Dienstag, 7. Februar 2017

FeDoKo


Mann in der Küche,
samstags morgens um zehn.

Zeit für ein bisschen Atkins-Diät.
Welch' wunderbare Ausrede für ein kleines Fleischmassaker^^.

Wieder einmal ein Gericht, das auch die zickigste Frau ins Bett kocht,
wieder einmal ein männergerechtes Rezept in bewährter "1-Mann-1-Topf !"- Manier.

Es gab Fehmarner* Doppel-Kotelett.

Sie gehen zum Metzger und lassen sich ein doppeltes Kotelett geben,
also ungeschnitten, am Stück.
Pro Person eines von den Doppelten, versteht sich.

Vorteil 1:    Das Stück ist immer frisch, das haben die keinsfalls vorgeschnitten da.
Vorteil 2:    Die Metzgerazubine traut sich da nicht ran und holt von hinten den Meister. Gut!

Eine Stunde bevor Sie den Herd anmachen, holen Sie die Doppelkotelettes
aus dem Kühlschrank und reiben Sie ein, mit einem Rub aus

  • braunem Zucker
  • Salz
  • schwarzem frisch geriebenem Pfeffer
  • Paprikapulver (edelsüß)


Das Mischungsverhältnis brauchen Sie nicht beachten.
Sie können nichts falsch machen.
Glauben Sie mir, ich bin ein Mann.

So rund herum eingerieben lassen Sie das in einem Gefrierbeutel o.ä.
eine Stunde bei Zimmertemperatur liegen.

[ Die ganz Harten unter Ihnen könnten jetzt das Teil
noch mittig der Länge nach einschneiden und ein
"Kotelett bleu" daraus machen, also mit Käse
und Schinken befüllen und zunadeln.

Ich tu' das nicht, ich habe Seele. ]


Sodann nehmen Sie entweder eine tiefe schwere Pfanne oder -am Besten- einen Bräter,
lassen dort Öl und ein bis zwei Esslöffel Butterschmalz maximal heiß werden und dann
braten Sie die FeDoKos jeweils 4-5 Minuten von jeder Seite kross an (ohne Deckel).

Danach regeln Sie die Herdplatte auf ca. 2,5 von 9 runter und legen den Deckel drauf.
Nach etwa 22-25 min sind die Kotelettes innen gar gezogen und können serviert werden.

Wir hatten Feldsalat mit gehackten Walnüssen, Zwiebeln, Olivenöl und Balsamicoessig dazu.
(Noch etwas besser wäre Himbeeressig gewesen.)
Und das Curry-Zwiebel-Chutney oben drauf hatte ich noch vom letzten Burgerbraten,
das kennen Sie ja schon.

Übrigens:
Die FeDoKos signalisieren umgekehrt auch durchaus einem männlichen Gast-Esser,
den Sie als Frau vielleicht für sich begeistern wollen,
dass hier eine Frau am Werk ist, die den Begriff "Männeressen"

     a) verstanden hat
     b) umzusetzen könnens und willens ist
     c) die im Bett jemand braucht, der zuvor besser solcherlei Kraftfutter bekommen hat

Alles wichtige, gute Signale, die ein Mann versteht.

Mit seinen feinen Antennen.
Oder wenigstens mit der einen.

Guten Appetit beim Nachkochen. ♥



* oder so ähnlich

Kommentare:

  1. DOPPELKOTTLETT! Das sieht göttlich aus. Muss unbedingt testen ob mein Metzger weiß was das ist...

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    1. Der MUSS das wissen!
      Ansonsten: Blogfotos vorzeigen.

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  2. Antworten
    1. Das ist immer das Problem mit jenen Dingen, die man jetzt und sofort will:
      Sie sind nicht verfügbar.

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  3. Grübel.
    Ob das auch mit Wildschwein geht? ;-)

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    1. Vorsicht - Wildschwein ist DEUTLICH zickiger als normales Hausschwein, wenn es heiß gemacht wird!

      Verhält sich auf heißer Flamme also ähnlich wie Deutsche zu Rumäninnen.

      (Boahh, ich muss mich selber wegdrehen, wenn ich das lese... aber egal das bleibt jetzt so^^.)

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  4. Ja, für Außenstehende klingts bißchen merkwürdig.
    Ist aber ein einheimisches Waldwildschwein.

    Ich versuch das.

    Übrigens: Ich war mal Metzgerazubine. Und ich krieg das Doppelkotelett jetzt noch hin.
    Mit der Frische ist zwar gut und schön, aber wenn der Kotelettstrang schon tagelang liegt, bringt frisch hacken auch nicht mehr viel.
    So, jetzt schalt ich den Klugscheißmodus wieder aus! ;-)

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    1. Sollten sich bestimmte Kollegen bei mir auf der Arbeit weiterhin so verhalten, wie sie es derzeit tun, komme ich auf Dich zurück.
      Wo Du das mit dem Kotelettstrang teilen doch noch so gut drauf hast^^.

      Einheimisches Wildschwein hatte ich auch schon, ist aber so ganz anders als das "Schwäbisch Hällische" vom Metzger, daher wage ich keine Prognose, wie DAS auf dem Herd raus kommt.

      (Zu meinen Kollegen übrigens auch nicht, vermutlich aber zäh)

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  5. Kollegen verbal Schlachten geht immer;-). Muss leider auf Schweinefleisch verzichten, aber mit einem saftigen Rinderfilet müsste das doch auch ganz gut gehen, vor allem die Gewürze hören sich gut an. Da läuft mir jetzt schon das Wasser im Mund zusammen. Wird dieses Wochenende ausprobiert. Vorfreude ist halt die schönste Freude und essen soll ja der Sex des Alters sein.

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    1. Zum letzten Satz: Ich unterschreibe. Beides.^^
      Offen gesagt bin ich aber kein guter Rindergriller - Rind ist zickig, und ich mag nicht zickig.
      Schwein ist da toleranter, gerade auch bei nicht ganz 100%ig ge-time-ten Garzeiten...;-)

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  6. Diese Bilder sind reine Gaumenpornografie!!!

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