Mittwoch, 9. November 2016

Neunzehn Jahre



Der 09. November 1997 ist der Tag, der mit mir für immer weiterleben wird.


Dieser persönliche 9/11 hat alles verändert, nichts ließ er weiterbestehen, er brachte mich zu neuen Menschen, an neue Wohnorte, ins Gefängnis und schlussendlich ließen seine Nachwehen mich alle Brücken hinter mir abbrennen.

Das war der Tag, an dem unsere Liebe anfing, zu Ende zu gehen - und mit ihr meine Fähigkeit, so zu lieben, wie ich Dich liebte.

An diesem Tag hatte in Bonn die Sonne geschienen und es war draußen sehr mild gewesen.
Ich schlug einen Spaziergang am Rhein vor, doch Du wusstest nicht, was Du anziehen solltest.
Du warst sehr dünnhäutig und genervt, weil Du Dich fett fühltest und draußen keine Haut zeigen wolltest.


Also hattest Du eine lange schwarze Hose und einen langärmligen schwarzen Pullover angezogen.
Ich würde diese beiden Kleidungsstücke heute noch in einem Berg von Altkleidersammlungen sofort wiedererkennen - und natürlich waren sie weitaus zu warm für die milden Temperaturen draußen.
Auf meine diesbezügliche Nachfrage hattest Du schroff reagiert.
Und ich hatte Dich gelassen.


Als wir so Hand in Hand mehr oder minder schweigend das Rheinufer entlang gegangen waren, hattest Du die ganze Zeit den Kopf gesenkt.
Du wolltest niemanden sehen, wie er Dich ansieht - dabei gab es dazu absolut keinen Grund.
Von Deiner zu warmen Kleidung einmal abgesehen.

Gesprächsversuche prallten an Dir ab, Komplimente quittiertest Du mit einer groben Ablehnung.
Wieder einmal warst Du auf dem Weg dahin, den Kampf gegen die Bulimie zu verlieren, die ich von Dir nur aus Erzählungen kannte.

Allzu lang ging der Spaziergang nicht gut, so traten wir den Weg zurück zu Deiner Wohnung an.
Deine Züge im Gesicht hatten sich in Erwartung der bald schon erreichten schützenden 4 Wände 
angefangen zu entspannen, da machte ich vielleicht einen winzigen Fehler.
Er war mir eigentlich nicht einmal aufgefallen.

Keine 15 Meter vor Deiner Haustür hatte ich den Kopf in Richtung gegenüberliegende Straßenseite gedreht. Das war da, wo vis-a-vis zu Deiner Wohnung das Sonnenstudio war.
Gerade eben war eine junge Frau dort herausgekommen und auf dem Weg zu ihrem geparkten Wagen.

Diese Frau hatte lange, glatte blonde Haare (vermutlich deshalb hatte ich aus den Augenwinkeln heraus die Kopfdrehung gemacht).

Und sie war schlank.

Wir waren noch nicht mal richtig oben in Deiner Wohnung angekommen, da machtest Du mir eine Riesenszene.
Was mir einfiele, der Blonden hinterherzustarren. Und dass ich gar nichts mehr sagen bräuchte, die sei ja schlanker und hübscher, und ich solle aufhören, das abzustreiten.


Was hab ich mit Engelszungen auf Dich eingeredet (heute weiß ich, was statt dessen viel sinvoller gewesen wäre).
Alle Erklärungen, Beteuerungen, Liebesschwüre prallten an Dir ab.
Im Wechsel weintest, schriest, schlugst Du mit Zeug um Dich und irgendwann warfst Du mich auf gut deutsch gesagt aus der Wohnung.
Das Wochenende war frühzeitig gelaufen.

Unten vor dem Gebäude versuchte ich noch ein paar mal, zu klingeln, Dich anzurufen, Du gingst nie ran.
Etwa 30 Minuten saß ich noch mit meiner Sporttasche völlig ratlos an der Straße vor dem Haus (du sahst mich von oben, gespiegelt in den Fensterscheiben des Gebäudes gegenüber und ließt mich sitzen).


Irgendwann zog ich den Autoschlüssel heraus, setzte mich in mein Auto und fuhr die 370km wieder nach Hause. (Vielleicht stimmt das, was Du mir später mal erzählt hast, sogar - dass Du Dich eine Minute später in DEIN Auto gesetzt hättest, um mich wieder zurückzuholen, mich aber nicht mehr eingeholt hättest. Vielleicht.)

Vielleicht stimmt auch das, was Du mir von dem Rest Deines Abends erzählt hast - dass Du Dich wegen Deines Verhaltens und meines Rausschmisses so geschämt hattest, dass Du den ganzen Kühlschrank
(= meine umfangreichen Einkäufe für unser gemeinsames Wochenende) leergefressen und Dich anschließend gewaltsam übergeben hättest.

Dass die Bulimie wieder zurück sei.

Das war der Tag, an dem ich (spätestens) anfing, Dich zu verlieren.
An dem Du -spätestens da- mich nicht mehr für das Wichtigste in Deinem Leben hieltest.

Vielleicht war ich das nie - vieles von dem, was in den darauf folgenden 3 Monaten passierte, spricht diese Sprache. 
Vielleicht war es eine Lüge, die ich zu gerne geglaubt hatte.
Und deren Intensität ich immer noch vermisse.

Wenn mich die Leute fragen, ob ich gerne nochmal Kind wäre, sage ich fast immer nein und lüge damit immer.
Denn eigentlich will ich nur die Zeit auf eine Zeit vor Dir zurückdrehen.

Und dann würde ich einfach nochmal neu anfangen.
Ohne Dich.

Und vor ALLEM würde ich nie auf diese verdammte Geburtstagsparty von Babsi gehen,
wo ich Dich zum ersten Mal sah.

Kommentare:

  1. Wie immer, wenn ich so etwas gerne kommentieren möchte, habe ich wenig Worte, aber viel Mitgefühl. Ist vielleicht auch nicht das Schlechteste.

    Zwei Sätze in Deinem Text sind mir so vertraut ... (ich schrob ja bereits über meine Nemesis).

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    1. So beim nochmal Drüberlesen denke ich mir jetzt im Nachhinein "was soll denn DAZU Einer noch kommentieren?". Aber es war mir halt so eingefallen. Wieder.

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    2. Siehste doch, dass es hier Kommentare gibt, ne? ;-)
      Und ich für meinen Teil lese DIESEN Rain gerne.

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  2. :-( Eine sehr traurige Geschichte. Ich schicke mal eine Umarmung.

    Das können wir by the way wohl alle gebrauchen an diesem düsteren Tag im düsteren November in diesem insgesamt recht düsteren Jahr.

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    1. Ich will einfach noch nicht aufhören, daran zu glauben, dass es immer noch Hoffnung gibt.
      Über Nacht hatte es bei uns geschneit. Heute Morgen, als die Morgensonne zaghaft draufschien, starrte ich irgendwie fasziniert auf den Schnee.
      Der eine würde vielleicht sagen: "Ein unschuldiges Weiß hat sich über all das Dunkle gelegt."
      Der andere würde vielleicht sagen: "Die Welt erstarrt in Frost."
      Ich bin für das unschuldige Weiß.

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    2. Eigentlich gibt es schon viel zu viele traurige Geschichten, die Welt hätte dieser einen nicht noch bedurft.
      Vor Allem ICH hätte ihrer nicht bedurft.

      Und den Mantel den der Schnee über die für meinen Geschmack zu oft dunkle Welt legt, empfinde ich als sanften Schutz, beinahe Sehnsucht auslösend.

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  3. Das Ding ist nur... Wenn wir noch mal von vorn anfangen, können wir das Wissen von Heute nicht mitnehmen. Wir können ja nicht Kind sein mit dem Wissen des Erwachsenen..
    Obwohl... Woran liegt es, dass mein Bauchgefühl mir mitunter sehr, sehr deutlich suggeriert "Da lass mal schön die Finger davon"?
    Woran liegt es, dass kleinere Kinder einem oftmals ziemlich altklug daherkommen?
    Fragen über Fragen ;)

    Für mich gibt es nur zwei Dinge, die mich wünschen lassen, noch mal 17 sein zu können. Eins davon ist, sorgsamer darauf zu achten, wen man sich als Vater seiner Kinder aussucht.

    Ich habe mir nicht oft, aber nachhaltig blutige Knie geholt - aber ich für mich habe meinen Weg gefunden, mich mit Vergangenem auszusöhnen und mittlerweile auch Positives im Kern zu sehen. Vielleicht auch, weil ich keine Lust dazu hatte und habe, mich zerstören zu lassen.

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    1. Damit meinte ich natürlich, MIT dem Wissen zurückwandern zu können- ansonsten wäre es selbstverständlich zwecklos^^. Und wie ich MICH kenne, würde es beim zweiten Mal entgegen jeglicher Wahrscheinlichkeit identisch ausgehen.

      Natürlich sollte man die Fähigkeit sich zu eigen machen, in jeder Erfahrung einen positiven Kern sehen zu können.
      Aber zum Einen kann ich mich das Pippi-Langstrumpf-Charakters, den diese Sichtweise mit sich bringt, nicht erwehren.
      Und zweitens ist ein gerüttelt Maß an diesen Erfahrungen sehr geeignet, einen zum Zyniker werden zu lassen, wenn man nicht aufpasst, frei nach dem Motto: "Naaa, wo mag denn der positive Kern dieser Sache JETZT WIEDER liegen, es muss ihn doch irgendwo geben?!"

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    2. Muss ein bisschen lächeln, weil mich Dein erster Satz an einen Schlüsselanhänger erinnert, den ich vor Jahren mal (vermutlich aus gutem, selbigen Grund) geschenkt bekam und auf dem stand "Erfahrungsresistent" ;) Das war noch zu einer Zeit, in der ich einfach nicht begriff, wann es Zeit ist, Knieschoner auf die Knie zu ziehen.

      Ich habe mir nicht vorgenommen, etwas Positives aus Erlebtem zu ziehen. Im Gegenteil. "Leckt mich am Arsch und das bitte gehörig!" hätte meine einstige Einstellung wesentlich besser beschrieben. Ich kann nur sagen, dass dies mit der Zeit ganz von allein so gekommen ist. Im Gegensatz zu Dir bekam ich die Möglichkeit, jene Beziehung aufzuarbeiten, mit demjenigen. Das ist etwas, wenn ich das richtig zuordne, das Dir fehlt, oder? War sie nicht diejenige mit dem Brief und auf Nimmerwiedersehen und ohne eine Möglichkeit für Dich, etwas dazu zu sagen?
      Pippi Langstrumpf Charakter im Sinne von "Ich mach die Welt, wie sie mir gefällt?" ;) Vielleicht, Rain. Vielleicht hier und da. Vielleicht, um nicht völlig bekloppt zu werden - sowohl als auch.
      Ich will nicht zynisch werden. Dann - so fürchte ich - würde ich aufhören, Hoffnung zu haben und das Positive als Positives zu sehen und anzunehmen.

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    3. Manche nennen es "erfahrungsresistent". Ich nenne es: Stil.
      Im Sinne von mein Stil. Anders kann ich das nicht machen, als so.

      Mir ist absolut klar, warum es "zielführend" ist, im Angesicht blutender Knie eine (aufrechte) Haltung anzunehmen, die weniger selbstschädigend ist.
      Das subsummiert man allgemein -und mit Recht- unter dem Prädikat "vernünftig".

      Denn das, wovor Du Dich fürchtest, ist absolut berechtigt und Du liegst völlig richtig:
      Ein Verneinen des Vorsatzes, etwas Gutes aus Allem zu ziehen, ein bisschen Denke "ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt" (zumindest ein Stück weit) NICHT anzuwenden führt in der Tat zu Desillusionierung. Und ganz leicht auch zu Zynismus.
      Die Anwesenheit von zuviel Zynismus aber droht, Liebe zu ersticken.

      "Zielführend" postuliert übrigens, ein solches Ziel zu haben.
      Ich hab' Keines.
      Und wenn ich jemanden treffe, der mir eines gibt, dann (dann!) bin ich auch bereit, "meinen Stil" zu überdenken.

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  4. So schlimm manche Erfahrungen im Leben auch sein mögen und man bei der einen oder anderen Sache vlt. anders entscheiden würde, wenn man das Wissen von Jetzt schon früher gehabt hätte, so tragen alle diese Erfahrungen dazu bei, dass man der ist der man jetzt ist. Und das ist gut so. Denn auch wenn man vlt. andere Entscheidungen treffen würde, weiß man nicht, welche Konsequenzen diese andere Entscheidungen dann haben würde und was dann folgen würde.
    Ich bereue auch mindestens eine Beziehung in meinem Leben. Aber durch diese Beziehung weiß ich auf jeden Fall was ich NICHT mehr haben will. Und das ist auch sehr viel wert.

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    1. DAS genau ist ja die Frage:
      Wo steht denn, dass es immer gut ist, der zu sein, der man ist/wurde?
      Man kennt ja nur jene Entscheidungen und deren Konsequenzen, die man getroffen hat - die Anderen nicht, sie hätten aber je nach dem wie es ausging auch sehr wohl besser sein können.

      Es wäre ja auch wirklich schön, über genügend Erlebnisse zu verfügen, die zu dem reichen Schatz an Erfahrungen, was man künftig alles NICHT mehr will, nicht noch ein weiteres Mosaiksteinchen hinzuzufügen.

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    2. ....vermögen. (Das Verb fehlte oben noch.^^)

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    3. Aber was sollen wir denn anderes machen als unser Leben einfach so zu leben - nach bestem Wissen und Gewissen und Vermögen -, wie wir es tun? Gibt ja keine Bedienungsanleitung dafür ...
      Nur haben wir ab einem gewissen Punkt immer die Wahl, uns für den einen oder den anderen Weg zu entscheiden. Ich empfehle den "Eschatologischen Waschzettel". Wir müssen unsere Entscheidungen auf der Basis unzureichender Informationen fällen, ist so. Wir haben die Verantwortung, trotzdem unser Bestes zu tun.
      Und letztlich: Lerne, Dir selbst zu vergeben, wieder und wieder und wieder.

      Ich halte die Beurteilung mit gut oder schlecht in dem Fall nicht für zielführend.

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    4. Ein guter Punkt: "Wie anders als einfach losleben sollten wir es denn tun?"
      Genau.

      Aber ich lehne jedwede Verantwortung für IRGENDWAS kategorisch ab.
      Erst Recht, wenn es darum geht "mein Bestes" zu geben / zu wollen / zu verantworten.

      Oder anders gesagt: Ich MUSS einen gottverdammten SCHEISS. :-))
      Daher fällt es mir auch wirklich leicht, "mir zu vergeben".

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  5. Die Zeit zurückdrehen, auf die Zeit ohne Erfahrungen....das wünscht wohl jeder dann und wann.
    Ich könnte auf einige Erfahrungen auch sehr gut verzichten.
    Nur würden wir dann wahrscheinlich andere Erfahrungen machen....
    In dem Falle, den Du beschrieben hast: Was hättest Du denn anders machen sollen?
    Die Frau war zu dem Zeitpunkt akut psychisch krank, egal was man tut - es wird auf jeden Fall als falsch interpretiert. Am gefüllten Kühlschrank warst ja dann auch Du schuld.
    Klar es ist ne Krankheit, klar das ist schlimm, klar braucht sie Hilfe und Verständnis.
    Was die Angehörigen/ Freunde betrifft: Es ist ein Tanz auf dem Vulkan. Irgendwann muss man sich selber schützen, und die Reißleine ziehen.
    Der Punkt ist aber doch: Jetzt könntest Du mit ähnlich gelagerten Fällen anders umgehen. Würdest vermutlich die Gefahr sehr viel schneller erkennen, und für Hilfe sorgen.

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    1. Jetzt mal ganz ehrlich?
      Es gibt ja den Spruch "Get rich or die tryin'!"
      Also "Erreiche was Du ersehnst, oder stirb wenigstens auf dem Weg dorthin".

      DAS wäre mir im Nachhinein lieber gewesen. Das mit dem Selbstschutz hat nämlich nicht so sonderlich gut geklappt, weil absolut nicht meine Kernkompetenz^^.

      Was ich anders machen wollte?
      Ernsthaft, mir würde es schon reichen irgendwas (irgendwas!) nochmal anders machen zu KÖNNEN.
      Ich kann mir KEIN alternatives Szenario ausdenken, was in Sachen Schmerzintensität und destruktivem Potenzial herankommt an das, was war.

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  6. Die Sichtweise, aus allem etwas positives zu ziehen, hat mich jemand gelehrt, den ich sehr zu schätzen weiß.
    Hat es Pippi-Langstrumpf-Charakter mit sich gebracht? Das hat mir zumindest noch niemand gesagt.

    Bevor ich diesen Menschen kennen lernte, konnte ich das nicht. Etwas positives aus allem ziehen. Aber ich hatte meinen Optimismus, der mich selten verließ. Ich ohne Hoffnung? Dann ist es wirklich schlimm. Aber als ich dann noch lernte, dass auch in schlechten Erfahrungen zumindest eine Lehre drin steckt, da ergab diese Mischung etwas, was sich in mir wundervoll anfühlt. Wärme und Zuversicht spendet.

    Das Leben ist manchmal scheiße. Manchmal ist es ein Arschloch und wie man es dreht und wendet, selbst mit dem Wort "Schicksal" lässt sich nicht alles erklären.
    Zu sagen: "Kopf hoch, das geht schon vorbei" ist, wenn man gerade in der Situation steckt, totale kacke. Es ist ja schließlich jetzt schmerzhaft und wann es vorbei geht, ob morgen oder in 50 Jahren, das weiß eben niemand.

    Ich glaube jeder von uns hat Momente in seinem Leben, wo er gerne die Zeit zurück drehen und sich anders entscheiden würde. Ich war in einer Beziehung wo ich gern die Zeit zurück gedreht hätte und einfach mich in den ersten Wochen minimal anders verhalten hätte. Wenn ich heute zurück blicke, hätte es vermutlich nichts dran geändert, dass diese Beziehung so nie funktioniert hätte weil manche Dinge zwangsläufig passieren.

    Aber ich für mich bin also nicht sicher, ob ich wirklich die Zeit zurückdrehen können will. Die guten und die schmerzhaften Erfahrungen, sie haben mich zu dem gemacht wie ich bin und ich finde mich eigentlich gerade ganz gut gelungen wenn ich ehrlich bin.

    LG
    die nymphodingsda Laterne

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    1. Derjenige hat es sicherlich sehr ehrlich und gut gemeint - aber es gibt ja so Menschen, die super sind in guten Ratschlägen, allerdings nur, wenn es um ANDERE geht.

      Sie sind gewissermaßen Pastoren des sanftmütigen Lebensweges, das gesalbte Kreuz der Vergebung allen erlittenen Unbills vor sich hertragend, die positiven Folgen (noch nicht erkennbar, aber sicher schon bald eintreffend) beschwörend, großherzig und edel.

      Es sind jene Menschen, die das eigene Ungleichgewicht zumindest durch ihre Worte und Taten im "außen", im Gegenüber wieder in die Balance einzupendeln versuchen, und nichts bereitet ihnen mehr Glück, als das sichtbare Aufblühen einer Saat, für deren Gedeihen sie selbst keinen fruchtbaren Boden in sich zu finden vermögen.

      Aber der Unterschied ist eigentlich dieser:
      Wer von sich sagen kann, dass seine Erlebnisse und Erfahrungen und Begegnungen ihn in Summe zu etwas haben werden lassen, das ihm GEFÄLLT, der hat schon mal eine gute Ausgangsbasis für seine Zukunft.

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