Sonntag, 30. Oktober 2016

Hilfe für Anne


Bevor Sie in Gedanken schon das ganze Weihnachtsgeld auf den Kopf hauen
oder gerade womöglich die Anschaffung von Dingen erwägen, die ihre Reichtümer erhöhen,
Ihre Sorgen aber nicht zu senken vermögen, hätte ich einen bescheidenen Vorschlag für Sie.
Oder sagen wir, eine Bitte.

Es gibt im Bekanntenkreis von Bekannten eine Situation, die allein beim Lesen schon Frösteln auslöst - aber wie so oft ist zu dem gesundheitlichen Leid ein finanzielles Problem hinzugekommen.

Vielleicht geht es ja Ihnen so wie mir - vielleicht sagen auch Sie sich, "Ich kann und will nicht alles Leid auf der Welt lindern und beheben!", aber wenn Sie konkret darüber stolpern und es Sie mitnimmt, dann machen Sie das Portemonnaie auf?

Dann erlauben Sie mir bitte kurz, Sie stolpern zu lassen und sich zu überlegen,
ob auch Sie heute was Gutes tun wollen.



Ich hab' den Eindruck, bei der Familie zählt grad jeder Euro.
Deshalb bin ich auch über meinen mangelnde-Sicherheit-bei-Bezahlungen-im-Internet-Schatten gesprungen und habe mitgemacht.

Tun SIE es auch - na kommen Sie, es ist Sonntag und da warten zwei kleine Kinder.
Los jetzt! ♥

Samstag, 29. Oktober 2016

that tangerine feeling


Nicht jeder Ort,
in den man passt,

ist auch ein Ort,
an den man gehört.





Freitag, 28. Oktober 2016

Screenshotfriday KW 43



[ Es ist gleich viertel vor eins, ich hab mehr als
6 Stunden WoW gespielt, dabei völlig den
00:00 Uhr-post vergessen und deshalb
gibt's am heutigen Freitag 2 Bonus-Screenshots.


Schönes Wochenende für Sie Alle ! ]




 
















Donnerstag, 27. Oktober 2016

Vertical lines


Das muss jetzt das 6. Mal sein, dass ich dieses Video in einem Blog poste.

(und wie immer meistens dann, wenn ich mental
in etwas..."aufgeheizter Grundstimmung" bin.)

Sie erraten es auch diesmal wieder in unter 1 Sekunde - es ist mein Lieblingsmusikvideo.


Und wird es für ewig bleiben. Sie dürfen es aber weiterhin gerne hassen^^.




In all den Jahren konnte ich mir noch NICHT EIN EINZIGES MAL
den Namen der Band länger als 3 min merken, da unerheblich.

Na, vielleicht nächstes Jahr.
Zum 7. repost ;-).

Mittwoch, 26. Oktober 2016

mit dem Capt'n in der Herrentoilette


Es gibt

-und Sie sehen vor Ihrem geistigen Auge nun bitte mein Gesicht
in ebenfalls äußerstem Erstaunen ob dieses Tatbestandes-

ein Video vom Capt'n und mir, wie wir nebeneinander in der Herrentoilette einer mir nicht mehr erschließbaren Lokalität mit geöffneten Hosen stehen und das tun, was Männer dort eben so tun.

Kleiner Tipp: Nachschminken ist es nicht.

Ebenso kann ich mir nahezu kaum noch erklären, wie dieses weder vom Capt'n noch von mir erstellte Video (denn unsere Hände hatten weitaus Wichtigeres im Griff, und Größeres zudem) es auf mein Smartphone geschafft hatte.
Denn dort fand ich es. (Zeigen kann ich es hier natürlich nicht.)

Vermutlich hatten wir zu diesem Zeitpunkt bereits das eine oder andere Kaltgetränk eingenommen, welches gleichermaßen vortrefflich geeignet war, Herzenslaune und Blase zu befüllen, sodann in die Kellergemächer jener hoffentlich (aber kaum anzunehmen) ehrbaren Lokalität hinabgestiegen zum Zwecke der dortigen Erleichterung, waren dort auf freundlich gesinnte Geschlechtsgenossen getroffen, die in ähnlicher Absicht zugange waren und dann war das passiert, was immer passiert, wenn man mit dem Captn pinkeln geht:

Allgemeines Staunen nach dem Auspacken,
gefolgt von eingezogenen Köpfen und
unterwürfigem Gejaule im Rudel
als Zeichen der Anerkenntnis seiner Fleisch gewordenen Überlegenheit.

Und dann packt einer sein Smartphone aus (vermutlich, um den Daheimgebliebenen die Ankunft des neuen Rudelführers filmisch zu dokumentieren) und filmt, wie ich mich daneben hin stelle und... nun ja.


Sie beachten bitte den Blick des Captn's zum Ende hin, ja?
Gegenseitige Wertschätzung, so wichtig in Männerbeziehungen.

Dienstag, 25. Oktober 2016

Psalmen der Sorge


Das Fernsehen



Fernsehen,
Fernsehen!
Ich sorge mich! Fernsehen!

Denn höre!

Wohin sind die Tage,
da Du, Fernsehen, noch das Gebot zur Bildung
spürtest,
welches neben vielen anderen
der Holzamer Karl und der Grimme Adolf
einst vom Berg der Lerche herab sangen...
Wohin?

Wohin, Fernsehen, sind die Tage,
da Du jene Gebote noch befolgtest
wie etwa dieses, das da heißt:
Du sollst nicht ausleeren die Kübel Werbejauche
ein um's andere Mal über unseren Köpfen!
Oder:
Du sollst nicht träufeln das Gift der Ruhmsucht
in die Ohren junger Menschen,
auf dass sie nicht der Blödigkeit anheimfallen
und sie sich, willfährig als wie Milchvieh,

einsperren lassen in große Kisten,
in der steindummen Hoffnung, brunzbanales Leben gewinne allein dadurch,

dass es gefilmt werde, an Format.

Es liegt kein Segen auf Deinem Tun, Fernsehen!

Du sollst nicht blenden die Kinder, Fernsehen,
mit der irrigen Aussicht,
es sei möglich, durch das Trällern dümmlicher Lieder
Reichtum anzuhäufen,
und sie sich dieserhalb vor einem Zeloten,
der bewiesen hat,
dass zwischen Erbrochenem und Musik kein Unterschied bestehen muss,
singend zum Makaken machen!

Du sollst nicht blenden die Kinder, Fernsehen,
und sie verleiten, klummdumm über Stege zu stöckeln,

im Kleidern, die niemand braucht,
um damit dem Käfer gleich zu werden,
der wohl das Gefühl hat, viel bewegt zu haben,
allerdings nicht weiß,
dass es Scheiße war, was er da rollte.

Wohin die Tage,
da Du, Fernsehen,
uns, die wir Dich schauten,
als vom Herrn in seiner Güte mit Hirn Versorgte
ansahst,

deren Horizonte zu erweitern Du den Auftrag hattest?

Wohin also die Tage, Fernsehen,

in denen Du uns ernst nahmst, Fernsehen,
wohin?


(aus: Jochen Malmsheimer, "Gedrängte Wochenübersicht")

Montag, 24. Oktober 2016

KcilbkcürnehcoW KW 42


Montag:

Montags morgens gleich 'nen Außendiensttermin.
So was Blödes mach' ich nie wieder.

Erstens mal lädt meine Ländereinstellung samt Sprachausgabe nicht vor 11 Uhr hoch.
Und zweitens ergießt sich mein wenig gebremster Hass auf den Beginn der neuen Arbeitswoche
dann auf die Ohren Unschuldiger.

Eigentlich eine Zumutung, was ich da mache.

Als ich da wieder rauskomme, stehe ich rätselnd auf der Treppe und begutachte die zwei Autos,
die inzwischen vor mir geparkt haben. Und vor Allem WARUM.



Nur zur Erläuterung: Alles vor mir und Alles hinter mir war frei. Kein einziges Auto.


Dienstag:

Bekomme von der Gattin zum Geburtstag ausnahmslos geschenkt, wonach ich nicht gefragt hatte.

Was nicht verwundern darf, da ich nicht gefragt WURDE.
Immerhin, alles aus dem Segment "Nützliches für den Job."

Die Schwiegermutter gratuliert anständig per Telefon zur Frühstückszeit und verspricht,
auf das gemeinsame Geschenk der Familie noch ein paar Socken draufzulegen.

Der Schwager -gepriesen sei er- teilt mir hörbar durchs Telefon grinsend mit, dass mein Geschenk geliefert worden sei, und ich hüpfe auf einem Bein in die Hände klatschend im Kreis.
Warum, erfahren Sie hier in Kürze.

An dem Geburtstagskuchen der Gattin (den ich mir immerhin aussuchen durfte), werden wir 3 Tage essen, der Rest kommt beschriftet in die Gefriere, nachdem ich ihn in Alufolie eingewickelt habe.



Sie können ja mal raten, was drin ist?


Mittwoch:

Jubiläumstag: Seit genau 6 Wochen tut mir der linke Arm tierisch weh, sobald ich ihn (oder die Finger) ausstrecke. Evtl. Schleimbeutel- oder Sehnenscheidenentzündung.

Bevor das Grinsen in Ihrem Gesicht jetzt den kompletten 360°-Kreis rund zu machen droht:
Nein, ich bin kein Linkshänder.

Und die Befähigung der Gattin im Rahmen hands-free-ehelicher Pflichtausübung sind auf einem mehrheitlich erfreulichen Niveau angelangt.

[ den diesbezüglich gut gemachten Video-tutorials
des Erwachsenenbildungsportals Brazzers
an dieser Stelle mein tief empfundener Dank. ]

Sport kann's auch nicht sein.
Ich vermute Bierkisten schleppen als Verursacher (die der Gattin, wohlverstanden).

Die ex-Geliebte (Ihres Zeichens Hund- und Pferdeflüsterin) empfahl mir dann, was bei Hund und Pferd auch helfen würde (da ihr klar war, dass ich nicht zum Arzt gehen würde).
Das hab ich dann im Allgäu in der Versandapotheke meines Vertrauens bestellt und reibe mich damit seit 2 Tagen ein.

Die Schmerzen im Arm sind noch nicht komplett zurückgegangen, aber die
leicht wedelnde Pony-Erektion neuerdings morgens nach dem Aufwachen zeigt mir:
Ich bin auf einem guten Weg.



Donnerstag:

Abends Betriebsfeier im Brauhaus. Die Erste seit 3 Jahren mal wieder.
Wundere mich im Vorfeld, dass unser Geizkragenkonzern auf einmal so spendabel sein kann?!

Gegen 21 Uhr dann die Auflösung: Plötzlich steht unser neuer Deutschlandchef in -wie das heute so Mode ist unter Führungskräften- betont lockerer Aufmachung hinter uns (Anzug, weißes Hemd, keine Krawatte).

Er hat am nächsten Morgen seine Vorstellung hier bei uns in der Zweigniederlassung - und da wird plötzlich klar: Geschickter hätte man eine Betriebsfeier für die morgen dort Anwesenden natürlich gar nicht legen können als ausgerechnet auf den Vorabend, will man Gemüter sanft stimmen und den Grundlaunepegel anheben.

 [Moral des Tages:
Wann immer es so aussieht, als wollte man Ihnen im Job
einfach mal was Gutes tun - freuen Sie sich darüber.

Vergessen Sie aber nie:
Es gibt vielleicht öfter eine hidden agenda, als Sie denken. ]

Immerhin: Sitzplatz neben Zimtmädchen bekommen.



Alkohol macht in Begleitung schöner Frauen am meisten Spaß.

[Aber ich nehm' auch gern den Capt'n,
so ist es nun auch wieder nicht. ]



Freitag:

Das Hochladen der Sprachausgabe dauert heute sogar für einen Freitag ungewöhnlich lang
und als ich nach dem DRITTEN Versuch, eine Email zu beantworten, dies hier produziere,
lege ich das iPhone zur Seite und fülle oben unterhalb der Nase in der Küche ordentlich Kaffee nach.


[ nächste Rateaufgabe: Was wollte ich da tippen? ]

Als ich zurückkehre an den Schreibtisch, erwarten mich 3 weitere Emails von ratlos klingenden Menschen,
die MEINE vorherigen Emails ebenfalls nicht ganz verstanden haben.
Was verständlich wird, wenn man sie liest.

(Weia.)


Samstag:

Noch nicht mal 9 Uhr, und das Telefon klingelt.

Die 6-jährige Nichte ist dran.
Sie ist sehr aufgeregt.

"Onkel, es ist ganz dringend! Du musst meinem Delphin helfen, kannst Du STRICKEN??"

"Ich...äh...nein, wieso, was..."

"Aber er hat sich total erkältet und braucht ganz dringend einen Schal!"

"Einen Schal?!"

"Einen ROSA Schal!!"

"Ich glaube nicht, dass ich das kann, Prinzessin..."

"Ok, dann macht das der Papi! Und DU musst für den Delphin noch 3 Schienen basteln!"


"3...Schienen?? Wofür die denn?"

"Er hat sich beim Tauchen im Riff die Flossen gebrochen! Alle drei!" 


"Ähm...ich werde sehen, was ich machen kann, ok?"

"Ja, aber beeil Dich! Die müssen fertig sein, wenn die Tante mit dem
 Verband herkommt!"

"Verband? Was für einen Verband denn??"

"Na, für die NASE vom Delphin!!"

"Ach! Wieso hat der denn auch noch was an seiner Nase?"

"Mensch, Onkel! Weil ihn beim Fressen auf dem Meeresgrund die Muschel hineingebissen hat!!"


(Telefongeraschel, leise im Hintergrund zu ihrem 3-jährigen Brüdchern: "Mensch, der Onkel blickt's echt kein Stück"....mehrstimmiges Kindergekicher, Geraschel, Telefonhörer wird irgendwo abgelegt.)



Sonntag:

Im Altenheim nebenan wird morgens geblasen.
Das mag jetzt ein wenig überraschen, angesichts der dort normalerweise beheimateten Zielgruppe.

Aber erstens habe ich mir sagen lassen, dass das ein absoluter Wachstumsmarkt sei.
Und zweitens wird die für die Empfänger überaus freudvolle Dienstleistung in diesem Fall vom örtlichen Horn-Vereinsorchester angeboten, eine halbe Stunde am dritten Sonntag im Oktober.

Das reicht ja für die Senioren.
Mir auch (akustisch).

Ich stelle das Vogelhaus auf und nehme die Erstbefüllung vor.
Produktiver wird's heute nicht.

Samstag, 22. Oktober 2016

im Hotel Fitti


Einen wahren Athleten hält ja nichts vom Sport ab.
Nicht mal ein Kater oder die wochenendliche Lust zum Ausschlafen.

Das können Sie sich fett abschminken, wenn Sie mit dem Captn unterwegs sind.
Das letzte Mal in Auswärts-Städten (besser so, weil: da kennt man uns noch nicht) schleifte mich
Sergant C. im Hotel unserer Wahl morgens runter ins Hotel Fitti und stellte uns aufs Laufband.

Aufs LAUFBAND.
MICH.


Jetzt müssen Sie wissen, dass Laufbänder und ich eine große Gemeinsamkeit haben:
Wir beide sind jeweils nicht wirklich für den jeweils Anderen erbaut worden.

Immerhin, ich gebe zu: Im Segment der Laufbandausstattung hat sich viel getan.
Beispielsweise sind da jetzt rundrum so Haltestangen montiert, die mich wohl frühzeitig auf
meine Lebensphase hinterm Rollator vorbereiten sollen.

Und für so Technikaffen wie mich gibt's mittlerweile riesige Displays vorne dran.
Echt riesig. So iPad Pro-in-groß-mäßig.

Jetzt könnte man meinen, die riesigen Displays würden hinreichende Motivation abspielen, damit man sich mit der gebotenen Körperstraffe und eingezogenem Bauch auf dem Teil bewegt.

Beispielsweise, in dem man als Laufstrecke einen gefilmten Sandstrand abspielt.

Wo die Kamera hinter einer halbnackten Strandschönheit mit flatternden glatten langen Haaren herfährt, die man dann joggend verfolgt, während man ihr keuchend und sabbernd auf den Arsch glotzt.

Sie wissen schon, so eine, wo man von hinten noch die Halbmonde oben links und rechts bei jedem Schritt rausschwenken sieht, da glücklicherweise trotz 75F im Bikini joggend.
(Was ja die Regel ist, wie mich die Musikvideos auf MTV jahrelang gelehrt haben.)

Aber nein, was wird gezeigt?
Ein Wanderpfad.

Schön sanft durchs Grüne über Sandwege.
Bergab in eine sicher sehr besuchenswerte Touristenattrakion.
Dabei die spazierenden Rentner gelegentlich nach außen in die Haltebucht drängend.

Der Captn hat's auf seinem Laufband schlechter.
Sein Display ist kleiner (wenigstens ETWAS, das bei ihm kleiner ist), dafür ist seine Schwierigkeitsstufe auf weitaus härter eingestellt (nein, DA sag' ich jetzt nix zu).
Aber Titten gibt's auf seinem Laufband auch Keine, das eint uns wieder.

Ihn stört es wenig - ganz der Körperstählung verschrieben rennt er behenden Schrittes
seiner Konditionshärtung auf dem Laufband entgegen, dabei das markante Kinn nach vorne gereckt,
den stählernen Blick seiner klaren Augen geradeaus gerichtet, während ihm der Schweiß die
sich nur unwesentlich lichtenden Haaransätze herabrinnt, einem neuen Geschwindigkeitsrekord entgegen.

Gucke ihn fassungslos von der Seite an und denke mir:
Leni Riefenstahl wäre jetzt feucht geworden.





Ich bin übrigens der mit dem gelben T-Shirt.

Freitag, 21. Oktober 2016

Zug


Sich beim Warten auf den Zug einen Zug holen.
Ganz große Klasse.
Bin halt kein geübter Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel.

Sitze entsprechend verrotzt vor meinem Rechner und gehe im Handy die Fotos des gestrigen Abends durch.
Betriebsfeier. Anreise mit der Bahn.


Also ganz nüchtern kann ich auf dem Heimweg nicht mehr gewesen sein, aber an DAS Foto hier
mit dem Plakat kann ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern.

Dabei wohnt ihm so viel WAHRHEIT inne.
Musste gleich an den Captn denken.




Sie sehen schon: Besser wird's heute nicht mehr hier.
In diesem Sinne:
Schönes Wochenende :-).

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Jackpot


Fragen auch SIE sich manchmal, was Sie mit so einem Riesengewinn wie neulich im Lotto (90 Mio) anstellen würden?
Ich schon.

Was würden Sie tun?
Oder, evtl. noch wichtiger: Was würden Sie künftig bleiben lassen?

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Dienstag, 18. Oktober 2016

Adios, 삼성




Wißt ihr was, Samsung?
Ihr könnt mich mal. Echt jetzt.
Einer Eurer treuesten Jünger und Verfechter legt die Robe ab und sagt sich los von Euch.

Ihr wißt aber SCHON, was hier im Haus Alles von Euch steht?
Kühlschrank, Tablet Tab S, Galaxy S3, Galaxy S6, Galaxy S4 mini, LED-TV, diverse HDDs usw. usw.?


Ihr weißt auch, warum das jetzt aufhört, nicht wahr?
Nicht, aha.
Ok, schnell im "selber begreifen" wart ihr ja noch nie.

Also dann. Anschnallen, ihr Deppen:

Ihr erinnert Euch noch an das Galaxy S3? Genau, 2013 DAS Top-Smartphone.
Ein mega Kracher.
Immer noch unerreicht in hand-held und form-follows-function.
Maßstäbe setzend!

Leider mit kreislaufschwachen Akkus ausgestattet, aber: ganz ok.
Vor Allem waren die Akkus noch AUSTAUSCHBAR!
War ja auch wichtig, nach 2 Jahren geht der Rotz ja den Bach runter heutzutage.


Was kauf' ich am Kölner Banhof?
Richtig, einen 10-EUR-Akku aus China, der es auch tut.


Nachdem ich WAS blöderweise vorher gemacht habe?
Richtig, einen ORIGINAL Samsung Akku für knapp 30 EUR zu erwerben, der nicht eine einzige gottverdammte Minute länger hält, im Gegenteil!

War mir fast peinlich, das Handy zu verschenken.

Ein so tolles Gerät.
Ursprünglich.
Und ihr VOLLIDIOTEN patcht es bis zur Unbrauchbarkeit kaputt?
Das werd' ich Euch nie-nie-niemals verzeihen.

Was bitte kann Apple bei seinen FÜNF JAHRE ALTEN Geräten, was IHR nicht könnt?
Nämlich aktuelle features auf alten Geräten IN BRAUCHBAR zum Laufen bringen, sodass die Geräte nicht schon beim ANSCHALTEN 3% Akku binnen der ersten 120 Sekunden verlieren?
Und jede noch so banale Wisch-Aktion gefühlt 18.000 ms delay nach sich zieht?


Ahhh, delay! Nächstes Thema.
Ihr kennt doch (zumindest die Älteren bei Euch) noch das Tab S 10.5?
Euer TOP-ANDROID-Tablet von 2014, genau.

Das wurde mit Android Kitkat ausgeliefert.
Und dann kam bald schon Android Marshmallow heraus.
Wer wurde Monat um Monat NICHT upgedated?
Richtig, mein sogenanntes "Top"-tablet von Samsung.


Warum?
Weil IHR AFFEN es ein VOLLES JAHR lang nicht auf die Kette bekommen habt,
Eure drecks ressourcen- und akkufressende TOUCH WIZ-Oberfläche an Marshmallow anzupassen!

Das war DER Treppenwitz in der Szene, sag' ich Euch.

Mal ganz abgesehen davon, dass mein gerade mal 2 Jahre altes tablet jetzt ungefähr
die gleiche Performanz aufweist, wie das iPad2 der Gattin  - ein Gerät von 2011.
Kein Witz - die Dinger sind absolut vergleichbar "schnell".
Und dabei hat die Gattin auf ihrem iOS 5.0-Apfel-tablet schon locker VIER  große
OS-updates mitgemacht.
IHR habt es binnen nur EINES großen updates geschafft, das tablet abzuwirtschaften (mehr updates bekommen Eure Androiden ja eh nicht).


Großes Kompliment.
Aber ihr hattet ja Übung aus den Erfahrungswerten beim S3.
Da lief es ja genau so.


Fällt IRGENDEINEM in Eurem Gehege eigentlich auf, dass niemand mehr ein S2 benutzt?
Ein Handy aus dem Jahr 2011 ?!
Wißt ihr eigentlich, wieviel da draußen noch hochzufrieden mit ihrem iPhone 4s rumlaufen?

Merkt ihr schon, 'ne?

Und jetzt die Nummer mit dem Note 7.
Ganz großes Tennis.
Wie kann Euch so.eine.gottverdammte.Scheiße passieren?
DAS Leitmodell im Phablet-Segment - und ihr lasst es abfackeln.
Wegen eines schmachvollen, billigen Akkudesignfehlers, den jeder AZUBI im zweiten Lehrjahr
spitzkriegt.


Und dann geht ihr Dreckspack auch noch her, NACHDEM bekannt ist, dass Eure Hardware
auf gut deutsch gesagt lebensgefährlich  ist, und macht - was?
Richtig: Ihr tauscht die defekten Geräte gegen EBENSO defekte Geräte identischer, unveränderter Bauart aus.

Die dann ebenso abfackeln wie ihre Vorgänger, surprise, surprise.

Was sollte das?
Wolltet ihr den Mist für Euch umweltneutral vor Ort abrauchen lassen oder was?
Nicht mal DHL und UPS nehmen Eure Geräterücksendungen noch entgegen (und wir alle wissen: das Leben der Fahrer ist ihren Bossen ziemlich egal).

Ihr könnt über jeden Frachter gottfroh sein, der mit der Rücksendeware auf dem Weg nach Südkorea auf hoher See absäuft, recycling ist ja ohnehin ein Fremdwort bei Euch.

Wie blöd ich damals geguckt hab, als der Captn mir mitteilte, er habe nach 3 Monaten seinen Androiden (kein Samsung) wieder abgegeben.
Von wegen, Scheiß-Akku.
Und den wieder durch ein iPhone ersetzt hat.

Tja. Hab' ich damals nicht geglaubt.

Seit ich selber unfreiwillig iPhone -User wurde, weiß ich, was vernünftige Akkus sind.Und bei meinem Dienst-iPad? Genau das Gleiche:
Geräte, die nach zweimal Augenblinzeln vollgeladen sind.

Und ewig den Saft halten:
1 Woche stand-by aufm iPad Air3? Restakku 98%.
1 Woche stand-by aufm Tab S: Restakku 21%.
Merkt ihr was?

Ich hätt' auch von EUCH mal gerne endlich Geräte, die wahrscheinlich nochmal locker 4 updates vertragen.
Und danach immer noch swipen und starten wie am ersten Tag.
Und nicht 20 Sekunden brauchen, bis zum Entsperren-Passwort die Tastatur ausfährt.

Und jetzt - das Galaxy S6.
Wieder mal DAS Top-Smartphone, 2015.
Wieso musstet ihr denn unbedingt ALLES falsch machen, was man auch schon Apple angekreidet hatte??
Glas vorne, Glas hinten. Bullshit.

Keine SD-Karte mehr, kein austauschbarer Akku mehr.
Immer noch kein USB-C-Stecker.
Und TROTZDEM nicht mal wasserdicht??
Wie schafft man das?

Dafür steht die Kameralinse heraus wie eine nachträglich montierte Plakette.
Sensationelles Fehldesign - das Handy liegt NIE flach auf dem Tisch.
Es kippelt IMMER.

Und trotz Schutzbumper um das ganze Handy herum ist mir das Glas um die Linse herum gleich mal gerissen.
Boah ey.
Und das Teil liegt egal ob nackt oder mit welchen Schutzhüllen 


Aber okay - lesson learned.
Es war ja auch so, dass ich mich freiwillig mehrmals für Euch entschieden hatte.
Wie das halt so ist, wenn man mal eine Oberfläche gewohnt ist.

Bin mal gespannt, wohin die Hardware-Reise nächstes Mal geht.
Sobald das S6 kaputt ist, vorher nicht.

Kann bei Euch als Mutterkonzern aber ja nicht allzulange dauern.

Adios, Samsung.
Fuck you!

Montag, 17. Oktober 2016

Steinzeitdiät


Guten morgen und willkommen am Montag, dem schönsten Tag der Woche!

Wer schon bei diesem ersten Satz würgt, dem kann gleich zu Wochenbeginn weitergeholfen werden:
Der geilste Ernährungsartikel, den ich seit Monaten zu lesen bekam!

Und so was im "Stern", erstaunlich.
Dass es das noch gibt?

Die intellektuelle Dunkelheit im Medien-Einheitstunnel, sie wird ein wenig erleuchtet durch ein
Teelicht des Journalismus.


Sonntag, 16. Oktober 2016

wenn Männer Sex wollen


Musste grad an frühere Captn's Nights denken, als ich das hier wiederfand.
Habe sowieso noch ein bisschen Zeugs Halde, das super auf den Capt'n (und mich) passen würde.

Vielleicht kehre ich den Kram hier demnächst mal aus.

Schönen Sonntag - und immer dran denken, Sonntag ist Sex-Tag! :-D


Samstag, 15. Oktober 2016

Samstagsküche


Die Geheiratete ist da, wo sie samstags immer ist: Im Fitti.
Und ich bin da, wo ich immer bin: In der Küche.
Wo ein guter Ehemann auch hingehört.

Fragt sich also, was ICH da jetzt eigentlich mache.
Aber egal.
(Wo man schon mal da ist, kann man auch kochen. Und nebenher Alkohol trinken. Mit Begründung!)

Ich mach' heut' Schweinehals in Dunkelbiersoße.
Das Rezept ist idiotensicher, ach was sag' ich - männersicher!

(Ich pass' auch auf, dass keine neue Narbe zu der
letzten hinzukommt, die beim gleichen Rezept entstand.)


Was gibt's bei Ihnen so?










Freitag, 14. Oktober 2016

Screenshotfriday KW 41


[ zurück zur Blog-Operette,
nach so viel schwerem Gedankengut zuletzt hier.

Das haben Sie sich vorm Wochenende nun wahrlich verdient.

Und übrigens: WOCHENENDE !!!
TITTEN RAUS, TASSEN HOCH !
Prost. ]



 













Donnerstag, 13. Oktober 2016

launch sustainability


[ dritter und letzter Teil des rants über jene Kräfte,
die Lenker und Gestalter unserer Gesellschaft wurden.

Sie haben's überstanden, meine Glückwünsche begleiten Sie,
Hand in Hand mit meinem Respekt für ihre Geduldsamkeit.

Ab morgen gibt's hier wieder Titten, Schnecken, Musikzeugs
und anderen "normalen" Männerhirn-content.

Und nun leugnen Sie nicht.
Ich kann Ihr Lächeln sehen.]


Was machen Sie jetzt mit diesen wenig erotischen Gedankengängen?
Leiten Sie was daraus ab, für Ihre Zukunft?
Wenn ja, was?
Wenn nein, warum nicht?

Und was mache ICH mit diesen Gedankengängen?

Es macht nämlich nichts aus, ob man Dinge, die man SIEHT und die man für ungerecht oder ungut hält als einen Zufall, eine bedauerliche Fehlentwicklung eines ansonsten ganz properen Systems betrachtet.
Oder ob man sie als nützlichen Zweck ansieht, der irgendjemandem dient und daher nicht zufällig sein kann.

(Falls jemand eine dritte Möglichkeit postuliert, etwas habe
einen durchaus absehbaren Nutzen für Mächtige und Wohlhabende,
sei aber in seiner Entstehung TROTZDEM nur ein bedauerlicher Zufall gewesen,
bin ich geneigt, ihn zu belächeln, würde dies aber immer nur face-to-face
demjenigen gegenüber äußern und nicht in der Öffentlichkeit.)

Es macht deswegen nichts aus, weil es für die Konsequenzen keine allzu große Rolle spielt.

Was aus meiner Sicht kommen wird, hat nämlich nichts mehr damit zu tun, wer es wann wo wie
über wen eingerührt und angefangen hat. Oder wer wann noch wie mit wem hätte gegensteuern und vermeiden können.

Der Punkt ist:
Sie können eine Wirtschaftsordnung, die explizit auf Wachstum als existenzimmanenten Bestandteil fundiert, nicht lange aufrechterhalten.
Das geht schon mathematisch nicht.

Es geht aber vor Allem der Begrenztheit der Ressourcen wegen nicht.
Und wegen der Kollateralschäden, die ein exponentiell wachsendes System in und mit seiner Umgebung (Umwelt) anrichtet, geht es schon dreimal nicht.

Wenn Ihnen das zu wischi-waschi ist als echte Argumentation, oder wenn Sie's gerne mit bissfesten Zahlen hätten, dann können Sie gerne was Anderes tun:
Es gibt so 15-25 anerkannte und bewährte Indices, die sich auf sehr verschiedene Art und Weise damit befassen, wie es uns demnächst wirtschaftlich gehen wird.

Da ist sehr mathematisch-technisches Zeugs dabei, wie z.B. ein Index, der die Auslastung der weltweiten Containerfracht und die Preise dafür anguckt und diese in Relation setzt zu der Menge an neu hergestellten Frachtschiffen.

Da ist schräges Zeug dabei wie z.B. der Index, der sich anguckt, in welchem Jahr wieviele wie hohe Wolkenkratzer auf der Welt fertig gestellt wurden - und was historisch anschließend mit der Weltwirtschaft anschließend passierte.

Da ist Imitations-Zeugs dabei, das sich anguckt: Was machen denn gerade die Multimilliardäre so mit ihrer Kohle?

Da ist fundamentalanalytischer Kram dabei: Wie entwickeln sich die Gewinne der großen Unternehmen risikoadjustiert und auf 3-Jahres-Zeiträume heruntergeglättet?

Und jetzt kommt der Witz:
Egal, was sie angucken, alle diese Indices zeigen in eine von zwei Richtungen.

Die eine Richtung besagt, es geht weltwirtschaftlich spürbar bergab in durchaus absehbarer Zeit.
Die andere besagt: Hey, das geht noch viel schneller und knallartiger, wetten?

So. Und jetzt?

Sie können sich eh nicht groß wehren gegen das, was die Inhaber und Bezahler der Gewalten da mit Ihnen anstellen. Aber: Lindern können und sollten Sie.

Sehen Sie zu, dass Sie sich etwas aneignen, was unabhängig von der Existenz einer Währung einen Wert hat, der Ihnen Ihren Lebensunterhalt sichert.
Das heißt: Sie sollten etwas KÖNNEN, was Andere gebrauchen können.
Und Sie sollten über WISSEN im Sinne von allgemeiner Bildung verfügen (und Sie ahnen es sicher schon: Make-up- und beauty-skills sind mal wieder nicht mit dabei - ausgenommen bestimmte Gewerbe, die dann blühen dürften).

Ganz im Ernst: Handwerk wäre gut.
Gesundheit-für-Mensch-und-Tier-skills wären gut.
Menschen etwas beibringen und sie anleiten zu können wäre gut.

Sehen Sie zu, dass Sie das, was Sie besitzen, breit diversifizieren im Sinne von Nachhaltigkeit.

Geld als Wert ist nicht unbedingt nachhaltig, der Euro entpuppt sich als Witz.
Diversifizieren Sie ein bisschen außerhalb des Euros.
Nicht alles geht gleichzeitig den Bach runter.
Gemischtes Eis mit Sahne = Schweizer Franken, Norwegische Kronen, US-Dollar, so etwas in der Richtung.

Gold ist auch nicht nachhaltig (da staunen Sie), aber schon eher - jedoch nur die gängigen Kleinmünzen (Swiss Gold 20 Francs / Gold American Eagle / Gold South Africa Krugerrand, aber nur 1/10 - max. 1/2 Unze).
Und dann verstecken Sie einen Teil davon an einem sicheren Ort.
(Ein Bankschließfach ist kein sicherer Ort in diesem Sinne.)

Immobilien können Sie (erneutes Staunen) vergessen, sofern nicht selbstgenutzt, wenn es hier kracht.
Und selbst dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man mit diversen Formen von Geldauflagen und Zwangshypotheken an Sie als Immobilieneigentümer herantreten wird (googlen Sie Lastenausgleichsgesetz).
Trotzdem, ein überschaubarer Wohnraum für sich selbst wäre sinnvoll, um im Notfall den Aufwand für den eigenen Lebensunterhalt kleiner halten zu können.

Wenn Sie irgendwie können, versuchen Sie, bei landwirtschaftlichen Nutzflächen mitzumachen, als Teilhaber.
Es gibt eine Menge Betriebe, die auch schon lange keinen Bock mehr haben auf Banken, die aber Investitionsmittel benötigen.
Erkundigen Sie sich in Ihrer Umgebung.
Es muss kein Fehler sein, am regionalen Erzeuger vor der Haustür mit eigenem Geld beteiligt zu sein.
Ganz im Ernst: Es könnte eine Zeit kommen, da sind Sie auf genau diese Verbindungen und Menschen angewiesen. Fangen Sie an, sich mit Wald und Kühen zu befassen.

Kaufen Sie lokal.
Es ist nicht notwendig, mit Ihrer 74. Bestellung bei den Amazonen Herrn Jeff Bezos zu seiner sechsten Yacht zu verhelfen.
Verhelfen Sie lieber der kleinen Tochter des Buchhändlers bei Ihnen am Ort zu den lang gewünschten Reitstunden!
Leeren Sie systematisch Ihre online-wishlists und suchen Sie Beschaffungsmöglichkeiten an dem Ort, an dem Sie leben und drumherum.

Fangen Sie an, sich von Dingen und Gütern zu trennen, die Sie in den letzten 2 Jahren nicht ein einziges Mal angefasst haben.
Denn das ist einer der besten Indikatoren dafür, dass Sie sie nicht wirklich brauchen.
Kleidung, Bücher, Spiele, alte Telefone und PCs, Schuhe (!).
Wenn Sie eingedenk Ihres persönlichen wirtschaftlichen Hintergrundes es sich leisten können, diese überflüssigen Dinge nicht verkaufen zu müssen, dann verschenken Sie sie!
Direkt bei Ihnen um die Ecke gibt es eine Menge Menschen, die das sehr gut werden brauchen können.

Überdenken Sie den Turnus Ihrer Anschaffungen und damit die Anschaffungen an sich.
Legen Sie so erspartes Geld auf Seite.

Es gibt KEINE Rechtfertigung dafür, sich alle 1-2 Jahre ein neues Smartphone zuzulegen.

Behalten Sie zudem ruhig eines der ganz alten Telefone (inklusive Ladekabel !) als Reserve.
Sie wissen schon: Eines von den Dingern, die nur 2x im Monat geladen werden müssen.
Die ein Display (monochrom) von der Größe zweier Daumennägel haben.
Die nie updates brauchen und kein Internet haben.
Die kein GPS an Bord haben.
Mit einer aufgeladenen Prepaidkarte.

Legen Sie sich einen kleinen Weinkeller an.
Eine geschützte Ecke im Stellgatter oder so tut's auch. Es gibt ungleich Sinnloseres mit seinem Geld anzufangen, als einige Flaschen Weines sein Eigen zu nennen.

Der Wein ist an dieser Stelle ein pars pro toto:
Überlegen Sie sich, was eine werthaltige Tauschware wäre, wenn Sie aus irgendeinem Grund kein Geld mehr im Portemonnaie hätten und auf absehbare Zeit auch keines mehr aus dem Automaten bekommen könnten.

(Lachen Sie nicht, die Griechen haben irrtumsbedingt auch gelacht.
Und unser Gesetzgeber sieht diese Möglichkeit explizit im Gesetz vor.)


Und nun der allerbeste und wichtigste Tipp:
Lachen Sie.
Lachen Sie jeden Tag.

Lachen Sie jeden Tag, an dem Sie können, und am Besten über all das, was sie hier 3 Tage lang zu lesen bekommen haben.
Lachen Sie.


Solange Sie können.


Mittwoch, 12. Oktober 2016

enter exhibition


[ Ein wütender, viel zu geratener langer post.

Sie werden 7 min brauchen, ihn zu lesen.
Ich entschuldige mich für diese missbräuchliche
Inanspruchnahme Ihrer leserischen Geduld. ]


Letztens stellte ich die These auf, das traditionelle Werte wie Können und Wissen im Begriff sind, ersetzt zu werden durch Geldbesitz und Prominenz, die als erstrebenswert angesehen werden und für die eine früher unbekannte Opferbereitschaft in Kauf genommen wird.

Zum Schluss stellte ich die Frage, ob das -wenn man die Entwicklung als solche bejaht-
eher ein Unfall (und damit Zufall) ist, oder ob es sich gar nicht um eine Fehlentwicklung handelt (und damit eben kein Zufall).

Mal angenommen, sie sind reich (reich im Sinne von richtig reich).
Sie wissen auch: Besser sollte nicht herauskommen, wie genau das passiert ist.
Denn: Dass Vermögen über 1 Mio ganz ursprünglich  nur in wirklich seltenen Fällen völlig legal erwirtschaftet wurden, haben Sie am eigenen Leib erfahren dürfen.

Sie merken auch: Langsam geht die Party der letzten Jahrzehnte zu Ende.
Sie haben begriffen, dass ewiges Wachstum ein Ding der Unmöglichkeit ist.
Das wurde Ihnen allerspätestens  klar, als Ihnen einer mal aufgemalt hat, zu welchen Anstiegen es führt, wenn man jedes Jahr um beispielsweise 2% mehr verdient/verkauft/wächst.
Es ist ganz einfach mathematisch irgendwann zu Ende, und dieses irgendwann ist BALD.

Was haben Sie nicht alles schon unternommen!
Sie haben Ihr Vermögen diversifiziert.
Nichts, was sie nicht schon irgendwo anteilig besäßen.
Alles dabei. Aktien, Renten, Anleihen, Optionen, Gold, Währungen, Immobilien, Kunst usw.
Ihre Kinder haben Sie früh vom Pöbel separiert und auf jene Privatschulen geschickt,
wo auch Ihresgleichen seine Kinder hinschickt.
Der Nachwuchs soll kennenlernen, wer ihn/sie weiter bringt. Und NUR die.
Wer kann schon bürgerlichen Pöbel in der Familienlinie gebrauchen?

Sie sehen aber schon, wie die Zeichen der Zeit sich ändern:
Die Schere zwischen Ihnen und denen, die strampeln müssen, klafft immer weiter.
Die Ersten fangen an, die Einkommensverteilung als ungerecht anzuprangern.
Das Gesundheitswesen derer, die Steuern zahlen, bricht aus den Fugen.
Das Internet macht Wissen zugängig für jene, die Sie seither easy auf Abstand halten konnten,
zu Ihnen und den Ihren.

Anders gesagt: Sie sollten auf der Hut sein.
Bald schon könnten Menschen in der Politik auftauchen, die Fragen stellen.
Beispielsweise: Muss das denn so sein? Und wer war bisher Hauptnutznießer hierulande?
Diese Menschen könnten Ihnen gefährlich werden, wenn sie das Volk hinter sich hätten.
Und Polizei und Militär.

Ihnen wird klar: Sie müssen mehrgleisig fahren, wollen Sie sich und den Ihren
die pole position in der Nahrungskette und in der Gesellschaft erhalten!
Dazu müssen Sie zwei Dinge tun:

  1. Sie müssen dem Volk etwas geben, was es beruhigt, verwirrt und zufriedenstellt.
    Brot und Spiele, lesen Sie Cäsar.
  2. Im Fall, dass dabei was schiefläuft, errichten Sie virtuelle Mauern zwischen Ihnen und denen.

Wut, Zorn und Neid des Volkes wären im Prinzip kein Problem für Sie - wichtig ist nur, dass die Zielrichtung all dessen nicht AUF SIE zeigt.
Ideal wäre sogar, wenn es das alles GÄBE - nur untereinander, nicht nach oben gegen SIE gerichtet!
Das würde die Kräfte neutralisieren.

Schaffen Sie eine Mittelschicht, die zu Erreichen und vor Allem -ganz wichtig!- zu HALTEN  einiges an Abstrampeln und Opfern erfordert.

Diese Mittelschicht wird einmal alles bezahlen und finanzieren, bauen Sie ruhig mehr davon auf.
Damit haben Sie den Plebs schon mal neutralisiert - denn KEINE Mauer ist so effektiv und undurchlässig wie eine Mittelschicht, die sich abgestrampelt hat und ALLES dafür tut, dass diejenigen UNTER Ihnen nicht zu ihnen in die Mittelschicht aufsteigen können.

Gehen Sie sonntags zur Kontrolle des Erreichten auf einen Fußballplatz auf dem Kinder spielen und schauen auf den Rängen deren Eltern zu.
Hören Sie, was die rufen. Zueinander, zu Ihren Kindern, zum Schiedsrichter.
Wenn Sie dort bürgerkriegsähnliche Zustände antreffen, sind Sie hier fertig und können sich dem nächsten Punkt zuwenden.

Sie und Ihre Kumpels erwerben Stück für Stück alle Medien, die Sie kriegen können.

Wichtig ist, dass Sie auf Knopfdruck und binnen Stunden Meinungen "produzieren" können, die entweder geeigent sind, von Ihnen abzulenken oder aber noch besser potenzielle Schuldige für einen x-beliebigen Missstand präsentieren zu können.
Das ist der vermutlich wichtigste Punkt bei Ihrem Weg:
Sie müssen die Mehrheit der Medien im Griff haben, alles Andere ist dem unterzuordnen.

Veranstalten Sie Spiele. Übertragen Sie diese Spiele in Ihren Sendern.

Zeigen Sie Menschen beim Siegen und beim Versagen, da fiebert das Volk mit und drückt Daumen.
Und wer Daumen drückt oder im Stadion seine bunten Fanschals hoch hält, der steht schon mal nicht mit der brennenden Fackel und Mistgabel in der Hand vor Ihrem Präsidentenpalast.
Klar soweit?

Lassen Sie das Volk das Gefühl haben, MITzuspielen!

Programmieren Sie Spiele und Apps, in denen das Volk je nach Intellekt auf diversen Ebenen gegeneinander antreten kann.
Implementieren Sie Belohnungssysteme, die suchtfördernd sind und viel Zeit binden - denn Sie müssen wissen:
Gamer sind -leider- auch die Intellektuelleren im Volk.
Die sollten sie im Auge haben.
Die sollten Sie beschäftigen.
Sie wissen schon.

Strahlen Sie regelmäßig zu den besten Sendezeiten Formate aus, die sich nicht unbedingt wirtschaftlich rechnen, aber geeignet sind, Menschen zu zeigen, die entweder viel konsumieren KÖNNEN, weil sie das Geld dazu schon HABEN, oder aber die viel Geld WOLLEN und dafür bereit sind, sich erniedrigen zu lassen:
Auf KEINE andere Art und Weise schlagen Sie so effektiv gleich ZWEI Fliegen mit einer Klappe:
Sie befriedigen kanalisierte Sensationsgelüste und Sie propagieren den Konsum von Gütern als Wert, als nachzueiferndes Beispiel.

Zur Politik: Sie sollten sich keine politische Meinung erlauben.

Sie müssen flexibel sein und gucken, was da so kommt.
Da Politiker nie aus Ihrer Kaste sind, wird es nicht schwer, sie als Fans zu gewinnen.
Aber nochmal: Sie dürfen nicht ein oder zwei Parteien fördern.
Der Wähler ist ein unberechenbares Monster.

Nur ein Weg siegt: Sie müssen sie ALLE kaufen. Alle.
Kein Politiker darf dem Irrtum überlassen werden, er habe hier irgendwas zu entscheiden.
Es gibt Interessen, die gewahrt werden müssen.
Es sind IHRE Interessen.
Es geht UM IHRE Zukunft und die Ihrer Nachkommen.
Es gilt, gesellschaftliche Strukturen zu IHREN Gunsten zu erhalten und auszubauen.

Sparen Sie keinesfalls hier an den Ausgaben:
Politiker sind darauf angewiesen, im Anschluss an die Politik irgendwo unterzukommen.
Halten Sie in Ihrem Firmengeflecht daher stets einige Positionen vakant für vormals ergebene und dienstbare Lakaien, deren Funktion und Aufgabenstellung für das Fortbestehen der Firmen nicht von Relevanz ist.

Entsenden Sie rechtzeitig Ihre Lobbyisten in die politischen Entscheidungsebenen.

Wenn einer von denen mal wieder auf die Idee kommt, eine Gesundheitsreform durchzuziehen,
so wird er bald feststellen:
Er steht allein da.
Alle Anderen wurden von Ihnen bereits gekauft.
Die Debatten im Bundestag brauchen Sie hiernach nicht mehr fürchten:
Es sind Scheindebatten, etwa so wie Wrestling.

Gelegentlich wird es vorkommen, dass Politiker sich nicht kaufen lassen.
Hier hilft Ihr Mediengeflecht:
Schreiben Sie die Abtrünnigen in Grund und Boden.
Lancieren Sie Skandalmeldungen, die Sie sorgfältig haben recherchieren lassen:
Wen die größte deutsche Tageszeitung fallen lässt, den hebt niemand mehr auf.

Sobald einer nachrückt aus der Kreisliga, lassen Sie ihn beizeiten durchleuchten.
Jeder hat eine Leiche im Keller, sie muss nur im richtigen Moment aufgetaut werden.
Ihre Schublade mit Abschussmaterial muss stets gut gefüllt sein.
Für jeden Politiker, nicht vergessen!

Wenn Sie das Alles abgesteckt und vorbereitet haben, kann es losgehen.

Ihre Firmen brauchen Umsatz, Sie brauchen Wachstum.
Produkte müssen verkauft werden, je mehr, je besser.
Was Sie jetzt echt nicht brauchen können, sind Bedenkenträger und informierte Verbraucher.

Von wegen, Ihr genverändertes Saatgut hätte schädliche Konsequenzen!
Ja aber doch nicht für SIE und Ihresgleichen!
Was soll das heißen, Ihre Werksanlage verseuche das Grundwasser in der Umgebung!
Sie trinken daheim schließlich Mineralwasser aus der Toskana, so what!
Wieso bitte enthielten Ihre Produkte etwa viel zu viel Zucker für Kinder?
Zucker ist billig - und es sind ja nicht Ihre Kinder!

Nochmal: Was echt schlecht ist für Konsum: Aufgeklärte Kunden.
Verhindern Sie dies, wann immer es geht.

Ist das denn wirklich nötig, die Brennwerte Ihres Verkaufsschlagers so groß auf den Schokobrotaufstrich drucken zu müssen?
Ja, womöglich noch mit 'ner rot-gelb-grünen Lebensmittelampel oder was?!
Das schadet dem Verkauf.
Es behindert das Wachstum.
IHR Wachstum.

Verhindern Sie mit Hilfe Ihrer Politiklakeien sofort entsprechende Regulierungen.
Schalten Sie große Werbeanzeigen in den Magazinen mit lachenden Kindern drauf,
viel grün und Sonne und einem kleinen hübschen Zuckerberg im Hintergrund.

Für die Öko-Fraktion drucken Sie noch ein selbst gegründetes fake-Öko-Siegel (vielleicht die Shilouette einer Negerfrau, dekorativ mit Zuckerrohr aufm Kopf?) links unten auf die Werbung.
Sponsorn Sie auf einem der Privatsender Ihresgleichen noch schnell eine
25-min-Pseudo-Doku für Freitag Vorabend über den ach so ökologisch nachhaltigen Zuckerrohrabbau in wasweißichwo.
Fertig.

Die Zeitungen wollen über neue Gesundheitsbedenken zu Ihrem Produkt berichten?
Kaufen Sie die schuldigen Wissenschaftler!
Falls nicht möglich: Kaufen Sie andere Wissenschaftler.
Lassen Sie Gegengutachten von denen herausgeben.
Wäre doch gelacht!

Und die Zeitung bekommt einen schönen lukrativen Werbeannoncenauftrag.
Ganzseitig, zehn Ausgaben lang.
Dann sind die auch wieder schön geschmeidig und der Artikel wird "aus redaktionellen Gründen verschoben".
Der nächste Chefredakteuer kommt ja dann eh von Ihnen.


Lassen Sie uns kurz gedanklich innehalten, ob wir auch wirklich alles haben:
  • Das Volk wird auf Konsum getrimmt, in dem wir ihm Konsumierende als Vorbilder präsentieren.
  • Dadurch, dass wir Könner und Leister als Spießer und Nerds umdeklarieren, verunattrativieren wir, es ihnen gleich zu tun
  • Durch regelmäßige Spiele und entsprechende Reportagen suggerieren wir, dass mit Glück alle zu Geld kommen und es damit zu Konsumfähigkeit und damit zur Glückseligkeit schaffen können.
  • Da stand ALLE. Da stand nicht: JEDER. (Ist wie Lotto)
  • wer gut aussieht, braucht nichts zu können, wir positionieren ihn trotzdem als Vorbild, denn er hilft uns bei dem, was wir brauchen.
  • Ein unaufgeklärter Konsument ist leichter steuerbar, Aufklärung schadet dem Konsum
  • Es ist kosteneffektiver, die Kompetenzen für die Schaffung und Linderung von Krankheiten unter einem Dach zu bündeln, aus diesem Grund sind Lebensmittelhersteller und Pharmahersteller sinnvollerweise im gleichen Konzern zu beheimaten.
  • In dem wir unter dem Deckmantel der Meinungsvielfalt vielfach voneinander abweichende Stellungnahmen und Studien zu heiklen Themen in diversen Medien abbilden, verhindern wir, dass sich eine einheitliche Gesamtmeinung (gegen uns) bilden kann und suggerieren eine Vielschichtigkeit des Problems, die es so nicht gibt.
  • In dem wir unsere Gegner denunzieren und unsere Medien in einheitlicher Sprache über sie herziehen lassen, verhindern wir, dass eine nennenswerte Anzahl von Wählern sie ernst nimmt
  • Die Politik dient uns dazu, unsere Rolle in der Gesellschaft zu erhalten und die in ihr Tätigen werden in unserem Sinne mit entsprechenden Fördermitteln und Wahlkampfhilfen ausgestattet
  • Wer sich unseren Interessen trotzdem entgegenstellt, wird in der Presse aufgehängt (oder bekommt einen Übernachtungsgutschein fürs Beau Rivage in Genf)
  • Die Universitäten sollen nicht zum Denken anregen, sondern sollen am Tropf unserer Drittmittel hängen, damit wir unseren Einfluss langfristig in der Denkelite sichern
  • Die Gerichtsbarkeit hierzulande ist insofern unproblematisch, als dass erstens WIR die besseren Anwälte haben und zweitens werden die wirklich relevanten Richter von wem eingesetzt?
    Richtig, von Politikern. Siehe oben.
  • Sofern das nicht ausreicht, lagern wir Entscheidungsprozesse in eine übergeordnete Institution aus, die wir UNION nennen, diese überstimmt nationale Parlamente sofern es für uns nützlich ist und handelt Wirtschaftsvereinbarungen aus, die es uns ermöglichen, unseren Besitzstand zu wahren und zu vergrößern, zudem schafft sie die rechtliche Grundlage dafür, Staaten auf Schadenersatz zu verklagen, wenn sie sich mit ihrer Rechtssprechung gegen unsere Geschäftsinteressen stellen.

Haben wir alles?
Ok.
Dann los.

Wie Georg Schramm schon sehr richtig feststellte: Wir sind umzingelt.





Dienstag, 11. Oktober 2016

exit values


Es geht um Besitz. Sind Sie käuflich?
Wenn nein, bis zu welchem Angebot nicht?
Ab wann doch wieder?

Denn: Mit so Begrifflichkeiten wie "grundsätzlich nicht!" wär' ich vorsichtig - Sie wissen ja nicht, wie dumm Sie dastehen könnten, wenn das vermeintlich nie auftauchende Angebot, zu dem Sie gerade eben noch mit stolzgeschwellter Brust und bis zur Schädeldecke gefüllt mit moralisch hochwertigen Grundüberzeugungen NEIN gesagt haben plötzlich konkret vor Ihnen auf dem Tisch liegt.

Es gibt ja diese Serie von memes, bei denen in leicht veränderter Form immer das gleicher Angebot unterbreitet wird: "Wenn man Dir hundert Millionen Euro gibt, aber Du müsstest eine/n Freund/in dafür erschießen - würdest Du es tun?" 
(Daraus wurde mittlerweile: "- wohin genau würdest Du zielen?"^^.)

Aber worauf ich eigentlich raus will:
Es ist mein Eindruck, dass der BESITZ von Dingen und der SCHEIN, den man selbst wirft, heute als viel höhere "Werte" angesehen werden im Vergleich dazu, wie KÖNNEN und WISSEN bewertet werden.

Beispiel (jetzt kommt sehr viel content mit "früher"-smell), klar gab's auch früher schon z.B. Mitschüler, die dank ihrer Eltern viel Geld hatten und immer nur mit den neuesten Klamotten rumgelaufen sind - aber wenn das IDIOTEN waren, dann war man sich in der Klasse halt einig:
Das ist ein IDIOT.
Der konnte nichts, der wurde immer nur mit durchgezogen, sein Vater hat Kohle usw. - heißt:
bewundert hat den Keiner!

Heute sind das zwar immer noch Idioten - aber es scheint niemanden mehr zu kümmern?!
Das sind plötzlich Vorbilder??!

Denn: Es sind Leute wie diese, die Sie sehen, wenn Sie den Fernseher anmachen.
Wie kam es denn bitte dazu? Ich muss da was verpasst haben.

Es werden in den wirklich relevanten Sendezeiten nach meinem Empfinden nur noch Menschen gezeigt, die irgendwas "haben".

Entweder Millionen in Geld (durch Glück oder geerbt oder geheiratet oder sonst wie nicht langfristig erarbeitet) oder das neueste Smartphone das in die Kamera gehalten wird oder ein..."einzigartiges" Erscheinungsbild durch unzählige Schönheits-OPs oder weil sie es aus irgendwelchen Gründen für erstrebenswert halten, sich von Zietlow, Klum, Bohlen oder sonst wem vor laufenden Kameras erniedrigen zu lassen.

Erniedrigen - für WAS? Mit welchem Ziel?
Was ist IHRE Erklärung dafür? Warum ist das so?

Alles, was Sie in den oben genannten Formaten bekommen können, ist nur - Besitz.
Geld also.
Was ist schiefgelaufen, dass so was nicht nach der allerersten Ausstrahlung abgesetzt wird?
Was wurde Menschen an WERTEN vermittelt, die es akzeptabel finden, dass Menschen lediglich ihres Besitzes wegen interviewt, gezeigt, ausgestrahlt werden?

Und wenn Sie bislang selbst keine publicity oder keinen Reichtum haben, können Sie wenigstens Anderen dabei zusehen, wie sie sich der Lächerlichkeit preisgeben bei dem Versuch, das zu bekommen - oder falls schon vorhanden, wie sie es auf den Kopf hauen.

Anderes Beispiel: Haben Sie sich mal auf Instagram umgeschaut?

Es gibt KEINEN Weg, wie Sie als Frau auf Instagram glücklich werden können mit dem,
was man Ihnen dort zeigt  (als Mann auch nicht).
Es gibt KEINEN Weg, wie Sie als Heranwachsender etwas Gutes für sich selbst daraus ziehen können, wenn Sie einer der halben Millionen Abonenten z.B. des RRK-accounts sind.
Was denkt denn Ihrer Meinung nach eine Teenie, die zwei Stunden dort rumsurft und nur GNTM-Mädchen und Bikini-Beauty-fashion-lifestyle-accounts anguckt?
Was wird als Eindruck bleiben in ihrem Kopf?

Was Sie DA zu sehen kriegen, ist grundsätzlich nicht geeignet, Ihnen etwas Gutes zu tun
und ihrem Geist und Ihrer Seele zuträglich zu sein.
Instagram ist ein einziges sich-auf-die-Waage-stellen-und-dabei-frustriert-werden und ein
ich-war-gerade-am-Geldautomaten-aber-es-kam-nix-mehr-raus.
Nur ganztätig und in Farbe, mit vielen Fotos.

Wann haben Sie das letzte Mal jemanden gesehen, der gezeigt wurde, weil er was KANN?
Gutes Aussehen und sich schminken können jetzt mal ausgenommen bei dem Begriff "Können".
Und kommen Sie jetzt nicht mit"Wer-wird-Millionär" - da geht's auch nur um Geld (wenn Sie Kandidat sind) bzw. der Lächerlichkeit preisgeben (wenn Sie Jauch heißen).

Ja nachdem, wie Ihre Antwort auf die Fragen oben ausfällt, gibt es zwei Kategorien,
in die sich diese einsortieren lassen:
  1. Es handelt sich um eine Fehlentwicklung. (Die Gründe sind vielfältig, aber sichtbar.)
  2. Es handelt sich um keine Fehlentwicklung. (Die Gründe sind wenige, aber verborgen.)


Na, was meinen Sie?
Ich hab' auch eine Meinung dazu.
Die kommt morgen. Oder so.


Montag, 10. Oktober 2016

Samstag, 8. Oktober 2016

"Wenn Du ein Star bist, lassen sie Dich ran."


Jetzt sagt der wildgewordene Milliardärscowboy EINMAL was ausnahmsweise WAHRES,  schon wollen sie ihn hängen.

'Ist schon witzig: Dieser aufgeblasene Turbokapitalist kann Lügen im Zehnerpack raushauen, und er kommt Runde um Runde weiter.
Sagt er tatsächlich mal die Wahrheit (Frauen lassen Dich alles machen, wenn Du nur berühmt bist), wird vom Ende seiner Präsidentschaftskandidatur gesprochen.

Das ist ja das Problem mit politischen Witzen:
Sie werden womöglich gewählt.


Freitag, 7. Oktober 2016

30 Jahre Blutregentschaft


An Deinen Lieblingsbands erkennst Du, wie die Zeit vergeht.




30 Jahre, Du meine Güte.
Und mal ehrlich, war nicht 1986 ein wundervolles Jahr, ein kometenhaftes Leuchten im Nachthimmel der Musik?
Und was sind nicht alles für an Genialität heranreichende Musikwerke in jenem Jahr veröffentlicht worden.

Eines der Wichtigsten wird heute 30 Jahre alt:  Reign in blood.
Ein Meisterwerk.
29 Minuten pure Aggression.

Das Album war so schnell und kurz, dass es komplett auf die A-Seite einer Kassette passte.
Auf der B-Seite war dann: Das gleiche Album komplett nochmal ;-).
Jesus, was wir sind damals AUSGERASTET, als wir das Album das erste Mal zu hören bekamen!

Überhaupt, die GANZE Musik damals. Und heute dieser Akustikdreck.

Ganz egal, welche: Heute schalte ich -obwohl ich's immer wieder mal mit wohlwollender Grundstimmung probiere- nach weniger als 10 min. aktuelle Musik aus.
Ob ausm Radio oder sonst woher.
Nicht UM, ich schalte AUS.

Es ist nämlich zwecklos, es ist überall das Gleiche - überall hat die Musik den loudness war verloren, es ist ÜBERALL das gleiche Kompressionsgedröhne.

Sie kaufen ein, sagen wir, MP3-Album von Madonna oder Lady GaGa (oder -ganz schlimm - David Guetta) und was bekommen Sie? Die einzelnen tracks haben teilweise level von 101-103 dB.
EINHUNDERTUNDDREI DEZIBEL ! Was für ein Irrsinn.

Ganz ehrlich?
Dann lieber nochmal dreißig Jahre Blutregentschaft.

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Kopfschütteln


Das sind durchaus interessante und spannende Zeiten, in denen ich da lebe, ladies and gents.

Vermutlich ist es aber so ein scheiß älter-werden-Ding, dass ich der erdrückenden Mehrheit des Erlebten nicht anders begegnen kann als mit Kopfschütteln.

Wie oft ich mich ertappt habe die letzten Tage bei so Gedanken wie "früher war alles besser"! Höre mich zunehmend an wie irgend so ein alter Sack.
Was bei Lichte betrachtet ja auch nicht ganz verkehrt ist (vom Sack mal abgesehen, der ist top. Aus erster Hand sozusagen.).

Auswurf der letzten Tage gefällig? Egal. Kommt ohnehin unvermeidlich.

Urlaub Südtirol/Toskana:
Also ehrlich? Ich hätt nach den drei Tagen Südtirol nicht noch ne Woche in die Toskana fahren müssen. Hätte auch gut einfach weiter dort bleiben können.

Das Wetter war absolut spitze in der Toskana, das Essengehen und der Wein dort nahezu ausnahmslos Highlights.

Aber drei Tage kein warmes Wasser im Ferienhaus, Matratzen die so schlecht waren, dass ich nach drei Tagen bereit war auf dem Steinfußboden zu nächtigen und geheult habe vor Rückenschmerzen und überhaupt so Besichtigungsurlaube sind jetzt nix, worum ich mich reiße. Zumal die Wandkalender und Reiseberichte fotografisch nicht ungeschickt eine andere Toskana vermitteln als die, welche sie dort dann antreffen.

Abgesehen davon, dass der gemeine Italiener auf seinen Straßen eine rücksichtslose und dauerdrängelnde Drecksau ist (wenngleich noch nicht in dieser Ausprägung von einem Todeswunsch am Steuer beseelt wie etwa die Griechen in ihrem Land, bei denen hilft echt nur noch beten oder Schusswaffengebrauch).
Kopfschütteln.

Ich war so begeistert am Abreisetag, dass ich beim Kofferpacken in die Hände klatschte und für die ersten 600km das Lenkrad nicht aus der Hand zu geben bereit war.

Und wenn man weniger Tankfüllung als Kilometer to do vor sich hat, fahren manche halt rechts ran an die Tanke.
Ich hingegen sage : "CHALLENGE ACCEPTED!"




Tagung 1:
Nach nur einer (ultraerholsamen) Nacht daheim im eigenen Bett (mit welchem mein Körper für 10 Stunden quasi fusionierte) ging es gleich weiter auf einen 2x2tägigen Tagungsmarathon.

Bonn.
Reise einen Tag vorher zur Übernachtung bei Freunden an, aktiviere ein Smartphone, führe ein wundervolles Gespräch mit Bin (der Tochter des Hauses) und trinke angesichts der nächsttägigen Tagung weitaus zuviel Alkohol.

Köln.
Parke morgens in einer Tiefgarage, in die ich aus eigenem Vermögen nie wieder würde hineinfinden können und nehme an einer Tagung teil, die sich gewaschen hat.
Nur ganz kurz Fachgesimpel: Sollten Sie in Deutschland privat krankenversichert sein, würde ich langsam mal die Urlaube aus dem Haushaltsbudget nächstes Jahr streichen und das Weihnachtsgeld beiseite legen.
Zusammenfassung in einem Satz: Blutbad.
Kopfschütteln.



Der zweite Tag beginnt mit einem an der Hotelbadezimmerecke angeschlagenen kleinen Zeh und Katerkopfweh infolge erneuten Alkoholkonsums jenseits der empfohlenen Tagesverzehrgrenzen.

An diesem Tag geht es um gesetzgeberische Regulatorik für die Versicherungsbranche. Mega Kopfschütteln.
Aus meiner Sicht tut diese EU alles, wirklich alles dafür, dass KEINER mehr durchblickt (weder Kunden noch Anbieter).
Ein "normales" Angebot welches vollständig ausgehändigt wird, umfasst derzeit bereits etwa 32 DIN A4 Seiten, nun kommen etwa 2-3 Neue nochmal hinzu.

Brüssel nennt das "Verbraucherschutz", eine Auffassung, die ich nicht uneingeschränkt teile. Aber es ist absolut sonnenklar: Berufe wie meiner sterben aus, es ist zum Greifen nah.
Den anderen Jungs ist das Thema nicht so wichtig und daher wandern durch unsere WhatsApp-Chatgruppe Videos von Frauen die sich erfolgreich Auberginen einführen und ähnlich intellektuelles Bilderwerk.

Tom nimmt mich danach mit zurück zum Hotel in seinem Auto, welches in jeder Kurve Schläge ablässt und knirscht. Putzen lohnt sich offenbar auch schon seit geraumer Zeit nicht mehr.



Nach Tagungsende verabschiede ich mich von den wenigen Kollegen,  die noch um mich herum geblieben sind. Aber nur für etwa 5 Stunden. Denn wir alle reisen nun ab zur NÄCHSTEN Tagung, die morgen beginnt. Ein anderer Veranstalter, aber zu 70% die gleichen Inhalte wie die letzten 2 Tage!
Kopfschütteln.

Manchmal denke ich: "Ist doch gut, dass wir bald aussterben." Siehe Auberginen.

In NRW setze ich noch meinen Lieblingskumpel daheim ab, dann geht es auf den highway.
In Rheinland-Pfalz muss ich pinkeln und fahre einen typisch deutschen WC-Rastplatz an.



Kopfschütteln.
Wenn ich da an die sensationellen Toilettenrastplätze in Italien zurückdenke.
Irre.
Italia,  tu felicia.

In Hessen muss ich nochmal pinkeln, stehe aber im Stau.
Kann über Hanau auweichend aber immerhin 37 Minuten davon einsparen (länger hätts die Blase auch nicht mehr mitgemacht).

In Franken eingetroffen treffe ich 3 Bundesländer später die Kollegen wieder, die sich vorne an der letzten Ampel ebenfalls alle über die in Bayern offenbar prähistorisch gut erhaltene Fauna gewundert hatten.


An der Hotelbar besetze ich den besten Platz...



... in der festen Absicht, einen kleinen Salat zu bestellen im Angesicht der sehr fortgeschrittenen Uhrzeit.
Was mir auch nahezu gelingt.



Ok, Sie sind dran. Mit Kopfschütteln ; -).