Samstag, 28. Januar 2017

beim Spanier




Wenn Sie mich dazu überreden wollten, in unserer Landeshauptstadt gemeinsam ESSEN gehen zu wollen, brauchten Sie entweder zwei sehr hübsche schlagende Argumente (als Frau) oder eine geladene und entsicherte Waffe, die Sie mir vors Gesicht halten (als Mann).

Mich kriegen auf der Basis meiner Erfahrungen mit der Gastronomie dort nämlich
normalerweise keine 10 Pferde da hin.

Wie oft ich im City-Bereich insgesamt zum Essen war?
Ich schätze so 200 Mal, überschlägig - verteilt auf etwa 70 locations.
An wie viele empfehlenswerte locations kann ich mich erinnern?
Etwa 10.
An wie viele davon uneingeschränkt empfehlenswert?
0.

Eine Lokalität ist DANN toll und wieder-besuchenswert für mich, wenn die 3 relevanten Komponenten für einen Abend auswärts stimmig und gut sind:

Die location selbst/das Ambiente, das Essen und der Service.


(Eigentlich kommt noch das Preis-Leistungs-Verhältnis dazu
- aber das können Sie vergessen.
Zumindest in der Landeshauptstadt SOLLTEN Sie es vergessen.
Ansonsten müssten Sie gleich wieder die nächste
Autobahnauffahrt nehmen und umdrehen, zurück nach Hause).

Eigentlich finde ich nicht, dass das viel verlangt ist.
Bei "Ambiente" zum Beispiel reicht mir ein Platz, der sauber ist.

Der nicht zugig ist.
Der nicht zu laut ist.
Wo man nicht wegen Küchengestankes zurück daheim alle Klamotten in die Waschmaschine stecken und selbst 2x duschen muss vor dem zu Bett gehen.
Wo man bequem auch etwas länger sitzen bleiben kann.
Saubere, ordentliche Sanitärräume, die nicht 30+ Jahre alt sind und ansprechen.

Bei "Essen" bin ich sogar noch einfacher zufriedenzustellen:

Warmes Essen sollte warm sein.
Es sollte gar sein.
Nicht mit Fertigpulversaucen und anderem Glutamatdreck hochmontiert worden sein.
Und man sollte von der Tellergestaltung auch satt werden.
Auch bei den Getränken bin ich flexibel.
Eine bescheidene Auswahl aus Wein und Bier, schon werde ich fündig.
Mehrseitige Speise- und Getränkekarten überfordern mich schnell.



Bei "Service" meint man immer, da könne man doch nicht viel falsch machen.

Höfliche, mitteleuropäische Umgangsformen.
Sauberes, unhektisches Auftreten.
Keine Körpergeruchsbelästigung wie nach 18-stündiger Arbeit im Lager.
Einigermaßen Vertrautheit mit dem Inhalt der Getränke- und Speisekarte.
Waches Auge, offenes Ohr für alle Gäste an allen Tischen.

Und wenn JETZT NOCH das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt,
dann steht doch einer Empfehlung gar nix mehr im Weg, oder?



So.
Vermutlich waren Sie mit der Mehrheit meiner Kriterien d'accord - da sollte es Sie überraschen, dass die Schnittmenge aus dem oben Gesagten auf die hiesigen City-Restaurants bezogen exakt NULL ist.
Wirklich 0.

(Nicht mal die "Wielandshöhe" finde ich uneingeschränkt empfehlenswert,
aufgrund des an der Grenze zur Aufdringlichkeit präsenten Services
und der snobstischen Attitüde des Publikums.
Vor Allem aber, weil ich es unmoralisch finde, für 2 Personen
nur zum abends mal essen gehen 240 EUR rauszuhauen.
Habe jetzt noch ein schlechtes Gewissen, weil
Zimtmädchen Alles bezahlt hat damals.)


Also: Wenn Sie hier in der City essen gehen wollen , heißt es besser "Abstriche machen", wie wir Gynäkologen immer sagen.

Abgesehen von den Sanitäranlagen, dem lauten Ambiente und der beengten Sitzplätze waren wir gestern mit Pedro und Familie sehr zufrieden.
Als die Getränke auf den Tisch gestellt wurden, rechneten wir, wie lange wir schon nicht mehr hier gewesen waren, unserem ehemaligen Stamm-Lokal, in das wir fast jede Woche gekommen waren.

Ergebnis: Wenigstens 5 Jahre nicht mehr.

Meine persönliche Einschätzung:
Es war schon mindestens 7 Jahre her, seit wir das letzte Mal hier waren.
Die Anderen widersprechen aber.
Weil es ihnen unheimlich erscheint^^.

Irre, wie die Zeit vergeht.



Der Wirt sieht noch haargenau so aus wie früher!
Er singt mit bester Laune und Goldkehlchenstimme spanische Weisen, wannimmer er quer durch das Lokal rauscht, hinter dem Tresen zapft oder in die Küche stürmt.

Ich vertraue ihm.
Sein Laden ist der einzige, in dem ich jemals Fisch bestellen würde.
So auch diesmal.

Die Speisekarte ist haarklein identisch mit der, die auch schon vor 13 Jahren auslag.
Interessanterweise erscheinen uns HEUTE aber die Preise vergleichsweise günstig!
Was dann auch die Gesamtrechnung für 4 Personen + Kind mit mehreren Getränken und Nachspeisen bestätigt.

Zwar erfordert Essen gehen mit kleinen Jungs am Tisch immer eine gewisse Nervenstärke (bei mir zumindest) und natürlich wollen Kinder auch bespaßt werden (vor Allem heutzutage).




Aber ich darf wirklich sagen: Der Abend, die location waren toll.
So toll, dass wir gleich wieder einen Folgetermin ausgemacht haben.

Das mache ich eigentlich nie.
Sicher die einsetzende Altersmilde^^




Kommentare:

  1. Da fällt mir ein, warst du schon mal bei dem Italiener oben in der Markthalle? Auch recht versnobt aber mal ein Erlebnis wert.

    Ich war unlängst im Brot und Butter von manufaktum. Man sollte meinen, ein Konzept das Wert auf "die guten Dinge" legt, legt auch Wert auf Service. Dass da vormittags um 11 im Winter der Boden nicht mehr frisch geputzt ist, ist geschenkt. Sieht man auch nur unter den Tischen. Dass die Bedienung, wenn man den Cappucino bestellt, sich wortlos umdreht und geht, sodass man ihr den Cappucino noch mal hinterher ruft, irritierte auch nur minimal. Es kam tatsächlich ein Cappucino, hören konnte sie also. Es scheiterte nur am "bringe ich Ihnen, darf es sonst noch etwas sein?" und an einem Lächeln. Eine andere Bedienung trug ein an einer Seite offenes Backblech zurück in den Backbereich. Sie hielt es im 45 Grad Winkel mit der offenen Seite nach unten. Die Krümel darauf fielen alle zu Boden. Fürs Fegen war sie aber wohl nicht zuständig, das hat während meines Aufenthalts dort niemand gemacht. Immerhin konnte sie lächeln bei der Arbeit. Der Bäcker hingegen hatte eine Ausstrahlung, als hätte man ihm den Kaffee verweigert. Die Mundwinkel waren weiter unten als die von Frau Merkel und er vermied konsequent jeden Blickkontakt mit den Gästen.
    Die Bänke und Tische waren auch nicht aus der Kollektion der "guten Dinge" zumindest was die Bequemlichkeit betrifft. Und wenn man als Bedienung den Tisch abräumt, könnte man ja auch mal kurz drüber wischen und die Krümel entfernen. Dachte ich so bei mir als ich mich setzte und die Krümel der vorherigen Gäste mit der Hand unter den Tisch beförderte. Aber vielleicht bin ich auch nur pingelig.

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    1. Solltest Du jetzt nicht gerade LERNEN?^^ ♥

      Mein Eindruck vom Brot&Butter ist EXAKT der gleiche - und es scheitert wie fast immer in der Landeshauptstadt an dem, an dem es ÜBERALL mangelt:
      An vernünftig bezahlten Kräften vom Fach.

      Wer für seinen Servicebereich nur 450-EUR-Kräfte anstellt, die auch am nächsten Tag irgendwo Jeans zusammenlegen könnten oder putzen, der darf von denen auch keine Verbindlichkeit zum Service und keinen Bezug zu ihrer Tätigkeit verlangen. Wie sollten sie auch.

      "If you pay peanuts you get apes" sagen HR-Leute nicht ohne Grund.
      Wer keine Bezahlung anbietet, die es ihm ermöglicht, das Personal AUSZUSUCHEN, muss halt nehmen, wer grad reinkommt. Und so sieht es nicht nur bei dem konkreten Manufactum aus, sondern ÜBERALL.

      Es gibt aber einen GRUND für dieses Verfahren - und KOSTEN sind nicht der wahre Grund.

      Der wahre Grund ist, dass die allermeisten Eigentümer gar keine Gastronomen sind und ich kenne Läden, in denen der Chef weniger als 2x im Jahr vorbeischaut - es SOLL dort gar kein Service geboten werden, es SOLL dort gar keine empfehlenswerter Gastronomie etabliert werden, die Gäste SOLLEN dort gar nicht wiederkommen.

      Sondern 3/4 aller Gastronomien sind Geldwäschereien.

      Da wird zu Mondpreisen dem Vorbesitzer das Inventar und die Maschinerei "abgekauft" (dieser hatte sie aber bereits vollständig abgeschrieben, der echte Restwert war also null). Und natürlich waren das immer Kumpels oder zumindest gute Geschäftsfreunde untereinander.

      Dann wird ein bisschen was renoviert und 450-Euro-Personal angebaut, denn es soll ja gar kein Geld verdient werden (!) mit dem Betrieb - deshalb werfen die ersten 2 Jahre diese locations auch keinen Gewinn ab in der Steuer.
      Danach wird das Finanzamt kritisch wegen der evtl. fehlenden Gewinnerzielungsabsicht, dann schiebt man ein bisschen was durch die Kassen, aber nur soviel, dass ein kleiner Gewinn übrig ist, und das zieht man dann nochmal 2 Jahre.

      Dann sind 4 Jahre rum, der Laden wird in die rote Gewinnzone zurückgeschoben und ehe das Finanzamt merkt, was da läuft, ist das 5. Jahr rum - die Betriebsgüter sind WIEDERUM alle vollständig abgeschrieben, die (ehemals schwarzen) Investitionen sind sauber gewaschen, der Laden wird PÜNKTLICH IM FÜNFTEN JAHR zugemacht und an den nächsten Eigentümer verkauft, der unter neuem Namen wiedereröffnet, das Spiel beginnt von vorne.

      Übrigens (in gleichen Zeitrahmen) auch sehr beliebt bei Fitnessstudios und Solarien, mal drauf achten ;-).

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    2. Es ist traurig.
      Nur: anderswo funktioniert es ja auch mit dem Servicepersonal.

      Ich habe den Kommentar mit minimalen Veränderungen mal in eine Mail gepackt und an Brot und Butter geschickt. Mal sehen ob sie antworten.

      (ja, ich lerne. Wenn ich nicht gerade andere Pflichten habe. Und während ich am Herd stehe, surft es sich leicht zum Soulblog während ich zum Lernen doch etwas mehr brauche.)

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    3. Oh, das würde mich auch interessieren, ob die antworten - bitte unbedingt verbloggen! :-)
      Und schön, dass ich es bisweilen bis an den Herd schaffe^^.

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  2. Ich lobe mir mein Leben auf dem Lande - herzliche Gastronomen mit bodenständiger Qualität und einer Speisekarte, auf der nicht jede Woche eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird. Auf dem Teller Produkte der Region, im Glas das gleiche, ringsum bodenständige Leute, die zum Essen gekommen sind und nicht um gesehen zu werden. Herrlich ...

    Ich mache vielleicht noch viel falsch, aber einiges scheine ich doch goldrichtig gemacht zu haben in meinem Leben. Und immer wieder freue ich mich, dass ich mich dagegen entschieden habe, in einem der deutschen Speckgürtel zu leben. Nicht nur der Gastronomie wegen ... ^^

    Achso, ja, Manufactum: das Zeug von denen kaufe ich durchaus gerne. Ich kaufe es nur nicht bei Manufactum. Ein ziemlich ähnliches Sortiment hat nämlich auch mein kleinfeiner Eisen- und Haushaltswarenhändler von umme Ecke. Weiss bloß mal wieder keine Sau ...

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    1. "Ein ziemlich ähnliches Sortiment hat nämlich auch mein kleinfeiner Eisen- und Haushaltswarenhändler von umme Ecke."

      Sowas hatte ich bis vor einigen Jahren auch um die Ecke. Hat leider dichtgemacht :( Aber da gab es alles Praktische: einen einfachen aber unverwüstlichen Salzstreuer, einzelne Schrauben, Wasserkocher, Sicherheitsschlösser etc.

      Jetzt ist dort ein "Indoor-Flohmarkt" drin!

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    2. Diese kleinen Läden LIEBE ich - aber wie es scheint, ist der Bedarf dieser entsetzlichen Haben-Will-Gesellschaft an "unverwüstlichen Salzstreuern" und Ähnlichem, was ein Leben lang hält UND praktisch ist, nicht mehr allzu groß. :-/

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    3. Mitten in Mosbach ist ein Haushaltswarengeschäft, in diesem kaufen sogar immer wieder unsere Freunde aus deutschen Großstädten. Da gibt es fast alles, ansonsten wird es besorgt! Unglaublich, das Sortiment in einem Fachwerkhaus, bis unters Dach voll und kunterbunt.
      Und Lokale mit motiviertem Personal gibt es auf dem Land auch noch - leider auch die anderen.

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  3. In versnobtem Ambiente bleibt mir ja immer der Bissen im Hals stecken. Nichts für mich, dann lieber ne Currywurst und ein Bier dazu. Sonst bin ich nicht so der Restauranttester, aber es ist erstaunlich schwierig geworden, einen richtig guten Cappuccino zu bekommen, diese verwässerte Plörre macht mir schlechte Laune. Und ich bin ein bisschen neidisch, dass Sie so einen coolen Zeitvertreib hatten. Billy Bibber könnte mir auch gefallen. ;D

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    1. Bin auch so einer, dem der Cappuchino fast nur noch daheim richtig schmeckt.
      Verwöhntes Blag, ich^^.

      Der "coole Zeitvertreib" war mir offen gesagt nicht so recht, wir hatten uns zum Essen und Unterhalten verabredet.
      Daraus wurde dann ein Abend mit Kindbegleitung, und halten Sie mich für altmodisch, aber ich finde, man muss nicht unbedingt ein 4-jähriges Kind freitags abends bin nach 22 Uhr "ziehen" bis es fast in der Gaststätte unterm Tisch auf dem Boden einschläft, nur weil man samstags selber als Eltern ausschlafen will.

      Billy Biber bekommt also einen "like"?^^
      Was mögen Sie sonst noch so?

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    2. Welche Spiele ich sonst noch mag? Fische angeln u. Froschhüpfen. ;)

      Und ich versteh das. Hätte mich auch genervt, wenn ein endlich-mal-wieder-Treffen-und-unterhalten-Ding, das klar als solches geplant war, so abgelaufen wäre. Bibber hin oder her. Wäre damals aber ehrlich gesagt auch nicht auf die Idee gekommen, den Junior zu so einem Abend mitzuschleppen - im Interesse aller Beteiligten.

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    3. Och, die zwei kommen mit ihrem Kleinen öfters auf Ideen, auf die das Attribut "Wer bitte kommt auf so eine Scheißidee?!" zuträfe^^.
      Aber ich als kinderloser DINK habe ja keine Ahnung.

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  4. Oh, ich mag spanisches essen sehr gerne.
    Und ja, das mit Preis-Leistung ist oftmals eine schwierige Sache, aber schön wenn es dieses Mal gemundet hat.
    Mit Kindern essen zu gehen ist immer eine Herausforderung. Billy Biber ist eine gute Idee, das spielen wir auch immer wieder gerne, was aber auch super ist und auch bei Erwachsenen absoluten Suchtchararakter birgt, ist Rush Hour. Absolut genial das Spiel!

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    1. Das ist ja ein Zufall, an DICH hab ich erst gestern noch denken müssen! :-)
      Allerdings weder durch spanisches Essen noch durch Billy Biber veranlasst^^ - das Spiel habe ich nur ganz grob dem Sinn nach erfasst, dafür war es zu laut in der location.

      Und ehrlich gesagt fand ich es nicht optimal, wenn man sich zum endlich-mal-wieder-Treffen-und-unterhalten verabredet und dann bringt die Mutter des Kleinen nur Spiele mit, die wenigstens EINEN Erwachsenen erfordern - prompt war auch erst DANN an eine Unterhaltung zu denken, als der Vater dem Kleinen sein Smartphone gab... Aber RUSH HOUR gucke ich mir mal an!

      Das Essen war mit Ausnahme des Nachtischs wirklich super.
      Und dank Kräutertropfen habe ich es sogar sehr gut vertragen ;-).

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    2. Was wäre denn für dich optimal, wenn du dein Kind zu solch einem Treffen mitnehmen musst, weil du keine Alternative hast, das Kind anderweitig betreuen zu lassen!?

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    3. Ich kenne ja die Familie von beiden sehr gut - da hätte es gleich mehrere Möglichkeiten des Aufpassens und Betreuens gegeben, alle in etwa 15 min Entfernung. Da ging es nicht um das WOLLEN und auch nicht um die Möglichkeit - sondern: da hat man einfach kein Problem damit, wenn der Kleine todmüde ist und daher quengelig und auf und unter und neben dem Tisch rumturnt und man jeden dritten Satz unterbrechen muss weil das Kind in der lauten, auf Gstrobetrieb angepassten Umgebung eben keinerlei Ansprache und Betreuung vorfindet und völlig logisch im 30-Sekunden-Rhythmus in die Gespräche der Erwachsenen reinkräht.
      Vater und Mutter des Kindes sehen das Problem nicht.

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    4. Jetzt verstehe ich deine Aussage schon etwas besser. ;-)

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    5. Also jetzt wurde es mich doch interessieren warum du an mich denkst 🙈
      Rushhour hat den Vorteil, dass es vom Kind alleine gespielt werden kann.
      Zu dem Betreuungsproblem:
      Ich bin ja selbst Mutter und habe den Komfort eine gute Betreuungsmöglichkeit zu haben, aber manchmal geht es trotzdem nicht. Ich selbst habe manchmal einfach nur ein schlechtes Gewissen, weil ich nun mal arbeiten muss und mein Kind so viel in Fremdbetreuung ist und das geht den Kindern eben manchmal genau so, dann wollen sie bei der Mama bleiben und nirgends anders hin. Wenn die Süße mir sagt, sie will nicht zur Oma, dann kann es durchaus sein, dass ich den Termin entweder absage oder das Kind mitnehme.
      Es ist nicht leicht als Mutter immer allen gerecht zu werden...
      Und noch eine Frage zum Schluss: warum machst du der Mutter den Vorwurf die falschen Spiele eingepackt zu haben und nicht den Eltern? Sind die Eltern nicht beide fürs Kind verantwortlich?

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    6. Ich hab DESHALB an Dich denken müssen, weil ich mir schon dachte, wie das ausgeht wenn unsere zwei den Kleinen mitschleifen, bzw. Deine Sicht darauf.

      Grundsätzlich sind natürlich BEIDE Eltern in der Bütt, aber bei Pedro kommt immer mehr heraus, dass er bei seinen ersten beiden Kids eben nicht wirklich "mit dabei" war, zum einen wegen "viel Arbeit als junger Vater" und zum Anderen, weil die Frau irgendwann weg war mitsamt der kleinen Kinder.

      Das holt er jetzt nach. Sehr.
      Vermutlich ist auch in diesem Kontext zu sehen, dass er disziplinarisch mit so gut wie nichts ein Problem hat, solange bloß sein Sohn dabei sein kann.

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  5. Zum ersten Bild:
    Sieht ja sowas von lecker aus, aber:
    DER TELLERRAND GEHÖRT DEM GAST!!!

    Ich finde es nicht nur für den Gast unöglich sich den Teller zurechtzurücken sondern es auch immer wieder erstaunlich das das Personal die überhaupt unverschmiert an den Tisch tranportiert bekommt.
    Hat für mich nichts mit "Schönheit" oder appetitlich zu tun, ist einfach nur Geschmiere. Unnötiges.

    Ansonsten ist´s immer mal wieder gut irgendwo zu lesen, das es anscheinend noch gute Restaurants gibt, auch wenn sie nicht hier in meiner Umgebung sind.^^
    Hier ist die Situation recht überschaubar, wenn nicht schlecht geworden. Haben noch ein Essensgutschein zum Testen eines lokalen Italieners. Schaun wir mal, was der Abend da so bringt.

    Schönes Wochenende!

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    1. Ich nicke zustimmend! Auf dem Tellerrand hat aber auch so überhaupt nichts irgendwie zu suchen. Auch kein Gebrösel oder Ähnliches, schon gar nicht der Daumen vom Service!

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    2. Das sah tatsächlich leckerer aus, als es war. Wieder einmal bewahrheitet sich: Je prätentiöser aufgetragen, umso dünner das darunter. Der Flan war gar kein richtiger Flan, der Dekosirup auch nicht besonders aromatisch.
      Die Sache mit dem zugekleisterten Tellerrand hab ich verziehen, in einem bodenständigen Spanier sollte man wie bei vielen Südländern ein gütiges Auge haben auf die Deko^^.

      Das, was ich da oben ausließ über die Gastronomie, bezog sich explizit auf die Landeshauptstadt - tatsächlich wohnen wir eher ländlich. Schafe, Ziegen, Pferde. Keine 5 Autominuten von uns entfernt findet sich Gastronomie zum Niederknien, eine besser als die andere. Aber eben nicht Richtung City, sondern genau entgegengesetzt :-)
      Und die werden wir künftig auch wieder bevorzugt nutzen.

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  6. Sach an, welches Ländle und wie weit hier vonner Küste aus entfernt?! ;-)

    Das Land hier rundrum ist schon abgegrast, nu ist die Umgebung an meinem Arbeitsplatz dran, ist etwas außerhalb. Durch Betriebsfeiern und Tipps findet sich dort bestimmt auch etwas Empfehlenswertes.

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    1. Sogar exakt DAS "LÄNDLE" iw e es genannt wird, daher Entfernung von der Küste: je nachdem ob Nord- oder Ostsee, aber nie unter 675km :-/. Eher 700-800, was ich total schade finde: Ich kann mit Skifahren nix wirklich anfangen, so alle paar Jahre ists mal ok, aber nicht 5x pro Saison.
      Lieber wäre mir das Meer.

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    2. "Lieber wäre mir das Meer." Für diesen Satz verzeihe ich Dir sogar Unheilig :)

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    3. Hee, UNHEILIG war mal richtig gut, fand ich!♥

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    4. Ja, Unheilig WAR mal gut. ;-p

      Und zum Ländle: das ist ja mal ´ne Strecke, hahaha ... und Berge ... nenene, die sind auch nix für mich. Da lob ich mir hier unsere "Hügelchen" ... die sind ok.
      Dann komm Du mal lieber wieder hier hoch an die See und Allen ist´s recht getan. Du testest hier die Umgebung und wir Nordlich-Blogger lassen uns denn inspirieren. :D

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    5. Hört sich fast an wie eine Einladung?^^.
      Was kann ich denn "in Eurer Umgebung testen"? Highlights, Schönheiten, Events, Empfehlenswertes?

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Hinterlassen Sie an dieser Stelle ruhig Ihre Gedanken - in dem Bewusstsein, dass Sie sich hier in meinem Wohnzimmer befinden und bei mir zu Gast sind.

Ich freue mich über Ihren Kommentar, wenn er dies beherzigt, aber ich lösche ihn, wenn er sein Gastrecht missbraucht.

Und sofern Sie auf Ihren Kommentar eine Antwort von mir haben möchten, erkenne ich das daran, dass er nicht anonym und ohne Namenszeichen abgegeben wurde.