Freitag, 20. Januar 2017

G.'s Kommentar




Das ist das Schöne am Bloggen: Sie wissen NIE, was Sie an der nächsten Ecke erwartet - und das in Ihrem EIGENEN Blog^^.

An dem Ding da oben hab ich nicht ganz grundlos zwei Monate drauf rumgekaut.

Nicht wegen der Ehrlichkeit, die schätze und ehre ich, sofern mit Anstand vorgebracht.
Nicht wegen des Umstandes, dass mich hier Einige für einen...schwierigen Menschen halten mögen,
wenn sie zum Abholen ihrer daily dose of hilarity hierher vorbeikommen.

Und dann Titten oder womöglich Schlimmeres um die Ohren gehauen bekommen.^^

Nein, mir ging die ganze Zeit durch den Kopf:
Was denken wohl Menschen von mir, die mich persönlich kennen?
Ob Manche von denen auch so reden wie Frau G. oben?
Wenn ich nicht dabei bin?

Zwei Ereignisse haben mich ein Stück weit vergiftet diesbezüglich.

Das Eine war die -bis heute nicht überbotene Blödheit von mir- Gianna vor etwas mehr als 3 Jahren den Vorgängerblog zu zeigen.
Das brachte das sofortige, abrupte Ende unseres bis dato sehr persönlichen Verhältnisses mit sich.
Der Mensch, den sie kennengelernt hatte, hatte sich über Nacht in ein Monster verwandelt, einen Scharlatan, einen Betrüger.

Schlimm, wenn das der Eindruck eines Menschen ist, den man ein kleines bisschen geliebt hat.
Tat echt weh.

Das Zweite war eine Randbemerkung, die die Gattin in einem unserer schlimmeren Streits hatte fallen lassen.

Jetzt muss ich sagen: Egal, wie gut und lieb Frauen sein mögen,
man(n) sollte Dinge, die eine Frau im Streit sagt, 
nicht allzu zu ernst nehmen.
Anders als die allermeisten Männer, die ich kenne,
halten die allermeisten FRAUEN, mit denen ich das Unvergnügen hatte zu streiten,
nämlich keine Gürtellinien ein.


Da war die Äußerung gefallen, dass aus ihrem Freundeskreis jemand sie vor einer Verbindung mit mir gleich gewarnt habe.
So was lässt man sich selbstverständlich nicht groß anmerken.
Aber das saß.
War auch in dem Moment so gedacht, dass es sitzen sollte, also mehr Mittel zum Zweck, als wirklich eigene Überzeugung - aus diesem Grund habe ich es auch bald wieder vergeben.

Aber nicht vergessen.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man ganz gut mit mir können müsste.
Kann schon sein, dass ich ziemlich fehlerhaft verdrahtet bin.
Aber Menschen, die ich mag, können das letzte Hemd von mir haben und eigentlich kenne ich nur einen einzigen Menschen, der für seine geliebte Menschen verzögerungsfrei töten könnte.
Und das bin ich.

Vielleicht kommt es ab und an so rüber, als sei ich ein oberflächlicher chauvinistischer Clown.
Glauben Sie mir: Das stimmt.^^
Erst mal.



(Wenn Sie mich nach einem Grund fragen,
warum das denn so sei, müsste ich antworten:
Im Vergleich zu MIR finde ich den oberflächlichen, chauvinistischen Clown
womöglich erstrebenswerter?
Und auf der Suche nach der Antwort auf die Frage, warum
DAS wiederum so sei, landen Sie wahrscheinlich
recht nahe bei dem Menschen, der hier gerade diese Zeilen tippt.)


Wer weiß, Frau G.?
Ich mag den Gedanken, dass Sie vielleicht etwas überrascht von mir wären.

Womöglich sogar positiv.


Kommentare:

  1. Nun, du hast dich verändert. Auch hier im Blog. Vor einigen Jahren noch kamst du hier als tittenfixierter Hank Moody rüber der sich für kaum einen Spaß zu schade war.

    Inzwischen verbloggst du nicht mehr so viele abenteuerliche Dinge und wirkst hier ruhiger, wenn auch weiterhin tittenfixiert. (some things never change)

    Kennt man dich live, bist du ein Mensch den ich für seine ehrliche und gütige Art schätze. Jemand den man immer um Rat fragen kann und der es schafft, bevor er was sagt, alle möglichen Folgen seiner Antwort zu überdenken. Du bist lieber geworden. Während man mich zuweilen für meine Ehrlichkeit hasst, weil ich den Menschen nicht immer nur das sage was sie hören wollen, weißt du an den entscheidenden Stellen die Klappe zu halten und sie ihre Erfahrungen selbst zu machen. Und wenn es dann darum geht, Scherben aufzukehren, stehst du mit dem Besen in der Hand neben einem während man selbst noch fassungslos auf die Scherben guckt.

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    1. Das waren sehr warmherzige Worte, für die ich Dir sehr danke.

      Und bevor ich jetzt das mit der "Klappe an der entscheidenen Stelle halten" nochmal positiv praktiziere, seufze ich noch eine letzte Runde über das "Du bist lieber geworden" und denke mir:

      'Muss wohl am Alter(n) liegen."^^

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  2. Ein Blog ist immer nur ein kleines Puzzelteil der Persönlichkeit

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  3. Offen gestanden, mich (vermutlich weil ich ne Frau bin) nervt dieses Tittengedöns. Wir Frauen rennen ja auch nicht rum und zeigen begeistert auf Schwänze, die uns gefallen und die Ihr nicht habt oder stellen diese bzw. unsere Vorlieben wiederholt in Blogs zur Schau ;) Aber: Es ist Dein Blog. Fertig.

    Unabhängig davon zeigt dieser Post jedoch einmal mehr etwas, das mich immer wieder irgendwie nachdenklich stimmt: Jemand entscheidet sich zum Bloggen und zeigt damit eine (oder auch zwei oder drei) Seiten seines Wesens, die entweder von Lesern angenommen oder abgelehnt werden. Wie aber ist es möglich, dass ein Leser eines Blogs auf das vollständige Wesen des Bloggers schließt? Viel zu oft wird einfach "vergessen", dass ein Mensch weitaus mehr Facetten besitzt, die er aber alle hier gar nicht darstellen kann - oder auch nicht will. Insofern... Dein letzter Absatz, Rain, geschenkt. Du musst niemandem etwas beweisen, egal wem.

    Und was Gianna und die Gattin betrifft.. Es erinnert mich an die mitunter sehr heftigen Auseinandersetzungen, die Herr Blau und ich führen und in denen ich ihn oft genug mit der Frage konfrontierte: "Was genau willst du eigentlich von mir? Was genau liebst du eigentlich an mir? Oder ist es nicht eher so, dass du in DEINE Vorstellung von mir verliebt bist, die aber mit mir selbst überhaupt nichts zu tun hat?" Damit unterstelle ich ihm nix, zwinge ihn aber dazu, sich auch mit sich auseinanderzusetzen. Das könnte ja immerhin dazu führen, jahrelangen Irrtümern zu unterliegen..
    Möglicherweise haben Freunde der Gattin tatsächlich damals von Dir abgeraten. Weil sie vielleicht, ähnlich wie ein Blogleser, nur das sehen (können), was zur Schau gestellt wird, aber nicht tatsächlich das, was Dich ausmacht.
    Ja und? Deine Gattin hat Dich kennen gelernt, Dich lieben gelernt und Ihr habt geheiratet. Wenn Ihr nun also glücklich miteinander seid, wäre es das einzige, worauf es ankäme.

    Ich habe übrigens Dein Foto gesehen, bei FB, bevor Du Dein Profil gelöscht hast. Mir ist bewusst, dass es nur ein Foto ist und dass Frauen diese Macke haben, interpretieren zu wollen und auch glauben, dies zu können. Ich fand es dennoch ein interessantes Foto, weil man Dir beinah direkt in die Augen sehen konnte.

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    1. hehe, ich bin auch eine Frau und mag das Tittengedöns durchaus ;)
      Also liegt das Nicht-Mögen nicht zwingend am Frau-Sein :)

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    2. Verstehe das mit den Titten aus Sicht einer Frau (im Regelfall) total.
      Meide selbst nämlich ebenfalls Blogs, auf denen Schwänze abgebildet sind^^.

      Da ich das hier aber so halb auch als online-Tagebuch nutze, kommt das hin und wieder schon mal vor. Also, nicht die Schwänze^^.

      Natürlich IST es möglich, aus einer Bloglektüre auf einen Menschen schließen zu wollen - dass hier nur eine Scherbe einer evtl. viel größeren Scheibe sichtbar ist, stört doch nicht dabei, sich ein Urteil zu bilden?
      Gegenbeispiel: Wer kann schon behaupten, seinen Gegenüber voll und ganz erfasst zu haben?
      Bilden wir uns nicht IMMER eine Meinung zu Jemandem, den wir NIE vollinhaltlich kennen können?

      Und das mit dem "in die Augen sehen können" hab ich glaub ich erst beim dritten Durchlesen kapiert^^. Ob Augen ein Spiegel der Seele sind, wie man immer sagt? Interessante Frage.

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    3. @Symeria: OK, dann liegt das an mir Zigge ;)

      @Rain: Eine Meinung zu etwas haben? Selbstverständlich. Sonst wären wir ja ein völlig desinteressierter Haufen. Ein Urteil bilden? Hm - nein. Mir ein Urteil zu bilden würde bedeuten, den anderen oder die Sache etc. ausreichend zu kennen. Was man auch immer unter "ausreichend" verstehen möchte. Mag sein, dass ich hierin wieder zu genau bin. Meine Gedanken an sich beziehen sich auch nicht auf G.'s Kommentar allein, sondern in Summe auf diverse Kommentatoren in Blogs, denen ich seit 2008 hier und dort begegnet bin.
      Es gibt im RL niemanden, tatsächlich niemanden, der alles von mir kennt oder alles von mir weiß. Auch nicht die Menschen, die mir am nächsten waren oder sind. Ich denke, das muss es auch nicht und vielleicht erlaube ich es auch nicht. Auch in meinen Blogs nicht.
      In meinem Blog werde ich hin und wieder als lieb und so bezeichnet - aber das ist (leider?) nicht alles, was mich ausmacht. Ich muss nur aber auch nicht alles in meinem Blog ausbreiten. Jedenfalls nicht in einem, in dem mir nahe Menschen lesen.
      Ich kann nach einem Blog lesen darüber befinden, ob mich etwas interessiert oder nicht. Darüber aber zu urteilen, ob der Blogger langweilig ist oder nicht, ein Arschloch oder nicht, wäre doch Anmaßung ;)

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  4. Gäbe mir zu denken, wenn jemand so bei mir kommentieren würde. Vor allem an den Tagen, an denen ich einfach nur gemocht werden möchte. ;D Würde mir jetzt aber einfach mal das Kompliment hinsichtlich der Schreibe rausziehen und gut is.

    Und sonste meine ich durch all ihre Blogs hindurch einen Menschen zu erkennen, dem ich im Urlaubsfall meinen Wohnungsschlüssel oder mein Haustier (theoretisch, praktisch existiert das Viech nicht) anvertrauen würde. Meinen Sohn nicht mehr, wenn Sie mit dem um die Häuser ziehen, ist der verkorkst. *g* Vielleicht ist es das, was ich in Ihnen sehen möchte - ich neige dazu, in Menschen gerne nur das Beste zu sehen, den Rest blende ich aus, wenn mir diese Menschen sympathisch sind. Vielleicht liegt's aber auch daran, dass ich (mal unabhängig von ihrer monströsen Tittenfixierung) immer mal wieder das Gefühl habe, dass wir gelegentlich ähnlich verdreht ticken. Überlege noch, ob ich das unheimlich oder beruhigend finde. ;D

    Kurz: Man könnte Sie sicher lediglich für einen oberflächlichen und chauvinistischen Clown halten - wenn man sich denn mit diesen Puzzleteilchen begnügen möchte. Wobei es schade wäre, nur das Teilchen zu nehmen, wenn man das ganze Puzzle haben kann.

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    1. Das wirklich Gute am Bloggen ist: Mein Fell ist dicker geworden^^.
      Ich hab mir die letzten zehn Jahre schon ab und an ein bisschen was einschenken lassen müssen in den Kommentarfeldern. Im Großen und Ganzen hatte ich aber sehr viel Glück.

      Und danke für die Sympathiebekundung und die monströse Tittenfixierung, diese Aussagen implizieren ja, das Beides IN KOMBINATION möglich ist^^.

      Im Prinzip möchte ich antworten: Sich ähnlich zu fühlen, wie ICH sein könnte, würde ich eher weiter hinten als "beruhigend" betiteln, nehmen Sie lieber das "unheimlich" ;-).

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    2. Tendiere nach reiflicher Überlegung auch eher in Richtung "unheimlich". Darum nehme ich das mit dem Wohnungsschlüssel zurück und belasse es erstmal beim imaginären Haustier. ;)

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    3. Recht so!
      Ich muss mir den Weg ins Schla...DURCH DIE WOHNUNGSTÜR erst einmal VERDIENEN, das finde ich auch! :-)
      *schnurr*

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  5. Wenn es tröstet: ich hatte mal ein Date mit einem Typen, den ich über den Blog kennen gerne habe. Nach einer Weile sagte er "Du bist ja gar nicht so eine Choasbraut wie ich dachte". Er meinte es nett, ich war schockiert, welches Bild ich online abgebe.

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    1. Ja, das tröstet, und was dbzgl. MEINE Erfahrung ist:
      Sich mit jemandem in RL zu treffen, den man vom Bloggen oder aus noch so epischen WhatsApp-Unterhaltungen..."kennt", führt selten zu einer Erfahrung, die dem entspricht, was man sich ausgemnalt hatte.

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  6. Es spricht absolut für Dich, dass Du Dir überhaupt Gedanken über so ein Posting machst.

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    1. Das höre ich hin und wieder, ja - aber: Ich denk' mir immer:
      Fast alle Anderen machen das nicht - und die wirken mir glücklicher.
      Ob's da einen Zusammenhang gibt?

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    2. das glaube ich nicht, dass andere deswegen per se glücklicher sind. Die können nur besser schauspielern.

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    3. Ich glaube beides nicht:
      Dass jemand besser schauspielert als ich UND dass die alle in Wirklichkeit unglücklich sein sollen^^.

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    4. nur weil man nicht glücklicher ist, muss man deswegen nicht unglücklich sein

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  7. Ich halte es für gar nicht so abwegig, dass sich Menschen, die jemanden nur vom Lesen des Blogs kennen, sogar ein etwas stimmigeres Bild vom Menschen dahinter machen können, als es zuweilen bei mehr oder auch weniger "trivialen" Alltagskontakten der Fall sein könnte. Jedenfalls bei bestimmten Menschen und bestimmten Arten von Blogs. (Ob das bei Dir der Fall ist, habe auch ich für mich noch nicht vollständig beantwortet.) Und in diese "trivialen Alltagskontakte" schließe ich, leider, auch Beziehungen mit ein. Nicht grundsätzlich, aber auch nicht ausgeschlossen. Interessant wird es, wenn es Menschen gibt, die beide Seiten kennen und auch die Chuzpe haben, sich damit auseinanderzusetzen. Du hast durchaus das Zeug dazu, einen zu überraschen, positiv wie negativ. Ich persönlich halte Dich nicht für per se oberflächlich und auch nicht für einen Clown. Chauvinistisch? Vermutlich. Wobei das nicht unbedingt die relevantesten und interessantesten Attribute für Dich sein dürften, vielmehr die, die auftauchen, wenn Du die Maskerade mal irgendwo am Tresen für einen Moment vergisst. Ich persönlich mag's nicht sonderlich, wenn über mich gesprochen wird, wenn ich nicht anwesend bin und ich spreche auch nicht sonderlich gern selbst über Menschen, die nicht anwesend sind. Beides kommt vor, dennoch. Und der Wunsch, da mal "Mäuschen zu spielen" ist vermutlich nur allzu menschlich. Ich hab das in all meinen Blogs immer wieder mal so formuliert: Kein Mensch HAT Eigenschaften, sondern Eigenschaften werden einem zugeordnet. Von anderen Menschen, auch von sich selbst. Und "schwierig" wäre da durchaus etwas, was ich für Dich verwenden könnte. Jedenfalls allemal spannender als einfach.

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    1. Kleiner Nachtrag zu >>"...kenne ich nur einen einzigen Menschen, der für seine geliebte Menschen verzögerungsfrei töten könnte. Und das bin ich."<<

      Das gleitet schon fast leicht ins Paradoxe ab, das ohne Rahmenbedingungen so zu formulieren. Einerseits zu offenbaren, dass Du zur Liebe fähig bist, andererseits aber ohne mit der Wimper zu zucken andere Menschen töten zu können. Ohne Mitgefühl? Ohne Schuldbewusstsein? Ohne "Angst" vor Konsequenzen? Wenn es erforderlich ist, es keine andere Möglichkeit gibt, um Schaden abzuwenden, so wie es vermutlich nahezu alle Eltern für ihr(e) Kind(er) tun würden? Oder einfach, wenn Dich jemand bittet, jemanden "aus dem Weg zu räumen"? Und was genau macht Dich sicher, das "verzögerungsfrei" zu können?

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    2. Wahre Worte Captn,

      Mein Onlinebild ist mir gefühlt auch näher als das, was ich im Reallife nach außen hin abgebe. Es gibt halt Themen über die man zB mit Arbeitskolleginnen nicht spricht, die zu verbloggen es mir aber leicht fällt. Und umgekehrt.

      Andersrum macht das Bild, was man online von mir gewinnt, eine gewisse Erwartungshaltung. Ähnlich wie Nelly aus Sachsen das schreibt "du bist ja gar nicht so eine Chaosbraut wie ich dachte" erlebe ich ähnliches auch desöfteren. Nein, ich bin ein Mensch wie jeder andere auch. Ich kann ein unauffälliges Leben leben. Ich tue es auch. Aber ich bin eben auch anders und diese andere Seite macht mich unglücklich, wenn ich die nicht ausleben darf.

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    3. Mir geht es ähnlich. Manche Themen im Blog befreien. Es ist wie ein Kampfschrei.
      Manchmal muss ich was wie ein Fellknäul auskotzen. Real bin ich oft kontrollierter

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    4. @ Captn:

      Das freut mich, dass Du zustimmst, dass man jemanden auch von seiner reinen Bloggerei her vielleicht gut einzuschätzen bekommt. Was dafür sprechen könnte:
      "Mal angenommen, der Mensch da drüben kann nur in seinem Blog das sein und so sein, wie er mag und in RL eben nicht:
      Wäre dann sein Blog nicht die bessere Möglichkeit, ihn KENNENzulernen?"


      Das trifft womöglich auch ein Stück weit auf mich zu.
      Die Kajüte hier heißt nicht ganz grundlos "Soulweeper".

      Überlege aber gerade, auf welchen Tresen-Moment Du angespielt hast, "wenn Du die Maskerade mal irgendwo am Tresen für einen Moment vergisst. ;-)
      Aber danke für das "schwierig" - ein "einfach" aus DEINEM Mund hätte vermutlich mehr weh getan.
      Honestly.

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    5. @ Captns Nachtrag:
      Wo Du einen Widerspruch vermutest, erkenne ich einen obligatorischen Zusammenhang:
      Wer könnte bedingungslos und vollüberzeugt töten, wenn nicht Jemand, der bedingungslos lieben kann?

      "Schuld" ist etwas, das jeder für sich allein mit sich ausmachen muss. Der Schuldbegriff, den die Gesetzesmacht bei uns für sich in Anspruch nimmt, erscheint mir lächerlich, wenigstens aber wissenschaftlich widerlegt.
      Und ich KANN mir Situationen vorstellen, wo mich das Anlegen dieses willkürlichen Schuldbegriffes an mein Handeln nicht mehr schreckt, wenn ich selbst mit mir im Reinen bin auf der Basis dessen, was MEINE Werte und MEIN Schuldbegriff erfordern.

      Aber das wäre eine eigene, einsam getroffene Entscheidung, um die mich niemand bitten könnte.
      Dann aber bin ich überzeugt, handeln zu können wie ein Hannibal Lecter:
      "Sein Puls stieg zu keinem Zeitpunkt der Tat über 80".

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  8. Blogger - ein Haufen Jekylls and Hydes.

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    1. Vielleicht gibt es noch ein paar Abstufungen dazwischen ;-).

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  9. Wie in jeder Kommentarspalte muss es auch hier den distanzierten, Neunmalklugen geben. Dafür stelle ich mich gern zur Verfügung. Dieser Artikel und die dazugehörigen Kommentare sind (völlig wertungsfrei) ein gutes Beispiel dafür, wie groß inzwischen der Einfluß des Internets und dessen, was online geschieht, auf viele Leute ist. Noch vor wenigen Jahren wären sowohl Beitrag als auch Kommentare in dieser Form nicht geschrieben worden. Manchmal trete ich einen Schritt zurück und frage mich, ob diese Entwicklung gut oder schlecht ist. Meine Antwort: Sowohl als auch.

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    1. Das wirkt nur im ersten approach pelzig - beim mehrfachen Durchlesen denke ich mir: 'Hat was.

      Vielleicht ist nicht ALLES, was das web an Austauschmöglichkeit mit sich brachte, ..."zielführend".

      Aber manchmal produziert die Blogosphäre noch Abende, die an Feingefühl und Magie ein Facebook nie mehr zustande brächte.

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    2. Dem letzten Absatz stimme ich vollumfänglich zu.

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  10. Wenn man Herrn Rain kennenlernen würde, begegnet man wahrscheinlich einem Mann, der freudig den Grill anschmeißt, der die namentlich gekennzeichneten Schnecken aus dem Gras fischt, der seine gewiss vorhandene Unsicherheit zunächst mit Getöse zu überspielen versucht, der einem später, falls gewünscht, begeistert in die Paralellwelt von WoW einführt und noch viel später gäbe es eventuell richtig gute Gespräche über das Leben und seine Abgründe.

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    1. Ganz genau.

      ...und zwischendurch schielt er scheu auf's Dekollete...

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    2. ... und zwar sowas von scheu....

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    3. Ich glaube das Wort was ihr sucht ist "subtil" :D

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    4. Definitiv nicht. Ich glaub, er ist scheu.

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    5. ob scheu oder subtil - er würde definitiv schielen! ;-D

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    6. *gg*
      ...hier hat sich ein interessanter Dialogstring aufgetan, ich freue mich ♥.

      Zu meiner Verteidigung: Ja, ich würde ..."schielen".
      Aber wie ich mich kenne, würde ich mich selbst offensiv aufs Korn nehmen und wenn's geht sogar so, dass die soeben beschielte Dame mit lachen kann :-).

      Das mit dem "scheu" muss ich aber zurückweisen! Es wäre so ungerecht all jenen gegenüber, die wirklich scheu sind^^.

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    7. Nein, scheu ist er nicht. Echt nicht.

      (das kriege ich gerade nicht mit meiner Vorstellung vereinbart. Ein scheuer Rain. Neee, das geht nicht)

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    8. Hmm. Auch wiederum frech^^. ♥

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    9. Scheu. Eindeutig. Subtiles Schielen würd so gar nicht zu dem Foto passen, das ich von ihm kenne.

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    10. SCHEU passt aber auch nicht!
      (und wie es scheint, ging mein Foto "ein bisschen rum")

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    11. Tja, Bloghausen ist geschwätzig und Anonymität nur eine Illusion.
      (Sie sind nicht zufällig bereit 10.000 € in kleinen Scheinen zu zahlen, damit ich das Foto NICHT im Blog veröffentliche??)

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    12. Kommt drauf an, WELCHES ;-)).
      Aber auch im deep thinking mode fällt mir kein Foto ein, welches zehn Riesen wert wäre...das, wo ich meine Erdkundelehrerin küsse, können Sie nicht kennen, und was das andere betrifft:
      Der Capt'n schweigt wie ein Grab.
      Entweder vorher oder nachher.

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    13. Ich muss doch sehr bitten. Wird AUSGERECHNET MIR unterstellt, indiskret Fotos zu verbreiten? ^ _ ^

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    14. [ *...kurzer Blick auf die Uhr: Es hat keine 15 Minuten gedauert, bis der Dachs aus der Höhle kam . sehr schön :-D* ]

      Ich sag ja: Du schweigst, wie ein Grab :-). Sehr zuverlässig, der Mann.
      Nicht so ein Quatschweib, wie ICH eines bin.

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    15. A propos: Foto vom Capt'n hab ich auch. Also, wie wär's, Jungs? 10.000, von mir aus auch in großen Scheinen. Ich könnt's grad brauchen.

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    16. (Captn? Funk mich mal an zweckes Treffpunkt. Wir nehmen MEINEN Wagen, Deiner ist zu auffällig. Und denk an die Malerfolie!)

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  11. Hmmm... eine Kommentatorin meint, das, was man im Blog zu lesen bekommt, wäre ja nur EIN Ausschnitt des Lebens, ein Kommentator ein paar Zeilen drunter meint, im Blog sieht man zuweilen sogar mehr, als im RL. Ich kann irgendwie beidem zustimmen. Ich glaub nicht, dass man aufgrund von geschriebenen Worten, und seien es noch so viele, wirklich auf die Persönlichkeit eines Menschen schließen kann. Für das geschriebene Wort hat man schließlich jede Menge Zeit, sich genau zu überlegen, welche Worte man verwendet, während man den Beitrag verfasst, kommen keine Widerworte und kein Einfluss von außen. Als Leser hat man keine Stimmlage dazu (aufgeregt oder ruhig, laut oder leise...), keinen Gesichtsausdruck, keine Gestik. Daher ja, es ist nur EINE Facette, EIN Ausschnitt.

    Andererseits schreibt man im anonymisierten Blog vermutlich Dinge, die man einem anderen so nicht erzählen würde, sagen würde. Vielleicht würde man beschönigen. Oder übertreiben. Oder die Geschichte garnicht erzählen. Weil man das Gegenüber vielleicht kennt, und weiß, dass diese Geschichte da jetzt nicht so gut ankommen würde. Und man (ich zumindest) verhält sich verschiedenen Menschen gegenüber anders. Mein Boss kennt mich anders als mein Partner zu Hause und er wiederum kennt mich anders als meine Freundin X, die mich wiederum anders kennt als meine Freundin Y. Nein, das sind keine Rollen, die ich spiele. Das sind einfach die verschiedenen Interessen, die man mit verschiedenen Menschen teilt, die verschiedenen Geschichten, die man mit verschiedenen Menschen teilt, weil sie einem ja auch nicht alle gleich nah vertraut sind.

    Und je nachdem, wieviel und was dieser andere Mensch, der mir da gerade gegenüber ist, von mir kennt, wird er sich ein Bild von mir gemacht haben. Und vielleicht auch darüber reden. Darf er, kann er, wenn es ihm wichtig genug ist. Mir ist das mittlerweile gänzlich wurscht, es zählt nur noch, dass ich mit mir selbst im Reinen und zufrieden bin. Hart genug, das immer wieder zu erreichen. Da kann ich mir nicht auch noch die Gedanken machen, was jemand anders eventuell über mich denkt. (Für diese Einstellung hab ich allerdings Jahrzehnte meines Lebens gebraucht, und natürlich gelingt es nicht immer).

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    1. Verhalten ist ja immer eine Interaktion zwischen 2 Individuen.
      Beim bloggen entfällt das.
      Im Gutem wie im Schlechten

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    2. @ fly:
      Der zweite Absatz gibt es wie ich denke sehr gut wider: Darum geht's.
      Ich HABE hier eine andere Möglichkeit, etwas zu erzählen, ich HABE keine störenden Außeneinflüsse oder feedback, das Zeug geht online und nur EINER hat vorher drauf geschaut, das bin ich.
      Raw as it is.
      Bzw., wie ich es gerne hätte.

      Für jemanden wie mich der automatisch stets proaktiv draufschaut, was der Gegenüber denken mag, der dessen Reaktionen vorherzusehen versucht, ist das wie ein mentales Bad in Honigmilch.
      Einfach nur "raus damit", keine Reaktion, weil kein Gegenüber.

      So weit, dass mir wumpe ist, was Andere von mir denken, so weit komme ich nämlich nie.

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  12. "...Kann schon sein, dass ich ziemlich fehlerhaft verdrahtet bin." sind wir nich Alle so ... Bluna?!?!?!
    Bleiben sie ruhig so wie sie sind ... nichts Anderes macht Sinn in IHREM Leben.


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    1. Das mag schon sein, das mit dem "Sinn".
      Lieber wäre mir aber, es würde sich "richtig" anfühlen in dem Sinne, wie ich mir "richtig" gerne vorstelle.

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  13. Mir geht es wie Anna, ich bin auch froh, dass es andere Menschen gibt, die zweifeln und nachdenken und das auch mitteilen und zugeben. Da fühlt man sich nicht so alleine als bisweilen "verrückter" Mensch. Ich finde diesen Blog gerade deshalb interessant, weil Du manche Dinge anders siehst als ich (ja ja, die Titten ;-)) Das erweitert manchmal doch meinen Horizont. Und das kann doch nie schaden ;-)

    Ich stimme auch eigentlich allen Kommentaren zu und kann alles bzw. das meiste nachvollziehen. Vielleicht trifft "flyhigher" am ehesten meine eigenen Gedanken. Obwohl ich selbst nicht blogge, kenne ich das mit den verschiedenen Rollen bzw. Gesichtern natürlich auch. Das ist im echten Leben doch auch so. Auch ich möchte und kann nicht allen das gleiche (wahre) Gesicht zeigen, aus ganz verschiedenen Gründen.

    Bei "Euch" Bloggern ist es nur noch stärker so, dass die Leser sich dieses Bild anhand von Dingen machen, die Ihr preisgebt und vor allem auch preisgeben wollt. Ich persönlich versuche, wenn ich jemanden anhand eines Blogs interessant finde, schon irgendwie herauszufinden, wie dieser Mensch wohl so im wirklichen Leben tickt. Ich finde so etwas spannend und interessant, weil ich an Menschen allgemein interessiert bin. Beim Reisen (vor allem bei Zugfahrten) schaue ich auch total gerne in fremde Häuser und stelle mir richtig vor, wie die Menschen leben, die da wohnen. Das ist ein bisschen ähnlich ;-)

    Aber so sehr ich mich bemühe, ich sehe doch nur einen Teil der Person. Im Blog sehe ich die Bilder, die der Blogger von sich malen will und bei den Häusern nur den ganz äußeren Schein. Daher finde ich es auch trotz allem etwas seltsam, dass "G." so fest glaubt, zu wissen, wie Dein WESEN ist...Es ist doch schade, dass sie (ich gehe mal davon aus, dass es eine Frau ist) sich nur anhand des Blogs festlegt, dass sie mit Dir nicht zurecht käme (es geht ja nicht mal um sympathisch finden).

    Ich möchte jedenfalls weiterhin mehr von Dir erfahren und lese einfach weiter mit...auf der Suche nach dem "wahren" Rain :-)))

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    1. Alles richtig, alles wunderbare Zeilen ♥.
      Da stehen so viele von "meinen" Gründen dafür, warum ich blogge.
      Warum ich es wieder und wieder tue.

      Vielleicht ist es so, dass wer seinen Spiegel nicht mag, weil er ihn für zu grob und überehrlich hält, es als angenehm empfindet, sich neu "zu malen".
      Mit Worten, wenn er Blogger ist,
      mit Pinsel und Farben, wenn er Maler ist,
      mit Instrumenten, wenn er Musiker ist.

      Ich verüble es niemandem, wenn er denkt, auf meine Person/Persönlichkeit schließen zu können, das tue ich selbst jeden Tag bei Menschen, bei denen es mir eventuell nicht zusteht. Ich tue es trotzdem.

      Es ist heilsam, später zu erkennen, dass man sich in jemandem positiv getäuscht hat - aber es ist auch stützend zu erfahren, dass der erste (üble) Eindruck im Nachhinein doch der Richtige war^^.

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  14. In den letzten Jahren habe ich noch nie wirklich den Wunsch gehabt einen Verfasser der von mir gelesenen Blogs persönlich zu treffen.
    Als ich noch selber gebloggt habe war das anders, da gab es eine lange Zeit die ich innerhalb meines Bloggerdorfsegment wirklich nett fand.
    Da hätte ich mir sogar ein Treffen mit diversen anderen Bloggern vorstellen können.
    Wie Blogger in anderen Blogs kommentieren, hat oft mehr Aussagekraft als der jeweilige eigene Blog.
    Nett war als mir mal vorgeworfen wurde, ich hätte keine Ahnung über die Strapazen von berufstätigen Müttern. Was wirklich niedlich war, denn tatsächlich bin ich selber mit Schul- und Kleinkind zu der Zeit berufstätig gewesen, habe das nur nie als großes Thema aufgemacht.
    Ich erinnere mich auch vor allem an einen Ziegenblog, wo der Verfasser sich wirklich mit seiner damaligen emotionalen Situation nackig gemacht hat und die Moralapostel von ihren perfekten Selbstdarstellungsblog sich entrüstet haben über Gefühle die jemand hat.
    Da hat für mich das Bloggen auch viel verloren, wenn ich gerade so drüber nachdenke…

    Und Titten?
    Jürgen von der Lippe hat mal gesagt:
    „Es heißt ja immer, Männer gucken Frauen immer zuerst in die Augen. Ist ja Unsinn. Augen hab ich selber.“
    Titten hab ich eben selber. ;)

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    1. (Bin jedesmal kurz vorm Kniefall, wenn ich lese, dass Du einen Kommentar hinterlassen hast, sagte ich das schon, Blutelfe? ♥ Ich kann Dir nicht mal sagen, weshalb. Aber: Ich freue mich wirklich.)

      Ich stimme Dir sehr zu, dass die Lektüre von Kommentaren aussagekräftiger ist als die Lektüre von posts derselben Person.
      Das ist exakt meine Erfahrung.

      Die Sache im Ziegenblog habe ich Niemandem nachgetragen. Manchmal reichen kleine Funken, um die Stimmung kippen zu lassen. Viel hängt von den ersten zwei, drei Kommentatoren ab.

      Was ich sagen will: Eine Menge Einflüsse spielen beim Bloggen rein, die nichts zu tun haben mit

      a) dem Sachverhalt
      b) dem Verfasser

      Man muss auch sagen: Wer sich nackig macht, darf sich nicht wundern, wenn ihm die Fackeln den Hintern ansengen.^^

      Aber schau, Du bist noch hier, ich bin noch hier.
      Wie es scheint, waren die Verbennungen nicht so arg schlimm - der Typ mit der Ziege hat sich also nicht in sein Kellerzimmer zurückgezogen, er ist noch da.

      Wenn das insgesamt keine versöhnliches, zufriedenstellendes Ergebnis ist, entstanden durch Bloggen - dann weiß ich auch nicht^^.

      Und den JvdL-Spruch MUSS ich mir merken.
      Darf ich konkludent vermuten, wo DU dann bei einem Mann zuerst hinguckst?^^

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