Montag, 11. Dezember 2017

tell me why



[ Es gibt NIEMANDEN, der mich
länger liest und begleitet, als SIE das tut.

Und TROTZDEM stellt ausgerechnet SIE mir diese Fragen.
Obgleich ich dachte, Weniges in Bloggerdorf
sei so wenig verborgen, wie meine Veranlassung , hier zu sein. ]









Weshalb ich blogge?

Ursprünglich, um mal ein online-Tagebuch zu führen. Damals als webseite, ohne Kommentarfunktion. War aber auch kein wirkliches Tagebuch, sondern im Prinzip so was wie heute:

Ein Alltagsgedankenblog, der keinerlei Hehl daraus machte, den Besucher unterhalten
und ab und an zum Nachdenken bringen zu wollen.

Was ist der Sinn hinter der Bloggerei?

Ich vermute (nicht nur bei mir, sondern  bei ALLEN, die bloggen) ein Mitteilungsbedürfnis, einen Wunsch nach Rückmeldung (und damit Anerkennung), eine Art virtueller Applaus.
Bei denen, die wortfaulere Partner daheim sitzen haben, kommt sicher auch noch der sprachliche Austausch, das Zelebrieren der eigenen Ausdrucksfähigkeit hinzu.

Abgesehen davon finde ich blogspot und wordpress auch einen hervorragende Alternative zu tinder,
sofern man sapiosexuell tickt.^^

Eine Art Exhibitionismus?

Definitiv, ja. Zumindest ein Teil dessen geht darauf zurück.

Hilft das Schreiben, Struktur in die eigenen Gedanken zu bringen?

Das wäre, auf meine Person bezogen, vielleicht ein bisschen viel verlangt vom Bloggen^^.
Aber ein anderer Aspekt scheint mir wesentlicher:

In dem ich mich zum regelmäßigen Bloggen diszipliniere,  zwinge ich mich dazu,
mich mit Erlebtem und Durchdachtem zeitnah auseinanderzusetzen - in dem ich es dem Leser verständlich machen, erzählen, aufbereiten muss.

Das führt dazu, dass ich die Rolle des Erlebthabenden kurz verlassen und die Rolle
des Berichtenden einnehmen muss - was dazu führt, dass ich mich für die Dauer des Tippens
auf "neutralen Erzähler-Boden" begebe.

Das beschleunigt die distanzierte Betrachtung, das neutralisiert das Erlebte, das fordert
das aktive Auseinandersetzen mit dem Erzählobjekt ein.
Es tut dann schneller nicht mehr weh, beispielsweise.

Ist es eine Rückversicherung / Legitimierung der Gedanken und Gefühle?

Offen gesagt verstehe ich meine eigenen Gedanken und Gefühle im Nachhinein
weder in der Erinnerung noch in Blogform noch in Form von Sprachkonserven.^^

Auch, wenn ich es nochmal LESE, erscheinen mir manche meiner Gedanken und Gefühle
in der Retrospektive zuweilen bizarr, unerklärlich, rätselhaft.
Nur ein Stichwort: Gianna.

Die Hoffnung, mich selber besser zu begreifen oder zu legitimieren durch Bloggen,
habe ich aufgeben dürfen^^.


Warum schreiben wir, wenn doch am Ende eh die ganzen Worte als Datenmüll versanden?

Es liegt nach meinem Verständnis in der Natur des Belebten,
etwas von sich hinterlassen zu wollen.
Fortpflanzung beispielsweise ist eine Abstraktion dessen, und zugleich die Wesentlichste.

Ich mag den Gedanken, eines Tages nicht mehr zu sein, und dann stolpert irgendeiner
im (dann noch hoffentlich) Internet über meine Schreibe, nur weil er beim Nach-Nachfolger von Google den Suchbegriff "Schneckengehege" oder "Nymphomanie Kleinhirn" eingegeben hatte^^.

Außerdem ist mein Verständnis vom Energieerhaltungssatz, dass angesichts der gewaltigen Zeit und Energie, die ich auf 12 Jahre bloggen verwendet habe, irgendwas davon in irgendeiner Form übrig bleibt.

Und sei es, dass die Überbleibsel meiner Zeilen irgendwo in der Galaxie einem Schmetterling beim Starten zu etwas mehr Aufwind unter seinen Flügeln beim ersten Flug nach dem Schlüpfen verhelfen.


Samstag, 9. Dezember 2017

Verbindungen


Eine kurze Liste von Blogs, die nur die Allerwenigsten kennen werden.

Und die es lohnt, zu besuchen, auch wenn manche seit Jahren inaktiv
und ihre Inhaber zum Teil sogar schon verstorben sind:

Miss Scheinsein

King Lube III.

Teppichhaus Trithemius

Eugene Faust (ihre dort veröffentlichte Diplomarbeit wurde bisher fast hunderttausendmal aufgerufen)

Von gestern - alles selbst eingescannt aus alten Zeitschriften -
das ist aus meiner Sicht ein Pflichtbloglektüre für Alle Ü30er.


Freitag, 8. Dezember 2017

screenshot friday KW 48



[ Himmel, waren Sie vielleicht begeistert vom gestrigen Beitrag.
Negativrekord in Zugriffszahlen und Kommentaren.
Hab' schon verstanden^^.

Eine rollercoaster-emo-Woche geht zu Ende
.
Auch, wenn ich mir hier nichts habe anmerken lassen.

Ich sollte mal wieder einen 7-days-and-1-week-Rückblick machen,
aber erstmal stehen andere Themen an.

Genießen Sie Ihre freien Tage -
ich hab Patenkinderwochenende.

Wie so ein Scheidungspapa^^.]


















Donnerstag, 7. Dezember 2017

Samsara Beach


Sie glauben nicht, was für heiße Schnitten in Italiens Süden am Strand rumspringen,
sagte ich das bereits?

Ach so? Sagte ich schon. Hmmm tja.
Wichtiges muss man ja wiederholen, sagte schon Georg Schramm.

Jedenfalls, was Sie DA an Frauen zu sehen bekommen, da können Sie als Mann
Ihre Gene tief drinnen förmlich quietschen hören, wie die strahlartig aus Ihnen raus wollen,
hinein in das, was Sie da sehen.

Kann natürlich auch was Anderes sein als Quietschen, weiß man nicht so genau im Einzelfall.

(Ich sag das auch nur, weil ich tatsächlich einmal
beim Orgasmus gequietscht habe.*
'War sehr lustig, musste voll lachen beim Abspritzen.)


Und das mit der Attraktivität gilt für die dort flanierenden Männer natürlich genau so!
Also als Frau, jetzt, und dann nicht "aus Ihnen raus" sondern mehr so in Sie hi....ach, egal.
Sie verstehen schon.

Aber zurück zu den Frauen:
Ich hab KEINE Ahnung, was die denen da unten ins Wasser tun.
Oder vielmehr in den Rotwein, den die alle an den Tischen abends um uns herum tranken.

Fakt ist:
Das sollten die hier in der Landeshauptstadt auch viel mehr Frauen Menschen ins Glas kippen.

Jedenfalls: DAS hier hat mich an den Anblick da unten am Strand erinnert.
Näher, als sie es glauben würden.



* noch so eine Information,
ohne die Sie bisher ganz gut hatten leben können.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

7 deadly sins

[ Ausgeliehen bei the one and only
Dr. Schwein. ]


Zorn

1. Würdest du je einen anderen Menschen schlagen?
Sofern der Anlass es rechtfertigt (beobachtete oder erfahrene Gewalt gegen
Frauen, Kinder, Tiere z.B.): Jederzeit.

2. Was ist dein persönliches Lieblingsärgernis?
Ungerechtigkeit.

3. Würdest du gegen jemanden einen Groll hegen? Oder kannst du es einfach loslassen?
Ich kann inzwischen nicht mehr allzu lange Groll hegen - die Erkenntnis, dass er MIR schadet, aber KEINEM hilft und vor Allem NICHTS ändert, war dabei sehr hilfreich.
Aber es gibt noch eínige sehr wenige Rechnungen, deren Begleichung mir meinen Weg
in den Seelenfrieden spürbar erleichtern würden.

————–

Trägheit

4. Kannst du etwas nennen, das du jeden Tag tun solltest, aber was du trotzdem nicht tust?
Joggen. Oder eher: Waldlauf.

5. Wann hast du zum letzten Mal eine faule Ausrede gemacht?
Freitag morgen um neun.

6. Wie lange hast du heute Morgen die Schlummertaste gedrückt?
Ich drücke nie die Taste auf einem Wecker.
Das ist erstens nicht nötig und zweitens habe ich diese Aufgabe outgesourced.

————–

Völlerei

7. Isst du Fleisch?
Nahezu täglich.

8. Wie viel Alkohol hast du zu einem gegebenen Zeitpunkt getrunken?
Zu welchem Zeitpunkt? Viermal die Woche aber sicherlich.

9. Was isst du am liebsten: Süßigkeiten, fetthaltige oder salzige Lebensmittel?
Fetthaltige Lebensmittel.

————–

Geiz

10. Wie viele Kreditkarten hast du?
Eine.
Sie wird kaum benutzt und nach 4 Jahren nahezu neu aussehend
durch ihre Nachfolgerin ersetzt.

11. Was würdest du mit einer Million Euro tun?
Eine Wohnung in der City kaufen, an russische Studentinnen vermieten,
und der Rest wird im übernächsten Block angedeutet.

12. Würdest du lieber reich oder berühmt sein?
Reich.

————-

Stolz

13. Ärgerst du dich, wenn du den ersten Platz nicht erlangst?
Nein, gar nicht.
Mir sind Wettbewerbe zuwider, weil sie selten geeignet sind,
das Gute aus dem Menschen hervorzukehren.

14. Würdest du mogeln, um eine bessere Note zu bekommen?
Jederzeit.

15. Worauf bist du wirklich stolz?
Da fällt mir nichts zu ein.
Vielleicht, dass ich mir selbst Gitarrespielen beigebracht habe.

————-

Wollust

16. Wie viele Menschen haben dich nackt gesehen (außer Familie, Ärzte, usw.)?

Siebzehn, sofern ich die Frage richtig verstehe.
Und ein paar tausend Weitere, da ich seit mehr als dreißig Jahren in die Sauna gehe :-).

17. Was ist dein Lieblingskörperteil an anderen Menschen?
Das kann -an mich gerichtet- doch unmöglich eine ernsthafte Frage sein?!

18. Hat je eine Prostituierte dich angemacht?
Wie man "angemacht" verstehen will:
Auf mich zugekommen: Ja, ein paar mal.
Auf mich Eindruck gemacht: Nie.

————

Neid

19. Welches Objekt hat ein Freund von dir, das Du auch für dich selbst haben willst?
Niemals würde ich eine Frau als "Objekt" bezeichnen!

20. Wer würdest du am liebsten sein, wenn du jemand anders sein könntest?
Hugh Heffner, aber in den 60ern.
Alternativ: Kim Jong-Il oder Grigori Jefimowitsch Rasputin.


21. Welches physische Attribut würdest du an dir selbst ändern?
Ich wäre gerne mühelos erheblich dünner. Und etwas höher.


Dienstag, 5. Dezember 2017

Vorsorge: wieviel fehlen wird



[ Zweiter Teil zum Thema "Vorsorge".
Weil es ernst ist und bleibt. ]



Beim letzten Gedankenaustausch habe ich Sie mit ein paar einführenden Gedanken
zum Thema "gesetzliche Versorgung" ein bisschen schwindelig getanzt.

Den ersten Teil nochmal kurz zusammengefasst:

Wer heute weniger als EUR 2.400 brutto verdient, kann sich auf etwas vorbereiten,
was wir mit dem Schlagwort "Altersarmut" subsummieren.
Was per Dreisatz ermittelt werden kann, wenn man weiß, dass das Rentenniveau*
bis 2030 auf ca. 43% (gesetzl. Untergrenze) sinken wird.

*Rentenniveau = der Quotient aus:
Heutiges Durchschnittsentgelt und
Höhe der Standardrente.
Sozialabgaben sind dabei schon weg,
Steuern gehen davon aber noch weg!


Ab 2030 sieht der Gesetzgeber übrigens KEINE Untergrenze mehr vor, das Rentenniveau betreffend.

So.
Diese "43%-Berechnung" geht u.a. von folgenden Rahmendaten aus:

     - Alterszusammensetzung der Bevölkerung wurde korrekt prognostiziert
     - Arbeitsmarktlage / Beschäftigungsquote bleibt stabil
     - 45 volle Beitragsjahre werden erreicht

Mit Blick auf die heutige fast-Vollbeschäftigung (erkauft mit der Schaffung
von millionenfacher geringfügiger Beschäftigung / EUR-450-Jobs und Schlimmerem)
muss davon ausgegangen werden, dass die Arbeitsmarktlage eigentlich
nur schlechter werden kann.

Vor Allem für Frauen wird aber die "45-Beitragsjahre-Voraussetzung" zu einem schweren Stolperstein.

NICHT wegen der Kindererziehungszeiten:
Hier gibt es immerhin jährl. 1 vollen Entgeltpunkt in den ersten 3 Jahren der Kindererziehung.
Und da mehr als 2 Kinder kaum noch stattfinden, hält sich der "Schaden" für die Rente in Grenzen.

Schlimmer ist das, was danach passiert:

   -  nach den 3 Jahren bleiben sehr viele Frauen weiterhin für die Kindererziehung
      und Hausarbeit daheim
   -  eventuell wird noch ein Minijob auf 450-EUR-Basis ausgeübt
   -  darüber hinaus gehende Arbeitszeit wird oft von den Minijobbern (und den Arbeitgebern)
       nicht gewünscht, weil der Anstieg der Sozialabgaben den Mehrverdienst überproportional schmälert.

Eine Unterhaltung mit einer Kundin verlief mal so:


"Ich könnte schon mehr machen als die 450 Euro.
Mein Chef fragt mindestens alle zwei Monate, ob ich 3-4 Stunden
pro Woche länger kommen könnte. Arbeit wäre da, ohne Ende!

Aber was hab ich davon? Viel zu viele Abzüge!

Und die dann 200 Euro mehr im Monat gehen für
die Kinderbetreuung und Bahnfahrkarte drauf, weil ich ja 
jede Woche einen zusätzlichen Nachmittag auf der Arbeit bin.

Dann kann ich doch auch gleich selber daheim bleiben?"


Alles richtig, in heute gerechnet.
Aber ein Minijob wird unausweichlich zu einer Mini-Rente im Alter führen,
das muss eben auch klar sein.

Für viele Frauen ist die (fast immer besser ausgestaltete) Altersvorsorge des Ehepartners
rechnerisch die Rettung des eigenen Lebensstandards im Alter.

Diese Kalkulation hat 3 Haken:

1. was, wenn dieser Partner selbst keine Beiträge mehr in die gesetzliche Rente entrichtet?
        (Selbständigkeit, Krankheit, Unfall, ...)

2. wer sagt, dass SIE in seinem Alter noch die Frau an seiner (rentenberechtigten) Seite sind?
         (es sei denn, Sie spekulieren auf einen fetten Versorgungsausgleich. Und waren verheiratet.)


3. selbst wenn 1. und 2. nicht eintreffen - der Mann lebt statistisch einige Jahre kürzer als Sie
         (je nachdem, wie Sie kochen, auch erheblich kürzer.)


Und um die Themenbereiche "kleine und große Witwenrente" abzukürzen: Die sind ein Witz.
Das versorgt die Frau nur kurzfristig und nicht mal auf Hartz IV-Niveau, no chance.

Also: Es KOMMT also auf JEDEN Fall eine Zeit, in der Sie ALLEIN sein werden.
Und nicht darauf zählen können, über andere Einkünfte als Ihre EIGENEN verfügen zu können.

Machen Sie sich mal den Spaß:
Gehen Sie auf Friedhöfen spazieren.

LESEN SIE die Daten auf den Grabsteinen.
Die, wo Mann UND Frau begraben sind.
Sie werden schlagartig etwas begreifen.


Die Frage ist halt, für wie lange.
Und ob das mit 67, mit 85 oder schon mit 48 auf Sie zukommt - aber EINES davon kommt,
darauf würde ich rechnen und darauf würde ich vorsorgen.

Und beim nächsten Mal fangen wir an,
Vorsorgeformen zu beleuchten. Eine nach der Anderen.

Montag, 4. Dezember 2017

Langstrumpfadvent


Guten Morgen und willkommen in der neuen Woche.
Meinen Beitrag für den heutigen Tag finden Sie in Frau Nickels Adventskalender.

Ach, und: Fahren Sie vorsichtig, es ist rutschig^^.

Sonntag, 3. Dezember 2017

Winter is coming

[ Machen Sie auch mit bei Frau Brüllmaus Adventskalender?
Haben Sie dort schon Ihren Beitrag abgeliefert?!
Dann mal schnell los! ]


Ich würde an Ihrer Stelle so langsam echt mal die Winterreifen draufmachen.

Der Winter wird hart - die Schwaben fangen schon an, die Schaufeln vor ihre Smarts zu spannen.


Freitag, 1. Dezember 2017

screenshot friday KW 48


[ Sie entschuldigen bitte die Pause gestern,
aber ich war zu besoffen.

Auch an die Heimfahrt als Beifahrer bei Zimtmädchen
nach der Betriebsweihnachtsfeier kann ich mich nicht mehr erinnern.

Dafür an die HINfahrt. Da hat sie einem Mitsubishi
die Vorfahrt geklaut, weil sie sich gerade in Rage geredet hatte
und ihr ein Fingernagel abgebrochen war.

Der hat sich totgehupt und sie sich totgelacht.
Im nächsten Leben werde ich Frau.]



























Mittwoch, 29. November 2017

Von der Sanftheit



[ In Kürze lesen Sie in Frau Brüllmaus Adventskalender
noch ein paar mehr Gedanken zu diesem Thema.

Der heutige post ist gewissermaßen als prequel dazu gedacht.]



Diese Zeit, in der Sie da leben,
auf diesem komischen runden wasserreichen Stück Stein,
das durch das All rast, diese Zeit macht es Ihnen nicht leicht.

   "Klicken Sie hier um Ihre Lieblingsserie zu sehen.
    Swipen Sie nach rechts für ein date.

     Mit PRIME erhalten Sie Ihr Wunschobjekt noch heute abend.
      Fragen Sie Siri, wo es die besten Restaurants in der Stadt gibt.
       Googlen Sie Ihre Frage direkt in der Adresszeile.
        Posten Sie hier Ihr Selfie für sofortige likes.
         Fügen Sie jetzt Ihre Antwort ein für sofortige upvotes."

Wir wollen es jetzt, alles auf einmal und sofort.
Und wenn es länger als einen Wimpernschlag dauert,
werden wir aggressiv, ungeduldig, agitierend.

Wenn Sie mal kurz sich die Ohren zuhalten würden?
Gut.
Und nun schließen Sie Ihre Augen.
Gut.

Und wenn Sie jetzt tief in sich hineinhören, wenn Sie an diese
hundertmal gehörten Sätze da oben denken:
Dann können Sie fühlen, wie falsch die sind.
Wie sehr es sich tief in Ihnen sträubt dagegen.

Der sicherste Weg, Menschen zu verletzen, ist, sie gegenständlich zu behandeln.
Also genau so, wie da oben beschrieben.
Menschen funktionieren eben nicht "auf Bestellung", auch nicht "auf Knopfdruck",
und schon gar nicht "sofort".

Wenn Sie einen Menschen mögen, können Sie das zeigen.
In dem sie sanft sind mit ihm. Geduldig. Behutsam.

Und wenn er Ihnen einmal "zu langsam" ist, und Sie spüren, wie sie zornig darüber werden,
bedanken Sie sich innerlich bei ihm - diese Wut war nämlich schon vor ihm in Ihnen.
Er hat lediglich Ihnen einen Anlass verschafft, sie heraus zu lassen.

Wie Dampf aus einem Kessel.
Und dafür könnten Sie ihm doch dankbar sein?
Jetzt, wo der Dampf heraus konnte?

Versuchen Sie, Sanftheit zu Ihrem Prinzip zu machen.
Versuchen Sie, alle Erledigungen einen Tick langsamer zu vollziehen, als Sie könnten.
Versuchen Sie, Ihr Denk- und Sprachtempo bewusst um 10% zu reduzieren.

Nehmen Sie "Ihren Menschen", den Sie an Ihrer Seite haben, öfter in den Arm,
und dann länger, als -und jetzt mute ich Ihnen viel zu- Sie es selber wollen.

Halten Sie ihn sanft an sich.
Hören Sie auf seinen Atmen, auf seinen Puls.

Wenn es das Richtige ist (und Sie der Richtige), werden sich sein UND Ihr Puls
und Atem verlangsamen. Während Ihre Auren in der Umarmung beginnen, zu synchronisieren,
werden Sie wachsende Ruhe empfinden.
Weil sie gemeinsam heruntertakten.

Versuchen Sie im nächsten Schritt, auch jenen Menschen mit Sanftmut zu begegnen,
denen Sie weniger (oder gar nicht) gut gesonnen sind.
Mit denen Sie seither Grabenkämpfe ausgefochten haben, gestritten haben.

Stellen Sie sich vor, dass diese Menschen alle in Wirklichkeit nett und freundlich waren,
aber als Wiedergutmachung für irgendein Vergehen zu Ihnen geschickt wurden:

In einer komplett fremden Körper-Verkleidung, mit einem komplett fremden Verhalten,
und sie müssen sich so lange beschissen Ihnen gegenüber verhalten, bis SIE sie erlösen!


Ihre Aufgabe im Leben besteht darin, zu erraten, wer unter welchem Kostüm steckt.


Sie dürfen denjenigen aber nicht darauf ansprechen - und mit jeder weiteren
Auseinandersetzung mit Ihnen verhärtet sich das Kostüm fester auf seinem Körper.
Sie müssen ihn durch Ihre Art dazu bringen, sich selbst enttarnen zu dürfen. 

Das gelingt Ihnen durch Sanftheit - auf die eine oder auf die andere Art und Weise.

In jedem Fall wird es aber dazu führen, dass Sie selbst -in Anbetracht der Ergebnisses der Enttarnungen- mit sich selbst zufriedener sein werden als je zuvor.

Und dann können auch die wenigen Monster, die sich dann vielleicht manches Mal
nach dem Ablegen der Kostüme vor Ihren Augen erheben, Sie nicht mehr schrecken:

Denn ein Monster, das seiner schützenden Verkleidung beraubt wurde,
verdient viel mehr Ihr Mitleid denn Ihren Zorn.



Dienstag, 28. November 2017

pulled pork brain


Autobahn A7 und A8, Dienstwagenfahrt.
Nix ist mit Musik hören, es kommt ein Anruf nach dem Anderen rein.

Nach dem 7. Telefonat (wegen der immer gleichen Scheiße) merke ich,
wie langsam meine Geduldsfäden leicht kokelig zu riechen beginnen.

Kurz zur Vorgeschichte -  ich habe letzte Woche die neuen Beiträge
für meine Krankenversicherung mitgeteilt bekommen.

2 Tariferhöhungen.
Führen in Summe dazu, dass mein Krankenversicherer bis zu meinem Tod
ca. 50.000 EUR mehr von mir kassiert als bisher veranschlagt.
Da kann man doch nicht meckern.

Es sei DENN, Sie sind pensionierter Beamter.
Und beschweren sich am Telefon über Ihre Pflegeversicherung.

Die jetzt 31 Euro teurer wurde im Monat.
Bei einer Nettopension von gerade mal bisschen über 3.000 Euro.
Plus natürlich der fast gleichen Pension Ihrer Beamtengattin.
Da kann man nur erahnen, wie schwer es ist, da noch irgendwie über die Runden zu kommen.

Es ist unprofessionell, aber da tu ich mich schwer, nicht aus der Haut zu fahren.

Dann meldet sich Zimtmädchen unterwegs von Köln.
Ist durch ihren Führungskräfte-Check durchgerasselt und auf der Heimreise.
Scheiße, das hat noch gefehlt.
Morgen nochmal Krisentelefonat.

Inzwischen böse Mailboxnachricht eingegangen.
Hab zum dritten Mal in Serie vergessen, den Typen zurückzurufen.
Peinlich, aber ich vergess grad ALLES.

Daheim im Wohnort erstmal zum Bäcker.
Cappuchino und Pinkeln.
Und vorbestellte Brötchen abholen.
Zahlen, raus, schnell noch zur Tanke, heimfahren.

Zeit für Jogginghose und Badelatschen.


...        Wo zum Geier sind meine Handys?

Küche? Nein.
Schlafzimmer? Nein.
Arbeitszimmer? Nein.
Kühlschrank? Nein.
Klo? Nein.
Badezimmer? Nein.

Raus ans Auto.
Finde Reste von Laugenbrezeln.
Und das verloren geglaubte Bluetooth-headset.
Aber keines der Handys.
Panik!

Versuche beide anzurufen.
Sinnlos, stehen auf stumm.
Versuche, ein Foto per AirDrop vom iPad zu senden. Kein Empfänger findbar.
Laufe mit bluetooth-headset durchs Haus. Kein Empfänger findbar.
Panik steigt.

Steige ins Auto, fahre zur Tanke. Dort keine Handys.
Fahre wieder heim, PC an, iCloud an, "finde mein Gerät!"

Da! Zuletzt lokalisiert vor 1 min.
In der Bäckerei!

Anrufen, strahlende Russin (Bedienung von vorhin) ans Telefon kriegen.

Erleichtert hören, dass Handys sicher "bei ihr in der Schürze" verwahrt werden
(ein Ort, unter dem noch viele gute andere Dinge verwahrt werden, übrigens).
Schnell hinfahren, vor strahlender Russin auf die Knie fallen vor Dankbarkeit,
samt Handys heimdüsen.

Nochmal Joggi, nochmal Badelatschen.
Bier.

Merke beim zweiten Schluck, wie total durch ich derzeit bin.
Wie sich mein Schädel anfühlt wie nur noch pulled pork brain.

Noch NIE habe ich meine HANDYS liegen lassen. NIE.
Nichts kann ich mir merken derzeit.
An nichts denke ich rechtzeitig.
An ALLES muss ich erinnert werden.

Und das geht mir mächtig auf die Eier.

Wie Herr Zimmermann so schön sagen würde:

"Lassen Sie mich Arzt, ich bin durch!"


Wenigstens war mein Schweinebraten diese Woche sensationell.
Allein für die Soße hätt' ich hier Heiratsanträge gekriegt.

Montag, 27. November 2017

Schwabenlandimpressionen


[ Kommen Sie gut in die neue Woche.
Ist Ihnen schon nach Weihnachten?

Ah. Mir auch nicht.
Trotzdem ist unsere Weihnachtsfeier schon diese Woche...tsstss...]


Zuletzt saß ich wieder mehr im Auto.
Interessant, wie ich nun verstärkt die Strecken genießen kann.
Weil sich das Bewusstsein auf den baldigen Abschied von der Dienstwagentätigkeit einstellt.

Zeit, ein paar Impressionen festzuhalten.
Im Schwabenland gibt's auf den durchreisten Dörfern bisweilen eine gewisse Militanz
die ich so vorher nur aus Lüchow-Dannenberg kannte
(ok, was musste ich da auch
auf offener Straße in Uniform rumlaufen, ich Depp).

Egal, ob gegen die "Verspargelung" der Landschaft, gegen ein neues Gewerbegebiet oder
FÜR eine Ortsumgehung: Sie werden es mitkriegen, ganz sicher sogar.
Da richtet man auch mal Denkmäler auf eigene Kosten ein.



Bei uns hat ein Maultaschenladen aufgemacht.
Das halte nicht nur ich für sehr mutig - denn hier kauft man beim Metzger.
Bei SEINEM Metzger.
Wo man immer kauft. Alles.

Hierzulande käme NIEMAND auf die Idee, diesen (tatsächlich ist es das) Mist von
B*RGER aus der TV-Werbung zu essen. Die Metzger hier battlen sich um die besten
selbstgemachten Maultaschen (im gleichen Maße, wie die Bäcker sich um die "Beste Brezel" battlen).
Das Ergebnis ist naturgemäß überall von hoher Qualität.

Aber man soll ja einem neuen Laden auch mal eine Chance geben.
Also hab ich da neulich zweimal zu Mittag gegessen.


Nämlich das erste und das letzte Mal.

Anderntags war ich einkaufen, der Supermarkt meines Vertrauens hat
vor ein paar Jahren mal den Titel "bester Supermarkt Deutschlands" mitgewonnen.

Hier räumt der Chef noch persönlich im weißen Kittel die Regale mit ein.
Hier spricht Sie das (in 45. Generation einheimisch gebürtige) Personal AN,
wenn man bemerkt, dass Sie etwas suchen und nicht finden.

Und hier können ältere (oder einfach nur verheiratet mitgeschleifte*) Menschen
sich an strategisch günstigen Stellen im Laden ein bisschen hinsetzen und ausruhen.

Unmittelbar nach der Obst- und Gemüseabteilung war schon so mancher unfreiwillig
begleitende Ehegatte an der nervlichen Kernschmelze, bereit zum Ausrufen des Trennungsjahres.

Da kommt so eine Sitzgelegenheit -strategisch günstig zum Alkohol gelegen- gerade recht.



In der Landeshauptstadt hingegen richtet man sich verstärkt auf das
drohende Fahrverbot für altere Dieselfahrzeuge ein.

Nämlich wie?

Mehr Elektroautos?  Nein. Hier fährt man Daimler, keinen e-Smart.
Mehr ÖPNV?  Nein. Die S- und U-Bahnen sind zu den Stoßzeiten eh schon überfüllt.
Mehr Fahrrad und Moped?  Neinnnn.

 Sie waren wohl noch nie in Stuttgart mit einem Zweirad unterwegs, wie?
Wären Sie es, könnten Sie diese Frage nicht mehr stellen.
Dafür bekämen Sie jede Woche sonntags Besuch. Von Ihren Verwandten.
Zum Blumengießen und neue Kerze reinstellen.


Nein, die Lösung heißt: Oldtimer zulassen!
Wahnsinn, was hier auf einmal Oldtimer auf den Straßen zu sehen sind!

Mit dem "H"-Kennzeichen können Sie schließlich hinten raus blasen, was Sie wollen.
Nix Fahrverbot.
Und nur EUR 3,80 KFZ-Steuer im Monat.
Dafür kriegen Sie nicht mal eine Hin-Fahrkarte mit der S6 nach Leonberg.**



Hier gibt's im Umland ziemlich viel Wein.
Überall können Sie sonntags in den Weinorten an die Keltern fahren und parken,
bis Anfang November sehen Sie häufig nebendran aufgebaute Bierzeltgarnituren,
Schirme, und dann wird dort frischer Zwiebelkuchen oder Flammkuchen
mit eigenem Wein ausgeschenkt. Und Käsewürfel mit Paprika und Zwiebelringen zum Dessert.

Und Service für die Lektüre der Speisekarte wird hier auch groß geschrieben ;-).



Und auch ansonsten schaut man hier, dass Ordnung herrscht.
Bzw. man ist behilflich beim "Ordnung einhalten".
Allerorten.



Besuchen Sie das Schwabenland.
Es gibt viel zu sehen, und Sie werden's nicht bereuen :-).


* Lesen Sie zur Vertiefung dieses Themas mehr
bei der reizenden Miss Whimsy.

** sofern Sie da je hin wollten.

Sonntag, 26. November 2017

Meerlaunen


Das Zweitschönste am Bloggen ist, auf tolle andere Blogs zu stoßen.
Wenngleich ich lieber schreibe als lese.

Genau genommen lese ich keine 3% der Blogs, die ich abonniert habe (würde ich sie ALLE lesen, müsste ich im Job auf eine Teilzeitstelle runter, aber manchmal ist das abonnierende Auge halt größer als die Zeit, die man tatsächlich aufzubringen vermag...).

Sie wären erstaunt, wie wenig ich wirklich lese.
Kopfscheue beispielsweise vermisse ich sehr. Hat vor 4 Jahren aufgehört zu bloggen.
Ich sehe dort immer noch gelegentlich wehmütig vorbei.

Frau Morphiium zum Beispiel wäre auch besser "dabei" geblieben, aber sie hat sich bedauerlicherweise anders entschieden.
Na, zumindest liest sie hier noch mit.

Eine stets gute Adresse war copypastelove, inzwischen ist Mira aber in ihr eigenes Zuhause umgezogen und gibt von dort aus die besten Tipps, die man bekommen kann fürs Blogdesign usw.

Und zwischen den Wenigen, die man vermisst, entdeckt man doch hin und wieder neue Perlen.

Neue Schmuckstücke, deren Gegenwart das Leselicht ein klein wenig heller erscheinen lässt.
Und man gar nicht recht sagen kann, weshalb eigentlich.
Vielleicht, weil man spürt, dass die Seele dahinter sich gelegentlich genauso (eher noch mehr)
zusammenreißen muss, um sich zu trauen, jene Bühne zu betreten, die Bloggersdorf heißt.

Meine heutige Lesempfehlung gilt Miss Whimsy.

Ich finde, ihre "Meerlaunen" haben mehr als lediglich einen Besuch verdient.
Freundliche Kommentare zum Beispiel. Das Attribut ist dabei wichtig.

Also, schnappen Sie sich Ihr Paddelboot und rudern mit rüber?

Samstag, 25. November 2017

screenshot saturday KW 47



[ Spätestens seit gestern wissen Sie:

Fahren Sie vorsichtig.
Genießen Sie den Tag.
JEDEN.


Sagen Sie denen, die Sie lieben,
DASS Sie sie lieben.
Jeden Tag.  ]











  
 

Freitag, 24. November 2017

Death on the road


[ Wenn Sie das hier lesen,
befinde ich mich auf dem Weg zu einer Trauerfeier.


Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los,
die Einschläge kämen näher... ]



Als ich mich mit dem Büffel in der City auf einen Burger treffe,
kommt er mit nachdenklicher Miene in den Laden.

Er wolle ja nicht gleich zu Beginn unseres Treffens die Stimmung versauen.
Aber die Frau unseres Kollegen sei heute Nacht von einem umfallenden Baum
im Auto erschlagen worden, zusammen mit ihrer Mutter.

Er hätte sich in seinem Büro noch gewundert, über den komischen Anruf
des Kindergartens.
Seine zwei Kinder seien heute nicht abgeholt worden.
Was denn los sei.
Daraufhin ruft er seine Frau an.
Niemand geht ans Handy.

Dafür steht bald darauf die Polizei vor seiner Tür.
Und bittet ihn, sich zu setzen...

Nun wachsen 2 kleine Kinder allein bei ihrem Vater auf.
Die nicht begreifen können, was ihnen geschieht.
Und warum.
Furchtbare Geschichte.

Betretene Gesichter beim Büffel und mir.
Irgendwann sagt Einer was und das Gespräch, die Themen schweifen weiter.
Normalität gewinnt langsam wieder die Oberhand in unseren Dialogen.

Und irgendwann kommt sogar der Appetit zurück.
Die freundliche junge Bedienung erleichtert uns mit ihrer Art den Weg,
die Stimmung zurück zu den Lebenden zu finden.

Und dann gibt es Doppelburger und eine geteilte Portion Pommes.
Und Prosecco und Weißbier.

Auf die, die noch leben dürfen.
Mögen sie sich ihres Privilegs stets bewusst sein.


Donnerstag, 23. November 2017

Vorsorge: Wie es später mal aussieht


[ Heute startet der Teil dieses Blogs,
der sich weniger mit Privatem und mehr mit
meinem Beruflichen befasst - "Vorsorge" in allen Formen*.


Ich hatte wahrgenommen, dass Sie meine Ansichten
zu dem Themenbereich hören wollten - was ich jetzt schon
versprechen kann: Sie werden Ihnen nicht gefallen.

Und das neue postlabel hat mir Frau Brüllmaus ins Ohr geflüstert^^]


* außer Proktologie

Fangen wir an mit ein paar Rahmendaten zur gesetzlichen Rente.
Langweilig, sagen Sie?

Ich sage Ihnen: Ich muss die Ihnen anfangs um die Ohren knallen.
Weil ansonsten das Ausmaß dessen, was Vielen bevorsteht, im Unklaren bleibt:

Etwa ab dem Jahr 2030-2035 werden 35-40% aller Rentnerneuzugänge
von Altersarmut betroffen sein.

Das bedeutet: Sie werden GruSi beantragen müssen.

"Grundsicherung im Alter" funktioniert, was die Schonvermögen angeht,
ein bisschen anders als Hartz IV, wird aber genau so berechnet:
Man guckt, was der Rentner so an Einnahmen hat, und wenn das einen bestimmten Wert unterschreitet
in Relation zu seinen (angemessenen) Ausgaben, dann erhält er GruSi.

Heißt: Er wird auf seinen amtlich ermittelten "Bedarfswert" aufgestockt.
Und darf dafür unregelmäßig auf dem Amt antanzen.

Als pauschalen Richtwert für eine Einzelperson ohne unterhaltsbedürftige Angehörige
können Sie hier und jetzt -stark vereinfacht- mal davon ausgehen, dass das etwa so
bei 900-930 EUR losgeht:

Liegen Sie mit Ihren mtl. Einnahmen in diesem Bereich oder darunter, sind Sie ein Hartz IV-Fall, heißen dann aber "Grundsicherungsbezieher" (was im Prinzip das Gleiche ist).

Wer aber erhält eine solch geringe Rente?

Die erhält zum Beispiel jemand, der mtl. brutto 2.400 EUR verdient.
Und das aber unterbrechungsfrei bis zum 67. Lebensjahr, nicht vergessen.

Wo können Sie das da oben für sich selbst nachvollziehen?

Wir werden seine Webseite hier noch häufiger bemühen, um das,
was ich Ihnen so zu erzählen beabsichtige, rechnerisch begründen und nachvollziehen zu können,
aber für heute reicht ein erster Blick auf Norbert Heydorns Rentenschätzer.

Also: Wer unter EUR 2.500 brutto verdient und/oder gebrochene Erwerbszeiten in
seinem Rentenverlauf vorfindet, die ihn durchschnittlich auf diesen Wert drücken,
der kann sich auf eine Altersrente mit 67 von unter mtl. EUR 1.000,-- einstellen.
Und ist damit in aller Regel Bedarfsfall für die Grundsicherung.

Jetzt müssen Sie nur noch wissen, dass knapp 40% aller Beschäftigungsverhältnisse
in Deutschland mit einem Bruttoeinkommen von mtl.  EUR 2.500 oder weniger ausgestattet sind,
dann schwant Ihnen, wie ich auf die Aussage im dritten Absatz oben gekommen bin.

Besonders heikel ist die Situation im Alter von alleinerziehenden Müttern
und Frauen mit gebrochenen Erwerbsbiographien (Kindererziehungszeiten) und
lang angelegten 400- oder 450-EUR-Jobs (zum Unterschied zwischen diesen ein andermal mehr).

Eine in meinen Augen Pflichtlektüre für Frauen ist daher dieser Artikel von
Frau Martina Lackner, der mit einer Ohrfeige, die es auf den Punkt bringt, endet:

"Wer kein Geld hat, muss sich fügen."



HAUSAUFGABE BIS ZUM NÄCHSTEN MAL:

Falls Sie diese einleitenden Gedanken dazu nutzen möchten,
sich bis zum nächsten Beitrag (hier in Ihrem bevorzugten Premiumblog)
schon einmal hinsichtlich Ihrer eigenen staatlichen Altersversorgung zu informieren,
empfehle ich, sich eine aktuelle Renteninformation zu besorgen. Kostenlos.

Das können Sie online hier erledigen und geht sicher schneller, als den Aktenordner...

a) in Ihrem Chaos daheim zu finden
b) nach der jährlichen Renteninformation zu durchforsten, die dort irgendwo abgelegt wurde

Alternativ können Sie auch ein Schätzprogramm einsetzen,
um Ihre Rente im Alter zu ermitteln.
Ich empfehle aus qualitativen Gründen wiederum eines von Herrn Heydorn.

Dort bekommen Sie auch den von ihm als "Gegenwartswert" bezeichneten Wert
Ihrer Altersrente genannt (das ist die kleinere Zahl).

Der Gegenwartswert soll Ihnen vor Augen halten, welche Kaufkraft Ihre Rente
mit 67 in heutige Maßstäbe übersetzt darstellt:
So bekommen Sie ein Gefühl dafür, was man sich mit der 67er-Rente bis dahin noch kaufen kann.

Die Differenz zwischen dieser Gegenwartsrente und Ihrem heutigen Nettogehalt
ist Ihre Versorgungslücke im Alter - die Sie entweder durch zusätzliche Einnahmen schließen müssen
oder die Sie durch Verzicht verkleinern müssen.

Aus meiner Sicht ergibt es absolut Sinn, sich zu überlegen, was für Kosten,
die Sie heute haben, im Alter wegfallen werden. Nicht könnten, sondern werden!

Und wenn Ihre persönliche Antwort auf diese Frage "gar keine!" lautet,
sind die nächsten Beiträge in dieser Kolumne etwas, das Sie vielleicht lesen sollten.

Mittwoch, 22. November 2017

Mila Muschel


[ Für heute hatte ich ursprünglich erklärend-Nachdenkliches
oder aber Trauriges im Angebot für den heutigen Beitrag.

Wie so oft kam es anders, und wie so oft war eine Frau Schuld.

Meiner Laune war es sehr zuträglich.
Ihrer hoffentlich auch .^^]

Ich werde vermutlich noch dafür büßen dürfen, das gepostet zu haben, aber:

Gestern abend habe ich dauergeschmunzelt, als ich aus der Ferne per WhatsApp
beiwohnen durfte, wie ein (erwachsenes) Mädchen vom seinem alten auf sein neues Handy umzieht.

Einen Androiden.
Das erfordert -anders als bei iPhones- ja ein gerüttelt Maß an Handarbeit, wie man weiß
(und ich kenne ja BEIDE Seiten aus vielfacher Praxis).


Sie wissen ja, als Mann FRAGT man manchmal noch so treudoof.
Weil man als Mann ja von klassischer Männerkommunikation verwöhnt ist.

So nach dem Muster: "Und? Klappt, ODER?"  -  "Joh, wird schon!"





Huuuhh, das lässt nichts Gutes erahnen.
Wenn frau schon sagt "es erfordert ARBEIT", dann attestiert das dem betroffenen Objekt
ein nur noch geringes Haltbarkeitsdatum - das gilt für einen MANN wie für technisches GERÄT!


Da haben wir's.
Beim ersten Problem wird gleich dem Ex hinterhergetrauert.
Weiber!


Aah, DefCon 2 steht unmittelbar bevor,
Reaktortemperatur im kritischen Bereich...


Ja nee, is' klar:
Der Ex konnte Alles besser.
Auch das Unmögliche.


Und nun ist der NEUE auch noch für das eigene Unvermögen verantwortlich,
DefCon 1- Prinzessinnen-Modus aktiviert!


Peng.
Auf dem Absatz umgedreht,
wehende Haarmähne durchs Gesicht gezogen,
Krönchen zurechtgerückt und dann:
Rauschender Stöckel-Abgang á la "ICH KANN SO NICHT ARBEITEN!!"   :-D

Ladies and Gents, ich hab noch 30 min später ein Grinsen im Gesicht gehabt...
vor meinem geistigen Auge konnte ich Frau Muschelmädchen förmlich beim Einrichten zusehen...




Dienstag, 21. November 2017

Deep down below


Als ich eine Stunde zu früh in der Zweigniederlassung eintreffe, sind die Hälfte der
wenigen noch für uns verbliebenen Parkplätze schon leer.

Langsam gleitet Bessy nach ganz hinten in die letzte Reihe.
An der ständigen Reduzierung der Parkplätze kann man ablesen,
welchen Weg unsere Branche in personeller Hinsicht seit Jahren nimmt:

War früher bis auf einige wenige Restplätze der gesamte P2 für uns reserviert,
kauern wir uns mittlerweile nur noch auf einem Drittel der alten Fläche zusammen.
Schon lange müssen sich unsere Führungskräfte absprechen, wenn sie uns
zu ihren meetings einberufen - zwei Teams gleichzeitig im Kalender, und es wird zu eng.

Während ich einparke, wird mir klar, wie schnell das alles gegangen ist.
Und unser Unternehmen, unsere Branche hat gerade erst angefangen, die Digitalisierung
überhaupt anzugehen und umzusetzen.

Als ich den Schlüssel abziehe, wird mir erneut klar, wie sehr wir "die Letzten unserer Art" sind.
Wir sind angestellte Spezialisten. Wir sind alte Hasen.

Unsere Funktion entstammt einer Zeit, in der es auf die klassische Altersvorsorge
jährlich 7% Verzinsung gab. Und der Scheiß war auch noch steuerfrei.
Wen interessierten da schon die Kosten, die Gehälter?

Als ich in den Fahrstuhl steige und auf "EG" drücke, fällt mir
die Werbung von neulich wieder ein, sie kam nachts halb elf auf irgendeinem Privatsender:

Es waren 12 Werbeclips in der Pause.
Ich habe sie gezählt.
Davon waren 9 Werbung für Apps oder Online-Portale.
NEUN!

Drei Viertel aller Werbung befasste sich damit, wie man Dinge künftig selber macht,
die man seither jemand Anderen für sich hat machen lassen.
Und den dafür bezahlt hat.

Und wir?
Wir sind hochbezahlte Angestellte in einer Tätigkeit, die Keiner
(kein Kunde, keine Agentur, kein Arbeitgeber) mehr bezahlen will:
Wir sind Berater-Spezialisten.

In einer Welt der 4k-ultraHD-Spielkonsolen sind wir Game Boys,
die sich damit brüsten, dass es sie jetzt auch in Farbe gibt.
Mit Multiplayermodus, aber nur für 2.

Das geht mir durch den Kopf, als ich bei Zimtmädchens Büro anklopfe.
Sie steht auf und umarmt mich lange.
Sie weiß, was mich die letzten Tage umtreibt.
Hach.
Diese Brüste.

Auch ihre Zeit mit mir, mit uns hier geht zu Ende.
Sie hat eine Stelle als Führungskraft in Aussicht.
Im Innendienst.

Das junge Ding, das gestern noch unsere Azubiene war, ist dann eine Chefin.
'Stelle fest, dass ich irgendwie ein paar Jahre geistig "weg" gewesen sein muss.

Fühle mich gleich noch mehr wie ein Brontosaurus, der Algen kauend
zum Himmel schaut und staunend das Glühen des Meteors beim Eintritt
in die Erdathmosphäre betrachtet, der sein nahes Ende verheißt.

Eine Viertelstunde vor Beginn steige ich wieder in den Aufzug, diesmal 2. OG.
Auf dem Gang steht in 50m Entfernung meine Chefin mit einem meiner Kollegen.
Er hatte den vorletzten Termin mit ihr für heute.
Den letzten habe ich.

Es ist 17 Uhr, als wir unser Gespräch beginnen.
Sie ist seit 10 Stunden auf den high heels und sichtlich mitgenommen,
lächelt aber und lässt sich die enormen Anstrengungen nicht anmerken.
Sie ist so was von Vollprofi, so was von Chef, das läutet schon sonntags.

Ich fange an zu reden, sie hört zu.
Ihre Mimik und ihre Gestik bezeugen Verständnis, sie spürt meinen Konflikt:
Nochmal ein paar Jahre an der Kampffront, im Dienstwagen?

Als main tank im raid, an vorderster Front am Kunden,
als Erster am Endboss im Schlachtzug?

Oder lieber das ganz neue Team mit aufbauen, es mitgestalten,
die Kreativabteilung, die Telefon-Engel, die Schulungen-Bastler, die Angebots-Füchse?

Immer noch aktiv im raid - aber künftig mehr so als Heiler? Oder range DD?
Ohne Dienstwagen?

Ich kann hier und jetzt alle meine Bedenken und Hoffnungen offen äußern.
Die Chefin hört sie sich alle an und beginnt dann behutsam, sie zurechtzurücken,
ihnen ein weiteres Bild als Betrachtungsmöglichkeit hinzuzufügen.
Mich auf Aspekte zu bringen, die ich nicht ausreichend ausgeleuchtet hatte
und denen ein relevanter Teil fehlte.

Am Schluss ihrer Ausführungen stelle ich fest, dass der Außendienstjob,
so wie ICH ihn kenne, ihn mag und verstanden hatte, nicht mehr existiert -
denn er mutiert künftig zu einer reinen Verkaufstätigkeit an 4-5 Tagen in der Woche,
die von so vielen Agenturen "gebucht" werden kann, dass für Pausen, Freiheiten und
Kreativität kaum noch Platz und Zeit ist.

Muss ganz kurz an Frau Laterne denken.
Für eine halbe Sekunde davon sogar wehmütig.

Außerdem stelle ich fest, dass der Innendienstjob gar Keiner ist -  er hat schon zu tun mit
Service am Telefon, aber er beinhaltet auch Tagungen, hin und wieder Reisetätigkeiten,
Kreativarbeit und vor Allem:
Die ZEIT und die MÖGLICHKEIT, selbst mitgestalten zu können.

Bald ist klar: Sie möchte mich lieber in ihrem Kreativteam haben.
Sie hat klare Vorstellungen von dem, was das Team einmal sein könnte, sie hat Visionen.
Wie lange habe ich hier schon niemanden mehr mit Ideen, mit Visionen gesehen?
Sie steckt mich an.

Nach 45 min naht der Augenblick der vorab-Entscheidung:
Ihre Antwortpausen werden länger, ihre Blicke tiefer.

Ich ergreife die Initiative und leite das Finale ein:
"Egal, was ich jetzt gleich entscheide, die Flasche Bardolino daheim, die ich gestern geschenkt bekommen habe, erlebt den Dienstag morgen nicht mehr!"

Sie lacht laut auf und wirft den Kopf zurück.
"Hätten Sie die mal besser mitgebracht Herr Z., dann hätten wir die
hier am Tisch aufgemacht und uns anschließend noch nebenan im Hotel
ein Zimmer nehmen müssen."

Der saß.
Ein Treffer, und was für Einer.
Manchmal weiß man ganz plötzlich, wo man richtig aufgehoben ist, was jetzt hier das Richtige ist.

Ich lächle schief.
Dann greife ich nach ihrer DIN A 4 -Kladde und nehme ihren Stift weg.
Sie schaut ungläubig.

Ich schreibe zwei Zeilen in ihre Kladde:
Meine präferierte 1a-Funktion und darunter meine präferierte 1b-Funktion.
Dann unterschreibe ich mit Initialen und drehe die offene Kladde zu ihr zurück.

Sie beugt sich vor, liest, lächelt.

Und in diesem Moment gehen 22 Jahre Verkauf und Außendienstfront zu Ende.
Zurück in der Tiefgarage kommen mir die Tränen, als ich auf Bessy zugehe.

Bevor ich einsteige, streichle ich über ihre Dachträgerleiste.
"Dass DU mal mein letzter Dienstwagen werden würdest,
hätte ich mir auch nicht träumen lassen."

Auf dem Heimweg verschwimmen mir noch manches Mal die KFZ-Schilder der Autos
vor mir in meinen salzigen Augen, während sich Herr Maier Bodes harte Rhythmen
wahrlich alle Mühe geben, die Knitter aus der Folie zu schlagen, die mein Verkäuferherz
wie das Goldpapier einer Rocher-Kugel umgeben.

Aber nach 5x hintereinander im Auto DEEP DOWN BELOW ist auch das überstanden.


Und übrigens ist der Bardolino jetzt leer.

Montag, 20. November 2017

weniger menschlich



*** UPDATE - NEWSFLASH:

Telefonat mit Chefin gehabt:
Die Entscheidung muss NOCH HEUTE von mir getroffen werden.

Der Termin "bis zum 30.11." ist  nur noch Makulatur ...***


Alles flirrt.

Alles, was in meinem Kopf ist, ist ein flirrender Haufen.
Wie ein gigantischer Schwarm Glühwürmchen.
Und es scheinen immer mehr zu werden.

Informationen, Ideen, Gespräche, Fragen, Zweifel führen seit einigen Tagen
einen Guerillakrieg in meinem Schädel.
Greife ich mir eines von ihnen, um es zu sezieren und zu analysieren,
rücken an seine Stelle zwei Neue nach.

Stellenweise sinke ich zusammengesunken und apathisch in meinem Stuhl.
Wie ein nasser Sack.
Und werde der Gedankenstürme nicht mehr Herr.
Ab und an raubt es mir die Luft zum Atmen, im wahrsten Sinne.
Und die Kraft, mich zu bewegen, gleich mit.

Seit Dienstag sind die "goldenen Jahre", deren Ende ich bei uns in der Firma
schon einmal prognostizierte, tatsächlich Vergangenheit:

Unsere Jobs werden noch einmal massiv beschnitten und personell reduziert.
Diese Betriebsversammlung, auf der alles verkündet wurde.
Stellenweise ein Monty-Python-hafter flying circus.
Auf der einstündigen Heimfahrt war ich wie paralysiert.

Wusste ich bis vor ein paar Wochen noch nicht, wie ich die Verdoppelung meines
jetzigen Betreuungsgebietes ab Januar stemmen soll (mein Kollege geht ja in Rente),
erscheinen mir diese Gedanken jetzt wie eine Kindergartenproblemstellung:

Verbleibe ich in meinem jetzigen Job, reden wir nun über eine entweder
kurzfristige vervier- oder mittelfristige veracht-Fachung meines jetzigen Gebietes:
Wir reden dann über 25.000 qkm Fläche. Deutlich mehr als Hessen.

Die Alternative ist ein neu geschaffener, stationärer Job.
Ohne jegliche Außendiensttätigkeit.
Betreuung erfolgt in ihm nur per Telefon und Skype.
Kein Dienstwagen mehr, keine Außentermine.
Und kein "großer Auftritt" mehr.

KANN ich das?
Nach mehr als zwanzig Jahren in den Innendienst wechseln?

Bis Ende des Monats (30.11.) muss ich mich entschieden und neu beworben haben.

Bei dem Gedanken, etwas nicht richtig völlig zu Ende durchdacht zu haben,
irgendeinem der wirklich zahlreichen Parameter nicht ausreichend Beachtung
zukommen gelassen zu haben,
eine mögliche Konsequenz nicht in ihrer Qualität erkannt zu haben,
werde ich beinahe wahnsinnig.

Es gilt die nächsten Tage, sehr viele Aspekte für einen "Job A" oder einen "Job B"
aufzunotieren, zu bewerten, zu priorisieren und zu durchdenken.
Denn: Ich werde bekommen, auf was ich mich bewerbe. Sicher.

Und natürlich kann ich das mit Niemandem inhaltlich besprechen.
Das. geht. nicht.
Das muss ich alleine tun, in meiner Geschwindigkeit, ohne Zeitverlust,
der durch die Übersetzung in Sprache und das Anhören von Einwand entstünde.

Gewisse Schwergewichtsaspekte durchdenke und entscheide ich bisweilen in Sekunden.
Schattenaspekte im Hintergrund (von außen sehen sie zumindest so aus) beanspruchen dafür
gleich mehrere Viertelstunden an Hirnprozessorkapazität unter Vollauslastung.

Keine Nacht, die derzeit ein Durchschlafen von mir sähe.
Hoher Ruhepuls über weite Teile des Tages.
Großes Bedürfnis nach Alkohol, ab dem Frühstück schon.

Die nächsten Tage entscheiden tatsächlich über wesentliche Teile
meines weiteren Lebens: Beruflich und damit auch privat.

       Eine Straßenkreuzung mitten in der Prärie, die "mein Leben" heißt.
       Und ich mitten auf ihr.
       Weit und breit kein Schild.
       
       Wohin ich wohl loslaufen werde?

In Situationen wie dieser wäre ich gerne eine Maschine.
Weniger menschlich.

Könnte frei von Ängsten und Sorgen neutral und emotionsfrei entscheiden.
Hätte keine Furcht vor Konsequenzen.


"Du musst atmen, Mensch, atme!
Nach Luft auftauchen!"