Mittwoch, 21. Dezember 2016

pacified by the dragon


Die Gattin und ich zanken uns circa 5x pro Woche kurz (in den ersten 6 Monaten unserer Beziehung jedoch 50x pro Woche lang), aber es geht meist nicht um Wesentliches. 

Es geht um Kleinigkeiten, dafür aber um VIELE Kleinigkeiten. Die Summe aller Kleinigkeiten ist dann...hmm, doch wiederum nicht soooo klein.

Es kostet eine Menge Kraft, mich zumindest.


Womit ich mich langsam aber zermürbt abfinde, ist ihr Deko-Wahn.

[Ich sage Ihnen, wenn bei Hei.ne oder Imp.re.ssio.nen mal ein
Deko-Warenlager abbrennt, schalten die ihre Bestell-Server auf unseren
Keller um und der Verkauf kann uneinschränkt weitergehen,
wenigstens die ersten 3 Wochen.]

Es ist nicht immer gesagt, dass man abends heimkommt und die Wohnung noch so vorfindet, wie man sie morgens verlassen hat. Oh nein. 

Mal steht unerwartet eine Palme vor dem Lichtschalter, nach dem man in totaler Dunkelheit getastet hatte. 

Mal fehlt eine Lampe, die da gestern noch stand.

Statt nach dem dort auf dem Tisch regulär beheimateten Salzstreuer greift man in frische Schnittblumen, anstelle der Wasserkaraffe ragt Einem plötzlich ein Deko-Hirsch entgegen und so weiter.

Hin und wieder aber platzt mir der Kragen. 

Zum Beispiel, wenn ich Dinge zum fünften Mal sagen muss, dann kann ich auch mal expliziter werden.

So ein Fall war vor einigen Wochen, als ich mich (als der in diesem Haus Abstaubende) beschwerte, dass die Fensterboards alle 5cm mit einem anderen Deko-Hirsch zugestellt waren.
Was eine effektive, durchgängige Staubwischbewegung -wie ein Mann sie schätzt- freilich verunmöglichte, da zunächst der ganze Tinneff beiseite gestellt oder zumindest hochgehoben werden musste.


Hinsichtlich meiner Missbilligung ließ ich dabei offensichtlich wenig Interpretationsspielraum.

Jedenfalls tickte die Frau des Hauses aus, verschwand zeternd und türenknallend im Keller, um kurz darauf mit Umzugskartons unterm Arm wieder in der Wohnung zu erscheinen, in der Folge sämtlichen (!) Dekokram von Fenstern und Regalen geräuschvoll abräumend darin zu verstauen und anzukündigen, diese Wohnung nun komplett zu entdekorisieren, anschließend ihre Sachen zu packen und zu ihren Eltern zu fahren.

Ruhig und besonnen wie ich nunmal bin, redete ich auf sie ein, sie möge diesen grandiosen und an der Grenze zur Hysterie schleifenden Unsinn beenden, indes ohne Erfolg.

Nun bin ich in Streits ein Verfechter verzögerungsfrei erklommener Eskalationsstufen - stelle ich fest, dass ein Mittel nicht ausreicht, greife ich sofort zum nächsthöheren 

(Sie kennen das?
Faust =>
Stichwaffe =>
Schusswaffe =>
weltweiter thermonuklearer Krieg). 

In diesem Fall übersprang ich die gesamte Sprossenleiter der Eskalation - und wählte die Nummer ihrer Mutter (googlen Sie "massive retaliation").

Sie ging ran, ich reflektierte kurz und präzise über die Gesamtsituation und erläuterte die Varianz an Möglichkeiten zur internen Konfliktbehebung (nämlich null).

Außerdem ließ ich keinen Zweifel daran, dass die Schwiegermutter sich auf einen dauerhaften Besuch ihrer Tochter würde einstellen können, fände sie jetzt nicht die richtigen Worte zur instanten Räsonfindung bei ihrem Nachwuchs.

Mit diesen Worten schaltete ich auf das Festnetz-Headset um, näherte mich der Geheirateten von hinten und setzte ihr ungefragt das Headset auf den Kopf.

Kurz darauf nahm ich ein leichtes Glühen des Metallbügels auf ihrem Kopf wahr.

Interessanterweise hatte sie in den letzten 2 Minuten fast kein Wort gesagt.

Nur vereinzeltes Wortgestammel drang an mein Ohr in der Küche:

"....nein, das stimmt nicht...........Mama, ich hab doch nur............wenn der doch immer........ist doch überhaupt nicht wahr...........ach, und ICH, zähle ICH etwa nichts...........Hör mir doch mal zu, Mama...............aber das ist hier jedes Mal das........"

Kurz darauf erschien in der Tür eine sichtlich zusammengefaltete Gattin und reichte mir schmallippig das headset: 

"Deine Schwiegermutter wünscht Dich zu sprechen!"  -

"Ich schneide gerade Tomaten..."  -  "SO-FORT!"

Nun bekam ICH meine Dusche ab, verpackt in einen kurzen Abriss, wie sich ein Ehemann zu verhalten habe und was seine Aufgaben seien usw. usw. 

Den Versuch einer Erläuterung (oder gar eines Widerspruchs) wagte ich erst gar nicht.

Die Ehegattin stand betröppelt neben mir, während die Schwiegermutter nun verlangte, mit uns BEIDEN zu reden, also hielten wir die Ohrmuschel des headsets zwischen unsere Ohren und pressten grinsend unsere Wangen aneinander, den mahnenden Worten der Schwiegermutter lauschend, die nun lautstark einen hörbaren Beweis für unsere Versöhnung einforderte!

Die Gattin lief rot an, ich stammelte irgendetwas,
doch die Schwiegermutter blieb hart:


"Ihr küsst Euch jetzt! Sofort! Ich will den Knutscher hören!"

Und wir taten, wie uns geheißen.

"Ich hab NIX gehört, los! NOCHMAL! Und diesmal LAUT, ich will den Knutscher hören jetzt!"

Also - nochmal die Gattin geknutscht. Wir mussten jetzt lachen.


"So! Und jetzt räumst Du die Sachen wieder aus, Frollein Tochter, und DU, Herr Schwiegersohn wirst ihr dabei helfen! Habt ihr das jetzt verstanden?"

"Ja, Mama." "Ja, Mama."

"Und dann will ich den Rest der Woche nichts mehr hören, ist das klar?"

"Ja, Mama." "Ja, Mama."

"Gut. Bis zum Wochenende. Habt Euch lieb, gefälligst! Tschüss!"
*klick*"


Wir grinsten das verstummte Headset an und nahmen uns in die Arme.

Kommentare:

  1. Mag sein, getrennte Wohnungen mit gemeinsamen Betten darin wären eine Lösung. Mag aber auch sein, es wären dann zwei Wohnungen dekoriert statt einer.

    Probleme wohin man sieht - und zum Glück ja aber auch Lösungen. Und wenns mit Mediatorin ist ... ^^

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    1. Ich überlege derzeit das Gegenteil: Eine Wohnung, getrennte Betten.
      Denn in der Tat: Die Gattin bekommt bei einer beliebigen Anzahl [n Wohnungen] auch [n Dekozeugs] angeschafft. Und aufgestellt.

      Mediatorin? Das Medikament kenne ich nicht, ich dachte eher an Lidocain?

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    2. Mediatorin: im konkreten Falle die Schwiegermutter

      Lidocain: zur vorübergehenden Sedierung der Zunge Ihrer bEva? Oder wie muss ich mir das vorstellen?

      ... und das mit dem Dekozeugs: kenn ich. Und zwar NUR. ZU. GUT. Auch wenn es in meinem Falle eher darum ging, dass ich keine Lust hatte, eine Viertelstunde lang Zeugs wegstellen zu müssen nur damit ich nach dem Duschen das Badezimmer lüften kann.

      Getrennte Betten in getrennten Wohnungen können ja in der Tat manchmal auch ein Segen sein.

      Keine Ahnung woher ich das jetzt wieder weiß ... ^^

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    3. Über das Lidocain hatte ich jetzt nicht länger nachgerdacht - mir war nur die medikamentesque Aussprachemöglichkeit aufgefallen, die das Wort MEDIATORIN in sich birgt^.

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    4. Ja, das war mir ob Ihrer Bemerkung dann auch aufgefallen ... ^^

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  2. Toll geschrieben, allerdings interessiert mich vor allem ein Punkt. Verstehe ich das richtig: Die Gattin ballert alles mit Deko-Kram zu, aber SIE sind für das Abstauben zuständig?! ;D Nehme an, es gibt ein bis zwei richtig gute Gründe dafür, dass Sie sich auf diesen Deal eingelassen haben?

    LG Anna

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    1. Zutreffend, Frau Anna!

      Und ja, es gibt genau ZWEI gute Gründe dafür, dass ich mich auf diesen Deal eingelassen habe, Sie haben die Wahl zwischen:

      a) tolle Köchin und nachhaltiger Oralsex
      b) ihre weltklasse Brüste

      (ich komme bei Beidem nicht sonderlich gut weg, daher können Sie Ihre Wahl wirklich unvoreingenommen treffen)

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  3. Vielleicht ist es doch ganz gut, dass ich alleine wohne.

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    1. Das hab ich erst vorgestern auch wieder in Erwägung gezogen.

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  4. Wunderbar! :-D So soll es sein!!

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  5. Wow.
    Sie sehen mich auf so vielen Ebenen beeindruckt.
    Beeindruckt davon, dass
    - Sie es wagen, die saisonalen Dekorationsbemühungen einer Frau zu kritisieren
    - Sie staubwischen
    - die Frau nicht nur ein Händchen für schöne Deko (wir kennen die Hirsche), sondern auch ein Temperament wie dereinst Zsa Zsa Gabor in ihrer Blütezeit zu haben scheint
    - Sie tatsächlich bei der Schwiegermutter petzen (und das in Ihrem Alter!)
    - Sie und die Frau der alten Dame tatsächlich gehorchen (und das in Ihrem Alter!)

    Wie gesagt: Wow!

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    1. Wunderbar. Frau Juliane ist beeindruckt, damit hat dieser Blog ja schon mal 70% seines Existenzrechtes dargelegt.
      Klappt das nun mit dem Doppelzimmer in Köln? Sie haben damals gar nix kommentiert, ich war fast ein bisschen angefressen^^.

      Ein paar Anmerkungen aber seien mir gestattet:

      - ja, ich WAGE hier im Haus sogar ziemlich viel. Wie vielerhaushalten üblich, interessiert es die FRAU des Hauses aber gar herzlich wenig.
      - ja, ich wische Staub. Was glauben Sie, was ich noch so alles kann!
      - ja, die Frau dekoriert das Haus ganz ok, das Temperament hat sie aber NUR, wenn sie GEGEN MICH loswettert! ANDERSO WÄRS MIR LIEBER!!
      - ja, ich petze.
      Es ist mir auch scheißegal, ob "man" irgendwas macht oder nicht, ich hab aber von Feuerwehrleuten eines gelernt:
      Die WIRKLICH großen Brände löscht man nicht mit WASSER, sondern mit DYNAMIT!
      Die Analogie zur Drachenmutter am Telefon erschließt sich Ihnen sicher sofort?
      - ja, ich kann auch auf SINNVOLLES hören und mich daran dann orientieren, vulgo "folgen". Betrachten Sie es entweder als Zeichen meiner altersbedingten Nachsichtigkeit oder als Zeichen meiner einsichtigen Konfliktlösungsbefähigung.

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    2. Köln? DoZi?
      Wann? Wieso??
      Stehe auf Schlauch.

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    3. ;-)) ..ich gebe zu, es war etwas indirekt. Und war auch schon ein paar Tage her.(Klick)

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    4. Oh, nicht gesehen. Ich bin schließlich eine vielbeschäftigte Arbeitslose und habe nicht die Zeit jeden Tag sämtliche Blogeinträge dieser Welt zu lesen.
      Zumal ich auch nicht mehr täglich den Computer anmache (der Schlendrian, Sie verstehn) und über das winzige Handydisplay ist das alles so anstrengend für ältere, dioptriengebeutelte Herrschaften wie mich.

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    5. Geht mir auch so, geht mir auch so, und - geht mir auch so! :-)

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  6. Ich bin auch von den Socken, aus all den Gründen, die Juliane schon genannt hat. NICHTS von dem, was Du erzählst, würde bei uns so passieren. Außer, dass ich dekoriere;-) Aber weder staubputzt der Mann noch beschwert er sich. Streiten würden wir uns wegen sowas schon mal gar nicht. Aber, wie und was auch immer passieren würde: UNTER KEINEN UMSTÄNDEN würde er deswegen meine Mutter anrufen! Bei der Vorstellung des Gesichts meiner Mutter muss ich schon Tränen lachen...

    Ich finde Deine Geschichte aber wirklich wirklich sehr süß und seeehr erheiternd! Vor allem das mit dem Küsschen ist total herzerwärmend :-) Alles wird gut...

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    1. Ja, was soll der Mann sich auch groß BESCHWEREN, wenn er nie staubwischt??
      Das ist ja so, als würden Beamte ein Streikrecht einfordern - wofür sollten DIE denn noch STREIKEN wollen!?

      Und mein Wort drauf: Wäre IHR MANN mit MEINER Frau verheiratet, die Telefonnummer der Schwiegermutter läge auf Kurzwahltaste "3".

      Und immerhin, das Ganze fand ja ein gutes Ende. Hätte ich der Drachenmutter gar nicht zugetraut.

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  7. na immerhin gab es noch eine finale Deeskalationsstufe.

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    1. Also MEINE "finalen Deeskalationsstufen" sähen in solchen Situationen ja anders aus - aber die Gattin ist so unglaublich schwer ins Bett zu schieben, wenn sie erst mal wütend ist.

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  8. Für diesen Konflikt habe ich die perfekte Lösung:
    https://www.manufactum.at/staubwedel-straussenfeder-kurz-p1416238/?a=49328&sizeId=3870938&adword=PLA/g_g/Kinder/Kueche_und_Haushalt/Staubwedel_Straussenfeder/1o1/111060957667/49328&gclid=CJmjwfeShdECFUG4GwodF2kNow

    Ich arbeite seit Jahren mit dem Ding. 2 x im Jahr räume ich die Regale ab und wische sie feucht. Den Rest mach ich mit dem Teil. Soferne du nach gewissen Abstaubtätigkeiten (Erfahrungswert) den Wedel immer schön ausklopfst, hält die Straußenfeder den Staub wunderbar fest. Damit kannst du 99% des Dekokrams stehen lassen, weil sich der Staubwedel schön rundum begibt, und du kannst sogar die Dekoteile damit staubfrei halten :-)

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    1. Und wenn du dazu noch so ein kleines Servierkörperchen-Kostümchen trägst, lässt der Fun-Faktor auch nicht zu Wünschen übrig ;-)

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    2. Eine kleine Ergänzung noch: Würde mein Mann in einem Streit zwischen uns jemals einen Außenstehenden "zu Hilfe" holen, wäre das wohl für mich ein Grund, die Koffer zu packen. Das fiel mir jetzt grad noch so dazu ein. Wie kommt man auf so eine Idee?

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    3. Du errätst IM LEBEN NICHT, was hier im Haushalt für ein Staubwedel steht? Treffer.
      Und das ServierkörperCHEN-KostümCHEN lassen wir lieber, die gibt's glaub ich nur bis eine Größe unterhalb meiner.

      Wie man auf so eine Idee kommt, außenstehende Hilfe anzufordern?
      Aus dem gleichen Grund, aus dem Bodentruppen in unterlegener Situation Luftunterstützung anfordern,
      aus dem gleichen Grund, warum Großbrände mit Dynamit gelöscht werden,
      aus dem gleichen Grund, weshalb Menschen zu Psychotherapeuten gehen.

      Aber vor Allem: Weil ich's KANN.
      Und weil ich dachte "schlimmer geht nimmer".

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  9. :-)
    Nichts verbindet die Menschen mehr, als ein gemeinsamer "Feind"!

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    1. SO hab ich das noch gar nicht betrachtet^^.

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  10. ich gehöre wahrscheinlich zu den wenigen Frauen, die mit Dekokram fast nichts am Hut haben. Sollte ich dennoch mal ein klein wenig Lust dazu verspüren, kommt vom Herrn des Hauses sofort der Kommentar: Was sollen denn die ganzen Staubfänger hier.
    Auch aus diesem Grund ist unsere Wohnung auch dieses Jahr komplett frei von Weihnachtsdeko. Und wenn ich ehrlich bin, so schlecht ist das gar nicht.

    Aber meinem Mann würde es auch nie im Leben einfallen meine Mutter anzurufen um zu petzen ;) Denn die würde ihn wahrscheinlich in die Geschlossene einweisen lassen .... hihi

    Aber ich bin von Haus aus ein braves Weibchen, welches bisher nur einmal mit Koffer packen gedroht hat. Aber damals war echt die Kacke am dampfen.

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    1. Och. Hinsichtlich einer Einweisung meiner Person "in die Geschlossene" wäre ich auf-geschlossen^^.
      Und ich möchte einwenden, dass NIEMAND eine treffliche Aussage dazu machen könnte (sollte!), wozu Dein Mann alles FÄHIG wäre, wäre er mit meiner Frau verheiratet^^.

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    2. das stimmt wohl...

      "in die Geschlossene" komme ich mit ;) da bekommt man lustige bunte Pillen und keiner schaut komisch, wenn man sich daneben benimmt ... hihi

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  11. liest sich wie der ganz normale vorweihnachtswahnsinn. da flippen die meisten aus. ist so und wird immer so bleiben.

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    1. Das mit dem "Ausflippen" und der "Beschränkung auf lediglich die Vorweihnachtszeit" - krieg' ich das bitte schriftlich?
      ('frage für einen Freund.^^)

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  12. Hatte während der Lektüre leichte Anflüge eines Déjà-vus. Aber ja doch: "Gutes von gestern". Wie ist denn heute, nach ein, zwei (?) Jahren die Lage an der Deko-Front?

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    1. Na, wenigstens EINER erwähnt es - gut aufgepasst, ich sehe Dich in alerter Aufmerksamkeit und adlerigen Auges.

      Die Frontlage indes ist geprägt von unverminderten Dekoattacken des Feindlagers, indes subtiler und auch weniger mir im Weg stehend als in vormaligen Gefechten - offenbar scheut der Gegner meine Vergeltungsmaßnahmen, ein sicheres Zeichen für den Erfolg des vorherigen Ferntruppenanforderung.

      Zudem konnte ich in zähen (!) Waffenstillstandsverhandlungen neulich die Vereinbarung aushandeln, dass die Deko-Waffenbestände im Feindlager (=Keller) einer kompletten Abrüstungsoffensive unterzogen und gespendet werden. Ein Zeichen gegenseitiger Annäherung, in so schwierigen Zeiten wie diesen, auf dem Gefechtsfeld der Ehe.

      Wo schon so viele verendeten und ihr Leben ließen.

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  13. mein mann dekoriert auch sehr gerne. am liebsten mit hirschen. roten hirschen. mit GLITZER dran. und war zwanghaft in altar-förmigen arrangements.
    ich glaube, ich muss das nicht weiter ausführen.
    nur so viel:
    gut, dass der seine eigene wohnung hat.
    gut, dass wir nicht verheiratet sind.
    gut, dass wir keine schwiegermütter haben.
    und falls wir mal heiraten, kaufe ich mir ne schrotflinte und niete die hirsche von ihrem glastischchen.

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    1. Ich werde (so wahr mir Gott helfe) nur EIN mal darum bitten:
      Kann ich bitte ein Foto bekommen von dem Glastischchen, auf welchem der Mann (!) die glitzernden (!!) roten Deko-Hirsche (!!!) drapiert hat?

      Bitte! Ich bezahle auch dafür! ODER SIE HABEN EINEN WUNSCH FREI!

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