapher sein.

Obwohl kein Büro so nah an meinem home office dran lag wie Deines, sahen wir uns zuletzt Monate lang nicht mehr.
Die neue zusätzliche Funktion, die man mir bei uns im Laden aufgehalst hatte, die endlosen Schulungen und Tagungen, sie hatten mich müde werden lassen.
Zu müde, um noch initiativ zugehen zu können auf Partner wie Dich, die eigentlich immer ein offenes Ohr gehabt hatten für neue Ideen, neuen Ansprachen, neue Konzepte.

Ich war die letzten Monate nur noch reaktiv unterwegs, spielte nur noch die Bälle beidhändig zurück, die mir direkt vor die Füße gelandet waren.


Wie sehr mich da die Email meiner Chefin traf, die uns ankündigte, dass Deine letzten Stunden angebrochen seien.
Dass es keine Hoffnung mehr gäbe für Dich.
Dass zum Schluss alles ganz, ganz schnell gegangen sei.

Und morgens anderntags die Facebooknachricht Deiner Frau.
"Nach kurzer, schwerer Krankheit".
Lediglich fünf Jahre älter als ich.
Ich fasse es nicht.


Jemand, zu dem ich fast zu Fuß hinlaufen hätte können und den ich 15 Jahre lang kannte, stirbt.
Und ich kriege es nicht mit.
Ich fasse es einfach nicht.


Wie konnte mir das nur passieren?
Wie habe ich es so weit kommen lassen können?


Nun habe ich nur noch EINEN Termin gemeinsam mit Dir.
Den letzten.

Samstag, 13. August 2016

N39.0 G


Sie können sich ja mal den Spaß machen, den heutigen post title zu googlen.

Dann wissen Sie auch, was ich gerade tagsüber so mache.
So 20-25x etwa.

Na, der Urlaub kann ja heiter werden.

Freitag, 12. August 2016

Screenshotfriday KW 32

[ Heute wieder letzter Arbeitstag,
da ab morgen nochmal eine Woche Urlaub.

Wir fahren weg, zu  Eseln und Römern.
Wo ich gefühlsmäßig auch hingehöre.

Daher geht der Blog evtl. in den stand-by-Modus für ein paar Tage.
Genießen Sie die Ruhe von mir.

Ich tu's auch. ] 
















Donnerstag, 11. August 2016

never again




Man soll niemals NIE sagen - und ICH mal als wirklich ALLERletzter.

Aber was ich wirklich, wirklich nicht mehr machen werde:
Mit Pedro gemeinsam in Urlaub gehen.
Echt nicht.

Man sollte nicht glauben, man  würde Leute kennen.
Das tut man nicht.
Wenn ich so rückwärts schaue, habe ich meist auf "gemeinsamen" Urlauben oder Wochenenden Lektionen gelernt, die zu lernen ich mehrheitlich lieber vermieden hätte.

So auch am vergangenen Wochenende.
Es waren eigentlich nur 4 Tage. Da kann man sich mal zusammenreißen, schon ok.
Aber was mir in den 4 Tagen Pedro samt Frau samt Söhnchen auf die Eier gegangen ist, war echt 'ne Nummer too much.

Den Mann kenne ich eigentlich 20 Jahre. Er ist mein Trauzeuge gewesen.
Und doch lernt man was Neues über Menschen, ist man mehrere Tage mit ihnen "am Stück" unterwegs.

Wenn irgendwann mit der "großen" Gruppe ausgemacht war "wir fahren um 11 Uhr los", wer war NICHT um elf Uhr da? Richtig. Pedro plus family.
Es sind ja nur noch mal 6 weitere Kinder da, die endlich los wollen an den See zum Schwimmen und die in den heißen Autos abfahrbereit sitzen und warten.
Juckt Pedro nicht.
"Der Kleine wollte erst noch sein Rennspiel aufm Handy fertig machen".
A---ha? Ja DANN!

Dann endlich Abfahrt. Alle stehen an der Kreuzung - das letzte Auto fehlt?!
Warum?
Pedro steht noch am Gasthof.
Und gibt erst mal in Ruhe das Fahrziel in sein Navi ein.
Ohne Brille! Das kann schonmal dauern, Freunde!

Wo ohnehin alle im Konvoy fahren und wo man das auch total easy UNTERWEGS machen kann.
Man hält ja oft genug an - Ampeln, Kreuzungen usw.
Ok, wieder warten alle 3 Minuten, bis die Herrschaften mal aufgeschlossen haben.

Dann am Parkplatz.
7 Erwachsene und 5 Kinder stehen mit allen Matten, Gummitieren und 10+ Strandtaschen bereit, um zum See zu laufen.
Wer braucht ZEHN MINUTEN, um genau EIN Kind aus dem Kindersitz abzuschnallen und EINE TASCHE mit Handtüchern umzuhängen? Pedro plus family.

Endlich sind wir auf der Seewiese, die Taschen werden ausgepackt.
Nochmal zur Erinnerung:
Wir fahren an einen SEE, damit die Kinder
  1. BADEN können und 
  2. sich hinterher in der Sonne AUF EINEM STRANDTUCH abtrocknen können.
Jetzt raten Sie mal, was die Pedro-family NICHT DABEI HATTE.
Richtig. Eine Badehose für den Sohn und ein Strandhandtuch.

Aber immerhin, es gab für drei Personen ein (1) Handtuch von der Größe dessen, womit SIE zuhause sich morgens die Haare abtrocknen.
Antwort von Pedro, darauf angesprochen:
Ja, wir haben SCHON ein Badetuch mitgenommen, aber DAS wollt ich jetzt nicht AUCH NOCH in der Tasche mitschleppen!

Sodann gehen die kalkbleiche Mutter und der 3fach eingeschmierte Bub ans Wasser.
Aber Papa Pedro hat inzwischen zwei Getränke geholt.

Was macht ein normaler Papa, wenn er nicht gleich gesichtet wird?
Richtig: Er geht ans Wasser mitsamt den Getränken und labt seine Familie.

Was macht Pedro?
Zu faul um 25 Schritte zu GEHEN, pfeift er auf zwei Fingern das halbe Seebad zusammen, um dann majestätisch die Familie zu sich zu winken.

Schnuckibär (ja!) , soll der Papa Dir nachher noch eine Pizza mitbringen?
Was möchtest Du denn für eine haben?


Überhaupt, das Kind.

Zum einen, der Kleine NERVT 95% der Zeit - und zwar ausnahmslos aus Umständen, die ich mit "Erziehungsdefizite" beschreiben würde.
Nicht, dass der Kleine (auch noch eines aus meinem Patenkinderstall) nicht liebenswert wäre oder ruppig. Das ist er ganz und gar nicht.

Aber der kennt kein "bitte" und kein "danke". NIE.
Der spricht permanent in einer quäkigen ich-bin-genervt-und-albern-Stimme.
Und will Alles immer jetzt gleich und sofort.

Er kommandiert seine Mutter herum, die sich aufgrund ihrer eigenen charakterlichen Disposition auch nicht traut, 'mal richtig hinzulangen.
Oder wenigstens 'ne klare Ansage mit deadline zu machen.
Die Kinder der anderen Eltern sprachen ihre eigenen Mütter bereits darauf an, wie der Kleine denn mit seinen Eltern umgehe.
'Muss man sich mal vorstellen.

Echtes Peinlichkeitshighlight aber war jeden Morgen das gemeinsame Frühstück in der Gaststätte nebenan.
Mein Wort drauf, unser Tisch war JEDEN MORGEN Tuschelthema an den Nebentischen.

Es ging schon los, wenn die drei aus ihrem Zimmer herunter kamen (mit 10 min Verspätung):
Da wurde sich erstmal mit den Händen in den Hüften vor den Tisch hingestellt und dann durfte der Kleine entscheiden, wer wo sitzt!

"Wo möchte sich mein Schnuckibär denn HEUTE hinsetzen zum Frühstück?
Magst Du neben den Papa?
Oder neben die Mama?
Oder den Onkel Rain?
Oder die Tante?"


Der Kleine rennt 5x um den Tisch - und dann nimmt er jeden Tag einen anderen Stuhl.
Weil er's kann.

Alle anderen Kinder der anderen Gäste an den Nebentischen gucken mit kreisrunden Augen zwischen ihren Eltern und dem Kleinen hin und her.

Dann schneidet der Papa ihm ein Brötchen auf.

Welches der Brötchen möchte Schnuckibär denn heute haben?
Das mit Körnern?

Oder das mit Sesam?
Oder das mit ohne Alles?
Komm probier dochmal die grobe Leberwurst, die ist guuuuuuut, nein, wieso denn nicht?
Dann nimmt der Papa Dir nachher die Prinzenrolle weg, ätschbätsch, das ist jetzt MEINE!"


(...und jetzt mein persönlicher Favourit) -

"SOLL DER PAPA DIR DAS BRÖTCHEN QUER ODER LÄNGS AUFSCHNEIDEN?"

Nein, das war KEIN Witz.

Schinken? Mag ich nicht.
Käse? Mag ich nicht.
Gelbwurst? Mag ich nicht.
Butter? Mag ich nicht.
Salami? Mag ich nicht.
Lyoner? Mag ich nicht.
Erdbeermarmelade? Mag ich nicht.
Nutella? Mag ich nicht.
WAS denn DANN? - ICH WILL EIN EI !!!!
Ei darfst Du nicht, da bist Du allergisch gegen. WÄÄÄÄÄHH!!!

Und dann aß der Kleine an drei Tagen in Folge ...was?
Trockenes Brötchen.

Warum?
Weil er's kann.

Ich KANN Ihnen sagen....nie wieder!


Mittwoch, 10. August 2016

55555


Danke für  2¼ tolle Jahre, Bessy! ♥
Dich würd' ich jederzeit wieder heiraten kaufen.


Und alles Gute zum Fünfer ;-).


How to get a boyfriend


[ Sorry, heute nur intellektueller Dosenfraß.

Bin gestern am Dienstag -erster Arbeitstag- erst um 22:48 Uhr
halbtot ausm home office gefallen, da gab's keine
rhetorischen und inhaltlichen Ergüsse mehr:
Andere auch nicht, btw.

Morgen wird wieder frisch gekocht, versprochen. ]




Dienstag, 9. August 2016

WTF?!


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es waren genau 2,5 Tage.
Zwei komma fünf Arbeitstage, in denen ich mal nicht DA war.
Donnerstag nachmittag bis Dienstag morgen.
Nicht mehr.

Ok?
Gut.
Was bitte machen dann 34 Emails am Dienstag morgen in meiner Inbox?



Montag, 8. August 2016

immer falsch

[ bin heute noch letzttägig im Urlaub
und je nach Alkoholkonsum die letzten Tage über
evtl. sogar noch verheiratet.

Falls nicht, kriegen Sie's mit. ]


Als Leser des Focus haben Sie's schwer.

Abgesehen davon, dass Ihr IQ ohnehin schon südlich der Demarkationslinie
des deutschen Durchschnitts (IQ 99) liegt, kriegen Sie dort auch noch ständig
reißerische Überschriften im Huffington-Post-Stil um die Ohren gehauen,
die Ihnen im Wesentlichen nur marktschreierisch entgegenbrüllen:


KLICK MICH ! SOFORT !!
HIER WARTET KEINE WIRKLICHE INFORMATION
GESCHWEIGE DENN
EINE
WIRKLICH WICHTIGE INFORMATION AUF DICH
ABER ZUM WILDFICKENDEN GEIER 
KLIIIICKK MIIIICHH !!

(Wann genau haben die Menschen angefangen, das NICHT albern zu finden?)

Und dann kriegen Sie dort auch noch JEDEN VERDAMMTEN TAG aufs Neue erzählt,
aus welchem Grund jetzt schon wieder Sie ZU BLÖD ZUM LEBEN sind,
weil Sie ständig irgendwas falsch machen.

Doch, das tun Sie.
Leugnen Sie nicht, es verlängert nur Ihr Leiden!

Sie sind zu doof, zu ALLEM zu doof!
Sie können weder eine Chipstüte richtig aufmachen noch wissen Sie, wie man richtig Hemden wäscht.
Sie könen keine post-its richtig nutzen und keine Zitrone richtig auspressen,
Sie benutzen Rolltreppen falsch, Sie wissen nicht wie man einen Sonnenbrand behandelt,
Sie benutzen Haarklammern falsch und ATMEN TUN SIE AUCH NOCH FALSCH!

Glauben Sie nicht?
Bitte sehr. (Alternativ surfen Sie ausnahmsweise doch mal den FOCUS an und geben im Suchfeld rechts oben ein: "immer falsch")

Na, sehen Sie?
Aber es gibt einen Trick.
Einen.richtig.guten.Trick.

Wie Sie nämlich auf einen Schlag wieder nichts im Leben mehr FALSCH machen, NICHTS!

Und das Beste: Auf diesen Trick kommen Sie jetzt ganz von selber.
(Immer vorausgesetzt, Sie lesen keinen FOCUS.)


Samstag, 6. August 2016

PostIdent


Wie anders hätte es auch kommen können?
Bei meinem Glück?

Da wechsle ich endlich den Depotanbieter, weil er mir zu wenig Service bietet und gehe zu einem anderen, Besseren.
Dieser versendet an mich
  • in Woche 1 die Depoteröffnungsbestätigung
  • in Woche 2 die TAN-Liste und das Passwort
  • in Woche 3 die Mitteilung, dass er zum 30.08. das Depotgeschäft vollständig aufgibt und auf einen anderen, renommierten Anbieter überträgt.
Und jetzt raten Sie mal, auf welchen!
Bingo.

Also alles wieder gekündigt, nochmal neu auf die Suche gegangen und wieder fündig geworden.
Dieser Anbieter lässt aber Identifizierung NUR über das PostIdentverfahren zu - also:
Frisch rasiert, rein in die Sneakers und dort hin, wo ich nie-nie-nie wieder hin wollte:

In unsere Deutsche Post Filiale.



Sie kennen vielleicht noch aus den Siebzigern diese Heinz Erhardt-Filme?
Wo er den Amtsrat Winzig in bester Beamtenstallung spielt?

Unsere Postfiliale ist das letzte Habitat dieser nicht ganz zu Unrecht weitestgehend
ausgestorbenen Amtsträgerrasse - dort arbeiten wirklich, wirklich NUR die Allerlangsamsten, Allerunvorzeigbarsten, Allerunkündbarsten.
Ich bin sicher, mit dem Letzten von Ihnen schließt auch diese Filiale.

Es gibt IMMER eine Schlange - Sie können morgens 5 Minuten nach Öffnen da sein.
Oder 15 min vor Mittag.
Oder 48 min vor Abendschließung.
Es ist IMMER Wartezeit mitzubringen.

Faustregel: Pro Mensch (genauer:Lebewesen) vor Ihnen in der Schlange = 7 Minuten Wartezeit.
Stehen da also 5-6 Leute, können Sie eigentlich wieder nach Hause fahren und erstmal was kochen
oder so.

Denn hier ist man nicht auf der Flucht, hier ist man IM DIENST (das sattsam bekannte Kalauer-Büroschild hängt hier tatsächlich an der Wand).
Hoheitlich!
Für die Bundesrepublik Deutschland, mit Treueschwur.
Steht so in der Ernennungsurkunde drin (und SIE TROTTEL haben einen ARBEITSvertrag?? Muahahahaa, selber Schuld!).

Die Mitarbeiter gemeinsam den Dienst Verrichtenden in dieser FIliale hatten maßgeblich dazu beigetragen, dass ich mich der Tortur der Registrierung für eine PACKSTATION unterworfen hatte,
um diesen Laden möglichst oft umgehen zu können. Wir kriegen nämlich viele Päckchen.

Und die Packstation war ab dem ersten Tag der erklärte Feind dieser Staatsdiener gewesen!
Sie erklärten JEDEM, der damit nicht gleich zurecht kam (z.B. ich) mit einer unserem deutschen ÖD weltweit einzigartigen Gründlichkeit und Ausführlichkeit, dass sie mal so REIN GAR NICHTS damit zu tun hätten und dass das eine komplett andere Firma sei.

Vermutlich haben die auf dem Heimweg abends auch mal versehentlich reingepinkelt oder der Paketstation sonstige Unbill zuteil werden lassen - jedenfalls wurde diese tatsächlich wieder abgebaut! Eine Paketstation, direkt neben einer Postfiliale! ABGEBAUT!

Und DA musste ich heute wie gesagt rein.
Wie früher auch schon war ich der einzige deutschstämmige Kunde außer den Bediensteten.

Hier werden viele Geldtransfers ins Ausland aufgegeben, Geld bar eingezahlt und Pakete in die Heimat geschickt.
Mehrheitlich ist die Kommunikation schwierig, die Kunden sprechen entweder kein deutsch oder schlecht deutsch - oder sind so jung, dass sie ihren Eltern an der Hand kaum übersetzen können, was der Mann von der Post da jetzt sagt.

Als ich dran bin, entspannen sich die Gesichtszüge des Postmannes.
Er sieht: Mit MIR wird er keine Kommunikationsprobleme haben.
Den Moment des Genusses kostet er aus - jede seiner Handbewegungen wirkt, als wäre sie mit einem iPhone in 240p gefilmt worden.

Langsam zählen seine in Jahrzehnten geübten Finger Seite für Seite meines (4-seitigen) Depotantrages durch, zuzüglich jenes Deckblattes für PostIdent.
Dieses betrifft nun IHN - und wird zur weiteren Bearbeitung des Auftrages präzise vorgelegt.
Mit einem an Linealpräzision grenzenden Augenmaß für Rechtwinkligkeit und Tischrandabstand.

Eine ruckartig streckende Armbewegung vom Körper weg zwecks Zurückgleitenlassen der Hemdmanschetten kündet von der baldigen Aufnahme der Vorgangsbearbeitung.
Markante Tastenbewegungen auf der IBM-Tastatur (sic) leiten den Scanvorgang des Barcodes ein.

Die Laserscanwaffe wird nun mit dem erfahrenen Augen des Scharfschützen langsam und mit
dem gebotenen kontrollierten Ausatmen zwecks Zielaufnahme in Richtung des Strichcodes geführt,
ein letztes prüfendes Zurseitelegen des Kopfes, dann drückt er ab!

Die 5 wie auf einem Spielwürfel angeordneten roten Laserabtastpunkte treffen mit militärischer Präzision auf den Scancode - alle in exakt dem gleichen Abstand zum Rand!
Man hätte es mit einem Fließbandroboter nicht präziser ansetzen können!
Ein Lächeln huscht über das Gesicht des Jägers.

Ich habe reichlich Zeit, mich umzusehen - die Lamellen vor den Fenstern wurden seit Helmut Kohls Kanzlerschaft weder gewaschen noch ausgetauscht, ein Viertel von ihnen ist bereits verknittert oder defekt.
Die Böden sind linoleumüberzogen (was ich aber angesichts der Klientel verstehe) und lösen sich in den Raumecken bereits ab.

An der Wand hängt eine Urkunde.
Auf ihr steht "2.Platz Baden-Würtemberg Direktion Ost Zielerreichung 2013"
Leider sehe ich nicht, für welche Sparte die Urkunde verliehen wurde - ich vermute mal Neukundenwerbung im Segment Yellow Strom oder PostKredit oder so was.

Verkaufsleistungsurkunden für Beamte.
Diese Welt ist so irre, wenn Sie mich fragen.

Nun aber geht es zur Identifizierung!
Das prüfende Auge des Staatsdieners scannt mein Antlitz mit einer weitaus größeren Präzision,
als es 5 rote Scanlaserpunkte jemals zu bewerkstelligen vermöchten, ein Nicken in meine Richtung schließt den Erfassungsprozess ab.

Mein Personalausweis wird EXAKT MITTIG auf das Identformular gelegt, dabei mit allen seinen 4 Seiten Parallelen zum Formularrand in exakt identischer Entfernung bildend.

Die Daten werden eingetippt.
Die Staatshand lässt mit der Schiebegenauigkeit eines Geldautomaten den Ausweis bis 4,92 cm vor meine Hand gleiten, dann greift sie hinter sich und fischt einen selbstklebenden Umschlag zum Versenden meiner Formulare aus einem dafür beschrifteten Schieber.

Mit der gebotenen Demut vor der Bedeutung dieses Momentes erfolgreicher Kundenidentifizierung
lässt der Mann meine Antragsformulare und seine offizielle Identifizierung meiner Person
in den Umschlag gleiten, diesmal in den Moment würdigenden 480p.

Mit der Gleichmäßigkeit einer küchenerfahrenen Großmutter, die die Sahne auf ihre Schwarzwälder Kirschtorte glattstreicht, entfernt er den Selbstklebeschutzstreifen.
Er verschließt den Umschlag und legt ihn in das Versandfach hinter sich!
Es ist vollbracht.

Mit einem grenzseeligen Lächeln legt er seine Hände aufeinander und nickt mir zu.
Ich bedanke mich höflich und trete hinaus auf die Straße.

Dort kommen mir alle Menschen und Autos plötzlich so vor, als würde sie jemand im schnellen Vorwärtslauf vor meinen Augen abspulen.


Freitag, 5. August 2016

Screenshotfriday KW 31


[ ich bin dann mal weg
für ein paar Tage.

Ausspannen am See,
Grillen aufm Bauernhof
und Sekttrinken am Lagerfeuer.

Alles, wenn das Wetter mitmacht.
Wenn nicht: Nur das mit dem Sekt.

Schöne Tage!]


 









Donnerstag, 4. August 2016

Nicht Alles. Aber Manches.

[ ab morgen bin ich ein paar Tage weg zum Ausspannen.
Der Blog ist auf Autopilot eingestellt,
Sie kriegen also regelmäßig was Neues auf die Augen, wenn Sie wollen.

Kommentare lese und beantworte ich,
letzteres aber nur, wenn sie wirklich gut sind.

Oder wenn ein Tittenfoto mit drin war, dann auch die Schlechten. ]

**************************************


Songtext / Top 10-Hit (1984):

One man come in the name of love
One man come and go
One man come he to justify
One man to overthrow

In the name of love
What more in the name of love
In the name of love
What more in the name of love

One man caught on a barbed wire fence
One man he resist
One man washed on an empty beach
One man betrayed with a kiss

In the name of love
What more in the name of love
In the name of love
What more in the name of love

Early morning, April four
Shot rings out in the Memphis sky
Free at last, they took your life
They could not take your pride

**********************************************************

 Songtext / Top 10-Hit (2016):

Baby, this is what you came for
Lightning strikes every time she moves
And everybody's watching her
But she's looking at you, oh, oh
You, oh, oh, you, oh, oh
You, oh, oh, you, oh, oh
You, oh, oh, oh, oh

Baby, this is what you came for
Lightning strikes every time she moves
And everybody's watching her
But she's looking at you, oh, oh
You, oh, oh, you, oh, oh
You, oh, oh, you, oh, oh
You, oh, oh, oh, oh

We go fast with the game we play
Who knows why it's gotta be this way
We say nothing more than we need
I say, "Your place," when we leave

Baby, this is what you came for
Lightning strikes every time she moves
And everybody's watching her
But she's looking at you, oh, oh
You, oh, oh, you, oh, oh
You, oh, oh, you, oh, oh
You, oh, oh, oh, oh

Baby, this is what you came for
Lightning strikes every time she moves
Yeah

Baby, this is what you came for
Lightning strikes every time she moves
And everybody's watching her
But she's looking at you, oh, oh
You, oh, oh, you, oh, oh
You, oh, oh, you, oh, oh
You, oh, oh, oh, oh 

Mittwoch, 3. August 2016

Von Methusalems


Wenn man die Kundenbewertungen im Internet liest (allen voran bei den Amazonen),
kommt man nicht umhin festzustellen, dass ich einen echten Methusalem links neben mir
im Büro stehen habe:

Einen Multifunktionsdrucker namens Canon Pixma MP 640.
Er sieht aus wie ein kleiner Rimowakoffer, nur ohne Rillen.
Also explizit hässlich.

Die Wahl fiel im Wesentlichen aus 3 Gründen auf ihn:
  1. ich wollte einen Drucker, der auch scannen kann und das per WLAN
  2. er sollte separate Farbpatronenkammern haben und randlos Fotos drucken können
  3. er MUSSTE in mein Büroboard reinpassen  !!
In der Stadt beim Breuninger (= so 'ne Art Kaufhof) war er zwar mit Preisschild ausgezeichnet
- aber das Regal war leer.

Wann der wieder verfügbar sei?
"Ämmm...pffff...ja also...kann ich Ihnen auch nicht sagen."

Ok. Ein Loblied auf unseren Einzelhandel und dann raus aus dem Laden und - ab dafür via Internetbestellung.
Etwa 200 Euro, wenn ich's noch recht weiß.
Das war Anfang 2010.
Was bedeutet, ich habe das Ding seit 6 ½ Jahren im Einsatz.

Und damit meine ich: Vorderste Front, harter Büroeinsatz.
Das Verdun unter den Druckerschicksalen.
Ohne übertreiben zu wollen, sind da sicher schon 1000 Blatt Fotopapier und 30.000 Seiten
normales Papier durchgerattert. Wenn's reicht.

Wie das heute mit den Billigprodukten (jaaa, der zählt zur Kategorie "Billigdrucker"!) so ist, darf man keine Lebensdauer erwarten, die die 2-Jahres-Garantie wesentlich überschreitet.
Es ist ein "Einwegdrucker".
Nur: Meiner tut's schon seit über 6 Jahren und ich vermute, das hat einen Grund...

Die Amazonenkommentare und der Rest des Webs SIND VOLL von lautstarkem Wehklagen bezüglich "Fehler B200" bei diesem und etlichen anderen Canon-Druckern.

Den Verkäufer / den Hersteller / die Servicepartner brauchen Sie dann erst gar nicht kontakten - bei DEM Preis ist klar, dass KEINE Reparatur von NIEMANDEM mehr angeboten wird.

Sie sollen -offizielle Auskunft- das Gerät wegschmeißen und durch ein Neues ersetzen.
Nur: Ich bin kein "Wegschmeißer".
Ich komme aus der "Reparierer-Generation".

Interessanterweise tritt der "B200" verdächtig oft verdächtig kurz nach Ende der Garantiezeit auf,
egal ob Imitate oder Originalpatronen eingesetzt wurden.

Jetzt verwendet aber NIEMAND mit einem IQ oberhalb FOCUS-Leser die Originalpatronen von Canon!

In dem Teil arbeiten 5 Patronen:
  • eine dünne schwarze
  • eine dicke schwarze
  • und drei Farbige (cyan, magenta, yellow)
...zum sagenhaften Wiederbeschaffungspreis von EUR 65,-- für den 5er-Komplettpack. 
Einzeln kosten sie gar 13-18 EUR das Stück.
Chanel No.5 ist da nur unwesentlich teurer pro 100 ml !

Stattdessen verwendet man die Imitate - zum Preis von 1,-- €  PRO PATRONE.
Dadurch verstopft allerdings der Druckkopf schneller, und nun geht's los:

Wer sich nur EIN BISSCHEN mit seinem Tintenstrahldrucker BEFASST, wird schnell dahinter kommen, dass dieser "B200" kein Todesurteil ist - der Druckkopf ist lediglich entweder verstopft oder elektronisch defekt.
Im ersten Fall kann man ihn noch 1-2x retten durch Ausbauen und reinigendem Ersäufen in Apothekenalkohol. Was ich unregelmäßig tue (wenn Streifen ins Druckbild kommen).

Im zweiteren Fall ist der Druckkopf final hinüber.

Den kann man zwar austauschen. Macht aber Keiner.

Denn das Originalteil kostet schlanke EUR 85, der ganze Drucker ist heute aber neu für unter EUR 150,- zu haben.
Es sei DENN, Sie kaufen auch den Druckkopf in Asien- da wird er ab EUR 21,-- auf Ebay gehandelt, braucht aber bis zu 8 Wochen, bis er bei Ihnen ist.

Soll heißen:
Sie kaufen den Drucker,
dazu 5x 20er-Packs Imitatpatronen
dazu ZWEI Ersatzdruckköpfe.
Fertig.
Und dann haben Sie nie wieder ein Problem.

Denn wenn der Druckkopf verstopft ist, hauen Sie ihn raus und schrauben den nächsten rein
(einen von den zweien, die Sie auf Reserve hatten.
OHNE 8 Wochen auf den Ersatz warten zu müssen.
Lehrgeld wurde hier entrichtet...).

Und das für einen Preis, für den Sie noch nicht einmal 2 Canon Originalpatronen kaufen können.

Seit dem ersten Tag mache ich das so und hatte noch nie den "B200"-Fehler, welcher -Böses unterstellt- auch damit zusammenhängen könnte, dass der Drucker die Anzahl seiner ausgewechselten Patronen heimlich bis zu seinem geplanten Lebensende "mitzählt" - aber eben nur, wenn es sich um "seine" Patronen handelt (also Originale).

Schöner Nebeneffekt:
Die Imitatpatronen bringen nur 15% der Müllmenge, die eine Original Canonpatrone verursacht.

Natürlich sind die Imitatpatronen schneller platt und auch nicht wirklich UV-lichtecht.
Mir egal: Die Originalpatronen sind im Schnitt 10-12x so teuer wie die Imitate, halten aber bei Weitem nicht 10-12x so lange.
Ähnliches gilt für den Druckkopf.

Mit ein bisschen Mitdenken und vorausschauendem Handeln (plus einem bisschen Glück)
kann man also durchaus viele Jahre mit seinem "Einwegwerkzeug" arbeiten und Spaß haben.

Unsere Welt ist vollgemüllt genug.

Dienstag, 2. August 2016

Soulweeper type indicator


Sie finden doch auch, es gibt viel zu viele Idioten auf der Welt, oder?

(Falls nicht: Von wann genau war Ihre letzte Tageszeitung,
steht da eventuell noch Helmut Schmidt als Kanzler drin?)

Jedenfalls: Viel zu viele Irre.

Aber immerhin: Ein paar von den Irren sind wenigstens kreativ
 (Hausaufgabe: Googlen Sie Kasimir Blaumilch).
 
So bin ich heute gekommen (ja, das auch), um Ihnen in dieser Welt der verzweifelten Suche
und der allumfassenden Verwirrung ein wenig Orientierung zu geben.

Und Orientierung plus Werte sind ja so wichtig dieser Tage,
die Türkei und die USA mögen uns als leuchtende Beispiele gelten!

Nach diesen einleitenden Worten serviere ich Ihnen heute -am Tag des 65. Geburtstags
des großartigen Joe Lynn Turner (ja, genau -  Ihre ZWEITE Hausaufgabe heute) - wieder ein
prachtvolles Lehrstück aus der Abteilung "Bildungsblog":

Den Soulweeper type indicator.
Heute: normale / wahnsinnige Menschen und
kreative / unkreative Menschen

Ist nur so eine Idee.
Vielleicht mach' ich noch mehr in dieser Richtung?
( ich bin da übrigens noch offen für Ihre Vorschläge, inhaltlich. Gerne irgendwas mit Sex oder so. )