Samstag, 12. November 2016

Barrack war Schuld



[ Trump beginnt mit T.     Wie T..... ]

Wenn Sie auch jemand von denen sind, die sich fragen, wie das nur alles bloß
hat passieren können bei dieser U.S.-Wahl (ich tu's nicht), hätte ich den Vorschlag einer Antwort,
und die hört sich vielleicht überraschend an:

Barrack Obama war Schuld daran.

Dieser unglaublich intelligente, versierte, gebildete und vor Allem unvergleichlich humorvollste aller Präsidenten hatte seinen jetzigen Nachfolger Donald Trump im Jahr 2011 -leider- eingeladen.

Und zwar zum Korrespondentendinner - einer jährlich stattfindenen Veranstaltung, auf der traditionell der amtierende Präsident in humorvoller Art das aktuelle Geschehen zum Teil comedyhaft widergibt.

Diesmal war unter den Ehrengästen Trump mit eingeladen.
Und er sollte seine fette Abreibung dort bekommen.

Im Vorfeld dieses Dinners hatten Trump und die Schmierfinken von Fox News wieder und wieder behauptet, Obama sei gar nicht in den U.S.of A. geboren worden - und somit illegal Präsident.

"Wieso zeigt er seine Geburtsurkunde nicht einfach?
Offensichtlich ist etwas darauf, was ihm nicht gefällt."

Eine schmierige Lüge, natürlich.
Aber sie hielt sich.
Und zwang den Präsidenten zu einer Rechtfertigung.




[ ...zugegeben: Irgendwo kann ich den Mann ja verstehen. ]

Bis zu diesem Abend hatte Trump die Idee einer Kandidatur -die er urspünglich schon hatte- eigentlich wieder verworfen.
Bis Präsident Obama sich in seiner Rede direkt an ihn wandte und ihn vor versammelter Mannschaft nicht ohne Genuss zerlegte.


"Niemand wird stolzer sein, diese Geburtsurkunden-Diskussion
endlich zu beenden, als the Donald.
Damit er sich wieder wichtigeren Dingen zuwenden kann.
Etwa, ob wir die Mondlandung nur gefaked haben."


Dies sollte aber erst der Auftakt sein zu einem mehrminütigen Filettierungsfeuerwerk auf Kosten Trumps, der weder mitlachte noch sonst den Hauch einer Miene verzog,
während sich das Publikum vor Lachen bog.

Eine rechtspopulistische Verschwörungstheorie nach der anderen zerpflückte Obama und endete
in seiner berühmt gewordenen Abschlussfrage:



„Und wo sind eigentlich Biggie und Tupac?“

Während Trump bereits kochte, holte Obama zum Finalschlag aus und kündigte nun dem gröhlenden Publikum einen Videobeweis vom Tag seiner Geburt an, nur um ihm sogleich einen Zeichentrickfilm einspielen zu lassen, der inmitten von Zebras, Elefanten und Giraffen die Geburt des "Königs der Löwen" in Afrika zeigte.

Noch eine Retourkutsche auf Vorwürfe Trumps, Obamas kenianische Oma habe behauptet, ihr Enkel sei in Afrika zur Welt gekommen.

Zum Schluss hatte sich Obama betont väterlich an jenen Tisch gewandt, an dem die inzwischen nassgeschwitzten Vertreter der "Fox News" saßen und ihnen betont sanftmütig erklärt:


"Das war ein Witz.
Das war nicht mein wirkliches Geburtsvideo.
Das war ein Kinderfilm."


Sodann beschloss er mit der Aussage, Trump als Präsident würde das weiße Haus wirklich spürbar verändern. Und zeigte folgendes Bild.



Beobachter der Szene beteuern, dass man es in Trumps Gesicht förmlich habe ablesen können,
dass er dachte "Und DIR NIGGER zeige ich, wer der nächste Präsident wird!!"

Bedauerlich, dass sich the Donald als so überaus rachsüchtig herausgestellt hat.
Jetzt werden wir die nächsten Jahre mit ihm leben müssen.



Nicht, dass die Simpsons-Macher es nicht bereits vor mehr als 15 Jahren vorausgesagt hätten.
Nur mal so.








Zum Schluss möchte ich an die -einzigen- klugen Worte George W. Bushs erinnern, versehentlich ausgesprochen, in einem seltenen lichten Moment der Selbsterkenntnis, dafür absolut wieder anwendbar auf den 09. November 2016:








Kommentare:

  1. Im Netz kursieren jetzt schon erste Berichte über eine Welle der Fremdenfeindlichkeit gegenüber Muslimen, Mexikaner, Schwarzen. Ob die wahr sind oder ausgedachte Hetze, wage ich jetzt noch nicht zu beurteilen aber die Meinungsmache ist eindeutig.

    Ich bin sehr gespannt ob das so wahr ist wie die es darstellen. Ich hoffe einfach, dass da nur ein paar Idioten Lügen verbreiten denn wenn das, was man teilweise liest, wahr ist, dann gute Nacht.

    LG
    nymphdingsda du weißt schon.

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    1. Einige wurden bereits als fakes enttarnt, aber man muss davon ausgehen, dass mehr als die Hälfte der Realität entspricht.
      Nur bin ich überrascht, wen alles das jetzt verwundert - war das denn nicht klar?Also MIR schon.

      Die Gesellschaft in den U.S. of A. ist eine Gesellschaft im Endstadium des Kapitalismus, darüber hinaus mit tief verwurzeltem Rassismus gesegnet. Letztlich ist das Land eine sehr große Halbinsel mit wenig Kontakt zum Norden und Stacheldraht zum Süden hin, da kann sich schon mal eine gewisse Inselaffigkeit entwickeln und kultivieren.
      Die Effekte, die für eine solche Gesellschaft beschrieben wurden, kann man bei Marx nachlesen und anschließend anhand der USofA verifizieren.

      Mit so Klamotten wie Kopftuch oder gar Burka wär ich allerdings ab jetzt dauerhaft vorsichtig auf den Straßen der Vereinigten Staaten. Also genau so wie man es in Saudi-Arabien unterlassen sollte, mit hotpants auf die Straße zu gehen. So gleicht sich halt alles nach unten an.

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