Freitag, 31. März 2017

Screenshotfriday KW 13


[ Heute nochmal Vollgas im Job,
zwischendrin Physiotherapie (die 37. session),
und dann URLAUB.

Wir sehen uns.]















Donnerstag, 30. März 2017

Showdown light


Blöd, dass ich jobbedingt derzeit so ausgebrannt bin.

Mental bin ich ziemlich auf Sparflamme, weil ständig in zwanzig Vorgängen zugleich involviert bin, ein Drittel von denen zwischendrin vergesse und von einer Hochzeit zur Nächsten tanze.

Mich erreichen Erinnerungs-Emails mit der Bitte um jetzt doch dringende Erledigung.
Von Menschen, deren Namen ich geschworen hätte, noch nie gelesen zu haben.

Keine ideale Verfassung, wenn man aufrecht heute Nachmittag zwei Stunden seiner Chefin gegenübersitzen muss und eventuell konfrontative Gesprächsabschnitte vor der Brust hat.

Jedenfalls, ein paar Notizen hab ich mir gemacht.
Nur das Wichtigste.
Dinge, die ich in der angemessenen Ruhe und Nüchternheit vorbringen möchte und die sie wissen sollte.

Und dass ich den Job in dieser Form nicht weitermachen will.
Derzeit mache ich die Aufgaben, die vor 2,5 Jahren noch 3 Leute bei uns gemacht haben - ab 2018 mache ich den Job von 4 Leuten.

Perspektive sieht anders aus.
Sofern man nicht stolz darauf ist, der Letzte seiner Art zu sein und alle überlebt zu haben.

Könnte schon sein, dass es dann etwas knuspriger im Raum wird.

Aber: Ich bin vorbereitet.
Natürlich bin ich das.



Je nachdem, wie das verläuft (und wie sehr ich mich im Griff habe, was die weitaus unwägbarste Komponente an diesem Termin darstellt), könnte es passieren, dass ich die Urlaubswoche nächste Woche gleich mal dazu nutze, ein bisschen auf Jobsuche zu gehen.

'Wäre gespannt, ob man als M40er wirklich zu den Schwerstvermittelbaren gehört.
Mein Bauchgefühl sagt: Ja, ist so.

Auch mit ein Grund, weshalb ich das Gespräch ruhig und besonnen anzugehen plane.
Seiner eigenen Karten sollte man sich immer bewusst sein.

Apropos Urlaubswoche:

Meine bisherige Planung ist ziemlich überschaubar.
Irgendwas zwischen Herumlungern, Alkohol, Vögeln, am Grill stehen, Schnecken streicheln und
ihr-könnt-mich-alle-mal.











Mittwoch, 29. März 2017

Ostermarkt


Während dieser Tage eines Abends unser Wein an den Tisch geliefert wurde,
hatte die großartige Vanessa L. unvermittelt ihre Stirn in die ausgestreckten Finger gestützt
und weitäugig sinniert:

"Das gibt's doch nicht! Noch vor Kurzem hab ich mich damit befasst, welche Parties wo am Wochenende steigen und JETZT?! Jetzt geb' ich allen Ernstes selber eine PUTZ-Party!?! ICH WERDE ALT!! "

Einen ganz ähnlichen Gedanken meinerseits bekämpfte ich beherzt,
als die Gattin neulich am blaustrahlenden Wochenende vorschlug, doch mal den Ostermarkt
in einem der Nachbarorte zu besuchen.

Ostermarkt.
Mit MIR.

Ich meine, durchaus zahlreiche Ausstellungen hätten mich dazu motiviert,
mich von der Couch aufzuraffen und das Haus zu verlassen.

Beispielsweise die Venus in Berlin.
Die Tattoo Show in Stuttgart.
Die Continental Whisky Market.

Die German Fetish Fair in Berlin, die Erotica Passau, meinetwegen auch die
Bundeskaninchenschau Leipzig!
Aber OSTERMARKT?

Die Aussicht darauf, mehrstündig hinter der Gattin von Stand zu Stand geschleift zu werden
wie in diesen drecks-"follow-me-to-"-Fotoserien, um dank der vielen Herumsteherei nach 90 min
Rückenschmerzen samt einer Körperhaltung zu haben wie der Glöckner von Notredame,
war jetzt nicht sooo motivierend.

Abgesehen davon:
Welcher Mann kauft schon gerne Deko?
Zumindest welcher heterosexuelle?
Zumindest welcher heterosexuelle, der nicht mehr auf der Suche nach einer dauerhaften Partnerin ist,
die es noch neu zu akquirieren und (zumindest anfänglich*) zu beeindrucken gälte?

Oder, um es nochmal zu grounden:
Was zum wildfickenden Geier habe ICH auf einem DEKOMARKT verloren?

Eine Frage, die ich mir 2 Stunden später nicht mehr stellte.
Da saß ich bereits schmerzgeplagt vorneüber gebeugt mit einer roten Wurst mit Senf in der Hand auf der Parkbank vor dem Ostermarkt. Mit einem Bündel Tragetüten zwischen den Beinen.

Die Gattin und ich waren keine 5 Stände weit gekommen, da waren wir faktisch pleite.
Und ich war der ERSTE, der die Kohle mit dem C-Strahl-Rohr rausgeblasen hatte.

Denn leider, leider waren unglaublich viele unglaublich gute Aussteller vor Ort, die alle Sorten und Formen von EIERN zu wahren Kunstwerken verwandelt hatten.
Falls Sie sich nichts darunter vorstellen können, was man aus EIERN alles machen kann:
Es ist ein WAHNSINN, wieviel Liebe zum Detail, zur Kunst, zu handwerklichem Geschick Menschen in der Lage sind.






Den Vogel schoss für mich Kerstin samt ihrem Stand ab:



Ich bin zweimal weg- und wieder hingelaufen, doch dann war ich nahezu bereit gewesen,
ihr sämtliche verfügbaren Vermögenswerte zu überschreiben. Insofern war es gut, dass ich nur EIN Portemonnaie dabei hatte^^.

Mit ihren Steampunk-Eierkreationen traf die Dame ziemlich genau meinen Nerv.
Und diese zwei hier stehen nun morgens neben mir beim Frühstück:








Übrigens habe ich auf dem Ostermarkt auch tatsächlich noch ein übergroßes weißbraunes Schneckenhaus gekauft (für einen Euro).
Sobald ich eine alte Uhr zum Ausschlachten finde, probiere ich mich vielleicht mal an einem Steampunkschneckenhaus.

In der Zwischenzeit könnten Sie mal auf Kerstin homepage "Leipziger Eierlei" vorbeischauen.
Es lohnt sich! :-)




* Das hat mir mal eine Ex-Freundin hinterher vorgeworfen:

"VON WEGEN, Deine Pflanzen bekommen Mozart vorgespielt,
wenn Du aus dem Haus bist, weil sie ja davon besser wachsen, Du Betrüger!
In den ganzen 4 Jahren konnten die froh sein,
wenn sie einmal im Monat WASSER abgekriegt haben!!
Mozart lief für diese Pflanzen GENAU EIN EINZIGES BESCHISSENES MAL,
und zwar an dem Abend, wo Du mich ins Bett schleppen wolltest!!"




Dienstag, 28. März 2017

mind machines


(Erstmal vorneweg:
'Keine Ahnung, was die vierzehnhundert+ Besucher
hier gestern gesucht haben könnten.
Der Chinakracher wird's ja wohl kaum gewesen sein.


Und hey - sooo geil ist der Blog hier in meiner
derzeitigen geistigen Verfassung nun auch wieder nicht.
Außerdem: Anzahl der Google -Suchbegriffe = null.

Dieses Internet kapier' ich immer weniger,
ich werd' noch zum BlogSchäuble.)


Derzeit befasse ich mich geistig wieder mit Maschinen.
Oder sagen wir, Mechaniken.

Das hat irgendwann mal angefangen, als mir richtig, richtig schlechte Erwachsenen-Comics in die Hände kamen: Dort waren diverse Apperaturen abgebildet, die zum Einsatz in Folterkellern und BDSM-Kammern gedacht waren.

Nur: Sie waren eben mehrheitlich erbärmlich konstruiert.
Und schmuddelig.

Und da kommt wieder meine kriminelle Ader durch: Kein Kriminalfilm, an dem ich nicht was zu verbessern hätte, kein Mord, den ich nicht ein bisschen anders aufziehen würde.
Und keine Sex-Maschinerie, die ich nicht gewaltig umkonstruieren könnte.
Also, theoretisch.

Denn wer mich auch nur einmal gesehen hat mit beispielsweise einer Bohrmaschine in den Händen*,
der BETET, nicht mal einer meiner erdachten Maschinen ausgeliefert zu sein (aus der berechtigten Furcht heraus, dass alles über/unter sich zusammenkracht)^^.

Vielleicht kennen Sie die "Sex and submission"-Reihe (wird auch SAS abgekürzt), da finden sich ansatzweise gute Ideen in Form von Gestellen und Maschinerien zum Umgang mit subordinierten Frauen.

Aber erstens ist mir das in 90% der Filme zu schmuddelig,
zweitens ist es zu eindimensional bzw. zu wenig vielseitig,
und drittens ist es bei Weitem nicht kreativ und crazy genug.



Also hoffe ich weiter auf meinen Lottogewinn, in der Folge dessen ich mir für ein oder zwei Jahre einen begabten Metall- und Holzverarbeiter samt Waren- und Werkzeuglager aller Träume einstelle, der in der Lage ist, meine Ideen in etwas umzusetzen, das im wahrsten Sinne des Wortes TRAGfähig ist.

Mit Blick auf meine letzten 3 oder 4 Einfälle bin ich mir nämlich einigermaßen sicher, dass man mir das Ergebnis aus den Händen reißen würde.
(Ok, vorwiegend erstmal in Japan oder so, die sind ja als Nation schon komplett krank genug^^).

Ich fang' dann mal klein an und übe die Knoten, die ich mal gelernt habe :-).







* Sie können den Captn fragen: Mit einem
Squashschläger in der Hand wird das keinsfalls besser!

Montag, 27. März 2017

Chinakracher




Nachdem ich aus fast einem Dutzend Gründen Abschied genommen hatte
von jahrelanger Treue zu Samsung-Geräten, hatte eine wochen- monatelange Internetrecherche nach einem neuen Handy begonnen.

Eine Liste mit "must haves" wurde erstellt.
Eine Liste mit "should haves" wurde erstellt.
Testberichte wurden gewälzt.
Features verschiedener Modelle miteinander verglichen.
Für WOCHEN war hwww.devicespecifications.com/de meine Startseite im Browser.

Es ist manchmal eben KEINE Hilfe, genau zu wissen, was man will.
Und vor Allem, was man nicht will.

In Summe fiel dann die Wahl auf das Xiaomi Mi5s.
Im Prinzip sieht das Handy aus wie ein Androide im Gewand eines großen iPhones.

Von den vielen highlights dieses Top-Androiden waren diese ausschlaggebend für mich:

  • zwei Handys in Einem. Nicht einfach nur zwei SIM-Karteneinschübe wie hundert Andere auch, nein: Zwei komplett getrennte Benutzeroberflächen mit separaten Entsperrcodes.
    Zum Beispiel als gesciherter Eltern-Bereich auf dem Kind-Handy nutzbar.
  • App cloning: Die Möglichkeit, Apps mehrfach auf dem gleichen Handy parallel zu installieren.
    Zum Beispiel 2x Facebook, 2x WhatsApp (auf 2 Nummern) - das kann KEIN
    anderes user interface.
  • Überhaupt scheint mir die MIUI von Xiaomi an vielen Stellen schicker als z.B.
    die TouchWiz bei Samsung.
  • rasend schnelle Reaktionen, schnellerer Prozessor als im Galaxy S7 - bei halbem Preis.
  • beste Handykamera, die ich je benutzt habe. Und vor allem die beste Kamerasoftware,
    die ich je benutzen durfte. Es war eine Freude.

Der Bestellprozess lief absolut perfekt mit dem deutschsprachigen Shop in Shenzen.
Nicht nur vergingen zwsichen Bestellung und Anlieferung nur ganze 9 Tage.
Ich wurde auch TÄGLICH auf dem Laufenden gehalten, was jetzt gerade mit meinem Gerät passierte und wo es sich befinde.

Als es dann angeliefert wurde, staunte ich über eine qualitativ bestmögliche Verpackung.
Mein Galaxy S6 war damals nicht mal halb so gut verpackt worden.

Das erste hands-on stand einem iPhone- oder Galaxy-unboxing in absolut nichts nach.

Es lagen ein Glasschutz bei und eine sehr stabile Klarsicht-bumper-Hülle bei,
außerdem Netzadapter für weltweite Reisen und ein Gutschein für den Shop.






Nervig war, allen Leuten in meinem Umfeld erstmal beizubringen, wie man die Marke AUSSPRICHT (nämlich etwa "Show me").
Daher hieß es hier in und ums Haus herum nur "Chinakracher".

Letztlich aber habe ich das Handy nach kurzer Zeit wieder verkauft.
Zum Einen habe ich eingesehen, dass es nur EINEN Weg gibt, ein wirklich flaches und handliches Smartphone zu haben, das vor Allem weniger als 130 g wiegt:

Man muss ein iPhone kaufen. Leider geht es nicht anders.
Der Unterschied ist auf dem Papier keine 30g, aber man merkt ihn im Alltag.

Abgesehen davon mochte das Smartphone genau EINE Sache nicht, und das war
WhatsAppWEB, also die PC-Anwendung zu WhatsApp.
Das war aber mein Haupteinsatzzweck* daheim.

Ende vom Lied war, ich habe das Gerät samt dem frisch angeschafften Luxus-USB-Kabel weiterverkauft an jemanden, der jetzt einen guten Schnitt mit fast EUR 40,-- Preisvorteil gemacht hat, und habe mir ein refurbished iPhone 6 bei Groupon im Angebot geschossen.

Bis auf die üblichen Apple-Krankheiten bin ich bisher zufrieden.
Aber es war nach 5 Androiden einfach an der Zeit, zu wechseln.
Ich hab's eingesehen.

Dass ICH nochmal im iOS-Hafen andocke.
Wer hätte DAS gedacht.



* Kennen Sie ein zweites Wort im Deutschen,
in dem zwei "z" nacheinander vorkommen?!

Sonntag, 26. März 2017

Geplant: Rührei mit Speck


"Scha-haatz? Bleib ruhig noch liegen, heute mache ICH mal das Frühstück!"

15 min. später:





Samstag, 25. März 2017

Freitag, 24. März 2017

Screenshotfriday KW 12



[ Haben Sie die textarme Woche hier im Blog
mal so richtig genossen?

Wer hätte das gedacht, der Typ kann sogar
mal zwei Tage am Stück die Klappe halten.
Weil er derzeit einen Arsch voll zu tun hat im Job.

Freue mich auf das Personalgespräch
Ende nächster Woche mit meiner Chefin.

Vielleicht hab ich hinterher 'nen neuen Job.
Bei STIHL.
Falls ja, erfahren Sie's aus der Zeitung.



Schönes Wochenende für Sie alle,
ich lege die Füße hoch.
Und stelle mich
tagsüber an den Grill.

Mit 4 Bier. ]

















Donnerstag, 23. März 2017

Außendienst


[  Ein post für eine Leserin: 

Sie kam aus Recherchegründen auf mich zu,
wie das im Außendienst so mit der Ernährung tagsüber ist.

Den kleinen Fragenkatalog beantworte ich heute gerne online. ]



"Was isst der gute Mann (Frauen gibt's ja so gut wie keine), wie verpflegt er sich unterwegs?"

Das ist in meinen Augen EINER der Gründe, warum Dienstwagen-Außendienstjobs erdrückend mehrheitlich Männerdomänen sind:

Außerplanmäßige Toilettengänge on the road oder für den schnellen Schrottfraß zwischendurch mal eben rechts ran fahren - das geht halt eigentlich nur bei Männern.

Und die Alternative „Autobahnrastplätze“ ist nicht in ausnahmslos jedem Fall eine bessere Wahl, oft sogar die Schlechtere.

Unterwegs isst Mann, was er halt findet.
Wobei die Anspruchshaltung mit zunehmendem Alter tatsächlich gesünder und nachhaltiger wird. Genauer gesagt beginnt man irgendwann, seine Termine um die festen Malhlzeiteinnahmen drum herum zu legen^^.

Ich zumindest plane das mittlerweile mit ein.
Damit SO WAS nicht mehr passiert^^:




"Die Ration Süßkram in der Mittelkonsole oder im Kofferraum?"

In meinem Fall habe ich da nichts dergleichen, nur Pullmoll-Bonbons^^.
Meine Kollegen haben bei sich da auch nichts deponiert.
Vor zehn Jahren hatte ich aber mal so eine "Nimm 2"-Phase...;-)

"Was tust Du z. B., wenn alle erreichbaren Lokale schon zu haben?"

Das war früher sogar der Regelfall, dann bleiben nur noch die durchgängig geöffneten Cafés bzw. Backwarenverkaufsstellen, die auch den dringend benötigten Cappuchino in hoffentlich ausreichender Temperatur und Qualität bereit stellen.

Sehr oft haben aber auch diese ab mittags geschlossen, dann bleiben tatsächlich nur Tankstellen
(da muss man ja sowieso hin) oder Fast-Food-Ketten (in meinem Fall weniger als 2-3x im Jahr).

Auch Gaststätten schicken ja mehrheitlich aus Kostengründen ihre Köche zwischen 13.30  und 17.30 Uhr in die Freizeit und schließen.



"Oder wenn die Termine so blöd sind, dass gar keine Zeit zum Essen bleibt?"

Das ist zunehmend die Regel, sofern man sich nicht selbst diszipliniert und feste Pausenzeiten für Mahlzeiten einplant.
In diesen Fällen hälfe es auch nichts, eine Brotbüchse o.ä. von daheim dabei zu haben – keine Zeit zum Essen ist keine Zeit zum Essen, egal für was.

Die meisten von uns essen daher abends warm zusammen mit ihrer Frau.
Und verzichten tagsüber oftmals komplett aufs Essen.


"Ist Essen am Lenkrad normal?"

Das war es in den frühen Jahren des Außendienstes.
Aber ich habe das für mich sehr schnell abgestellt.

Weil es erstens den Anzug versaut,
zweitens fürchterlich ablenkt und
drittens sollte ein Essen, zu dem nicht wenigstens mal ein paar Minuten rechts ran gefahren werden kann, ohnehin nicht eingenommen werden, weil ungesund und in Hektik runtergeschlungen.

Statt am Lenkrad bin ich eiune zeitlang rechts raus gefahren.
Im Großraum um die B30 im Süden herum gibt es eine Menge Waldparkpätze :-).



"Wie ist etwa die Verteilung von außer Haus / zuhause?"

Es gab einige hardcore-Jahre, da war von 5 Arbeitstagen 4-5x auswärts mittags essen angesagt („Essen“ in Anführungsstrichen).
Das war einer der Gründe, weshalb ich den Job geschmissen habe.

Heute bin ich etwa 2-3x die Woche über den Mittag auswärts, aber auch das ist eine bessere Qualität als früher, denn ich plane konsequent Essenszeiten in meine Kalender ein und setze mich auch mal allein in eine Gaststätte, falls kein Geschäftspartner Zeit hat.



"Ist es dann auch schon mal was vom Discounter - schmeckt nicht, aber der Hunger treibts rein?"

Darunter verstehe ich jetzt die klassische convenience-Ware aus den Auslagen der Backwaren- bzw. Wurst- und Fleischwarenverkaufsstellen, richtig?

Das ist wie oben erwähnt manchmal die einzige Möglichkeit, überhaupt noch etwas zu essen zu bekommen.
Beispielsweise, wenn ein Termin angesetzt war von 11-12.30 Uhr, und der Kunde hat so viele Fragen, dass man erst gegen 13.30 Uhr rauskommt (was keine Seltenheit ist).
Mein Rekord "Tür-raus-beim-Kunden" war übrigens 23.10 Uhr werktags.

Dann hat man einfach Pech, denn die belegten Backwaren sind bereits Stunden alt und bestehen schon im frischen Zustand fast komplett aus Weißmehl mit Weizenkleber ;-).
Also genau das Zeug, das man NICHT essen soll.

Frische Salate zu bekommen, finde ich mehrheitlich ein Ding der Unmöglichkeit, zumal außerhalb von Städten.



"Wie hoch ist der Anteil von Leuten, die sich was zu Essen von zuhause mitnehmen?"

Sehr gering, unter den Männern bei uns.
Früher hat mir meine Frau für die ganz langen Touren eine Tupper-Box befüllt und bestand drauf, dass die abends leer war^^.

Das Zeitproblem wird aber nur selten gelöst, in dem ich Essen von daheim mitnehme, macnhmal hilft es natürlich.
In den warmen Monaten stellt sich zudem die Frage: Wie/Wo lagern?
Nicht jeder hat einen Kühlschrank im Auto.

Eine leuchtende Ausnahme im Außendienst ist meine Frau:
Die richtet sich fast jeden Abend ihre Lock&Lock-Glasbox mit Blattsalat und Hähnchenbruststreifen her (plus Möhren, Tomaten, Gurken usw.) und stellt die verschlossen in den Kühlschrank, um sie anderntags mitzunehmen.

Allerdings gebe ich zu: An jedem dritten Abend kommt sie mit der unangetasteten vollen Glasbox wieder nach Hause – weil mal wieder keine Zeit zum Essen war.


 ***