Sonntag, 31. Dezember 2017

Erase & rewind

[ Erstveröffentlichung am 31.12.2008 ]


Das Band geht zu Ende.

Das Band, auf das die Erlebnisse, Erfahrungen, Menschen, Eindrücke,
Emotionen, Neuigkeiten eines ganzen Jahres draufpassen.

Nun ist es voll. Die letzten Zentimeter rollen von der Spule ab.

In wenigen Stunden stoppt der Recorder im Kopf für dieses Jahr.
Dann stößt man mit einem Glas Sekt in der Hand an,
wünscht sich (gegenseitig) Alles Gute für das neugeborene Jahr mit all seinen Chancen
und Herausforderungen, spult das Band zurück und drückt erneut auf die rote REC-Taste.

Erase & rewind.

Viele, viel zu viele in unserem Umfeld wünschen sich rückblickend auf das abgelaufene Jahr sehnlichst eine "Löschen"-Taste.
Erschreckend, wie viele dieses Jahr gesagt haben "Ich schlag' 3 Kreuze, wenn dieses Jahr endlich 'rum ist."
Erschreckender noch, bei wie Vielen davon diese Aussage absolut berechtigt ist.
So viele enttäuschte Menschen.

Und trotzdem:
Jedes Jahr, jeder Tag bietet aufs Neue die Möglichkeit, etwas Schönes zu erleben:

Einen Dank von einem netten Menschen zu erhalten, ein Lob von seinem Chef zu bekommen,
etwas Nettes zu tun (und wenn's auch nur der Hauskatze zugute kommt), oder einfach
nur einmal morgens der Sonne beim Aufgehen zuzusehen und dabei zu begreifen,
wie wahrhaft irrelevant und unwesentlich die eigenen Sorgen
und Probleme  im "großen" Kontext des Lebens und Seins sind.

Und manchmal hilft allein schon diese Erkenntnis weiter...

* * *

Nun noch ein kleiner Rückblickfragebogen (gefunden bei ladybug):


Vorherrschendes Gefühl für 2018? Zukunftsangst.

2017 zum ersten Mal getan? Apple Mac in unser Heimbüro hineingelassen.

2017 nach langer Zeit wieder getan? Vorsorgeuntersuchungen komplett absolviert.

2017 leider gar nicht getan? Gejoggt.

2017 kein einziges Mal gegessen? Hühnerfrikassee.

Wort des Jahres? Umstrukturierung.

Zugenommen oder abgenommen? abgenommen.

Stadt des Jahres? Bonn.

Alkoholexzesse? kaum.

Davon gekotzt? nie.

Kurzssichtiger oder Weitsichtiger? weitsichtiger. Wenigstens die Augen betreffend.

Mehr ausgegeben oder weniger? ich glaube etwas weniger als die Jahre zuvor.

Höchste Handyrechnung? 11 €

Krankenhausbesuche? weder eigene noch fremde

Verliebt? nein.

Getränk des Jahres? Adelholzener sanft Mineralwasser.

Essen des Jahres? Tomahawksteak 1,4 kg.

Am häufigsten angerufene Person? Gute Frage! Ich weiß es nicht.

Die schönste Zeit verbracht mit? mit mir selbst.

Die meiste Zeit verbracht mit? mit mir selbst.

Song des Jahres? LET GO von Deadmau5.

Spiel des Jahres? World of Warcraft. Was sonst.

Buch des Jahres? Thorsten Sträter, "Selbstbeherrshcung umständehalber abzugeben".

Film des Jahres? [ ich habe leider keinen einzigen wirklich neuen Film gesehen. ]

Konzert des Jahres?  Helloween "Pumpkins United"-Tour.

TV-Serie des Jahres? Game of thrones

Erkenntnis des Jahres? "Bleibt Alles anders."

Drei Dinge auf die ich gut hätte verzichten können?

Die selbstgezündelten unrefüllten Hoffnungen und Erwartungen,
die radikale Umstrukturierungsankündigung bei uns in der Firma,
die langwierigen Magen-Darm-Probleme.

Nachbar des Jahres? Unsere Vermieterin.

Beste Idee/Entscheidung des Jahres? Keine überhasteten Entscheidungen zu treffen.

2017 war mit einem Wort? Erlebenswert.

__________________________________________________________________


Good Riddance (Time Of Your Life)

Another turning point, a fork stuck in the road.
Time grabs you by the wrist, directs you where to go.
So make the best of this test, and don't ask why.
It's not a question, but a lesson learned in time.

It's something unpredictable, but in the end it's right.
I hope you had the time of your life.

So take the photographs and still frames in your mind.
Hang it on a shelf in good health and good time.
Tattoos of memories and dead skin on trial.
For what it's worth, it was worth all the while.

It's something unpredictable, but in the end it's right.

I hope you had the time of your life      (c) Greenday



Alles Liebe und Gute für Sie
im  neuen Jahr 2018!

Samstag, 30. Dezember 2017

Verhalten


Wache auf mit Rückenschmerzen.
Sicher von der Umstellung des Rückens auf die neue Matratze.
Schlafe nämlich neuerdings auf der Matratze meiner Frau.
Was auch viel bequemer ist als auf der Frau.

Zum Frühstück Novalgin, und der Tag ist Dein Freund.
Und weil Männer ja immer gleich Todesqualen leiden,
als Belohnung für die indianerhafte Tapferkeit:
Hefezopf + Nutella zum Frühstück.
Mit daumendick Butter drunter, weil sonst zu trocken.

Ich darf das.
Habe schließlich im Sommerurlaub 8 kg verloren.
Ok, davon sind 5 inzwischen wieder drauf, aber davon weiß
die Nutella ja nichts. Die Butter als Mitschuldige schon.
Aber die verrät nix, die hält dicht.

Rasiere mich im Badezimmerspiegel.
Früher hat's genervt, dass der so weit weg war.
Jetzt bin ich zunehmend froh drum.
Stichwort Altersweitsichtigkeit.
Stelle beim Ausklopfen des Scherraumes fest, dass mein Hals
zunehmend zur Silbermine wird.

Der alternde Männerhals als Quelle nachwachsenden Edelmetalls.
Wer hätte das vermutet.
Wunder von Mutter Natur.
Verstehe immer besser, warum Männer angeblich mit dem Alter wertvoller werden.
Mit Blick auf die Wichte von Silber erklärt sich so auch
die Gewichtswachstumskurve von Männern ab 40.
Exponentialfunktionen in Reinkultur.

Lösche die Haut mit 100%-igem Apothekenalkohol ab.
Zur Desinfektion.
Hat mir mein Vater so beigebracht, der alte Gewaltigel.
Früher bin ich schier gestorben wegen der Schmerzen, heute kann ich's genießen.
Nach 30 Jahren Jalapenos zum Frühstück brauchen Sie die irgendwann morgens.

Außerdem habe ich keine einzige Falte am Hals, irgendwoher muss das ja kommen.
Und sicher nicht von meinen straffenden Sportaktivitäten.
Unter den Augen hilft bald aber auch das pure Aloe-Vera-Gel nicht mehr.

Der Blick aus dem offenen Fenster zum Hof sammelt den Duft von
Pferdestallungen und frisch geschlagenem, gestapelten Holz ein.
Die Vorräte unserer Vermieterin reichen inzwischen bis zu ihrem
erwartungsgemäßen Lebensende, zuzüglich 20%.

Unter meinem Kofferraum lugt Nachbarskatze Lilly hervor und fokussiert mich.
Wie Weiber halt so gucken können, wenn sie was wollen.
Ich senke Blick und Stimme und warne sie erneut davor, sich dem Vogelhaus zu nähern.
Wo sie mit Vorliebe campiert.

Die lernt aber auch nix (Weiber!).
Vor 3 Jahren (da war sie noch jung und schlank) ist sie glatt im Vogelhaus gesessen.
Kopf vorne raus, Hintern hinten raus.
Da hat sich die Geheiratete mit dem Handbesen angeschlichen.
Um ihr von hinten eins auf den Arsch zu  fatzen.

Katze ging wie eine Rakete vorne raus.
Eine 1a-Katzenbazooka, dieses Vogelhaus.
Gelernt hat sie: Nix.

Seit sie dann vor zwei Jahren das junge Rotkehlchen vor meinen Augen wegschleppte,
hat unser Verhältnis ein wenig gelitten, muss ich sagen.
Zeige ihr immer wieder mal durch das geschlossene Küchenfenster den Gänsebräter,
und dann abwechselnd mit dem Finger auf sie und auf den Bräter.
Das soll ihrer Zukunft das Ungewisse nehmen, sollte ich sie erwischen.

Das Ansinnen, den eigenen Speiseplan mit etwas Frischgeflügel anzureichern,
ist ja an sich nicht unverständlich.
Zumal die Nachbarn das Tier nur ab und an trockenfüttern.
Aber nicht Alles, was der Natur des Lebewesens entspricht, kann auch von seiner
Umgebung toleriert werden.

Meiner Natur (und meinem Frischfleischbedarf) entspräche es ja schließlich auch,
in der Stadt auf meinen Streifzügen die Pfoten trappelnd auf große, saftige Titten zu legen
und diese auszupacken, mir in den sabbernden Mund zu stecken und anschließend
in meinen Bau zu schleppen.
Da aber dies ein dort nicht akzeptiertes Verhalten ist, welches nur überschaubar
neue Bekanntschaften zu gewinnen vermag, lasse ich es eben.
Ähnliche Einsicht erwarte ich von der Katze.

Das Handy klingelt.
Der letzte Arbeitstag beginnt.
Aus dem Stall gegenüber wiehert es laut.
Es gibt meinem Arbeitstag etwas Rise & Fall-haftes

Freitag, 29. Dezember 2017

Happiness (rat race)


Man weiß gar nicht, ob man jubeln soll, wie gut und treffend
dieser Kurzfilm gemacht ist - oder heulen angesichts der Gründlichkeit,
mit der Einem unser Lebensstil um die Ohren geschlagen wird.

 

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Kehrwoche


23.12.
Weihnachtsvorbereitungen.

Vor 10 Tagen fällt mir siedendheiß ein, dass ich noch gar kein Geschenk
für die Geheiratete besorgt hatte.
Sie jetzt noch FRAGEN, egal wie vorsichtig, wird aber auffallen.

Also: Ihre Wunschliste bei den Amazonen geplündert.
Schuldbewusst gleich mal drei Geschenke gekauft.
Wieso mir das entfallen konnte ?!

6 Tage später ist alles da und versteckt.
Beginne, die Geschenke für die ganzen Kinder einzupacken und die Karten zu schreiben
(wie Sie wissen, habe ich die schönere Handschrift).

Weise die Geheiratete an, das Arbeitszimmer mal für 15 min nicht zu betreten,
des Einpackens wegen.
Sie starrt mich entsetzt an. „Wir hatten doch ausgemacht, uns nichts zu schenken!!“

Ah. Stimmt.
Deshalb konnte ich mich an keinen Geschenkwunsch erinnern.

Beschließe, Ihr nur die Apple Maus zu schenken und den Rest für Ihren Geburtstag
demnächst aufzuheben. Habe ich das also auch schon erledigt, versehentlich.

So birgt jeder Fehler, den wir tun, also auch immer das Potenzial für eine überraschende Verbesserung.

2 Tage vor Heiligabend beginnt die Diskussion, ob wir eine oder zwei Nächte
bei Ihrer Familie bleiben werden. Die Positionenverteilung dürfte dabei klar sein?

Weil sie die Nase voll hat von diesen wiederkehrenden Unterhaltungen,
kommt sie überraschend schnell zum Totschlagargument:
„KLAR können wir schon am zweiten Tag morgens wieder abfahren - aber das
machst dann DU Deiner Nichte klar!“


Angesichts der rehäugigen Siebenjährigen mit Kullertränen in den Augen,
wann immer wir uns verabschieden, ein wenig erfolgversprechendes Unterfangen.
Seufzend füge ich mich.

1 Tag vor Heiligabend wird die Wohnung sauber und letzte Erledigungen gemacht.
Ich stehe als Erster auf, hole Frühstück in der überfüllten Innenstadt,
mache daheim Rührei und wische das Treppenhaus, um der Geheirateten nicht
in den Füßen zu stehen, während sie die Wohnung putzt.

Als ich fertig bin, muss der Wischwassereimer noch im Hof geleert werden.

Der Weg zum Gulli sind 8 Schritte, aber ich bin zu faul, mir die outdoor-Schuhe
richtig anzuziehen.
Also schlüpfe ich nur mit der Fußspitze rein und tripple auf den Fußballen wie in high heels los.

Dumm nur, dass mir auf halber Strecke die Mitsiebziger-Vermieterin auf dem Hof mit der Schubkarre und Brennholz entgegen kommt.
Die an der Grenze zur Fassungslosigkeit dreinschaut, wie ich den Putzeimer in der linken,
den Wischmob in der rechten Hand wie Jorge González auf HighHeels
durch den Hof Richtung Gulli stöckele.
Großartiges Bild.

„Jaa wiaah, bisch DOU heid droah mit Puddza?!“
„Guten Morgen Margarete, das ist zutreffend. Die Frau hat mir den Putzeimer in die Hand gedrückt!“

Kopfschüttelnd rollt das Brennholz hinters Haus weiter.
Früher war nicht alles schlechter, denkt es sich.

Auch das ist zutreffend, denke ich mir.


Mittwoch, 27. Dezember 2017

all Beans


Na? Ging Ihnen die family auch auf den Sack, über die Weihnachtstage?

Sie brauchen jetzt Ablenkung.

Sie wollten doch schon immer mal alle Folgen
von "Mr. Bean" am Stück sehen, oder?


Dienstag, 26. Dezember 2017

Mitt Hjerte Alltid Vanker


Heute vor 30 Jahren, im norwegischen Fernsehen.
Was für ein großartiges, bewegendes Stück christlich-weihnachtlicher Musik:
Mein Herz wandert stetig.

Die versehentlich heruntergeladene MP3-Datei mit dem kryptischen Namen "MHAV.MP3"
hatte ich schon seit den illegalen Napster-Tagen auf meinen Rechnern.

Aber erst seit Mitte dieses Monats weiß ich, um welches Lied es sich
bei dieser Aufnahme tatsächlich handelt.
Weil erst jetzt die Musikerkennungssoftware auf den Smartphones so gut ist,
dass auch ältere Titel und Live-Mitschnitte erkannt und benannt werden können.

Ein Morten Harket in seinen Zwanzigern,
auf seinem stimmlichen (und optischen) Zenith.

 

Ich wünsche Ihnen, dass Sie die Zeit und die Gelegenheit dazu haben,
ein wenig besinnlich zu sein heute.

Montag, 25. Dezember 2017

Samstag, 23. Dezember 2017

7 days and 1 week KW 51

[Wissen Sie überhaupt noch,
worauf der Titel dieser post-Serie zurückgeht?!

Auf einen song natürlich. 20 Jahre alt.
Auf diesenErinnern Sie sich?

Überlegen Sie mal - da gab es noch lange gar keine Smartphones.
Keine Selfies.
Keine Konzertmitschnitte.
Kein YouTube.

Wir telefonierten auf dem Nokia 3210.
Und Herrgottnochmal, wir waren glücklich!  ]

       Montag

Ich treffe mich in der City mit einem Menschen, dem ich vor 2 Jahren noch mit
sehr viel Skepsis begegnet bin.
Er entpuppt sich als nachdenklicher, warmherziger italienischer Mann,
mit blitzwachem Verstand und einem Gespür für das, was richtig ist.
Ich mag ihn.

Nachmittags treffen per Post zwei Konzertkarten ein, die ich sofort wegsperre.
Erstens weiß ich noch nicht, ob ich dort hin gehe (es wäre aber scheiße teuer, wenn nicht).
Zweitens weiß ich noch nicht, mit wem.

Die Zukunft wird es zeigen.


       Dienstag

Die Tagung findet im Raum Mannheim statt (erster Fehler).
Sie findet in einer fast leeren Direktion statt (zweiter Fehler), wo auf dem ganzen Stockwerk
nur noch EINE Mitarbeiterin arbeitet. Der Rest ist im Vorruhestand oder hat freiwillig gekündigt.

Was bedeutet: Kein Service, kein Catering, keine Reinigungskräfte mehr.

Kaffee? Selber kochen.
Brötchen? Selber vom Metzger mitbringen.
Toilettenpapier? (ich weiß Sie gedanklich auf dem richtigen Weg)

Die Tagung selbst ist eine Farce (dritter Fehler), eigtl. nur ein Vorwand, um hinterher ein event
und Abendessen für uns abrechnen zu können.

Keine einzige unserer Fragen kann von den Leitenden wirklich beantwortet werden.
Überhaupt wirkte die Veranstaltung mit heißer Nadel vorbereitet.



Dafür gehts am sehr frühen Nachmittag für uns alle zu einem ESCAPE ROOM.
Wir werden in Gruppen zu 4-5 Personen aufgeteilt und in einen Themenraum eingesperrt.

Ich habe Pech bei Thema und Gruppe:
Der Raum besteht fast nur aus Zahlenschlössern.

Und die Gruppe besteht aus angehenden Vorruheständlern, die noch nie "SAW"
gesehen haben oder Denkrätsel haben lösen müssen (sieht man mal vom sich-Erinnern
an das Windows-Passwort nach 2-wöchigem Urlaub ab).

Also löse ich 70% der Rätsel im Alleingang, aber das letzte Zahlenrätsel ist dermaßen weit
hergeholt, dass wir die Zeitbegrenzung reißen.

Anschließend gehts erstaunlich mittelmäßig essen, aber das Highlight des Tages
ist die abendliche Heimfahrt, die ich 90 Minuten im Auto telefonierend mit einem lieben Menschen verbringe, und das reißt den Tag komplett wieder aus der Grütze.



       Mittwoch

Der Mittwoch ist leer.
Sehr leer, der ihm für heute zugedachte Teil meiner Woche ist ausgefallen.

Beschließe, das zu machen, was ich immer mache, wenn mir "leer" zumute ist:

Schweinebraten.

 





Schweinebraten macht glücklich, wussten Sie das?


       Donnerstag

Freund H. aus Bonn ist über Nacht zu Besuch.
Er will nach Ulm, weil er im Internet dort einen blaugrauen U-Boot-Mantel gesehen hat, den er anprobieren will.
Ich begleite ihn.

Wir betreten den skurilsten Laden, in dem ich seit Jahren war.
Mehr ein Lager denn ein Lederklamottenlagen.
Mit Hund auf dem Laufband.
Und mitten in diesem Chaos steht auch noch ein altes Motorrad.
Geil irgendwie.



H. probiert an, kann seine Erektion kaum verbergen und kauft sofort.
Ein unglaublich geiler Mantel.
Leider steht er mir nicht, ich bin zu fett.

Schäle das Leder missmutig von meinem Kadaver.
Auf der Heimfahrt zieht H. den Mantel im Auto keine Minute aus.


       Freitag

Letzter Arbeitstag im alten Jahr.

Es rufen Vertriebspartner an, die ich das ganze Jahr nicht ein einziges Mal am Hörer hatte.
"Abends werden die Faulen fleißig" sagt ja ein Sprichwort.
Die Geheiratete hatte es auch eine zeitlang ziemlich gerne für mich benutzt.
Ich konnte es ihr abgewöhnen.

In der Markthalle heißt es 20 min Anstehen, um die bereits vorbestellten Fressalien abzuholen.

Unter Anderem, weil die Öko-Vo**e in der rosa Röhren-Stretch vor mir die Feinkost-Plastikschälchen ablehnt und anstelle dessen ihre tatsächlich umfangreiche Sammlung an WECK-Gläsern auspackt, um ihre Einkäufe dorthin einfüllen zu lassen.

Und selbstverständlich wird das Für und Wider aller akzeptierter Zahlungsarten mit der Gemüse-Kauffrau durchdiskutiert, bis sie sich für die erwartete entscheidet (Barzahlung).



       Samstag

Kurz vor Jahresende steht das wiederkehrende Aufräumen der Schreibtischablage an.

Da ich dort nicht nur den 2016er, sondern auch den 2015er-Taschenkalender nach einigen
archäologischen Abräumarbeiten im Papierstapelsediment wiederfinde, schließe ich daraus,
dass ich letztes Jahr NICHT aufgeräumt haben kann.

Stelle mit Blick auf die HÖHE der Ablage (die tatsächlich noch erträglich war) fest,
dass ich künftig wohl nicht mehr jedes Jahr werde aufräumen müssen.
Was mir sehr entgegenkommt.

Man sollte sich da wirklich disziplinieren.
Nicht, dass da noch irgendwas Pathologisches draus wird, weil man zu oft aufräumt.
Nehme mir fürs Neue Jahr vor, weniger pedantisch zu sein in Sachen Ordnung und Sauberkeit.


Freitag, 22. Dezember 2017

300k


Die Preisauslobung zum letzten "runden" Blogcounter (250k) hab ich ausfallen lassen.
Weil ich ihn verpennt habe. 

Im Verpennen bin ich gerade auf dem Weg zur Weltmeisterschaft,
da macht mir derzeit Keiner was vor.
Sie entschuldigen.

Here we go again?

Sie kennen die Regeln vielleicht aus den letzten Jahren - wer mir nachweist,
dass er/sie der 300.000 Besucher war (laut dem Counter da oben rechts an der Seite),
darf sich etwas von mir wünschen.

Ich vertraue darauf, dass Ihr Wunsch erfüllbar, bezahlbar und sittengerecht ist
(wobei ich nicht prinzipiell jedem Wunsch mit sittenwidriger Färbung grundsätzlich
unaufgeschlossen gegenüber stünde).

Da Weihnachten bevorsteht, tritt eine bisherige Regel außer Kraft:

Bei mehreren parallel eingehenden Nachríchten an mich, die alle zu Recht
beanspruchen, der 300k-Besucher zu sein, werde ich ALLEN ihren Wunsch
zu erfüllen versuchen.*

Senden Sie mir eine Email (die steht hier) oder sonstwie einen Screenshot, auf dem
Ihr Anmeldename/account zu erkennen ist (gaaaanz oben in der schwarzen Kopfleiste)
und auf dem "300.000" als Blogzähler erkennbar ist, und Sie gewinnen :-).

Sie sollten sich also schon mal damit vertraut machen, wie Sie auf dem
von Ihnen bevorzugten Lese-Gerät einen Screenshot anfertigt^^.
Ein gutes Abfotografieren mit dem Handy geht natürlich auch.

Viel Glück und viel Spaß beim Mitmachen. 🍀


* das kann passieren, weil die Art des Klicks-Zählens
auf dieser Art von Countern inkonsistent ist.

Donnerstag, 21. Dezember 2017

cock block

[ Das war HART für Sie gestern,
hier im Blog.

Daher heute etwas leichtere Kost,
bevor Sie sich anlässlich des sich rundenden Blogcounters
so langsam mal Gedanken machen könnten,
was Ihr Wunsch an mich wäre,
sollten SIE dieser 300.000stde Besucher sein. ]


cock block
:= Das Handeln eines Freundes, Fremden oder Bekannten, der sexuelle Beziehungen oder Ereignisse (zufällig oder absichtlich) mit einem Mitglied desselben oder eines anderen Geschlechts unmöglich macht.
Hier lernen Sie gleichermaßen was über die Kommunikation des Mannes
einer Frau gegenüber, wie auch über Funktion und Wirkung eines cock blocks:


Mittwoch, 20. Dezember 2017

Vorsorge: Walterbrötchen (2/2)


[ Produktthema: Riester (Zulagenrente) ]


Für Kaufleute wie auch Versicherungen (die man getrost zu den BESTEN Kaufleuten rechnen darf), gilt:

Wenn ich ihnen den Verkauf eines Produktes aufzwinge, an welchem sie kaum was verdienen,
welches sie nicht mitgestalten dürfen und welches stark reglementiert ist, dann darf ich
mich nicht wundern, wenn das Produkt nicht mit Zutaten aus der Premiumschublade
hergestellt wird.

Ein Kaufmann wird immer irgendwie gucken, dass er auf seinen Schnitt kommt.
Solches Verhalten ihm vorzuwerfen, ist ehrabschneidend.
Dass Riester nur für die Versicherungswirtschaft eingeführt wurde, ist eine urbane Legende - es dauert mindestens 9 Jahre, bis ein Riester-Rentenversicherungsvertrag den ersten Euro Gewinn für die Gesellschaft abwirft. Riester wurde eingeführt infolge einer gleichzeitig beschlossenen gesetzlichen Rentensenkung.

Riestern geht technisch so:

Sie zahlen als Beamter oder sozialversicherungspflichtig Beschäftigter mit vollem Regelsatz zur gesetzl. Rentenversicherung (dann sind Sie unmittelbar förderberechtigt) oder als Jemand, der mit so Jemandem verheiratet ist (dann sind Sie mittelbar förderberechtigt) max. 4% Ihres Bruttoeinkommens in eine Riester-Sparform ein.

Diese kann sein:

 -  Darlehenstilgung für selbstgenutztes Wohneigentum (kaum noch Anbieter)
 -  Riester-Banksparplan (kaum noch Anbieter)
 -  Bausparvertrag (kommt immer mehr, weil günstig)
 -  Rentenversicherung (ist derzeit noch die Regel in 8/10 Fällen)
 -  Riester-Fondssparen (teuerste Variante von Allen)

Dafür bekommen Sie pro Person eine Zulage über jährlich EUR 175,-- ,
für jedes Kind (nach 2007 geboren) von jährlich EUR 300,-- und
-sofern Sie noch keine 25 Jahre alt sind bei Abschluss- einmalig EUR 200,--.

Außerdem sind die eigenen Beiträge steuerlich absetzbar - und zwar immer "on top" zu ihren sonstigen Vorsorgeaufwendungen:
Riesterbeiträge sind also IMMER steuerlich zu 100% absetzbar.

Letztgenannter Punkt adressiert also Spitzenverdiener (WTF soll das?!),
vorangenannter Punkt adressiert Familien mit Kindern.

Wann sich Riester rechnet, soll das nachfolgende Beispiel illustrieren:

Nehmen wir einen berufstätigen angestellten Mann (brutto mtl. EUR 3.200 x 12), verheiratet,
2 Kinder (4+9 Jahre) , die Frau ist nach der Kindererziehungszeit daheim geblieben und managt Familie und Haushalt.

Normalerweise stellt sich in der Beratung der Familie nun die Frage, WER von beiden Ehepartnern die Zulagen DER KINDER (die ja keinen eigenen Vertrag bekommen) erhalten soll:

Der Mann auf seinen Vertrag?
Oder die Frau auf ihren?

Bei MIR hat IMMER die FRAU die Kinderzulagen ungefragt auf ihren Vertrag bekommen.
(Ohne Rücksprache =  glasklarer Verstoß gegen meine Beratungspflichten)

Meine interne Begründung:

   a) der Mann hat ohnehin die bessere Altersversorgung von Beiden
   b) die Frau hat durch ihre Zeit daheim kaum Rentenansprüche
   c) Die Frau leistet i.d.R. die Erziehungsarbeit, dann kriegt sie auch die Kinderzulagen
   d) im Fall einer Scheidung sind die Kinder in 9/10 Fällen sowieso bei IHR

In diesem Beispiel "kostet" Riester die Familie also, um die GESAMTEN Zulagen zu erhalten:
4% von Jahreseinkommen 38.400 EUR =

EUR 1.536 jährlich

abzgl. Zulage Ehemann             - 175 EUR
abzgl. Zulage Ehefrau               - 175 EUR
abzgl. Zulage Kind (4 Jahre)     - 300 EUR
abzgl. Zulage Kind (9 Jahre)      - 300 EUR
__________________________________________

eigener jährlicher Beitrag          = EUR 586

das sind monatlich EUR 48,83.
Zusätzlich fallen mtl. EUR 5,-- für den Vertrag der Ehefrau an,
insgesamt also 53,83 EUR all inkl.

Kurz gesagt: Man wendet im Jahr 586 EUR auf, dafür fließen EUR 1536 in die beiden Altersvorsorgeverträge (und davon -wie es sich gehört- der Löwenanteil zur Löwin).

FAZIT:
So schlecht kann die Verzinsung in dem Vertrag gar nicht sein,
so viele Kosten können gar nicht anfallen, dass sich das nicht rechnet.

An dieser Stelle fällt mir dieser eine Kunde wieder ein, der an dieser Stelle damals meinte:
"Das ist doch alles Betrug! Die ganzen Zulagen werden doch von den Kosten
wieder aufgefressen, da bleibt doch nichts mehr übrig!!"

Ich schob ihm den Taschenrechner rüber und sagte:
"Rechnen Sie doch selber nach: Diese Familie bekommt im Verlauf von 15 Jahren
(dann fällt das erste Kind weg) folgende staatliche Förderung:
15 Jahre x jährliche Zulagen von (175 + 175 + 300 + 300) Euro,
das macht...na? Tippen Sie es ein!"

Das Ergebnis war EUR 14.250.

Er schaute kurz verblüfft.

"Und dann gehen die Zulagen für die Eltern ja noch jahrelang weiter, bis zur Rente.
Und für das zweite Kind auch.
Und dazu kommen die Steuervorteile, die haben wir hier gar nicht berücksichtigt.
Sind auch noch mal ein paar tausend Euro."

"Ja...aber....die ganzen Kosten..." stammelte er.

Und dann lehnte ich mich zu ihm nach vorne und sprach sehr ernst und langsam zu ihm:

"Natürlich fallen für so einen Vertrag Kosten an. Aber jetzt mal im Ernst:
Glauben Sie tatsächlich, dass sich irgendjemand hier im Raum, bei der Versicherung

oder sonstwo die Taschen voll macht, dass wir dem Vertrag wirklich EUR 14.250 an Kosten belasten?
Weil ein Kunde monatlich ganze fünfzig Euro in seinen Riestervertrag einzahlt?"

Und der guckt mich an und sagt tatsächlich:  "Ja!"

Und ich lehnte mich zurück und antwortete freundlich:
"Und damit ist dieses Beratungsgespräch beendet: Es ist dem Berater nach unseren Richtlinien nicht gestattet, unsere Produkte an Personen zu verkaufen, die offenkundig nicht geschäftsfähig sind."

Huii, das gab noch Ärger hinterher.
Aber ich hab mir angewöhnt, Kunden, die ohnehin keinesfalls bei uns abschließen, auch mal zum Ende der Unterhaltung die Wahrheit zu sagen. Damit sie wenigstes ETWAS von mir mitnehmen^^.


Meine Kritikpunkte an Riester:

- Zulage-System katastrophal langsam und komplex (Widersprüche an die staatl. Zulagenstelle dauern u.U. JAHRE bis zu ihrer Bearbeitung) (schlecht für Kunden und Berater)

- Dauerzulagenantrag unnötigt komplex und verwirrend (schlecht für Kunden)

- jährliche Mitteilung aller Abschlusskosten und Verwaltungskosten erzeugt ohne Not Neid und Missgunst beim Kunden und weist nicht hinreichend auf den ENDTERMIN dieser Kostenbelastung hin, was jährlich wiederkehrende Nachfragen und Beschwerden beim Berater produziert (schlecht für Kunden und Berater)

- Riester MUSS im Alter als lebenslange Rente bezogen werden, nur 30% sind als Einmalkapital auszahlbar, dieses muss voll versteuert werden (schlecht für den Kunden)

- die eigene Einzahlung in Riester muss JEDES JAHR neu überprüft und berechnet werden (schlecht für den Berater) und dann muss JEDES JAHR ein anderer Beitrag eingezahlt werden.

- Riester kann vom Kunden während der Laufzeit gekündigt werden. Weshalb ich das als Nachteil betrachte, erzähle ich ein andermal, da noch weitere Produkte davon betroffen sind.

- Riester als Fondssparen:
Hört sich erstmal gut an, der Fonds wegen. Aber die Kosten für den Versicherungsvertrag
(jaaa, es GIBT einen solchen!) werden verschwiegen, weil der erst NACH Abschluss im Alter 67 eingerichtet wird - daher müssen die Kosten "vorne" (also bei der Beratung heute) nicht genannt werden. Clever.

Faktisch fallen also zwei mal Kosten an:
Einmal für den Kauf und die Verwaltung der Fondsanteile (ab heute)  und dann nochmal bei Rentenbeginn (mit 67), weil dann mit einem Teil des Geldes eine Rentenversicherung gegen Einmalbeitrag zusätzlich abgeschlossen werden muss (das passiert heimlich still und leise im Hintergrund, die Versicherung kann NICHT vom Kunden mitausgesucht werden, es gelten die Konditionen am Abschlusstag - also die wenn der Kunde 67 ist).

- Riester als Wohnriester:
I.d.R. kaufen Sie hierzulande (BaWü) eine Wohnung für 2 Personen nicht unter EUR 330.000, ein Haus nicht unter EUR 700.000.
Was wollen Sie da mit einer Zulage, die zur Tilgung verwendet wird, in Höhe von EUR 14.250, verteilt auf 15+ Jahre ?
Das MERKEN Sie gar nicht, dass die da ist.
Und nicht vergessen, Sie müssen das längst ausgegebene Guthaben virtuell weiter verzinsen lassen und bis Sie 85 sind, in kleinen Stücken versteuern.

Trotzdem: Von allen Riestersparformen ist das die kostenärmste.

- Riester als Rentenversicherung:
Eine Möglichkeit für die Versicherungen, die Riesterrententarife ins Verdienen zu bekommen, sind gestreckte Sterbetafeln - also die Umrechnung in monatliche Renten, die bei Riester etwas schlechter ausfällt als bei privaten Rentenversicherungen. Außerdem sind die Gebühren für die Sonderdienstleistungen (Zulagenbescheinigung usw.) recht hoch.

Zudem ist der erste Monat, in dem ich die Riesterrente beziehe, immer kongruent der Monat, in dem ich die staatliche Altersrente beziehe - ich kann Riester also NICHT verwenden im Rahmen eines Vorruhestandes o.ä.

Trotzdem kann sich Riester immer mal im Einzelfall rechnen, wenn das o.g. Beispiel greift, weil sich die eigenen Einzahlungen nur auf ca. 30% dessen beziffern, was insgesamt in den Vertrag fließt (70% Förderung).

Seit Riester nicht mehr völlig auf die Grundsicherung im Alter angerechnet wird (2018),
würde ich für einen Geringverdienerhaushalt immer mal nachrechnen, ob sich das lohnt.
Es könnte gut sein, dass dem so ist.

Dienstag, 19. Dezember 2017

Vorsorge: Walterbrötchen (1/2)


[ Produktthema: Riester (Zulagenrente) ]


Eines Tages rief der Kaiser alle Bäcker des Landes zu sich in den rot-grünen Palast.
Jeder, der Backwaren verkaufte, unabhängig von seiner Spezialisierung, musste kommen.

Sodann verkündete der Kaiser seine Entscheidung:

"Bäcker dieses Landes, höret unsere Entscheidung!
Mit Beginn des nächsten Jahres werden die staatlichen Brotzuwendungen
für Menschen im Alter um 14% gesenkt!
Als Ausgleich für diese Senkung werdet IHR, Bäcker dieses Landes, ab diesem Termin
eine neue Standardbackware zur eigenen Versorgung aller Bürger anbieten:

Das Walterbrötchen, benannt nach dem kaiserlichen Schatzmeister! 

Das Walterbrötchen ist von jedem Bäcker exakt nach dem gleichen Rezept
zu den gleichen Kosten in der gleichen Form, Farbe und Größe anzufertigen!
Die Zutatenliste ist einheitlich und verbindlich verpflichtend!

Wir verteilen jetzt die Liste mit den Anweisungen, diese sind in jeder Backwarenverkaufsstube auszuhändigen!
Hat jemand Fragen?"


Der erste Bäcker im kaiserlichen Saal hob die Hand.
"Euer Gnaden? Hier in der Liste...da steht, dass für diese neuen...Walterbrötchen nur
ein Preis von 9 Cent verlangt werden darf?! Wie soll ich da vernünftige Zutaten besorgen und bezahlen?"

Kaiser: "Das ist Euer Problem, hinfort!"

Unruhe unter den Bäckern, der nächste hob die Hand:
"Da steht außerdem, dass unsere Backwarenverkäufer 30 Jahre lang dafür verantwortlich sind, dass dem Kunden keine Magenbeschwerden durch die Walterbrötchen entstehen, das muss doch ein Druckfehler sein?!"

Kaiser. "Nein, das ist zutreffend."

Nun brach Geraune aus unter den Bäckern, immer mehr Hände erhoben sich,
dem Kaiser entgegen.

"Hier steht, dass der Kunde nur ein halbes Brötchen pro Woche erhalten darf, wenn er im Rentenalter ist, den Rest seiner Vorräte müssen WIR verwahren?! Was, wenn er seine Vorräte SELBER verwahren will?"

Kaiser: "Nicht erlaubt. IHR verwahrt alles. Bis der Kunde stirbt, werdet IHR ihn versorgen."

"Hier steht, dass wir dem Kunden jedes Jahr die komplette Zutatenliste der Walterbrötchen
zusenden müssen, außerdem unsere Ausgaben, wieviel wir für Mehl, Wasser, Hefe usw. aufgewendet haben - was bitte SOLL der Kunde mit so einer Information, wieso muss der das wissen??"

Kaiser: "Weil WIR es so bestimmt haben."

"Hier steht, dass die FRAU unseres Kunden keine Walterbrötchen im Alter bekommt,
wenn sie keiner Arbeit nachgeht, daheim die Kinder erzieht und ER für sich selbst

die kaiserliche Walterbrötchenversorgung ABLEHNT!?"

Kaiser: "Das ist zutreffend."

Immer mehr Fragen wurden in den Raum geworfen, und jede Antwort des Kaisers
steigerte das Entsetzen der anwesenden Bäcker.

Zum Schluss riefen sie im Chor:

"WER HAT SICH DIESEN RIESENBLÖDSINN BLOß EINFALLEN LASSEN?!"

Und der Kaiser gab zur Antwort:
"Die  Gurken- und Tomatengärtner der kaiserlichen Schlossgärten!"

___________________________________________________


Mit dieser einleitenden Geschichte habe ich die ursprüngliche Version der
sog. "Riesterrente" metaphorisch veranschaulichen wollen.
Die Details in dieser Erzählung haben/hatten mehr mit den realen Gegebenheiten zu tun, als Sie vielleicht denken.

Und morgen rechnen wir miteinander eine Riesterförderung aus.

Montag, 18. Dezember 2017

Dienstfahrten (revisited)



[ Raten Sie mal, wie lange das letzte
"Dienstfahrten"-Video hier im Blog her ist?

...

Richtig: 6 Monate!
Glauben Sie nicht? Dann klicken Sie hier.

Inzwischen sind ein paar Fahrten zur Sammlung hinzugekommen.
Da nun die finalen fünf Monate mit meinem letzten Dienstwagen anbrechen,
werden es noch ein paar mehr werden. So zum Abschied.

Und weil "Deep down below" so ein megageiles Lied fürs
Autofahren ist, werden Sie es noch ein paar mal öfters hören :-).

Wie Sie sehen, bin ich bisweilen auf ziemlich exotischen
Strecken unterwegs für die Firma. Das werde ich vermissen.

Bin mal gespannt, welcher Himmel Ms. Whimsy
diesmal am Besten gefällt. Eine Vermutung hab ich schon. ]


Sonntag, 17. Dezember 2017

Smartphoneleben


Smartphones sind ein Spiegelbild unserer Lebensphasen.
Nicht nur, weil wir mit ihnen die Momente unserer Erlebnisse festhalten.

Sondern weil ihr "Leben" sehr dem Unseren ähnelt:

Frisch ausgeliefert, out of the box, sind sie schnell, frisch, flexibel.
Mit prallvollem Akku, strotzend vor Leistung.

Je älter sie werden, je öfter man sie wieder aufladen musste,
desto mehr sinkt ihre Aufnahmekapazität.
Desto langsamer, träger werden sie.

Mit jedem zusätzlichen Programm, was man ihnen aufhalst,
werden sie lustloser, immer langsamer lädt ihr Akku auf.
Und immer weniger gelingt es, ihn vollständig zu füllen.

Bis es irgendwann mal das eine update zu viel für das System war.

Bis sie irgendwann zu langsam geworden sind, um mit unserem Leben,
diesem schnellen, frischen Blinken und Flirren mithalten zu können.

Dann kommen neue, junge Geräte in neue Leben.

Und die Alten ziehen um, weg vom Stroboskoplicht der Parties und den beats
unserer Feiern, in die kühle Dunkelheit einer Schublade.
Fernab vom Pulsieren und Dröhnen, welches kurz zuvor sie selbst
noch hatten begleiten und dokumentieren dürfen,
zuletzt mit zunehmender Lustlosigkeit und Lethargie.

In den hinteren Ecken von Schränken kommen Sie in Begleitung ihrer Ladegeräte,
die aufzuladen jene nicht mehr vermögen, zur Ruhe.

Eingehüllt in die Erinnerungen, deren Zeuge sie einst waren, und die sie nun
mit niemandem mehr teilen können.

Sie nehmen sie mit, gespeichert nur noch auf ihnen, in ihre digitalen Gräber.

Samstag, 16. Dezember 2017

Freitag, 15. Dezember 2017

screenshot friday KW 50


[ Langsam füllt sich mein
"Entwürfe"-Ordner wieder etwas mehr.
Sogar der Beitrag für den 26.12. ist schon fertig.

Weil ich gerade noch rechtzeitig nach 16 Jahren ein
altes Rätsel auf meiner Festplatte gelöst bekam
mithilfe eines iPhones^^.

Schönes Wochenende für Sie alle.]














Donnerstag, 14. Dezember 2017

Vorsorge: fest oder flüssig?


[ Teil 3 zum Thema "Vorsorge".

Letztes Mal habe ich stark an Sie als FRAUEN appelliert,
sich Ihrer Versorgung später bewusst zu werden.

Ab heute geht's wieder um uns Alle (m/w). ]


Immer wieder werde ich von Menschen, die das nicht tun sollten, nach GELDANLAGEN gefragt.

Ich hab da eine (extrem pauschalierte)  Faustformel, vielmehr eine Antwort,
die in erstaunlich vielen Fällen nicht gelten wird.

Aber ich nutze sie der Plakativität halber trotzdem, weil sie m.M.n. in
mehr Fällen zutreffen als nicht zutreffen wird:

"Wer für sein Alter nicht wenigstens in Höhe von
mtl. brutto EUR 1.000 zusätzlich zu seiner gesetzlichen Rente vorgesorgt hat,
braucht sich um Geldanlagen erst gar keine Gedanken zu machen."


Das liegt zum Einen daran, dass eine Menge Menschen etwa diesen Betrag
dann im Alter monatlich ein Leben lang weniger zur Verfügung haben werden als sie jetzt
als Nettoeinkommen haben (siehe Ausführungen oben).

Und das liegt zum Anderen daran, dass Menschen die Effekte unterschätzen, die der Kaufkraftverlust (Inflation) konkret bewirkt, weil ihnen diese tausend Euro heute "zu hoch" vorkommen, in Tateinheit mit Null-Zins-Geldanlagen.

Das heißt NICHT unbedingt, dass Sie eine monatliche Barrente in Höhe
von EUR 1.000 bräuchten .
Es heißt nur, dass Sie insgesamt um wenigstens tausend Euro mtl. im Alter
besser da stehen sollten, als Sie nur durch die gesetzliche Rente hätten.

Zum Beispiel, in dem Sie im Alter mietfrei wohnen könnten, wofür Sie jetzt noch
Miete oder Immo-Kreditraten bezahlen.

Würden Sie, bis Sie in Rente sind, beispielsweise eine gekaufte Wohnung
fertig abbezahlt haben, und diese Wohnung würde Ihnen entweder die Miete
von EUR 650 ersparen oder aber die Zins- und Tilgungsraten über EUR 650
wären dann hinfällig, bräuchten Sie in meinem Beispiel lediglich noch
weitere EUR 350 im Monat extra, um diese Faustregel da oben zu erfüllen.

Grundsätzlich ist selbstgenutztes (!) Wohneigentum, abbezahlt bis zum Alter,
eine der besten Ideen, 
die Sie für Ihre Altersvorsorge tun können (Betongold).

Sie sollten aber ein paar Dinge bitte beachten:

- Von allen Vorsorgeformen ist Immobilienerwerb und -erhalt eine der Kostenintensivsten.
   Sie ist allein die Anschaffung betreffend schon min. 1,5 - 2x so teuer wie beispielsweise
   die (auch nicht billigen) Rentenversicherungen.


- Wenn Sie mit 35 eine Wohnung kaufen und mit 65 in Rente gehen, dann haben Sie
     eine 30 Jahre alte Wohnung, nicht vergessen.


- Eine Faustformel von Baufinanzierern besagt, dass Sie im Laufe von 35 Jahren nach Erwerb
   einer Immobilie etwa den 2,1-fachen Kaufpreis insgesamt ausgegeben haben werden,
    inkl. Renovierungen, Sanierungen und Modernisierungen. 


- Wenn Sie kaufen, finanzieren und erstmal fremdvermieten, kaufen Sie nur dort,
   WIE und WO Sie auch selbst hinziehen und wohnen würden (altersgerecht, Umfeld, Infrastruktur).

    Das ist der mit Abstand häufigste Fehler von Käufern, der gemacht wird und der verhindert,
    dass dort tatsächlich später selbst eingezogen wird.


- Bis Sie alt sind und selbst dort einziehen, sollten Sie eine sog. Mietrendite von mehr
    als 1 - 2% p.a. aus Ihrer Wohnung für Ihr Geld nicht erwarten. Eine tendenziell sinkende
     Bevölkerungszahl und eine hohe sechsstellige Zahl leerstehenden Wohnraums dürfte
     mehrheitlich auf Dauer verhindern, dass Mietpreise nennenswert steigen können,
      die Ballungsgebiete und Metropolen natürlich ausgenommen.


Sofern Sie davon ausgehen, dass es bis Sie alt sind noch Geld gibt*
(nicht unbedingt den "Euro" als Währung), können Sie Ihre Altersvorsorge auch
komplett "flüssig", also als monatliche Auszahlung/Entnahme aufbauen.

In diesem Fall wohnen Sie gedanklich eben weiter in Miete, aber Sie haben ja
staatliche Rente plus dann die EUR 1.000 aus dem obigen Besipiel.

* ich schiebe das ein, weil ich genügend
Gespräche führe mit Menschen, die das anzweifeln.


Basteln wir ein bisschen mit Zahlen?

Sagen wir, Sie sind (x) Jahre alt und wollen (höhö) mit 67 in Rente gehen.

Sie äußern den Wunsch, die EUR 1.000 monatlich von da oben
lebenslang zu bekommen (oder wenigstens, bis Sie 95 sind).

Sie gehen nicht davon aus, dass -nach allen Kosten- mehr als jährlich 4%
Wertzuwachs an den Märkten mit monatlichen Sparraten zu holen sind.
Was auch mein Tipp an der Stelle wäre.
Fertig? Dann los:

* Sind Sie heute 30 Jahre, kostet Sie das monatlich EUR 204.
* Sind Sie heute 40 Jahre, kostet Sie das monatlich EUR 353.
* Sind Sie heute 50 Jahre, kostet Sie das monatlich EUR 703.


*******************

Mit 2 harten Erkenntnissen beschließe ich heute die Vorsorge-Stunde:

ERSTENS:

Man MUSS so früh wie möglich anfangen, um die Effekte von Zins und Zinseszins
(Exponentialfunktion) hinreichend nutzen zu können für die flüssige Form
der Altersvorsorge, sonst wird es teuer.


ZWEITENS:

Sagen wir, Sie sind 40+ Jahre alt und brauchen diese EUR 1.000 im Alter - dann geht
es nicht darum, ob Sie das Geld haben, um diese mtl. EUR 353 auf die Seite zu packen.

Es geht nur noch darum, ob es Ihnen...

a) leichter fällt, ab jetzt sofort jeden Monat auf EUR 353 zu verzichten, oder
b) leichter, es nicht zu tun aber dann ab 67 auf EUR 1.000 zu verzichten.

Aber Eines von Beiden wird passieren.
Das muss uns klar sein.

Die schlechten Nachrichten neigen sich damit langsam dem Ende zu.

Vielleicht sind Sie zwischen 40 und 50?
Und ein bisschen 
schockiert darüber, 
was der ganze Scheiß kosten soll?





Ab nächstem Mal versuche ich aufzuzeigen,
was Sie tun können, dass es 
leichter machbar ist.
Halten Sie noch ein bisschen durch.



Mittwoch, 13. Dezember 2017

wenn es dunkel ist


Nachts ist alles unklar und schwer.
Genau umgekehrt wie tagsüber.

Tagsüber erscheinen die Dinge beherrschbar.
Und tun sie es nicht, steht ihre Klarheit den Gedanken der Nacht entgegen.

Tags ist Kopf. Nachts ist Herz.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Saunavolk


[ Das hier war ursprünglich mal der
"Donnerstag" in einem aktuellen "7-days-1-week"-Beitrag.

Aber mir sind diese Gesamtwochenrückblicke inzwischen
oft zu zäh und zu lang zum Lesen.

'Mach' ich halt Einzelepisoden draus.
Ist Ihnen sicherlich auch lieber. ]


In der Sauna ist morgens neuerdings merkwürdiges Volk anzutreffen.
Da ist auf einmal dieser Bert Wollersheim-Verschnitt (leider ohne eine
Sofia-Vegas-Begleitung, das wär mal 'was fürs Auge. Also für meines).

Ein 80er-Jahre-Lude wie aus dem Lehrbuch.
Mit gesträhnter Löwenmähne, Goldkettchen, runder John-Lennon-Sonnenbrille.
Und ständig Kaugummi kauend.
Auch beim Essen. Und beim Rauchen. Und im Saunaufguss sowieso.

Immerhin: Harter Hund.
'Fährt bei 3°C mit offenen Cabrio vor.



Und -Sie hätten es sicher auch so erraten- 3er BMW.  Klar.
Dann diese 3 jungen Männer aus ...sagen wir, Thüringen. Oder Sachsen.
Dem Idiom zufolge jedenfalls äusm Östn.

Können während des Saunaaufgusses einfach nicht ihre Fresse halten.
Und dann auch noch diese kleinen Schwänze.
Ich meine, da hält man sich doch eher zurück als Mann!?

Die Szene betritt: Der neue junge Aufgießer.

So Modell Hipster mit Bart.
Hat sich ein VfB Stuttgart-Fan-Wappen auf die Brust tätowieren lassen.
Sicherer tinder-links-swipe.

Bisschen hektischer Vogel, mehr so Abteilung Panikorchester.
Wedelt mit dem Sauna-Fächer so heftig, als wollte er gleich abheben.
Beschließe, ihn ab jetzt Lilienthal zu nennen.

Der bringt seine 3 Runden Mokka-Sahne-Aufguss in absoluter Rekordzeit hinter sich.
Als würde er nach Akkord bezahlt.
Das wiederum verstehen die 3 Ossi-Boys schon mal goar nüscht.

Immerhin hat die Fillippina hinter der Theke inzwischen gelernt, was Pedro und ich WOLLEN,
wenn wir "2 Schwarzwasser" bestellen.
Nämlich 2 dunkle Hefeweizen.

Auf die Idee kamen wir (nach dem dritten Schwarzwasser), als wir uns
irgendwann mal an der Theke über "GAME OF THRONES" unterhielten.
Und die Servicetheke kurzerhand in den "Schwarzwasserhafen" unbenannten.
Weil wir da immer anlanden, um Schwarzwasser zu trinken.

Männerhumor, untere Mittelklasse.

Montag, 11. Dezember 2017

tell me why



[ Es gibt NIEMANDEN, der mich
länger liest und begleitet, als SIE das tut.

Und TROTZDEM stellt ausgerechnet SIE mir diese Fragen.
Obgleich ich dachte, Weniges in Bloggerdorf
sei so wenig verborgen, wie meine Veranlassung , hier zu sein. ]









Weshalb ich blogge?

Ursprünglich, um mal ein online-Tagebuch zu führen. Damals als webseite, ohne Kommentarfunktion. War aber auch kein wirkliches Tagebuch, sondern im Prinzip so was wie heute:

Ein Alltagsgedankenblog, der keinerlei Hehl daraus machte, den Besucher unterhalten
und ab und an zum Nachdenken bringen zu wollen.

Was ist der Sinn hinter der Bloggerei?

Ich vermute (nicht nur bei mir, sondern  bei ALLEN, die bloggen) ein Mitteilungsbedürfnis, einen Wunsch nach Rückmeldung (und damit Anerkennung), eine Art virtueller Applaus.
Bei denen, die wortfaulere Partner daheim sitzen haben, kommt sicher auch noch der sprachliche Austausch, das Zelebrieren der eigenen Ausdrucksfähigkeit hinzu.

Abgesehen davon finde ich blogspot und wordpress auch einen hervorragende Alternative zu tinder,
sofern man sapiosexuell tickt.^^

Eine Art Exhibitionismus?

Definitiv, ja. Zumindest ein Teil dessen geht darauf zurück.

Hilft das Schreiben, Struktur in die eigenen Gedanken zu bringen?

Das wäre, auf meine Person bezogen, vielleicht ein bisschen viel verlangt vom Bloggen^^.
Aber ein anderer Aspekt scheint mir wesentlicher:

In dem ich mich zum regelmäßigen Bloggen diszipliniere,  zwinge ich mich dazu,
mich mit Erlebtem und Durchdachtem zeitnah auseinanderzusetzen - in dem ich es dem Leser verständlich machen, erzählen, aufbereiten muss.

Das führt dazu, dass ich die Rolle des Erlebthabenden kurz verlassen und die Rolle
des Berichtenden einnehmen muss - was dazu führt, dass ich mich für die Dauer des Tippens
auf "neutralen Erzähler-Boden" begebe.

Das beschleunigt die distanzierte Betrachtung, das neutralisiert das Erlebte, das fordert
das aktive Auseinandersetzen mit dem Erzählobjekt ein.
Es tut dann schneller nicht mehr weh, beispielsweise.

Ist es eine Rückversicherung / Legitimierung der Gedanken und Gefühle?

Offen gesagt verstehe ich meine eigenen Gedanken und Gefühle im Nachhinein
weder in der Erinnerung noch in Blogform noch in Form von Sprachkonserven.^^

Auch, wenn ich es nochmal LESE, erscheinen mir manche meiner Gedanken und Gefühle
in der Retrospektive zuweilen bizarr, unerklärlich, rätselhaft.
Nur ein Stichwort: Gianna.

Die Hoffnung, mich selber besser zu begreifen oder zu legitimieren durch Bloggen,
habe ich aufgeben dürfen^^.


Warum schreiben wir, wenn doch am Ende eh die ganzen Worte als Datenmüll versanden?

Es liegt nach meinem Verständnis in der Natur des Belebten,
etwas von sich hinterlassen zu wollen.
Fortpflanzung beispielsweise ist eine Abstraktion dessen, und zugleich die Wesentlichste.

Ich mag den Gedanken, eines Tages nicht mehr zu sein, und dann stolpert irgendeiner
im (dann noch hoffentlich) Internet über meine Schreibe, nur weil er beim Nach-Nachfolger von Google den Suchbegriff "Schneckengehege" oder "Nymphomanie Kleinhirn" eingegeben hatte^^.

Außerdem ist mein Verständnis vom Energieerhaltungssatz, dass angesichts der gewaltigen Zeit und Energie, die ich auf 12 Jahre bloggen verwendet habe, irgendwas davon in irgendeiner Form übrig bleibt.

Und sei es, dass die Überbleibsel meiner Zeilen irgendwo in der Galaxie einem Schmetterling beim Starten zu etwas mehr Aufwind unter seinen Flügeln beim ersten Flug nach dem Schlüpfen verhelfen.


Samstag, 9. Dezember 2017

Verbindungen


Eine kurze Liste von Blogs, die nur die Allerwenigsten kennen werden.

Und die es lohnt, zu besuchen, auch wenn manche seit Jahren inaktiv
und ihre Inhaber zum Teil sogar schon verstorben sind:

Miss Scheinsein

King Lube III.

Teppichhaus Trithemius

Eugene Faust (ihre dort veröffentlichte Diplomarbeit wurde bisher fast hunderttausendmal aufgerufen)

Von gestern - alles selbst eingescannt aus alten Zeitschriften -
das ist aus meiner Sicht ein Pflichtbloglektüre für Alle Ü30er.


Freitag, 8. Dezember 2017

screenshot friday KW 49



[ Himmel, waren Sie vielleicht begeistert vom gestrigen Beitrag.
Negativrekord in Zugriffszahlen und Kommentaren.
Hab' schon verstanden^^.

Eine rollercoaster-emo-Woche geht zu Ende
.
Auch, wenn ich mir hier nichts habe anmerken lassen.

Ich sollte mal wieder einen 7-days-and-1-week-Rückblick machen,
aber erstmal stehen andere Themen an.

Genießen Sie Ihre freien Tage -
ich hab Patenkinderwochenende.

Wie so ein Scheidungspapa^^.]


















Donnerstag, 7. Dezember 2017

Samsara Beach


Sie glauben nicht, was für heiße Schnitten in Italiens Süden am Strand rumspringen,
sagte ich das bereits?

Ach so? Sagte ich schon. Hmmm tja.
Wichtiges muss man ja wiederholen, sagte schon Georg Schramm.

Jedenfalls, was Sie DA an Frauen zu sehen bekommen, da können Sie als Mann
Ihre Gene tief drinnen förmlich quietschen hören, wie die strahlartig aus Ihnen raus wollen,
hinein in das, was Sie da sehen.

Kann natürlich auch was Anderes sein als Quietschen, weiß man nicht so genau im Einzelfall.

(Ich sag das auch nur, weil ich tatsächlich einmal
beim Orgasmus gequietscht habe.*
'War sehr lustig, musste voll lachen beim Abspritzen.)


Und das mit der Attraktivität gilt für die dort flanierenden Männer natürlich genau so!
Also als Frau, jetzt, und dann nicht "aus Ihnen raus" sondern mehr so in Sie hi....ach, egal.
Sie verstehen schon.

Aber zurück zu den Frauen:
Ich hab KEINE Ahnung, was die denen da unten ins Wasser tun.
Oder vielmehr in den Rotwein, den die alle an den Tischen abends um uns herum tranken.

Fakt ist:
Das sollten die hier in der Landeshauptstadt auch viel mehr Frauen Menschen ins Glas kippen.

Jedenfalls: DAS hier hat mich an den Anblick da unten am Strand erinnert.
Näher, als sie es glauben würden.



* noch so eine Information,
ohne die Sie bisher ganz gut hatten leben können.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

7 deadly sins

[ Ausgeliehen bei the one and only
Dr. Schwein. ]


Zorn

1. Würdest du je einen anderen Menschen schlagen?
Sofern der Anlass es rechtfertigt (beobachtete oder erfahrene Gewalt gegen
Frauen, Kinder, Tiere z.B.): Jederzeit.

2. Was ist dein persönliches Lieblingsärgernis?
Ungerechtigkeit.

3. Würdest du gegen jemanden einen Groll hegen? Oder kannst du es einfach loslassen?
Ich kann inzwischen nicht mehr allzu lange Groll hegen - die Erkenntnis, dass er MIR schadet, aber KEINEM hilft und vor Allem NICHTS ändert, war dabei sehr hilfreich.
Aber es gibt noch eínige sehr wenige Rechnungen, deren Begleichung mir meinen Weg
in den Seelenfrieden spürbar erleichtern würden.

————–

Trägheit

4. Kannst du etwas nennen, das du jeden Tag tun solltest, aber was du trotzdem nicht tust?
Joggen. Oder eher: Waldlauf.

5. Wann hast du zum letzten Mal eine faule Ausrede gemacht?
Freitag morgen um neun.

6. Wie lange hast du heute Morgen die Schlummertaste gedrückt?
Ich drücke nie die Taste auf einem Wecker.
Das ist erstens nicht nötig und zweitens habe ich diese Aufgabe outgesourced.

————–

Völlerei

7. Isst du Fleisch?
Nahezu täglich.

8. Wie viel Alkohol hast du zu einem gegebenen Zeitpunkt getrunken?
Zu welchem Zeitpunkt? Viermal die Woche aber sicherlich.

9. Was isst du am liebsten: Süßigkeiten, fetthaltige oder salzige Lebensmittel?
Fetthaltige Lebensmittel.

————–

Geiz

10. Wie viele Kreditkarten hast du?
Eine.
Sie wird kaum benutzt und nach 4 Jahren nahezu neu aussehend
durch ihre Nachfolgerin ersetzt.

11. Was würdest du mit einer Million Euro tun?
Eine Wohnung in der City kaufen, an russische Studentinnen vermieten,
und der Rest wird im übernächsten Block angedeutet.

12. Würdest du lieber reich oder berühmt sein?
Reich.

————-

Stolz

13. Ärgerst du dich, wenn du den ersten Platz nicht erlangst?
Nein, gar nicht.
Mir sind Wettbewerbe zuwider, weil sie selten geeignet sind,
das Gute aus dem Menschen hervorzukehren.

14. Würdest du mogeln, um eine bessere Note zu bekommen?
Jederzeit.

15. Worauf bist du wirklich stolz?
Da fällt mir nichts zu ein.
Vielleicht, dass ich mir selbst Gitarrespielen beigebracht habe.

————-

Wollust

16. Wie viele Menschen haben dich nackt gesehen (außer Familie, Ärzte, usw.)?

Siebzehn, sofern ich die Frage richtig verstehe.
Und ein paar tausend Weitere, da ich seit mehr als dreißig Jahren in die Sauna gehe :-).

17. Was ist dein Lieblingskörperteil an anderen Menschen?
Das kann -an mich gerichtet- doch unmöglich eine ernsthafte Frage sein?!

18. Hat je eine Prostituierte dich angemacht?
Wie man "angemacht" verstehen will:
Auf mich zugekommen: Ja, ein paar mal.
Auf mich Eindruck gemacht: Nie.

————

Neid

19. Welches Objekt hat ein Freund von dir, das Du auch für dich selbst haben willst?
Niemals würde ich eine Frau als "Objekt" bezeichnen!

20. Wer würdest du am liebsten sein, wenn du jemand anders sein könntest?
Hugh Heffner, aber in den 60ern.
Alternativ: Kim Jong-Il oder Grigori Jefimowitsch Rasputin.


21. Welches physische Attribut würdest du an dir selbst ändern?
Ich wäre gerne mühelos erheblich dünner. Und etwas höher.