Samstag, 31. Dezember 2016

Sylvester



Kommen Sie gut rüber, Sie alle.

Besteigen Sie fröhlichen Gemütes den verrückten Zug ins Jahr 2017
und dann lesen wir uns in Kürze wieder.

Danke für die Zeit, die Sie 2016 hier verbrachten,
sie war es hoffentlich wert.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Dienstag, 27. Dezember 2016

Montag, 26. Dezember 2016

† George Michael


" ein überfüllter Raum,
Freunde mit müden Augen,
Ich verstecke mich vor Dir
und Deiner Seele aus Eis
Mein Gott, ich dachte auf Dich sei Verlass
Ich? Vermutlich war ich eine Schulter
an der man sich ausweinen konnte"



Als Teenie waren WHAM! für mich GÖTTER (kennt eigentlich jemand eine ZWEITE Band, die ein "!"
in ihrem Namen hatte?!).
Bis heute brauche ich kein großes Einlesen in die Texte mehr, um stand-up WHAM!-Lieder mitzusingen - old skills never die^^.

Ok, auch damals schon hätte einem das eine oder andere auffallen können, was nicht so ganz reingepasst hat in das Mädchenschwarm-image von George Michael.
Beispielsweise schon die ziemlich gay-funk-interpretierte Coverversion von The Miracles-"Love machine" auf dem eigenen ersten Album.

Auch die für Popmusik unerwartet ernsten Textpassagen (nach dem Wechsel von Innervision Records), die sich immer mal wieder einschlichen in die Musikstücke, passten nicht so recht in das blondpolierte Beauty-boy-image, in das George Michael dann von EPIC Records immer weniger passend reingedrückt wurde.


" Manche Menschen arbeiten für ihren Lebensunterhalt,
manche Menschen arbeiten aus Spaß,
Mädchen, ICH arbeite nur für DICH
Man sagte mir, eine Ehe sein ein Geben und Nehmen,
nun, dass Du NEHMEN kannst, hast Du mir gezeigt,
Du wärst jetzt mal dran mit GEBEN "

Und er kam auch immer weniger zurecht damit.
Endgültig klar hatte das jedem Fan werden müssen, als Mitte der Achtziger das berühmte Skandalfoto vom nackten George Michael neben dem (ebenso unbekleideten) Freddie Mercury im Bett auftauchte (an einem Tag wie heute verlinkt man das nicht - und im web ist es mittlerweile schwer zu finden).

In der Schule gab es durchaus schwere Zeiten, war man WHAM!-Fan - und das als Junge.
Ständig war man dem Verdacht ausgesetzt, entweder nur den Mädchen gefallen zu wollen weil man deren Musik "nach-hörte".

Oder aber, man wurde für schwul gehalten.
Auf mich traf -auch wegen diverser anderer Vorfälle und meines looks- dann eher Letzteres zu.

Gehören Sie auch zu denen, die zur Weihnachtszeit "LAST CHRISTMAS" nicht mehr hören konnten?
Ich nicht!

Der Song ist PFLICHT zur Weihnachtszeit - Weihnachten kommt nicht, wenn noch nicht Last Christmas im Radio gelaufen ist! Punkt, EOD.

Last Christmas ist der letzte verlässliche timing-Leuchtturm in Zeiten, in denen schon ab Anfang September die verdammte Weihnachtsdeko in den Gartencentern steht und ab Oktober Lebkuchen beim Bäcker erhältlich sind!

Ist Ihnen eigentlich mal aufgefallen, was für ein MEISTERWERK "Last Christmas" aus musikalischer Sicht ist?

Erstens.
Das ganze Stück ist um einen bereits bestehenden Refrain "drumherum" komponiert worden (Barry Manilow, "Can't smile without you" - zur Strafe mussten WHAM! die kompletten Einnahmen des ersten Verkaufsjahres an Manilow überweisen).
Und zwar so gut, dass die Nahtstellen nicht mehr wahrnehmbar sind.

Zweitens.
Refrain und Strophe haben keinerlei Verwandschaft.
Das ist zwar häufiger der Fall in der Chartmusik, aber nur so lange nix Besonderes, bis einem auffällt, dass sich an der MELODIE die unten drunter liegt gar nichts ändert - das bedeutet, über ein und dieselbe Melodie (4 Akkorde)  werden zwei verschiedene Text-/Gesangskompositionen gelegt.
'Muss man erst mal selber machen, bis einem auffällt: Gar nicht so einfach.

Drittens.
Die zweite Strophe hat nahezu NICHTS mit der ersten Strophe gemein, obwohl die Musik drunter identisch ist - es wurden dort das Reimschema, die Rhythmusbetonung und auch noch fast die komplette Melodie geändert.
Das finden Sie in keinem Charthit ein zweites Mal, wetten?

Also, sind Sie bereit? Ein letztes Mal noch?





Sonntag, 25. Dezember 2016

Weihnachtsessen (Schwiegermutter-edition)


"Wir machen dieses Jahr nix Großes, zum Abendessen nur was Kleines und dann Bescherung,
in Ordnung?"
"In Ordnung, Schwiegermutter." 

"Und am ersten Weihnachtstag gibt's Gänsekeulen, aber nur ganz kleine!"
"Nein Schwiegermutter, das ist zuv..."

"Ich hab sie auch schon gekauft!"
"Ok."

Die gleiche Falle. Jedes Jahr.


Samstag, 24. Dezember 2016

Weihnachten


Seien Sie ehrlich, auch Ihnen kam Weihnachten jetzt irgendwie zu schnell, nicht?

Es wird doch wirklich Niemanden geben, der jetzt sagt: "Na endlich, das hat vielleicht gedauert, bis diesmal endlich die Feiertage losgingen!", oder?

Vielleicht sind ja auch Sie ein nachdenklicher Mensch, wenigstens hin und wieder.

Und wenn man so dasteht, auf dem Weihnachtsmarkt, den dampfenden Glühwein in den Händen, und den Menschen zusieht, wie sie zum Bersten gespannte Einkaufstüten von den Buden und Läden wegtragen, dann erwischt Ihr Blick vielleicht auch diesen einen Bettler, ganz am Rand des Eingangs zum Weihnachtsmarkt.

Die Menschen mit den schweren Tüten ziehen auch an ihm vorbei, wippenden, schnellen Schrittes, ohne aufzublicken.
Er trägt keine schweren Tüten, sein Leben ist schwer genug - er hält auf seiner dünnen, schmuddeligen Decke kniend nur einen kleinen weißen Pappbecher und bittet um ein paar Münzen. Keine weiße Weihnacht zu haben - ihn wird es erleichtern, bei der Kälte.

Warum muss ich mich jedes mal erst überwinden, warum kann ich nicht einfach zu ihm hingehen, meine Geldbörse über seinem Becher ausleeren und ihm ein paar nette Worte zusprechen?

Zuhause angekommen beschließe ich, auch dieses Jahr wieder ein Feigling zu sein, ich werde ein paar Organisationen, die im Gegensatz zu mir wirklich hilfreich sind, etwas Geld als Spende zukommen lassen und damit mein Gewissen beruhigen.


Es ist nicht so, als empfände ich Geldspenden als "nichts tun", aber es ist ja nun wirklich nicht viel, verglichen mit dem, was Andere zu tun, zu helfen bereit sind.

Was war meine gute Tat, im abgelaufenen Jahr?


Ich hatte ein Ohr für Menschen, die mir ihr Herz ausschütteten, ich habe im Freundkreis Tränen getrocknet und war mit Rat und Tat da, wenn ich glaubte, gebraucht zu werden.
Das ist nicht viel - aber es ist ein bisschen was.

Und Sie? Lesen wir uns nach ein paar Tagen Pause wieder, vielleicht gleich im neuen Jahr?

Das würde mich aufrichtig freuen!

 


Ich wünsche Ihnen Allen eine tolle Weihnacht
  
mit viel Zeit für sich, für die, die Ihnen am Herzen liegen und mit Ruhe
und Muße für ein paar Gedanken

an all Jene, die es nicht so gut haben wie wir.



Freitag, 23. Dezember 2016

a tout le monde



[ Nicht das erste Mal, das ich den song
unter diesem Titel poste.

Und wie ich mich einschätze, auch
nicht das letzte Mal.]

Die Blogdienstälteren unter Ihnen alle mal aufstehen - erinnern Sie sich?
Heute vor 3 Jahren? Noch zu Zauberblog-Zeiten, was da los war?

Heute vor 3 Jahren ging einer der heikleren und dämlicheren Lebensabschnitte des Blogbetreibers mit einem Paukenschlag zu Ende (und das nur, um einen noch Dramatischeren einzuläuten).

Nachdem Sie den Typen hier schon in den Wochen davor in einem -woraus kein Hehl zu machen war- desolaten emotionalen Zustand vorgefunden hatten, mit folglich zweifelhaften Blogposts.

Und sich mit Recht gefragt hatten,

     a) ob der wenigstens noch einen Basisbestand an heilen Tassen im Schrank haben könne
         und
     b) ob der es überhaupt noch lange mache

Wenn Sie damals für sich beide Fragen mit "nein" beantwortet hatten, dann lagen sie damit in gewisser Hinsicht richtig.
Nicht zuletzt resultierte das, was dann folgte, in einer neunmonatigen Blogpause.
Und in einer Beinahetrennung.

Und in wirklich geilen Psychopharmaka, in wild ausgelebten Träumen.
In Bondagesessions und schmutzigen SM-Studios, deren Tapeten mehr aus Kerzenruß denn aus Farbe bestanden, mit Hundefressnäpfen unter den Gynäkologiebesteckschränken.
Und einer Dienerin in Sexschaukeln und rollbarem Käfig.

Aber damals, heute vor 3 Jahren - da war mir noch so gar nicht nach wilder Party. Noch nicht.
Da war ich schlingernd im Auto unterwegs zur Familie der Gattin, über die Weihnachtsfeiertage.

Nachdem ich wenige Minuten zuvor von der jungen Frau, in die ich mich ziemlich verknallt hatte, einen mega Korb bekommen hatte und ich nun Rotz und Wasser heulend die Strecke Richtung Ostalb nach einem passenden Brückenpfeiler absuchte.

Wie schwer das Aufrechterhalten der Maske über die Feiertage bei der Familie gefallen war, immer wieder unterbrochen von Heulkrämpfen hinter der verschlossenen Badezimmertür.
Und wie es Wochen dauerte, bis ich wieder einigermaßen auf Kurs war. Nicht.

Ob ich was daraus gelernt habe?
Das kann ich mir nicht wirklich vorstellen.

Ich kenn' mich.
Glaube ich.



Don't remember where I was
I realized life was a game
The more seriously I took things
The harder the rules became
I had no idea what it'd cost
My life passed before my eyes
I found out how little I accomplished
All my plans denied


Donnerstag, 22. Dezember 2016

Screenshotthursday KW 51


[ Sie hatten ja richtig zugehört - und daher wundert es Sie
auch nicht, dass die Screenshots der Woche mal
NICHT am Freitag raus gehen.

Denn: Ich hatte ja gesagt "wenn sonst freitags nichts Wichtigeres ansteht",
morgen IST aber etwas Wichtigeres, für mich zumindest.

Daher: Screenshotthursday. ]







 







Mittwoch, 21. Dezember 2016

pacified by the dragon


Die Gattin und ich zanken uns circa 5x pro Woche kurz (in den ersten 6 Monaten unserer Beziehung jedoch 50x pro Woche lang), aber es geht meist nicht um Wesentliches. 

Es geht um Kleinigkeiten, dafür aber um VIELE Kleinigkeiten. Die Summe aller Kleinigkeiten ist dann...hmm, doch wiederum nicht soooo klein.

Es kostet eine Menge Kraft, mich zumindest.


Womit ich mich langsam aber zermürbt abfinde, ist ihr Deko-Wahn.

[Ich sage Ihnen, wenn bei Hei.ne oder Imp.re.ssio.nen mal ein
Deko-Warenlager abbrennt, schalten die ihre Bestell-Server auf unseren
Keller um und der Verkauf kann uneinschränkt weitergehen,
wenigstens die ersten 3 Wochen.]

Es ist nicht immer gesagt, dass man abends heimkommt und die Wohnung noch so vorfindet, wie man sie morgens verlassen hat. Oh nein. 

Mal steht unerwartet eine Palme vor dem Lichtschalter, nach dem man in totaler Dunkelheit getastet hatte. 

Mal fehlt eine Lampe, die da gestern noch stand.

Statt nach dem dort auf dem Tisch regulär beheimateten Salzstreuer greift man in frische Schnittblumen, anstelle der Wasserkaraffe ragt Einem plötzlich ein Deko-Hirsch entgegen und so weiter.

Hin und wieder aber platzt mir der Kragen. 

Zum Beispiel, wenn ich Dinge zum fünften Mal sagen muss, dann kann ich auch mal expliziter werden.

So ein Fall war vor einigen Wochen, als ich mich (als der in diesem Haus Abstaubende) beschwerte, dass die Fensterboards alle 5cm mit einem anderen Deko-Hirsch zugestellt waren.
Was eine effektive, durchgängige Staubwischbewegung -wie ein Mann sie schätzt- freilich verunmöglichte, da zunächst der ganze Tinneff beiseite gestellt oder zumindest hochgehoben werden musste.


Hinsichtlich meiner Missbilligung ließ ich dabei offensichtlich wenig Interpretationsspielraum.

Jedenfalls tickte die Frau des Hauses aus, verschwand zeternd und türenknallend im Keller, um kurz darauf mit Umzugskartons unterm Arm wieder in der Wohnung zu erscheinen, in der Folge sämtlichen (!) Dekokram von Fenstern und Regalen geräuschvoll abräumend darin zu verstauen und anzukündigen, diese Wohnung nun komplett zu entdekorisieren, anschließend ihre Sachen zu packen und zu ihren Eltern zu fahren.

Ruhig und besonnen wie ich nunmal bin, redete ich auf sie ein, sie möge diesen grandiosen und an der Grenze zur Hysterie schleifenden Unsinn beenden, indes ohne Erfolg.

Nun bin ich in Streits ein Verfechter verzögerungsfrei erklommener Eskalationsstufen - stelle ich fest, dass ein Mittel nicht ausreicht, greife ich sofort zum nächsthöheren 

(Sie kennen das?
Faust =>
Stichwaffe =>
Schusswaffe =>
weltweiter thermonuklearer Krieg). 

In diesem Fall übersprang ich die gesamte Sprossenleiter der Eskalation - und wählte die Nummer ihrer Mutter (googlen Sie "massive retaliation").

Sie ging ran, ich reflektierte kurz und präzise über die Gesamtsituation und erläuterte die Varianz an Möglichkeiten zur internen Konfliktbehebung (nämlich null).

Außerdem ließ ich keinen Zweifel daran, dass die Schwiegermutter sich auf einen dauerhaften Besuch ihrer Tochter würde einstellen können, fände sie jetzt nicht die richtigen Worte zur instanten Räsonfindung bei ihrem Nachwuchs.

Mit diesen Worten schaltete ich auf das Festnetz-Headset um, näherte mich der Geheirateten von hinten und setzte ihr ungefragt das Headset auf den Kopf.

Kurz darauf nahm ich ein leichtes Glühen des Metallbügels auf ihrem Kopf wahr.

Interessanterweise hatte sie in den letzten 2 Minuten fast kein Wort gesagt.

Nur vereinzeltes Wortgestammel drang an mein Ohr in der Küche:

"....nein, das stimmt nicht...........Mama, ich hab doch nur............wenn der doch immer........ist doch überhaupt nicht wahr...........ach, und ICH, zähle ICH etwa nichts...........Hör mir doch mal zu, Mama...............aber das ist hier jedes Mal das........"

Kurz darauf erschien in der Tür eine sichtlich zusammengefaltete Gattin und reichte mir schmallippig das headset: 

"Deine Schwiegermutter wünscht Dich zu sprechen!"  -

"Ich schneide gerade Tomaten..."  -  "SO-FORT!"

Nun bekam ICH meine Dusche ab, verpackt in einen kurzen Abriss, wie sich ein Ehemann zu verhalten habe und was seine Aufgaben seien usw. usw. 

Den Versuch einer Erläuterung (oder gar eines Widerspruchs) wagte ich erst gar nicht.

Die Ehegattin stand betröppelt neben mir, während die Schwiegermutter nun verlangte, mit uns BEIDEN zu reden, also hielten wir die Ohrmuschel des headsets zwischen unsere Ohren und pressten grinsend unsere Wangen aneinander, den mahnenden Worten der Schwiegermutter lauschend, die nun lautstark einen hörbaren Beweis für unsere Versöhnung einforderte!

Die Gattin lief rot an, ich stammelte irgendetwas,
doch die Schwiegermutter blieb hart:


"Ihr küsst Euch jetzt! Sofort! Ich will den Knutscher hören!"

Und wir taten, wie uns geheißen.

"Ich hab NIX gehört, los! NOCHMAL! Und diesmal LAUT, ich will den Knutscher hören jetzt!"

Also - nochmal die Gattin geknutscht. Wir mussten jetzt lachen.


"So! Und jetzt räumst Du die Sachen wieder aus, Frollein Tochter, und DU, Herr Schwiegersohn wirst ihr dabei helfen! Habt ihr das jetzt verstanden?"

"Ja, Mama." "Ja, Mama."

"Und dann will ich den Rest der Woche nichts mehr hören, ist das klar?"

"Ja, Mama." "Ja, Mama."

"Gut. Bis zum Wochenende. Habt Euch lieb, gefälligst! Tschüss!"
*klick*"


Wir grinsten das verstummte Headset an und nahmen uns in die Arme.

Dienstag, 20. Dezember 2016

Soulmates. Lovemates. Nomades.




"...und wenn 2 Wellen möglich sind, dann ist -wie wir uns erinnern- auch deren Vermischung möglich:
Ja, zu der kommt es sogar zwangsläufig - während also die zwei neugeborenen Photonen in entgegengesetzten Richtungen davonfliegen, befinden sie sich in einer seltsamen Quantenüberlagerung (= Quantensuperposition).
Genau wie ein einzelnes Photon sich gleichzeitig auf beiden Seiten einer Fensterscheibe befinden kann, ist die Spin-Konstellation in dem Photonenpaar
                    A= Spin-up <=> B= Spin-down"
und
                    "A= Spin-down <=> B= Spin-up ".
Vielleicht sehen sie nicht, was für eine hochexplosive Bombe da lauert!
...stellen wir bei dem aufgefangenen Photon A hingegen Spin-DOWN fest, MUSS Photon B im selben Moment anfangen, sich mit Spin-UP zu drehen.
Das Irrwitzige dabei:
Es spielt überhaupt keine Rolle, wie weit die zwei Photonen räumlich voneinander getrennt sind!
Wird bei einem von ihnen eine bestimmte Spin-Richtung konstatiert, MUSS das andere augenblicklich mit Spin in entgegengesetzter Richtung reagieren - selbst wenn die beiden sich an entgegengesetzten Enden eines Universums befinden!"
********* 

Wer hätte eine derart schöne Allegorie auf den Gleichklang zweier Seelen vermutet - in einem Buch mit quantenphysikalischem Inhalt*?

Haben Sie das auch schon einmal erlebt?
Den Gleichklang einer anderen Seele mit Ihrer?

Dieses Gefühl, sich nicht mehr erklären zu müssen?
Und trotzdem vollständig verstanden zu werden?
Wenn es Worten nicht Bedarf, sondern Blicke genügen?
Und Stunden der Gemeinsamkeit verfliegen als seien es Sekunden?
Wenn Geld und Herkunft nicht zählen, sondern nur das Innere?
Und "Glück" gleichbedeutend ist mit "zusammen sein"?

Und jetzt machen Sie bloß nicht den Fehler, "Gleichklang" zu verwechseln mit "Liebe" - das sind zwei Paar Schuhe:

Zum Einen, wenn Sie außergewöhnlich viel Glück haben (mit Realisierungschancen im Bereich eines Lottogewinnes), gehören diese Paar Schuhe zum selben Menschen, UND mit dem bleiben Sie auch noch zusammen. Ein Leben lang.

Zum Anderen, wenn Sie außergewöhnlich viel Pech haben, lernen Sie tatsächlich einen Menschen kennen, mit dem Sie gleichklingen und in den Sie sich verlieben, verlieren ihn aber irgendwann wieder aus Ihrem Leben.

Dann haben Sie verkackt - denn der Maßstab für alle Künftigen ist nun so hoch gesetzt, dass es wirklich Beziehungsarbeit erfordert, glücklich zu sein.
Und genau so fühlen sich die Beziehungen "danach" eben auch an: Nach Arbeit.

Drittens und häufigstens, Sie lernen jemanden kennen, verlieben sich, bleiben zusammen.
Nicht unbedingt ein Soulmate, aber trotzdem was Richtiges (alternativ finden Sie einen Soulmate, Keiner verliebt sich, sie haben dann einen Freund für's Leben, auch super).



Tja.

Ich lass das mal so stehen.


"Die Quantentheorie...führt zu dem Postulat, dass 2 zusammen geborene Teilchen sich nicht wie separate Entitäten, sondern für immer und ewig gewissermaßen wie siamesische Zwillinge verhalten. Ihre Eigenschaften sind unauflöslich miteinander verflochten."

*(Marcus Chown: "Intelligentes Leben im Universum")

Montag, 19. Dezember 2016

Rumkugeln zum rumkugeln

[ Falls Sie sich schon heute morgen
auf Montagsmöpse gefreut hatten,
muss ich Sie enttäuschen:

Zwar gibt's auch Leckeres und Rundes,
was man gerne in den Mund steckt,
aber diesmal kalorienhaltiger.]


Die nymphomane Laterne hat gebacken, findet aber nicht die Muße, das Rezept zu verbloggen.

Dabei MUSS es verbloggt werden!
Diese Rumkugeln MÜSSEN Sie ausprobieren, auch auf die Gefahr hin, dass die Teile quasi instant bei Ihnen daheim zum Grundnahrungsmittel mutieren werden.
Und sämtliche andere Nahrung ersetzen könnten.

Die Gattin hat mich bzgl. des Rumkugel-Nasch-Glases bereits rationiert auf "eine Rumkugel pro Tag" - dabei in Kauf nehmend, dass normalerweise Lebensmittelrationierungen hier im Haus, die mir gegenüber geäußert werden, nur in dem Bewusstsein der eigenen Lebensgefahr ausgesprochen werden sollten.

Doch sie tat es, daran sehen Sie, wie sehr diese Rumkugeln es WERT waren.

Übrigens war das Rezept der DRITTE Anlauf von Frau Laterne, es mir verständlich zu machen, wie das Rezept geht - die ersten Beiden hatte ich nicht wirklich kapiert...daher die Foto-Story.

Ein männersicherer Rezeptaufschrieb sozusagen^^.
Los geht's:



500g Kekse zu feinen Krümeln verarbeiten...


Gleichzeitig 200g Butter auf Zimmertemperatur bringen. Sie muss weich sein...


400g Blockschokolade schmelzen.

Derweil:

300g Zucker,
3 P Vanillezucker,
1dl Rum
2 EL Öl
Zitronenschale

zur weichen Butter hinzufügen und alles zu einer homogenen Masse verrühren:


So sieht das dann aus:



Wenn die Schokolade vollständig geschmolzen ist, zur eben fertig gestellten Masse hinzugeben und alles verrühren, bis es eine einheitliche Masse ist.


Dann werden die gemahlenen Kekse zur Schokomasse hinzugefügt und so lange
verrührt (Knethaken!) bis alles einheitlich ist:


So sieht es aus wenn es fertig ist:


Diese Masse muss jetzt etwas abkühlen, wenn sie noch warm von der Schokolade ist.


Durch das Abkühlen ist die Masse fest und krümelig geworden. Nun nimmt man so viel,
dass es gut in die Hand passt und knetet die Masse so lange weich, bis sie nicht mehr auseinander bröselt beim Kneten.


Von den zuvor weich gekneteten Klumpen rollt man jetzt kleine, mundgerechte Kugeln zwischen den Handflächen und wälzt diese direkt danach (!) in einer Mischung
aus gemahlener Walnuss und Zucker (sehr lecker ist es auch mit Kokosflocken.
Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt)


Und nun, nach ausgiebiger Qualitätsprobe in dekorative Tüten füllen und verschenken.
Oder die Schüssel verstecken und alleine essen
Hinweis zur Haltbarkeit: Die werden nicht schlecht ;-)

Samstag, 17. Dezember 2016

turnarounds


Ich weiß nicht, was "turnarounds" sind.

Und was Projektmanagementfirmen tun, die "turnarounds" begleiten und organisieren?
Das weiß ich daher auch nicht
(Sie sehen, wir bewegen uns bis hierher auf den
erfreulich nachvollziehbaren Pfaden der Logik).

Auch nicht, nachdem ich das habe per Guhgl übersetzen lassen.
Und auch nicht, nach dem ich das Erklärvideo einer solchen Firma angesehen habe,
moderiert von einer gewissen Juliana Morgan.

4x nacheinander übrigens.




Habe mir aber die mehrheitlich männlichen Kommentare unter dem YouTube-Video durchgelesen.
Die sagen auch alle, sie hätten's nicht richtig verstanden.
Gar mancher bestritt, überhaupt Worte gehört zu haben.

Bin nun sehr beruhigt.

Und ich bin aber dabei auf eine ganz andere Idee gekommen, nämlich die,
ob ich einen titty thursday hier einführe.
Erstens ist Einführen immer gut.
Und zweitens könnte man doch mal auch den einen oder anderen MONTAG blogseitig mit Möpsecontent eröffnen?!

Ich meine, montags - da sind SIE noch frisch vom Wochenende und ICH alt von ebenselbem.
Da verträgt man doch mal Titten, oder nicht?

Da mach ich jetzt aber keine Umfrage zu.
Wie DIE ausgeht, weiß ich schon.

War auch nicht wirklich ernst gemeint, Sie können wieder ausatmen.
Schönen Start in die Woche wünsche ich.

Freitag, 16. Dezember 2016

Screenshotfriday KW 50



[ Wochenende.

Genießen Sie Ihres,
meines geht diesmal 4 Tage lang :-)  ]