Dienstag, 31. Januar 2017

Alltagsallegorien


Freitags morgens, neulich.

Muss aufstehen, schon mal der erste Fehler.
Wende die Nordseite der Badelatschen schlurfenden Schrittes gen Küche um der im Bad beim Fönen singenden Gattin den Cappuchino zu bringen.

Sie sagt immer, dafür gäb's Zeugen.
Dass ich das damals im Standesamt so versprochen hätte.
Lebenslang, Cappuchino, morgens.
Habe das irgendwann mal bei ihrer besten Freundin (= Trauzeugin) nachgefragt.
Die hat das auch so bestätigt.

Was so ein Kaffeeautomat morgens schon von Einem will, da kann man nur staunen.
Steht alles im Display:
"Leeren", "nachfüllen", "drunterstellen", "entnehmen".
Stelle nach dem Öffnen der halbverklebten Augen (und nachdem meine Zehen
in warmer Pfütze stehen) fest:
Die richtige Reihenfolge ist keineswegs trivial.

Eigenes Duschen fällt wenigstens aus heute.
Weil nachher noch Sauna mit Pedro. Dort Duschen.

Sehe leider nach bereits EINEM Tag ohne Duschen aus wie ein Penner.
Nach 4 Jahren unter der Brücke.
Egal, die Haare verschwinden unter der myboshi-Wollmütze.
Bin mal gespannt, was ich mir da für den Sommer einfallen lasse.
Mit myboshi im Freibad - das führt manchmal zu Problemen, hab ich gehört.

Sehe neben Pedro in der Liege fläzend in der Sauna ein älteres Ehepaar.
Sie begutachten die (sehr) alte XXL-Personenwaage.
Modell "Himmelsscheibe von Nebra".
Deren runde Scheibenskala allein flößt schon Respekt ein.
Der Auspendelprozess sobald man sich draufstellt erst recht.

Sie sammelt ihren Mut und steigt auf die Messplatte.
Nach einigem Zeigerzittern bleibt dieser etwa auf seiner 12-Uhr-Position stehen.
Etwa 65 kg also, soweit wir das von unseren Liegen aus sehen können.

Pedro staunt. Er hätte sie schwerer eingeschätzt.
Bei IHM bleibt die Waage immer so auf halb zwei stehen.
Er schaut jetzt missmutig.

Und ich bin ja mehr so der Mann für die Nachmittage.
Weshalb MEIN Zeiger immer bei 15 Uhr einpendelt.
(Außer morgens um sechs.
Da steht mein Zeiger auf 12, aber sowasvon.)


Als ich heimkomme, befällt mich leichter Hunger.
Weil es abends noch was Warmes gibt, muss eine bescheidene Überbrückung her.

Erwäge daher die Anschaffung einer kleinen Kuh.
Leicht rosa gebraten, in Begleitung eines Backblechs voller Kartoffelecken.
Für Salat bleibt da sicher kein Platz mehr.

Stattdessen fällt mein Blick auf die Bananenfamilie.
Im Obstrondell.
Kurz vor der Detonation stehend.

*Seufz*
Also dann halt Bananen. Müssen weg. Dringend.

Ist schon witzig: Eine junge Banane schälen Sie in Sekunden.
Aber wenn die schon braun und schrumpelig sind, kann man die an ihrem Stil fast nicht mehr abtrennen und sie brauchen EWIG, um das Zeug da raus zu kriegen.
Tolle Allegorie auf alternde Männer, finde ich.

So, jetzt noch ein paar von den vorgeschnittenen Honigmelonenstücken der Gattin.
Doch nein!
Näher liegt der Tontopf mit den Treets!

(ich sage noch TREETS statt M&M's.
Und RAIDER statt TWIX.
Und KANZLER  statt MERKEL.
Ich bin halt retro.)


Das GUTE zu weit weg - doch das BÖSE, die hohlen Leerkalorien liegen so viel näher!
Und versprechen schmackhafte alles-wird-gut-Süße!

Das Bessere verliert also gegen das Schlechtere, nur weil dieses leichter greifbar ist?

Verstehe schlagartig das US-Wahlsystem.
Und meine frühere Frauenauswahl steht nun auch schlagartig in anderem Licht.
Bzw. in dessen Schatten.

Bin total fasziniert, wieviel Allegoriepotential in einer Honigmelone steckt.
Wobei die Analogie zu Trump da ja schon in der Farbe steckt.
Das darf man nicht vergessen.

Gattin kommt heim und - schnuppert an meinen Haaren.
Aus DER Frau werd' ich wohl nie mehr schlau.
Sie sagt, ich rieche total lecker nach...Rosmarin. Und Gartenkräutern.

Sicher diese neue Haar-Kombination aus Shampoo und Treatment.
Die mir mein Friseur für'n Hunni angedreht hat.
Die, ähm...stärkeres Haar und intensives Wachstum verspricht.
Auch im Alter.

Sehe mit einigem Unbehagen, dass der Gattin das Wasser im Mund zusammenläuft.
Setze unter dem Vorwand, mir sei kalt, nachts im Bett die Wollmütze auf.

Wer hätte gedacht, dass myboshi mir mal den Skalp rettet.

Montag, 30. Januar 2017

this is art


[ wieder Montag, willkommen zurück.

Lassen Sie uns eine gute Sitte fortsetzen
und den Montag wortkarg beginnen.

Zum Warmwerden und Wachwerden. ]


Sagen Sie, was Sie wollen.
Aber ICH finde, das hier ist gottverdammte KUNST!

Wahrlich wert, dafür 25 MB Ihres Datenvolumens aufm Handy zu verballern.


Sonntag, 29. Januar 2017

Papillon 9


Sie werden es nicht allzu oft erleben, dass ich irgendwelche Shops oder Produkte empfehle.

Und tue ich es doch, dann NUR, weil ich selbst davon begeistert bin (und das ist ja bekanntermaßen nicht sonderlich häufig der Fall.

Der Shop Papillon9 auf etsy.com ist so eine Ausnahme.
Er war seit dem Herbst letzten Jahres für neue Bestellungen geschlossen,
weil die Inhaberin und ihre Tochter (<= lecker, übrigens) in Aufträgen geradezu ersoffen sind.

Ich hab dort heute so ein leuchtendes Lesezeichen geordert, auf das ich schon seit Monaten scharf bin - vermutlich werde ich es verschenken (oder verlosen?), sobald sich eine gute Gelegenheit auftut.
Bin mal gespannt, wann es aus Kanada bei mir ankommt.^^

Nehmen Sie sich zehn Minuten Zeit zum Stöbern?
Es lohnt sich! :-)


Samstag, 28. Januar 2017

beim Spanier




Wenn Sie mich dazu überreden wollten, in unserer Landeshauptstadt gemeinsam ESSEN gehen zu wollen, brauchten Sie entweder zwei sehr hübsche schlagende Argumente (als Frau) oder eine geladene und entsicherte Waffe, die Sie mir vors Gesicht halten (als Mann).

Mich kriegen auf der Basis meiner Erfahrungen mit der Gastronomie dort nämlich
normalerweise keine 10 Pferde da hin.

Wie oft ich im City-Bereich insgesamt zum Essen war?
Ich schätze so 200 Mal, überschlägig - verteilt auf etwa 70 locations.
An wie viele empfehlenswerte locations kann ich mich erinnern?
Etwa 10.
An wie viele davon uneingeschränkt empfehlenswert?
0.

Eine Lokalität ist DANN toll und wieder-besuchenswert für mich, wenn die 3 relevanten Komponenten für einen Abend auswärts stimmig und gut sind:

Die location selbst/das Ambiente, das Essen und der Service.


(Eigentlich kommt noch das Preis-Leistungs-Verhältnis dazu
- aber das können Sie vergessen.
Zumindest in der Landeshauptstadt SOLLTEN Sie es vergessen.
Ansonsten müssten Sie gleich wieder die nächste
Autobahnauffahrt nehmen und umdrehen, zurück nach Hause).

Eigentlich finde ich nicht, dass das viel verlangt ist.
Bei "Ambiente" zum Beispiel reicht mir ein Platz, der sauber ist.

Der nicht zugig ist.
Der nicht zu laut ist.
Wo man nicht wegen Küchengestankes zurück daheim alle Klamotten in die Waschmaschine stecken und selbst 2x duschen muss vor dem zu Bett gehen.
Wo man bequem auch etwas länger sitzen bleiben kann.
Saubere, ordentliche Sanitärräume, die nicht 30+ Jahre alt sind und ansprechen.

Bei "Essen" bin ich sogar noch einfacher zufriedenzustellen:

Warmes Essen sollte warm sein.
Es sollte gar sein.
Nicht mit Fertigpulversaucen und anderem Glutamatdreck hochmontiert worden sein.
Und man sollte von der Tellergestaltung auch satt werden.
Auch bei den Getränken bin ich flexibel.
Eine bescheidene Auswahl aus Wein und Bier, schon werde ich fündig.
Mehrseitige Speise- und Getränkekarten überfordern mich schnell.



Bei "Service" meint man immer, da könne man doch nicht viel falsch machen.

Höfliche, mitteleuropäische Umgangsformen.
Sauberes, unhektisches Auftreten.
Keine Körpergeruchsbelästigung wie nach 18-stündiger Arbeit im Lager.
Einigermaßen Vertrautheit mit dem Inhalt der Getränke- und Speisekarte.
Waches Auge, offenes Ohr für alle Gäste an allen Tischen.

Und wenn JETZT NOCH das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt,
dann steht doch einer Empfehlung gar nix mehr im Weg, oder?



So.
Vermutlich waren Sie mit der Mehrheit meiner Kriterien d'accord - da sollte es Sie überraschen, dass die Schnittmenge aus dem oben Gesagten auf die hiesigen City-Restaurants bezogen exakt NULL ist.
Wirklich 0.

(Nicht mal die "Wielandshöhe" finde ich uneingeschränkt empfehlenswert,
aufgrund des an der Grenze zur Aufdringlichkeit präsenten Services
und der snobstischen Attitüde des Publikums.
Vor Allem aber, weil ich es unmoralisch finde, für 2 Personen
nur zum abends mal essen gehen 240 EUR rauszuhauen.
Habe jetzt noch ein schlechtes Gewissen, weil
Zimtmädchen Alles bezahlt hat damals.)


Also: Wenn Sie hier in der City essen gehen wollen , heißt es besser "Abstriche machen", wie wir Gynäkologen immer sagen.

Abgesehen von den Sanitäranlagen, dem lauten Ambiente und der beengten Sitzplätze waren wir gestern mit Pedro und Familie sehr zufrieden.
Als die Getränke auf den Tisch gestellt wurden, rechneten wir, wie lange wir schon nicht mehr hier gewesen waren, unserem ehemaligen Stamm-Lokal, in das wir fast jede Woche gekommen waren.

Ergebnis: Wenigstens 5 Jahre nicht mehr.

Meine persönliche Einschätzung:
Es war schon mindestens 7 Jahre her, seit wir das letzte Mal hier waren.
Die Anderen widersprechen aber.
Weil es ihnen unheimlich erscheint^^.

Irre, wie die Zeit vergeht.



Der Wirt sieht noch haargenau so aus wie früher!
Er singt mit bester Laune und Goldkehlchenstimme spanische Weisen, wannimmer er quer durch das Lokal rauscht, hinter dem Tresen zapft oder in die Küche stürmt.

Ich vertraue ihm.
Sein Laden ist der einzige, in dem ich jemals Fisch bestellen würde.
So auch diesmal.

Die Speisekarte ist haarklein identisch mit der, die auch schon vor 13 Jahren auslag.
Interessanterweise erscheinen uns HEUTE aber die Preise vergleichsweise günstig!
Was dann auch die Gesamtrechnung für 4 Personen + Kind mit mehreren Getränken und Nachspeisen bestätigt.

Zwar erfordert Essen gehen mit kleinen Jungs am Tisch immer eine gewisse Nervenstärke (bei mir zumindest) und natürlich wollen Kinder auch bespaßt werden (vor Allem heutzutage).




Aber ich darf wirklich sagen: Der Abend, die location waren toll.
So toll, dass wir gleich wieder einen Folgetermin ausgemacht haben.

Das mache ich eigentlich nie.
Sicher die einsetzende Altersmilde^^




Freitag, 27. Januar 2017

auf Tagung


Statt großartiger Ergüsse (...) hab ich Ihnen ein paar pics mitgebracht,
wie das so ist, wenn man auf Tagungen  ist.
Derer waren es in den letzten zwei Tagen drei. D-R-E-I.

Mögen Sie am Wochenende viel Spaß haben.
Und mehr Höhepunkte als ich Tagungen.
Adios.


P.S. ...ach, und DANKE für Ihre Anregungen
zur "5 lives"-Serie, bin total begeistert^^.



Der Morgen vor Tagungsbeginn:
Frühstück vonne Tanke.
Mit Fisch für die Gehirn, weißeBescheid!



Abholen der Tagungsbändchen samt Namensschildern.
Ein Hauch von Budapest weht durch den Vertrieb!



Anleitung zum sicheren Scheitern binnen 2 Runden.


Bin mir noch nicht ganz sicher,
ob die neue Strategie 2017 so völlig
bis zu Ende durchdacht ist...


Sieht deutlich besser aus, als es schmeckte.
Heute ist halt alles nur noch Show.


Das Handy des älteren Kollegen aus Mannheim.
Er zählt die Tage bis zum Vorruhestand!


Früh zurück im Hotel.
21 Uhr und schon aufm Zimmer, das hatte ich noch nie.


Ok, EINER geht noch rein an der Hotelbar.

HAUSAUFGABE:
1) Was ist in dem Glas?
2) Was kostet der Spaß an der Hotelbar?


Mittlerweile legen alle Hotels in ihren Tagungsräumen
kleine Sauereien aus.


Große auch.


Zwischendurch unterm Tisch verstohlenes Googlen der
Fachwörter, die der Referent da vorne raushaut.


Zwischendurch Email vom kranken Kollegen.
Dem scheint's schnell besser zu gehen!^^


Tagungsnotizen.
So wichtig !!


Wichtigster Tagungsordnungspunkt.


Innenhof des Hotels. Nett gemacht eigentlich.


...und DER steht auch dort.
Kriege gerade wieder Lust auf ein kühles Bier,
wenn ich den sehe... ;-)

Donnerstag, 26. Januar 2017

SteakBrot


[ Sie werden gleich leider
sehr hungrig geworden sein.

Das ist ok für mich.
Wenn ICH hier mal wieder im Tagungs-Schützengraben liege
und die letzten Reste des Intellekts und der Vernunft
mit dem Bajonett verteidige, dann dürfen
SIE ruhig auch ein bisschen darben.

"Darben"...sagt man das noch?
Auf Ihrem Planeten? In diesem Jahrhundert?

Ich hatte dass vergessen. Entschuldigung.

Und guten Appetit, das Rezept hier können Sie
gut brauchen: Es macht Männer süchtig. ]



Mittwoch, 25. Januar 2017

5 lives revisited


[ Bin auf Tagung, daher gibt's heute
Blogdosenfraß.

Diese Serie (5 lives) hat bislang fast keinen
Kommentar abbekommen.

Sei's drum, ich finde sie gut.
'Ist wie mit Titten.
Und GUTES muss man PFLEGEN.

Was nehmen SIE eigentlich so dafür?
So mal ganz unter uns Frauen? ]



Bernie Ecclestone

86-jähriger ex-Geschäftsführer der Formel-1-Holding.
Und da man dieses Geschäft vermutlich völlig zu Recht mit dem ehrbaren Handwerk eines Mittelständlers und den Gepflogenheiten eines ordentlichen Kaufmannes vergleich kann, vermutlich ebenso völlig zu Recht Milliardär.

Urgroßvater, derzeit zum dritten Mal verheiratet mit einer 47 Jahre jüngeren ehemaligen Vizepräsidentin des brasilianischen Grand Prix-Marketings.
Seine aktuelle Schwiegermutter ist 20 Jahre jünger als er.
Allerdings brachte er es in 40 aufeinanderfolgenden Jahren nur auf zwei Frauen.

Besaß mit seinem ebenso ehrbaren Freund und Geschäftspartner Flavio Briatore (das ist der, der mal unsere Heidi schwängerte, als sie noch keine verabscheuungswürdige Hexe im TV war) den Fußballclub Queens Park Rangers.

Hat seine Yacht für den Spottpreis von 9 Mio GBP an seinen Freund Eric Clapton verkauft.

Besitzer der Ehrenwürde in Gold um die Verdienste des Staates Östereich, was vermutlich weniger über die Person als über das Land aussagt.

Ab 2012 zentraler Verdächtiger im Betrugs- und Bestechungsprozess, da er 44 Mio EUR Schmergeld an den Chief Risk Officer der früheren Bayern LB gezahlt hatte (was er auch zugab, sich allerdings herausredete mit der Begründung, er sei erpresst worden).

Im April 2014 erhob das Landgericht München Anklage deshalb - und das gleiche Gericht stellte diese schon im August wieder ein, gegen eine kleine Geldauflage in Höhe von 100 Mio USD, was dem Vertrauen in unseren Rechtsstaat und seine Judikative nachhaltig Ansehen und Glaubwürdigkeit einbrachte.

Im Gegenzug sandte Ecclestone dem bayerischen Justizministerium eine Grußkarte zu Weihnachten, welche den besonderen Humor und den tiefverbundenen Respekt der Reichen vor der Politik und der Justiz exemplarisch sehr gut darstellt.

Seine Biographie trägt den Titel "No Angel".



Wolfgang Grupp

Alleiniger Inhaber und Gesellschafter-Geschäftsführer der Trikotwarenfabrik Gebrüder Mayer e.K.
(Trigema ).

Übernahm 1969 das mit 10 Mio DM damals tief verschuldete Textilunternehmen seines Vaters, nachdem er als Diplomkaufmann gerade von der Uni gekommen war,
Seit diesem Tag hat es in der Firma Trigema noch keinen Tag Kurzarbeit gegeben und noch keine betriebsbedingte Kündigung.
Jedes Kind jedes Mitarbeiters in der Firma bekommt eine Ausbildungsplatzgarantie.
Jeder, der die Ausbildung schafft, bekommt eine Übernahmegarantie (außer Kinder von Angestellten, diese haben  immer eine Übernahmegarantie auf einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz).

Einziger in D verbliebener Textilhersteller, der ausnahmslos auch nur in D herstellen und fertigen lässt und einen Betriebsrat hat.
Hält die Mehrzahl der heutigen Manager für verantwortungslos und setzt sich vehement für eine unbeschränkte persönliche Managerhaftung ein wie auch für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Trigema selbst führt er als unbeschränkt vollhaftender eingetragener Kaufmann (e.K.).
Bekannt im TV wurde die Firma vor Allem in den 90ern durch ihr Firmenmaskotchen, einen kleinen Schimpansen, der im Nachrichtensprecherstil Werbung machte (eine Idee Grupps).

Gemeinsam mit seiner Frau unterhält der Vermögensmillionär eine Stiftung, die im Umfeld seines Wohnortes einige soziale Einrichtungen fördert und entwickelt.

"Ich habe die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass meine Mitarbeiter genügend Arbeit haben und diese müssen dafür auch dafür sorgen, dass diese Arbeit ordentlich verrichtet wird."

"Ich lebe noch auf dem Land, wo die Verantwortung für meine Mitarbeiter für mich an erster Stelle steht - von Wachstum in Stückzahlen halte ich nichts."



Essena O'Neill

20-jährige Australierin und ex-Instagram-Star. Veganerin.

War seit ihrem 15. Lebenjahr auf Instagram präsent und brachte  es mit Mode, Beauty- und Urlaubs-/Wellness-Bikini Fotoposts auf fast 570.000 follower in der Spitze, bis sie 2015 die Szene gegen sich aufbrachte, in dem sie die social media world als oberflächliche "2D-Welt" brandmarkte, die junge Mädchen unter Einsatz von Fake-Rollenmodellen in eine Scheinwelt aus Glamour und Magersucht treibe.

Das Besondere an ihrem Abschied war, dass sie zunächst alle Bilder vergangener Jahre erneut postete - diesmal aber nicht mit den üblichen "sooo goood 2b here / beach is amaaaziiingg, / lots of fun in the sun / xoxox♥♥♥" -Untertiteln, sondern mit Beschreibungen, wie das Foto WIRKLICH zustande gekommen sei und wie sie sich wirklich dabei gefühlt habe.

Wie sie von einem Bikinifoto (gesponsorte Ware) beispielsweise 120x  von ihrer kleinen Schwester verlangt hätte, das Foto mit dem Handy nochmal neu zu machen, bis sie endlich dünn genug darauf herauskam. Ein paar dieser posts sind als screenshots noch im Netz auffindbar.

Der make-up-freie, tränenreiche Abschied per Videobotschaft ist heute noch auf YT zu finden, es folgten Morddrohungen, diss-posts von anderen YouTubern und Instagrammern und langatmige, botschaftstriefende Videoposts von O'Neill selbst, in denen sie veganes Leben anpries und über die unhaltbaren Zustände in der Tierlebensmittelherstellung referierte.

Die danach gelaunchten YouTube- und Vimeokanäle wurden kurz danach wieder geleert und auch ihre beiden Webseiten (essenaoneill.com und letsbegamechangers.com) sind heute leer.
Auch alle ihre bis dahin genutzen Plattformaccounts wie Tumblr und Snapchat sind offline.

Laut Auskunft ihrer Mutter vom November letzten Jahres geht es Essena inzwischen wieder sehr gut, aber sie habe absolut keine Ambitionen mehr auf Interviews und social media.

Ihr Instagramprofil zeigt nur noch 1 Beitrag, und die Instagramszene ist inzwischen weitergezogen, sie hat 99,6% ihrer follower verloren.

"Soziale Medien sind nicht das Reale. Es ist komplett konstruierte Fotos und Clips, die einander übertrumpfen sollen. Und das hat mich aufgefressen."



Beate Uhse

Deutsche Unternehmerpionierin und einzige deutsche Stuntpilotin der 30er-Jahre.
Gestorben 2001.

Die Mutter -eine der ersten Ärztinnen Deutschlands- klärte die Kinder früh und auf und sprach offen mit ihnen über Sexualhygiene, eine Seltenheit zur damaligen Zeit.
Beate heiratete mit 19 ihren Fluglehrer und verlor ihn sechs Jahre später, als er im Luftkampf fiel.
Sie geriet mit ihrem Sohn in britische Gefangenschaft und nach der Freilassung siedelte sie nach Flensburg um.

Da die Alliierten ihr ein Flugtätigkeitsverbot auferlegt hatten, musste sie sich mit Schwarzmarkthandel durchschlagen.
Dabei erfuhr sie von vielen Frauen über deren Wunsch nach Sexualität, aber zugleich angesichts der schweren Nachkriegszeit die Befürchtung, schwanger zu werden.

So ließ sie eine Broschüre drucken, in welcher die Verhütung nach Knaus-Ogino beschrieben wurde.
Diese Broschüre ("Schrift X") verkaufte sich über 32.000 mal in wenigen Monaten, zu einem Preis von 50 Pfennig - das war das Startkapital für das eigene Unternehmen, was sich bald in Norddeutschland weiter ausdehnte und auch Kondome und Bücher über "Ehehygiene" ("Stimmt Alles in meiner Ehe?") zu vertreiben begann.

Sie eröffnete 1962 den weltweit ersten Sexshop ("Fachgeschäft für Ehehygiene"), geschickterweise zu Weihnachten, um die Empörung niedrig zu halten. In den nächsten 30 Jahren sollten über 2.000 Anzeigen gegen das Geschäft eingehen "wegen sittlicher Bedenken".

Da deshalb auch der Flensburger Tennisclub sie als Mitglied ablehnte, ließ sie sich einen eigenen Tennisplatz bauen.

Im Jahr 2000 erhielt sie die höchste europäische Auszeichnung (den "Hot d'Or d'honeur").
Der Versuch, in ihrer Wahlheimatstadt Flensburg posthum eine Straße nach ihr zu benennen, scheiterte am Widerstand der Bürger, sie heißt nun nach Beate Uhses Mädchennamen.
Auch der Vorschlag, die Fachhochschule Flensburgs nach einer ihrer größten Steuerzahlerinnen zu benennen, wurde aus den gleichen Gründen abgelehnt.



Melania Trump

Jugoslawisches Ex-Model (Titelseiten u.a. auf Elle, Vanity Fair, Vogue, Allure, GQ).
Abgebrochenes Architekturstudium zugunsten der Modelkarriere, die ihre Mutter bereits ab ihren 5. Lebensjahr vorantrieb.
Sie spricht 7 Sprachen und trägt derzeit ihren dritten Nachnamen (nach dem Geburtsnamen KNAVS und der Änderung auf die germanisierte Aussprache KNAUSS).

Derzeit Ehefrau des amtierenden US-Präsidenten und somit seit fast zweihundert Jahren die erste First Lady, welche nicht auf dem Boden der U.S.of A. geboren wurde.
Löste während des Wahlkampfes ihres Mannes eine Kontroverse aus, als sie auf ihrer (einzigen) öffentlichen Rede wortwörtliche Passagen aus einer 2008er- Rede der Gattin von Präsident Obama übernommen hatte.

Bestritt ihr Leben lang, einen Halbbruder zu haben, bis eine höchstrichterliche Entscheidung ihn klar als ebendiesen identifizierte.
Ihre eigene Website wurde im Sommer 2016 abgeschaltet, da auf ihr zu lesen war, Melania Trump habe in Slowenien ein Architekturstudium abgeschlossen - seither wird auf melaniatrump.com automatisch auf die Trust-website ihres Mannes umgelenkt.

Mit Donald Trump verheiratet seit 2005, erstmals liiert waren die Beiden ab 1997.
In einem Interview aus dem Jahr 1999 antwortete sie auf die Frage, welche Rolle sie einnähme, wenn ihr Mann Donald eines Tages Präsident der Vereinigten Staaten werden würde:

"I would be very traditional. Like Betty Ford or Jackie Kennedy."



Dienstag, 24. Januar 2017

Hotel Urea


Ich gehe auf einer grünen Wiese und muss irgendwo hin.
Aus der Tatsache, dass ich irgendetwas in den Händen trage, schließe ich das.
Schaue an mir runter und stelle fest, dass es sich um eine Milchkanne handelt.

Es ist ein warmer, sonniger Tag.
Blauer Himmel, echtes Heidi-Wetter.
Überhaupt, die Berge in der gar nicht mal so weiten Ferne - herrlich.
Das hier muss Südtirol sein, da bin ich ganz sicher.

An der rotweißen Schranke zur Straße hin hält ein Auto.
Irgendsoeine Reisschüssel, ich schaue mit zusammen gekniffenen Augen genauer hin.
Ah. Daihatsu Cuore.
Wie man so was fahren kann.

Die Schranke öffnet sich, die Parkgebühr wird entrichtet.
Ach, das hier ist nicht nur eine Wiese, sondern auch ein Parkplatz?

Die Reisschüssel fährt etwas hektisch auf mich zu und kommt unmittelbar neben mir zum Stehen.
Die Tür öffnet sich und heraus strömt laute Volksmusik.
Hansi Hinterseer, Best Of, wie ich erkenne.
("erkenne" aus Gründen, die mir ebenso rätselhaft sind wie Ihnen.)

Von den beiden Damen in der Reisschüssel steigt die Ältere aus, die Mutter, augenscheinlich.
Sie wirkt etwas fahrig und trägt eine auffaltbare Straßenkarte mit ausgestreckten Armen vor sich her.

"Entschuldigen Sie, junger Mann!"
Ach, und blind ist sie auch noch?

"Wir sind unterwegs zum Hotel UREA, aber meine Tochter und ich haben uns wohl verfahren, wie komme ich denn da hin??"

Werfe einen prüfenden Blick auf die Mutter, wonach mich die Fehlnavigation der Reisschüssel nicht mehr verwundert und danach schweift mein Blick auf die herrlichen Brüste auf dem Beifahrersitz, die an der jungen Schönheit namens Tochter vorne dran wohnen.

Ich antworte wahrheitsgemäß.
"Ein Hotel UREA, von dem habe ich noch nie etwas gehört!? Wo soll das denn sein?"

Die Dame drückt mir nun ihre Straßenkarte samt zweier Hotelprospekte in die Hand und faselt Vielerlei, angefangen von "Kurort" und endend irgendwo bei "Anwendungen" und "Heilwasser".

Der Blick auf die Hotelprospekte verrät mir:
Das Hotel heißt nicht UREA (das gibt es dort lediglich käuflich zu erwerben, vermutlich zum dreifachen Ladenpreis, im wohlfühligen Überschwang gleich im Anschluss an eine Wellness-Massage), sondern es heißt HOTEL IVY.

Zugegebenermaßen ist der Name wirklich gut versteckt, sogar auf den Hotelprospekten.
Er ist nur in Reliefbuchstaben auf dem kaminrotbraunen Prospekt eingeplottet, einer Blindenschrift nicht unähnlich.

Der Blick auf die Adresse im Prospekt verheißt Unbill.
"Es tut mir leid, aber Sie wollen nach Östereich, so wie es aussieht! Sie sind hier aber bereits in Italien! Sie sind zu weit gefahren und müssen wieder zurück."

Blässe steigt in das Gesicht der Mutter wie Frost im Zeitraffer über die Hochebenen in der Wüste.
"Aber...aber...das kann doch nicht sein....wie kommen wir denn jetzt dahin??"

Überlege mir kurz den Vorschlag einzuwerfen, dass sie "aus Sicherheitsgründen" doch erst einmal ihre Tochter hier bei mir auf der Almweise belassen könnte, um in Ruhe nach dem Hotel zu suchen.
Aber die Verzweiflung der Frau ist auch so schon groß genug, da kann ich sie jetzt nicht alleine nach Österreich schicken.

Ich bitte Sie! Nach Österreich !!

Auf der Landkarte erkenne ich, wo die Beiden falsch abgebogen sein müssen, zeige ihr den Grenzübergang und fahre mit dem Finger auf der Karte entlang, bis er am Ziel anhält.

"Das Hotel liegt etwas oberhalb vom Ort - Sie fahren die SP5 bis zum Oberwirt - und dann gleich links die enge Straße hoch. Dann darauf bleiben, bis Sie am Ziel sind!"
Manchmal überrasche ich mich selber.

Die Dame ist nun sehr erleichtert.
"Hach, da bin ich aber froh, dass wir SIE hier getroffen haben, Sie sind unser RETTER!
Sie erinnern mich so an den Hansi Hinterseer, wissen Sie das?"

Nein, das wusste ich nicht.
Und kann es auch nicht nachvollziehen.
Schon seit fast 23 Jahren habe ich eine andere Frisur.

Die Tür zu der Reisschüssel schließt sich lautstark, der Motor startet und es wird hörbar der erste
(ich hoffe der erste) Gang eingelegt, dann holpert der Daihatsu wie ein Känguruh mit Schluckauf
und gut geschüttelten Titten im Innenraum wieder von der Wiese.

Ich greife meine Milchkanne und schreite voran die Wiese hinauf.
In diesem Moment klingelt der Wecker der Gattin.

Nur, damit Sie mal sehen,
was ich so träume, wenn ich tags zuvor
die blauen Pillen geschluckt habe.

Montag, 23. Januar 2017

Jobdiagramm



[ Es ist montags, es ist morgens,
da vertragen Sie noch nicht so viel Text.
Ich weiß das,
'geht mir genau so.

Starten wir also mit leichter Kost,
ich hab' mir eine kleines Diagramm überlegt.

Hab aber prompt zum Schluss vergessen, meinen eigenen Job
da -als Markierung- mit reinzusetzen.
Sie können ja mal raten.

Und:
Wo setzen SIE darin IHREN Punkt? ]




Samstag, 21. Januar 2017

Freitag, 20. Januar 2017

G.'s Kommentar




Das ist das Schöne am Bloggen: Sie wissen NIE, was Sie an der nächsten Ecke erwartet - und das in Ihrem EIGENEN Blog^^.

An dem Ding da oben hab ich nicht ganz grundlos zwei Monate drauf rumgekaut.

Nicht wegen der Ehrlichkeit, die schätze und ehre ich, sofern mit Anstand vorgebracht.
Nicht wegen des Umstandes, dass mich hier Einige für einen...schwierigen Menschen halten mögen,
wenn sie zum Abholen ihrer daily dose of hilarity hierher vorbeikommen.

Und dann Titten oder womöglich Schlimmeres um die Ohren gehauen bekommen.^^

Nein, mir ging die ganze Zeit durch den Kopf:
Was denken wohl Menschen von mir, die mich persönlich kennen?
Ob Manche von denen auch so reden wie Frau G. oben?
Wenn ich nicht dabei bin?

Zwei Ereignisse haben mich ein Stück weit vergiftet diesbezüglich.

Das Eine war die -bis heute nicht überbotene Blödheit von mir- Gianna vor etwas mehr als 3 Jahren den Vorgängerblog zu zeigen.
Das brachte das sofortige, abrupte Ende unseres bis dato sehr persönlichen Verhältnisses mit sich.
Der Mensch, den sie kennengelernt hatte, hatte sich über Nacht in ein Monster verwandelt, einen Scharlatan, einen Betrüger.

Schlimm, wenn das der Eindruck eines Menschen ist, den man ein kleines bisschen geliebt hat.
Tat echt weh.

Das Zweite war eine Randbemerkung, die die Gattin in einem unserer schlimmeren Streits hatte fallen lassen.

Jetzt muss ich sagen: Egal, wie gut und lieb Frauen sein mögen,
man(n) sollte Dinge, die eine Frau im Streit sagt, 
nicht allzu zu ernst nehmen.
Anders als die allermeisten Männer, die ich kenne,
halten die allermeisten FRAUEN, mit denen ich das Unvergnügen hatte zu streiten,
nämlich keine Gürtellinien ein.


Da war die Äußerung gefallen, dass aus ihrem Freundeskreis jemand sie vor einer Verbindung mit mir gleich gewarnt habe.
So was lässt man sich selbstverständlich nicht groß anmerken.
Aber das saß.
War auch in dem Moment so gedacht, dass es sitzen sollte, also mehr Mittel zum Zweck, als wirklich eigene Überzeugung - aus diesem Grund habe ich es auch bald wieder vergeben.

Aber nicht vergessen.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man ganz gut mit mir können müsste.
Kann schon sein, dass ich ziemlich fehlerhaft verdrahtet bin.
Aber Menschen, die ich mag, können das letzte Hemd von mir haben und eigentlich kenne ich nur einen einzigen Menschen, der für seine geliebte Menschen verzögerungsfrei töten könnte.
Und das bin ich.

Vielleicht kommt es ab und an so rüber, als sei ich ein oberflächlicher chauvinistischer Clown.
Glauben Sie mir: Das stimmt.^^
Erst mal.



(Wenn Sie mich nach einem Grund fragen,
warum das denn so sei, müsste ich antworten:
Im Vergleich zu MIR finde ich den oberflächlichen, chauvinistischen Clown
womöglich erstrebenswerter?
Und auf der Suche nach der Antwort auf die Frage, warum
DAS wiederum so sei, landen Sie wahrscheinlich
recht nahe bei dem Menschen, der hier gerade diese Zeilen tippt.)


Wer weiß, Frau G.?
Ich mag den Gedanken, dass Sie vielleicht etwas überrascht von mir wären.

Womöglich sogar positiv.


Donnerstag, 19. Januar 2017

Screenshotthursday KW 03



[ ...leider zu müde für verbale Ergüsse
(und für die anderen ist wiederum die Gattin zu müde).

Bis nachts mit der Chefin Wein trinken und dann
keine 5 Stunden schlafen können (Scheiß Hotelbett)
steckt man halt nicht mehr ganz so easy weg wie mit M20.

Habe aber zu Ehren des Capt'ns immer mal wieder
mit Gin Tonic zwischengespült.

Die hatten Bombay Sapphire an der Bar.
Aber leider keinen Capt'n.
Andersrum wär's besser gewesen. ]














*** BONUS ***



Mittwoch, 18. Januar 2017

titty wednesday


( bin immer noch auf Tagung
und möchte zumindest beim
zwischendurch-den-Blog-checken
was Nettes zu sehen kriegen.)





Dienstag, 17. Januar 2017

Arbeitsplatzfahrten


In meine Arbeitsvertrag steht drin:
"Arbeitsplatz ist der Wohnort des Mitarbeiters (Domizilklausel)".

Heißt übersetzt: Als Außendienstler haben Sie gefälligst "draußen" zu sein, also kriegen Sie von uns auch kein Büro. Ansonsten fahren Sie daheim ab und wieder an.

Weil es aber so ganz ohne Büroräumlichkeiten/Sitzmöglichkeiten in der Niederlassung dann doch nicht geht, haben wir Mehrplatzbüros - ohne festen Sitzplatz (aber bald schon machen die das gangbar, das wurde bereits angekündigtdroht).

Es sind Laptop-docking stations und eine Maus-/Tastaturkombi sowie ein Bildschirm dort.
Und wer zuerst da ist, ist halt da.

Das machen bei uns nur die, die daheim nicht die Räumlichkeiten für ein Bürozimmer haben.
Oder daheim kein Büro WOLLEN.
Oder die daheim ihrer Frau sonst zu sehr auf die Nerven gehen würden (häufiger Grund btw).

Nicht so ich - wenn ich jeden Tag in einen Büroklotz fahren müsste, nur um zu arbeiten, würde ich wahnsinnig. Allein schon wegen des Verkehrs in Deutschlands Stau-City Nummer eins.

Aus diesem Grund fahre ich maximal 1x pro Monat ins Büro.
Nie freiwillig, immer nur auf einen angesetzten Termin hin.
Schon die erforderlichen Absprachen ("Bist DU morgen im Büro? Oder kann ICH auf den Platz hinten links?") für einen regelmäßigeren Büroaufenthalt wären mir zuwider.

Manchen würde so der Austausch mit ihren Kollegen fehlen.
Ganz ehrlich? Brauch' ich nicht.
Die Mehrzahl von denen hab ich mir nicht ausgesucht.
Und mit der Minderheit treffe ich mich außerhalb des Büros lieber, meist privat.

Es gibt im Wesentlichen 2 Strecken, die ich nutzen kann, um mit dem Auto ins Büro zu fahren.
Die Eine ist 22,1 km lang und führt einmal direkt durch die komplette Landeshauptstadt.

Die Andere ist exakt 50,0 km lang und führt komplett außen rum über die Autobahn, unter kompletter Vermeidung der City.

Und jetzt der Witz:
Ich benötige für BEIDE Strecken ziemlich exakt die gleiche Fahrdauer: ~39-42 Minuten.

Der Vorteil der Längeren ist:
Ich muss so gut wie nie auf die Bremse und habe lediglich 4 Ampeln bis zum Ziel.
Und da bin ich mir ziemlich sicher, dass diese längere Strecke außenrum nicht nur die motor- und nervenschonendere ist, sondern auch die umweltfreundlichere (trotz der längeren Strecke).

Manchmal (bzw. montags: immer) ist jedoch die Autobahn dicht.
Dann bleibt nur die City-Strecke.

Und im Winter ist da fast jeden Morgen das gleiche Bild.


Bin mal gespannt, wann der erste Richter die City endlich dicht machen lässt für Diesel-KFZ.
Oder gleich für den ganzen Privatverkehr sperrt.

Aber wenn Sie das hier lesen, bin ich schon unterwegs.
An die Landesgrenze zu Hessen.

Warum?
"Zweitägige Klausurtagung" (zu deutsch, die Blinden diskutieren die Farbmode 2017).

Wieso dorthin?
Na weil meine Chefin 7 Minuten entfernt wohnt.
Und SIE die Veranstaltung bezahlt.

Deshalb muss der ganze REST von uns im Durchschnitt 1:25 h Anfahrt in Kauf nehmen.
Zimtmädchen sogar 1:50 h.

Was für ein Wahnsinn.
Ein Hoch auf die Umwelt.

Montag, 16. Januar 2017

Telefonstimmenstatistik


[ da hat Frau Vanilla mich drauf gebracht.
Schon vor 3 Jahren.

Ich brauch' halt immer so lange. ]


Samstag, 14. Januar 2017

KcilbkcürnehcoW KW 02


Montag:

Die morgendliche Skypekonferenz wird eine Stunde vor Beginn abgesagt.
Das ist super.
Da kann ich mir heute morgen den Klick auf "jetzt teilnehmen" endlich mal sparen, bevor ich das headset wie gewohnt stummgeschaltet auf die Seite lege und blog-binge.
Prioritäten, Ladies!

Habe übers Wochenende doch tatsächlich mein Samsung-tablet via Ebay vertickt bekommen.
13 Jahre bei Ebay, und mein ERSTER Verkauf!
An einen Mike aus Berlin. Uargh.
Na, das Samsung-Teil wird ja nicht gleich Feuer fangen bei dem.

Feuer fängt dafür gleich der friedhofsblonde ZsaZsa-Garbor-Verschnitt vor mir auf der Poststelle,
die 9 (!) Lottoscheine im Wert von 160 Euro ausgefüllt abgibt.
Und.sich.jede.Quittung.einzeln.ausdrucken.lässt.
Kaugummikauend.
Genau dann, als ICH mein Paket nach Berlin aufgeben will.


Dienstag:

Morgens Haare schneiden lassen bei Cilut.
War echt an der Zeit - beim letzten ausgemachten Termin konnte ich nämlich nicht.
Da war ich krank.
Jetzt WIRKLICH krank!
Also GANZ krank, ich sag nur: Tödlicher Männerschnupfen.
Quasi nicht transportfähig.
Kurz vor der eisernen Lunge.
Das halbe Haus betete um mein Leben.
Bzw. darum, dass ich einfach nur mit dem Gejammere aufhören möge.

Jedenfalls, er war bester Dinge und ich sein ERSTER Haarschnitt im neuen Jahr!
Huii, denke ich mir, wenn's DEM so geht wie MIR immer nachm Urlaub (Totalverlust
aller skills) dann kann ich mich ja jetzt auf einen heißen Haarschnitt gefasst machen.
Befürchte schon irgendwas im Stil von DIE ANTWOORD.

Erstmal darf seine neue Azubiene bei mir Haare waschen üben.
Huiii again.
Ich hoffe für ihren Freund, die presst nicht überall so mit den Fingern rum wie an meinem Schädel.

Fahre anschließend mit einem Haarschnitt geleckt wie ein junger Beckham nach Köln.
Meine Kollegen sind auch schon unterwegs.
Auf Höhe Montabaur knallt Kollege "Problembär" mit 190 Sachen in seinem Passat an mir vorbei.
Und die Autobahn so nass wie Madonna aufm Dreirad.
Als hätte es ihn nicht vor 5 Monaten erst bei Regen in die Bordsteine geknallt.
Der lernt's nicht mehr.

Bin als Zweiter im Hotel.
Nur kurz einchecken, die Klamotten aufs Bett, runter an die Bar, Kommando Kobra.

Kennen Sie Kommando Kobra?
Ganz, ganz schnell Alkohol hochpegeln, dann oben angekommen die Bremse ziehen
und nur noch nach Bedarf mit geringer Neuzufuhr nachpegeln.
Also das Level stehend halten (Sie mochten doch auch TOP GUN?)

Klappt auch total gut, 5 Kölsch in 12 Minuten.
Leider kommen dann die Kollegen und wollen ins Deutzer Brauhaus.
Das mit der "geringen Neuzufuhr" muss ich nochmal üben.
Werde gegen 00:10 Uhr kuschelbedürftig und vermisse den Capt'n.
Jetzt nicht wegen dem Kuscheln.



Mittwoch:

Diese Tagung ist noch keine 20 Minuten am Start und ich begreife schon wieder VÖLLIG,
wieso diese Drecksbranche ausstirbt.
Zu Recht.
Die HÄLFTE meiner Kollegen wird in 5 Jahren altershalber weg sein.
Und bei den weiblichen Kollegen würde man lieber mit den Enkelinnen abends was trinken gehen.

Immerhin, in der Pause steht ein schlankbeiniges blondes junges Etwas neben mir (das war die gute Nachricht), zu dem ich etwa so erstaunt hinauf schaue (das war die schlechte), wie man etwa einen wunderschönen Fahnenmast anguckt.
Ein Puppengesicht auf 1,83 m Höhe.
Wahnsinn.

Spreche sie an, wo ihre Sauerstoffmaske sei.
Der Höhe wegen.
Sie schnallt's nicht, die Kollegen verziehen mitleidig ihre Gesichter.

Egal, dann an halt 'nen anderen Tisch.
War sicher noch der Restalkohol von gestern.
Sehr viel schlauer macht's der Capt'n auch nicht, und bei DEM klappt's ja AUCH.
Also nicht motzen jetzt.

Die Referenten sind zum Teil bemüht, zum Teil eine Beleidigung für Intellekt.
Heize mit ehrensenfscharfen Zwischenfragen dem Raum ein bisschen ein,
was eine Gasthörerin dazu bewegt, mich in der nächsten Pause anzusprechen.
Vermutlich nur, um diesen Tagungsterroristen mal kennenzulernen.

Wir kommen in ein nettes Gespräch, sie arbeitet in Köln an etwas, zu dem ich
sinnvoll beitragen könnte.
Sogar ohne Sauerstoffmaskenwitze.
Wir haben Karten ausgetauscht und ich hab ihr 2 Kostproben meiner Arbeit gemailt.
Mal sehen, was daraus wird.

Donnerstag:

Morgens Sauna mit Pedro.
Das muss das erste Mal in 20 Jahren sein, dass ich den mit ungefärbten Haaren sehe.
Wäre fast an ihm vorbeigelaufen.

Weil's kalt ist, ist die Sauna gut besucht.
Im Morgenaufguss sitzen diesmal nicht nur Männer.
Dafür ist der Tattergreis mit den Bulleneiern auch wieder da.

Bei den Frauen ist alles dabei, von Aphrodite bis zur Venus von Willendorf.
Die Figuraphrodite trägt eines von diesen neumodischen Filzsaunahütchen in Form einer umgestülpten Tulpe aufm Kopf.
Mit dem Filzhut in die 90°C-Sauna.
Verrückte Welt.

Vladimir heißt der neue Aufgießer heute.
Man kann das Gurren sämtlicher gebärfähigen Frauen im Raum (aller beiden also) förmlich hören,
als er den Saunaeimer reinträgt.
Muskulös, Sixpack, Geheimratsecken bis zum ersten Tattoo, gleich unterm Nacken.
Die Arme komplett zutätowiert wie ein Spitzenhandschuh aus dem Rokkoko.
Auf dem Rücken weit gespannte Flügel tätowiert.
Muss sofort an Hannibal Lecter denken.

Vladi ist aus der Ukraine und hat's nicht so mit Sinnlichkeit und Ruhe.
Aus dem Saunaeimer wird kraftvoll und zügig ausgeschöpft.
Wie aus der Feldküche neben dem Schützengraben, schließlich kann der Russe jeden Moment wieder angreifen.
Statt Austragen sanfter Duftdämpfe ist mehr so Wasserstoffbombenzündung angesagt.

Auch das sogenannte "Anschlagen" (Zuwedeln) mit dem großen Fächer geschieht mit der gleichen Feinheit, mit der Nassputz quer an die Hauswand geschmissen wird.
Egal, die Weiber himmeln ihn unter ihren Tulpenhüten unterlippenkauend an, dabei tropfend.
(Ja, genau.)

Nach der Sauna geht's noch in die Physiotherapie.
Sie wissen noch, mein Tennisarm?
Meine Physiotherapeutin ist ein echter Engel.
Oder ein ziemlich gut verpacktes Teufelchen:
Nur zwei Fingergriffe von ihr in meinen Arm, und ich jaule.
Und jetzt kommen Sie mir nicht mit "wehleidige Mannsbilder" oder so 'nem Scheiß,
das tut ECHT WEH.
Aber erstens geht's mir DANACH immer supergut und zweitens sind sich die
Gespräche mit ihr etwas, wegen allein DEM man schon in die PT gehen möchte.

Frage sie unauffällig aus, was für Bücher von welchen Autoren sie bereits mit Genuss gelesen hat und beschließe, ihr am nächsten Tag ein Buchgeschenk heimlich am Arbeitsplatz zu hinterlassen.
(Falls Sie das hier jetzt lesen, Frau B.: Herzlich willkommen im SoulBlog^^).


Freitag:

Morgens Einzelcoaching geben in der Nachbarstadt.
Wäre schön gewesen, wenn ich mein iPad dort an den TFT hätte anschließen können.
Ging aber nicht, kein Bild.
Hmm.

Vielleicht war meine selbst ausgedachte Kabel-Mehrfach-Adapter-Konstruktion doch etwas zu gewagt?
"Apple Lightning <--> HDMI <--> DisplayPort" ?

Komme aus dem Termin raus, Anruf in Abwesenheit drauf.
Von der Chefin.
Bitte um Rückruf.

Fange mir einen leichten Rüffel ein.
Wieso ich meinen Reiseplan für diese Woche nicht am Montag abgegeben hätte.
Ok, meine Antwort ("Weil SIE sonst gewusst hätten, wann ich in der Sauna bin!") hat's nicht wirklich besser gemacht.

Erhalte zur Belohnung die Aufgabe, mit dem Leiter unserer Bank am Montag die Details unserer Tagung zu besprechen.
Gut outgesourced, baby, das war eigentlich DEIN to-do. Chapeu.
Wart' nur, DIR komm' ich bald schon mit 'ner Gehaltserhöhung an.


Abends wirken die PMS-Hormone der Gattin bereits raumgreifend.
'Frage daher per WhatsApp die ex-Geliebte um Rat.
Sie hat einen guten:



Beschließe, es also einmal mit dem Zuwerfen von unerfüllten Lebkuchenherzen durch die spaltbreit geöffnete Wohnzimmertür zu probieren.
Normal kommt ja abends Schoko Leibnitz im ZDF, das mag sie, da könnte die Laune -in Verbindung mit Lebkuchenherzen- sogar ganz erträglich sein.

Mache nach dem 4. Lebkuchenherz leider einen taktischen Fehler, in dem ich mich durch die Tür nach dem Stand der Wartungsarbeiten für meine erektionsbedingt beschädigte Schlafanzughose erkundige.

Prompt kommen die 4 Lebkuchenherzen samt dem Kerzenständer und der Keksdose zurück an die Tür geflogen, verbunden mit der laustarken Auskunft, dass diese Scheisshose nicht mehr zu retten gewesen und demzufolge IN DEN MÜLL geflogen sei.
Ich hätte ja noch 8 andere Schlafanzughosen.

Es ist 22:39 Uhr, ich trinke Weißwein und freue mich aufs Wochenende.
Ich sitze am PC.
Ohne Schlafhose.

Free Willy, sozusagen.
Cheers.


Freitag, 13. Januar 2017

Screenshotfriday KW 2


[ Freitag der Dreizehnte.
Und das Eheweib menstruiert.
Gerade noch rechtzeitig zum Wochenende, toll.
Wie das wieder alles passt.

Dann kann das World-of-Warcraft-weekend ja kommen.

Mein Schattenpriester ist jetzt übrigens eine FRAU.
Sieht geiler aus beim Händchenhalten.
Prost! ]