Montag, 7. November 2016

KcilbkcürnehcoW KW 44



Montag:

Urlaubstag wegen Brückentag.
Da die Gattin vergessen hat (!), heute Urlaub zu nehmen, hat sie schuldbewusst vorgekocht
und somit fällt in-der-Küche-stehen heute aus für Monsieur Rain.

Den freien Tag nutze ich für Besorgungen - geplant sind 2 neue weiße Hemden (nachdem ich mein Letztes in Gegenwart der attraktiven Verkäuferin vor ihren Augen zerriss - allerdings nicht aus hormonellen Gründen, sondern wegen meines zu schwungvoll ausgezogenen Jacketts).

Das mit den zwei neuen Hemden -günstig im Fabrikverkauf zu erwerben- klappt auch total gut.
Zumindest die ersten 15 Minuten.

Dann aber hat mich eine äußerst reizvolle spanische Verkäuferin mit geschultem Auge und gewinnendem Lächeln am Wickel und hilft mir dabei, mein Taschengeld bis Februar in Westen und einen Strickblazer (!) zu investieren.

Der für diesen Tag geplante neue Anzug muss daher leider entfallen, wie ich auf der Weiterfahrt beschließe - stattdessen schnappe ich mir daheim aus dem Kleiderschrank 3 Anzughosen, die ich gerne trage, und fahre damit zur türkischen Schneider-Omi in die Stadt und lasse sie mir neu anpassen.

Aus der Reihe: "Budgetplanung mit quietschenden Reifen
gerade noch eingehalten".


Dienstag:

Stelle begeistert fest, dass eines der CD-Alben von Ewan Dobson an mir aus unerklärlichen Gründen vorbeigegangen ist und finde eine weitere Möglichkeit, wirklich sehr gut und sehr empfehlenswert und sehr nachhaltig USD 12.99 online loszuwerden.

Falls Sie Lust haben auf spannende, actiongeladene Akustikgitarrenmusik (oder jemanden kennen, der das tut), hätte ich hier eine Bomben-Weihnachtsgeschenkidee für Sie.

Stilistisch können Sie sich auf etwa das hier gefasst machen:



[ PS: NIE WIEDER behaupte ich,
ICH könne "Gitarre spielen", nie wieder! ]


Mittwoch:

Die 7. Woche, in der mir der linke Arm wehtut (irgendeine Zerrung?), ist heute angebrochen.
So langsam könnte das mit den Selbstheilungskräften uns wilder Westmänner dann mal einsetzen.

Zur Sicherheit frage ich die Mutter des "Patenkindes Nummer hab-ich-vergessen" nach dem Behandler ihres Vertrauens. Dessen Kontaktdaten sie mir auch gerne gibt.

Zu dem ich vermutlich aber doch nicht hingehen werde.
Aus Gründen.




Donnerstag:

Es klingelt an der Haustür und der italienische DHL-Mann drückt mir ein größeres
Douglas-Paket in die Hand. A-ha?

Als die Gattin heim kommt, hüpft sie vor Freude im Kreis und packt aus - offensichtlich befürchtet sie, dass es ihre Lieblings-Haartönung bald nicht mehr geben könnte.

Und als 7.31-er/in müsse man ja vorsorgen.
Vor allem, wenn's im ANGEBOT sei.
Sagt sie.

'Ist ok.
Verstehen muss ich das alles nicht.
'Rufe sie aber seither daheim nur noch "7.31".




Freitag:

Es gibt drei Arten von Versicherungsvertretern:

1. Die, die so gut und fleißig und fix im Kopf sind, dass sie es sich erlauben können, zwei bis drei halbe Tage pro Woche nicht ins Büro gehen zu müssen (und der Freitag nachmittag ist IMMER dabei).

2. Die, die sich und ihr Geschäft für so wichtig und unentbehrlich halten, dass sie samstags und bisweilen auch sonntags im Büro sitzen.

3. Die, die selbst mit dem Papiernachfüllen am Drucker so dermaßen überfordert sind (weil:
technischer Vorgang), dass sie für ALLES ganze Erdepochen benötigen und folgerichtig ebenfalls
jeden Abend bis 22 Uhr (plus samstags) im Büro sitzen und verzweifeln.

Sie können ja mal raten, zu welcher Kategorie DIESE Dame hier zählt.



Ich sollte gewisse Agenturen nach Arbeitszeit abrechnen dürfen *seufz*.


Samstag:

Gattin steht auf, frühstückt, bestellt bei mir ihr Mittagessen und vertschüsst sich sodann ins Fitti.
Alles wie immer also.

Stelle mich mit Rezeptausdruck in die Küche und fange schon mal an (ich brauch' doch für alles immer so lange).
Es gibt Hähnchenbrustfilet im Speck-Salbeimantel und Nudeln mit gehackten Walnüssen in Trüffelpaste geschwenkt (ein Mitbringsel aus dem Toskanaurlaub).

Gattin ist nach ihrer Rückkehr davon so begeistert, dass der Nachmittag noch äußerst befriedigend verläuft.




















Sonntag:

Wache wie üblich immer DANN, wenn ich gottverdammtnochmal AUSSCHLAFEN könnte,
gegen 6 Uhr morgens auf uns schlafe dann auch nicht mehr ein.

Sie können aus folgenden Gründen auswählen:

       a)  mördermäßige Erektion, bereit zum Umpflügen des gefrorenen Ackers
       b)  sich selbst aus dem Schlaf geschnarcht haben
       c)  Kopfkarussell dreht sich über alles und nichts und hört nicht mehr auf


[ kleiner Tipp:
Mehrere Antworten sind richtig.]

Stehle mich aus dem Schlafzimmer, die Klamotten unterm Arm, ziehe mich im Gästezimmer an und ziehe leise die Haustür hinter mir zu.

Der Bäcker hat als ich vorfahre gerade frische Ware bekommen, und während meine noch ofenwarme Ware eingepackt wird, staune ich über das nächste event, was der Bäcker zu veranstalten plant:






Kommentare:

  1. Ich würde dich gerne mal für ein Wochenende ausleihen ...

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    1. Lass mich raten: Wieder bloß zum Kochen, oder?^^

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    2. MUSS ICH ETWA BÜGELN ??!^^

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    3. Ok. Nicht bügeln. Nicht kochen.

      Und trotzdem das ganze Wochenende ausgeliehen (gemietet) worden sein.
      Hmm.

      Hmmm........

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    4. Rent a Rain :) business is business^^

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  2. Ich würde Sie auch gerne mal ausleihen. Sogar mieten. Bügeln Sie? Besuchen Sie Schwiegermütter? Und reden Sie mit einem 17-Jährigen über die Notwendigkeit, bestimmte Regeln einzuhalten (vor allem nachts und am Wochenende)? Dann würde ich mich hinter Symeria einreihen. ;D

    LG A.

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    1. Ja, ich bügle, aber sehr ungern.

      Ja, ich besuche Schwiegermütter, erlaube mir aber telefonische Voranfrage, was es dort zu essen gibt (wenn unlecker, dann McDonald's).

      Ja, ich rede auch warme Worte mit 17-Jährigen - und habe für die Durchsetzung dieser Art von Gesprächen auch die eine oder andere Idee (die manche als seelische Grausamkeit bezeichnen, Andere wiederum als erstaunlich effektiv und daher als heilende Mitttel für einen notwendigen Zweck).

      Und wieso HINTER Frau Symeria einreihen?
      Ich KANN auch zwei Frauen gleichzeitig glücklich machen !

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  3. Drei! Vergessen Sie die bEva nicht. Sonst müssen Sie zur Strafe bügeln. ;D

    *hüstel* Und ich habe selbstverständlich nicht daran gezweifelt, dass sie zwei Frauen gleichzeitig glücklich machen können - ich wollte mich doch nur nicht vordrängeln. ;)

    LG A.

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    1. Himmel, ja!! Natürlich!!^^

      Und bevor DIE mich bügeln lässt, schickt Sie mich (Zitat) lieber zu meinen Kernkompetenzen.
      Also in die Küche.
      Und bügelt in der Zwischenzeit alle Sachen in 12% der Zeit, die ICH dafür hätte einsetzen müssen.^^

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