Donnerstag, 9. Februar 2017

the vantablack anniversary


Fast hätte ich es gar nicht zu dieser Geburtstagsfeier geschafft damals.
Babsi wurde 26 und ihr Freund hatte uns alle zu einer Überraschungsparty eingeladen.
Ich hätt's auch echt besser gelassen.

Erstens war ich direkt aus dem Geschäft gekommen und so, wie ich war -im Anzug-Dreiteiler-
in meinen Golf gestiegen und gleich ab, 300 km auf die Autobahn.
Die Haare hätten schon 3 Wochen vorher dringend eines Schnittes bedurft, ich sah wirklich nicht aus wie jemand, der jetzt auf eine Party gehen sollte.


Und zweitens - natürlich hätten auch längst die Winterreifen draufgezogen gehört.

Das wurde mir dann bei Heidelberg klar, als die bis auf Slicksprofil runtergefahrenen Sommerreifen schon nach 5 min Schneefall jeglichen Grip verloren und ich mich mitten auf der Autobahn um mich selber drehte.
Zum Glück war weit und breit keiner um mich herum und ich konnte zurücksetzen und weiterfahren.
Mit 180 Puls.


Die Party selbst war bis auf den Empfang an der Tür (Babsi sah mich und brach in Tränen aus)
eine ziemliche Gurke gewesen.
Die einzigen beiden, die ich noch unter den Gästen kannte, waren zwei Ex-Freundinnen, inzwischen miteinander befreundet.


Wir standen an einem Bistrotisch und die zwei tauschten angeschickert und gackernd alte Sex-Geschichten von mir aus  (vorwiegend meine Missgeschicke).
Nicht wirklich witzig.

Da half auch beschleunigte Alkoholzufuhr nix.

Als ich Dich an Babsis Tisch stehen sah, erkannte ich erstmal nur die riesigen Möpse.
Und die langen glatten dunklen Haare.

Das reichte, um mein Interesse zu wecken.
Es gab sogar noch den einen oder anderen Anfeuerungskommentar von der Ex-en-Bank.

Vorher musste ich noch warten, bis Du aufgehört hattest zu tanzen.

Während dieser Drecks-Weiber-Ohrwurm von den  Backstreet Boys lief, wollte ich auf keinen Fall zu Dir rüber.
Lieber noch ein bisschen den Titten beim Drehen zusehen.

In der nächsten Liedpause wechselte ich den Tisch.
Du tatest cool, aber lächeltest.

Meine Blicke über Deinen Körper waren Dir nicht verborgen geblieben.
Im Prinzip war es so, dass wir auch gleich ins Nebenzimmer hätten gehen können und übereinander herfallen, was wie Du später erzähltest auch Deine ursprüngliche Absicht gewesen war.

An das Telefonat ein paar Tage später erinnere ich mich noch gut.
"Na endlich" hattest Du mich begrüßt, als ich meinen Namen in den Hörer reingesprochen hatte.

Es folgte ein Treffen unter dem Label "Magie zweier Seelen".
Und noch eines und noch eines.
Und ab heute vor zwanzig Jahren waren wir dann offiziell zusammen.
Unser tiefschwarzes Jubiläum.


Naja. Zumindest sagtest Du das. Zumindest dachte ich, wir seien das.
Beim nächsten Golf hatte ich mir dann auch "unser" Datum ins Nummernschild verewigen lassen.
"- RZ 92". Für den neunten Februar, für Rain Zaubermann.
Wie bescheuert man doch ist, wenn man liebt.


Dieses Nummernschild kam mir übrigens vor 8 Jahren tatsächlich nochmal zufällig  auf einer Landstraße entgegen, da hab ich fast heulen müssen.
Und zwar nicht, weil es auf einem hässlichen gelben tiefergelegten Opel montiert war.

Ich habe absolut keinen Bock mehr, mich an Details zu entsinnen.
Oder zum zwölften Mal im siebten Blog niederzuschreiben, wie es ausging.
Es will Keiner mehr hören.
Nicht die Leser, nicht meine Psychotherapeutin, nicht mal ich selbst.

Es hat zu lange gebraucht, meinen Frieden damit zu machen.
Der Preis für das Erlebte war zu teuer.
Weitaus zu teuer.

Vergessen wäre toll.
So toll.


Bedauerlich, wie aufrichtige Liebe manchmal entlohnt wird. 
Wie der Captain schon ganz richtig feststellte:

"Romantische Liebe ist im Grunde nichts als ein dampfender Scheißhaufen,
ein verseuchtes Fixerbesteck"

Davon, dass (nach dem Du endgültig gegangen warst) ich nächtelang meine Finger in die Raufasertapete neben meinem Futonbett gekrallt hatte bis sie bluteten, haben sich meine Fingernägel übrigens nie wieder so ganz von dieser Misshandlung erholt.
Gewissermaßen sehe ich die Folgen von Dir also noch jeden Tag.


Na wenn DAS nicht dauerhafte Überreste einer Liebe sind.

So romantisch.
Nicht.


Kommentare:

  1. Ich will es immer noch hören. Und ich will immer noch genauso lieben können, weil mir halbe Sachen manchmal einfach nicht genug sind. In wenigen Momenten bin ich froh, unbelehrbar zu sein.
    Bei Dir ist das "Sterben" 20 Jahre her, bei mir 14. Aber es gibt ein Leben nach dem Tod, Gott sei Dank.

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    1. Das sagt sich aber sehr einfach: "Mir sind halbe Sachen nicht genug" - wie würdest Du entscheiden, wenn Du NUR die Wahl hättest zwischen "etwas" und "gar nichts"?

      Ja, es gibt ein Leben nach dem Tod - aber wäre es nicht ein schöneres gewesen, ohne zuvor zu sterben?
      Ich sage ganz klar: Ja, wäre es.

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    2. Ich hatte die Wahl, Rain. Und ich hatte lieber nichts als etwas halbes. Acht Jahre lang lieber nichts. Glaub mir, ich hab genug Scheiße durch - aber ich sage heute noch immer: Lieber habe ich so richtig geliebt.
      Auf Deine zweite Frage kann ich nicht so einfach antworten. Mit Blick auf das, was bleibt, würde ich auch sagen: Schöner wäre es gewesen, ja.
      Aber mit Blick auf das, was IST, wiederhole ich mich: Lieber habe ich so richtig geliebt.

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    3. Du und ich waren bloglektürlich schon mehrmals an diesem Aussichtspunkt, an dem Du bisher immer sagtest:
      "Hat sich trotz Allem gelohnt, der Aufstieg."
      Und wo ich dann antworte:
      "Die Aussicht war weitaus zu teuer erkuft, und sie kommt niemals wieder, sind wir erst einmal zurück ins Tal abgestiegen!"

      Auch wenn er es selbst vielleicht nicht mal so sieht und verstehen wird, aber:
      Da neide ich dem Captain seine Einstellung, um Jahre früher als ich an den Punkt gekommen zu sein, wo man von sich sagt: "DAS hätt' mich mir lieber erspart, auch um den Preis, es nie kennengelernt zu haben."

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    4. Da bist Du mit Deiner Vermutung, dass ich das nicht so sehe, recht nah dran. Diese Einstellung habe ich nicht. Ich kann sie nachvollziehen, aber meine ist es nicht. Jedenfalls nicht bei dem, auf was Du "anspielst". Allerdings teile ich auch nicht die Einstellung von Frau Ziggenheimer.

      Warum nochmal brach Babsi eigentlich überhaupt in Tränen aus?

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    5. Die hatte sich einfach nur gefreut, mich wiederzusehen - mich kannte sie am Längsten, aber ich wohnte auch am weitesten entfernt. Da war nicht unbedingt anzunehmen gewesen, dass ich mit dabei bin. Man muss auch ergänzen, Babsi hatte sonst nie Geburtstagspartys daheim - ihr GeburtsTAG lässt das nie zu^^.

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  2. Kotzen Sie es raus, Herr Zaubermann. So besteht die Chance, dass man "es los wird". Reinfressen bringt nichts. (Sagt einer, der schon zweimal richtig krachend in Beziehungen gescheitert ist.)
    Und Helma Z. kann ich nur zustimmen: Es gibt ein Leben nach dem Tod. Und was für eines!

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    1. Hatte ich schon, mehrmals, auf älteren post-Schrifttafeln, vor älteren Blog-Klagemauern.
      Ich kann's SELBER nicht mehr hören. Echt nicht.

      "Und was für eines!"
      ??
      Ich will nicht undankbar sein, aber sehr viel eher identifizieren kann ich mich mit den Worten, die Frau lila Sumpf unlängst dafür fand.

      So traurig es sich anhört: Ich habe beim Lesen innerlich gejubelt.
      Es fühlt sich so toll und akzeptiert an, wenn da jemand exakt jene Worte benutzt, die man selbst für sein Leben im Kopf hat.

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  3. Es gibt Dinge, die man wohl nie vergisst. Aber irgendwann sind sie weniger schmerzhaft und werden, nachdem sie Herz und Seele ihren Stempel aufgdrückt haben, im letzten "(Seelen)Aktenschrank" abgelegt, der nur noch selten geöffnet wird. ;)

    Nichtsdestotrotz glaube ich an die Liebe, die für mich allerdings viele Gesichter hat und (bei mir/für mich) ehrlich gesagt nur recht wenig mit Romantik zu tun hat.

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    1. Ja, genau das beschreibt die Situation perfekt.
      Ich habe "den Schrank" sogar in unmittelbarer Reichweite, wollte ihn sogar mal wieder öffnen zum 20. Jahrestag. Ursprünglich wollte ich "ihren" Abschiedsbrief veröffentlichen.
      Aber ich habe nicht dran gedacht, es zu tun, eigentlich ein gutes Zeichen^^.

      Ich bin völlig d'accord, dass Liebe und Romantik in der REALITÄT selten einander überlagern - aber in meinen Wunschvorstellungen ist das halt immer noch drin.
      SO kann man nicht wirklich zufrieden werden.

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    2. Na toll. Wie stehe ich denn jetzt da? ICH (Frau) zerstöre IHRE (Mann?) Wunschvorstellung, indem ich Ihnen stecke, dass "romantische Liebe" ... ähm... eine Erfindung von Rosamunde Pilcher ist und mit der Realität nicht so viel zu tun hat? Darauf ein Bier. Und anschließend räume ich gerne mit Ihnen den Schrank in den Keller. ;)

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    3. Gerne doch, ich schlage aber vor: Erst den Schrank, DANN das Bier.
      Des höheren Genusses halber!

      Und ab dem zweiten Bier (derzeit trinke ich fast noch lieber Sekt!) erklärt mir Frau Anna noch mal das Ding mit diesem "Leben" ;-).

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    4. Erklär Du der Anna lieber das Ding mit der romantischen Liebe ;) Denn hey, Anna, Rosamunde Pilcher ist absoluter Kitsch, da kriege selbst ich als unverbesserliche Romantikerin Ekelpusteln auf der Zunge.

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    5. @Helma: Wie jetzt? Es gibt romantische Liebe? Ehrlich? Hömma... mach mich nicht unglücklich. (Sonst mache ich euch unglücklich, weil ich das therapeutisch verbloggen muss...werde.)

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    6. Anna, ich würd vorschlagen, besser treffen WIR beide uns auf ein Glas - Du Bier, ich Weißwein :)

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    7. *ZACK!*
      Und SCHON ist der ursprünglich adressierte Mann raus aus dem Boot, so schnell geht das heute.^^

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    8. Ich bitte Sie, ich bin 44 und lese schon lange bei Ihnen mit. Und ich vermute mal: Wenn ich eine Tochter hätte, dann würden Sie MICH sofort stehen lassen... nachdem wir zusammen den Schrank in den Keller geschleppt haben. ;D

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    9. Also Anna, echt jetzt, was soll er DAZU sagen, das nicht das Falsche und trotzdem nicht gelogen ist? :D
      Ja Rain, hatte schon Balu gesagt "Schnapp sie dir, sonst tut es ein anderer" :)

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    10. @ Anna: Ich hatte NIEMALS, NIRGENDS und zu KEINEM ANLASS JEMALS behauptet, ich würde Frauen meiner eigenen Altersgruppe nicht attraktiv finden! Ich BITTE SIE! Schauen Sie nur mal die Frau mit dem roten Kleid, die Kaffee liebt an. Wer BITTE sagte DA je NEIN?

      Abgesehen davon: Wieso irgendjemanden für jemand anders STEHEN lassen? Wir alle sollten da viel integrativer denken!

      Ich hab grad gesucht, ob es einen Fachbegriff gibt für einen Dreier mit Mutter und Tochter (ich war der Meinung, das liefe unter "Kentucky-threesome" oder so ähnlich, da gibt's aber keine Treffer zu...hmmm, vermutlich eine Täuschung).

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    11. @ Helma:
      Danke für die Verteidigung, das war so eine klassische Männerfalle - da gab es KEINE vernünftige Antwort drauf^^.

      Und das BALU-Motto hab ich schon als Kind geliebt! ♥
      Aber heißt es nicht auch: "sharing is caring" ? ;-))

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    12. Sind Sie ins Schwitzen gekommen? Ich war im Nachhinein auch gespannt, wie Sie sich da rauswinden werden. ;)

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    13. Nein, gar nicht - ich habe die Vorlage, eigentlich sofort widersprechen zu müssen, aufgenommen und Jimmy-Connors-mäßig retourniert, Nämlich beidhändig. :-)

      Sofern mir der Dreier mit der (imaginären) Tochter verziehen werden kann:
      Könnten wir bitte zum DU übergehen?

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    14. Ich soll Sie duzen? Nach all den Jahren? *grummel* Ich werde es versuchen. Aber versprechen kann ich nichts. ;)

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    15. Der VERSUCH allein ist löblich genug^^.

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    16. Ich hab erst jetzt die weiteren Kommentare gelesen. Normalerweise reagiere ich auf Komplimente eher.. mit einem Joke oder irgendwas, das von mir ablenkt.
      Heute aber.. habe ich mir von Deinem Kompliment, Rain, einfach mal einen Screenshot gemacht, damit ich später nicht glaube, ich hätts geträumt. Mach ich öfter, wenn mir kleine Kostbarkeiten unterkommen. Danke..

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    17. Ich bin...aufrichtig überrascht.
      Und ich FREUE mich :-) ♥

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  4. Ich würde dir gern etwas von meiner Fähigkeit Erinnerungen auszublenden abgeben.

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    1. Und ICH wäre für die reale Chance auf so ein Angebot bereit, zu töten.

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  5. Manchmal hab ich das Gefühl, dass nur wir Männer auf so blöde Ideen kommen
    Jahrestage im Nummernschild spazieren zu fahren, Ist mir auch schon passiert.
    Erinnert einen wenigstens an den Blödsinn, den man sich angetan hat.
    Und wenn es solche Probleme nicht geben würde, wovon sollten Psychotherapeuten
    denn Leben. Da fällt mir ein gutes Zitat von Stepien ein: WAS WAR IST WAHR.
    So ist es halt, man kann sich mit seiner Vergangenheit versöhnen oder sich jeden Tag
    Schon morgens versauen. Das Leben ist halt lebensgefährlich, todsicher kann jeder. Ich bin ihr
    sicher, dass das wahre Leben schon vor dem Tod gelebt werden will. Mit Höhen und Tiefen.
    Da kenne ich mich aus. Ausblenden hilft auch nicht wirklich. Der Stachel bleibt ja. Ich hab dazu
    mehrere ganz gute Seminare besucht und mir das Beste für mich mitgenommen.
    Jetzt geht's wenigstens. Also Kopf hoch, spätestens mit dem Tod haben wir es geschafft.

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    1. Wovon Psychotherapeuten LEBEN sollten? Ja, Hauptsache doch nicht von mir!
      Und "Was WAR ist WAHR" - ja, SCHÖN WÄRS, Stepien!! Leider Gottes war MEINE Wahrnehmung von dem WAS WAR offensichtlich eine völlig Andere als das, was ALLE ANDEREN wahrgenommen haben als WAHR.

      Ich habs übrigens VERSUCHT mit Verarbeiten.
      Muss sagen, das AUSBLENDEN funktioniert, und zwar weitaus effektiver. Und ich fühle mich besser dabei, die meiste Zeit. Was noch wichtiger ist.

      Und jetzt hole ich mir ein Bier.
      Bin sowieso der Meinung, für Männer sollte es Tabak und Alkohol auf Rezept geben.

      Würde man einen PT kennen, der das genau so sieht, könnte man sich übrigens ein paar mal 25 Sitzungen aufschreiben lassen und dann geht man die gemeinsam mit dem versaufen.
      Und verhuren.
      Wäre mir nicht so sicher, ob sich so manche Therapie damit nicht ersetzen ließe.
      Oder zumindest verkürzen.

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  6. Perfekter Therapieansatz, bei den ver-Dingen bin ich dabei. Sowieso besser als sich immer
    über alle Gefühle auskotzen zu müssen. Mist, mein ganze Therapie ist im Eimer. Was soll's.
    Die ganze Gefühlsduseleigeschichte war ja auch nicht mit dem PT.

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    1. DAS ist, was Männer am Besten können: Darüber die Fresse halten, runterspülen, fertig.
      Zur Not noch was Gekauftes vorne drüberstülpen und gut ist.

      Mann kann viel lernen aus "Game of thrones", soviel kann ich nach einer halben ersten Staffel schon sagen ;-).

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  7. Meine große Liebe hat sich im Ende unserer Beziehung mit einem Kabel auf dem Dachboden seiner Eltern erhängt während sie im Urlaub waren.
    Ich will dieses Erlebte nicht mit dem Ihren gleichsetzen und mir nicht anmaßen, verstehen zu können, wie Sie fühlen. Jedoch kann ich nachfühlen, wie es ist, wenn man von jemandem, den man so liebt, jählings allein gelassen wird.

    Ich wünsche Ihnen, dass eines Tages die Zeit Ihre Wunden zu heilen vermag. Oder das Vergessen.

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    1. Ich danke SEHR für diese offenen Worte. Und für die Teilhabe an einem Schicksal, welches grausameres Potenzial bietet als diese meine Vergangenheit. Ganz bestimmt sogar.

      Lediglich an einem Punkt (ich bitte sehr um Entschuldigung, wenn die Anmaßung nun auf MEINER Seite spielt) empfinde ich so etwas wie NEID auf ihre Situation, und leider muss ich etwas tun, was ich absolut hasse, nämlich meinem Vater post mortem Recht geben und ihn zitieren:

      "Es ist schlimmer, jemanden an das Leben zu verlieren, als an den Tod."
      Ich wünsche mir für SIE, dass er damit recht hatte und ich wünsche mir für MICH, dass er gelogen hat.

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  8. Was ist es nur, was einen dazu treibt sich immer wieder mit (besonders mit schmerzhaftem) Vergangenem zu befassen. Ist es das, was man "verarbeiten" nennt?

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    1. Ich für mich kann nur sagen: Ja, auf jeden Fall.

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    2. Das denke ich auch, ja.

      Zumindest ist es der Versuch der Seele, unempfindlicher zu werden gegenüber der Berührung mit dem Schmerzerlebnis durch wiederholte Konfrontation damit.

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Hinterlassen Sie an dieser Stelle ruhig Ihre Gedanken - in dem Bewusstsein, dass Sie sich hier in meinem Wohnzimmer befinden und bei mir zu Gast sind.

Ich freue mich über Ihren Kommentar, wenn er dies beherzigt, aber ich lösche ihn, wenn er sein Gastrecht missbraucht.

Und sofern Sie auf Ihren Kommentar eine Antwort von mir haben möchten, erkenne ich das daran, dass er nicht anonym und ohne Namenszeichen abgegeben wurde.