Donnerstag, 30. März 2017

Showdown light


Blöd, dass ich jobbedingt derzeit so ausgebrannt bin.

Mental bin ich ziemlich auf Sparflamme, weil ständig in zwanzig Vorgängen zugleich involviert bin, ein Drittel von denen zwischendrin vergesse und von einer Hochzeit zur Nächsten tanze.

Mich erreichen Erinnerungs-Emails mit der Bitte um jetzt doch dringende Erledigung.
Von Menschen, deren Namen ich geschworen hätte, noch nie gelesen zu haben.

Keine ideale Verfassung, wenn man aufrecht heute Nachmittag zwei Stunden seiner Chefin gegenübersitzen muss und eventuell konfrontative Gesprächsabschnitte vor der Brust hat.

Jedenfalls, ein paar Notizen hab ich mir gemacht.
Nur das Wichtigste.
Dinge, die ich in der angemessenen Ruhe und Nüchternheit vorbringen möchte und die sie wissen sollte.

Und dass ich den Job in dieser Form nicht weitermachen will.
Derzeit mache ich die Aufgaben, die vor 2,5 Jahren noch 3 Leute bei uns gemacht haben - ab 2018 mache ich den Job von 4 Leuten.

Perspektive sieht anders aus.
Sofern man nicht stolz darauf ist, der Letzte seiner Art zu sein und alle überlebt zu haben.

Könnte schon sein, dass es dann etwas knuspriger im Raum wird.

Aber: Ich bin vorbereitet.
Natürlich bin ich das.



Je nachdem, wie das verläuft (und wie sehr ich mich im Griff habe, was die weitaus unwägbarste Komponente an diesem Termin darstellt), könnte es passieren, dass ich die Urlaubswoche nächste Woche gleich mal dazu nutze, ein bisschen auf Jobsuche zu gehen.

'Wäre gespannt, ob man als M40er wirklich zu den Schwerstvermittelbaren gehört.
Mein Bauchgefühl sagt: Ja, ist so.

Auch mit ein Grund, weshalb ich das Gespräch ruhig und besonnen anzugehen plane.
Seiner eigenen Karten sollte man sich immer bewusst sein.

Apropos Urlaubswoche:

Meine bisherige Planung ist ziemlich überschaubar.
Irgendwas zwischen Herumlungern, Alkohol, Vögeln, am Grill stehen, Schnecken streicheln und
ihr-könnt-mich-alle-mal.











Kommentare:

  1. Schnecken streicheln klingt interessant.

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    1. Man kann an ihnen toll für Frauen üben.

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    2. Und ich dachte, man könne an Frauen...

      ach, lassen wir das.

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    3. Ihre Bilder per Email begeistern mich immer wieder, Dottore ;-).

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  2. Bei bald 4facher Arbeit springt ja dann wohl das vierfache Gehalt...? Bin schon ruhig. Wenn ich im Radio höre, wie alle möglichen Berufsgruppen im Moment 4 bis 6%ige Gehaltserhöhungen bekommen. Und hier im Büro hat man uns aus gutem Willen 1% gegeben, die Teuerungsrate wäre ja nur ein halbes Prozent gewesen, letztes Jahr.

    Aus solchen (und anderen) Gründen schaut man gerne mal über den Tellerrand.

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    1. So in ETWA werden auch Teile MEINER Argumentationskette verlaufen.
      Und das mit dem Tellerrand unterschreibe ich ebenfalls :-).

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  3. Da fehlt aber ein Gif. ;)

    Wünsche Dir, dass Du zufrieden aus dem Gespräch raus gehst.

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    1. Genau - das am-Grill-stehen-GIF!^^
      Danke Dir vielmals, ich wünsche es mir auch.

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  4. ich bin aktuell auch reif für eine einsame Insel, so für mindestens 8-12 Wochen. Okay zu einsam sollte es nicht sein. Irgendwer muss mir ja die Cocktails an den Strand bringen und es muss jemand da sein für eine oder andere Massage und jemand für .... ja ich hör ja schon auf ... aber reif wäre ich auf jeden Fall für die Insel

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    1. Womöglich kann ja der Job der Bootsjungen, des Eincremers und des Cock(tail)servierers ein- und dieselbe Person machen?
      Da ich vermutlich ab Ende der Woche arbeitssuchend bin - was zahlst Du denn so?^^

      (Es sei denn, hinter Deinem Blog-Namen handelt es sich in Wirklichkeit um Jordan Carver, dann zahle ICH.)

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    2. Mit Jordan Carver hab ich den Sternzeichen und in etwa die Cup-Größe gemeinsam, dann hört es aber auch schon auf. Tschuldigung wenn ich Dich entäuschen muss.

      Ja, man könnte die versch. Jobs schon von einer Person erledigen lassen. Natürlich nur, wenn derjenige alle diese Tätigkeiten zur vollsten Befriedigung aufführen kann.

      Was nützt ein toller Bootsjunge, wenn er nocht gut Cock(tail)s servieren kann?

      Toll, jetzt habe ich Kopfkino ... seufz

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    3. Geht mir genau so.
      Natürlich des gleichen Sternzeichen wegens.

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    4. selbstverständlich nur deswegen ;)

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  5. Das nennt man dann wohl Arbeitsverdichtung. Ein beliebtes Mittel um auch noch den
    letzten Rest an Lebensernergie und Leistungsfähigkeit aus einem herauszupressen.
    Hab ich in den letzten Jahren ein paarmal erlebt und blöderweise auch mitgemacht.
    Ich frage mich immer wieder warum man sich das selbst antut. Viel Erfolg im Gespräch
    und eine schöne Urlaubszeit. Vielleicht ergibt sich ja tatsächlich eine neue Option.
    So zwei, drei Vorhaben kann ich mir davon auch gut für mich selbst vorstellen ;-))

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    1. *Gscheitlmodus ein*: Warum man sich das antut? Weil man von Lob und Anerkennung abhängig ist, weil ein Scheitern für uns nicht drin ist, weil wir alles immer schaffen wollen, egal wieviel "man uns aufbürdet". Wenn ich in diesen Situationen recht darüber nachdenke, so ist das "zuviel" immer nur ein Ausdruck dessen, dass ich es nicht fertig gebracht habe, konstruktiv NEIN zu sagen. Viel zu gerne stehe ich als die strahlende Siegerin da, die alles gemanaged und geschafft hat. Viel zu konfliktscheu bin ich, wenn es darum geht, in der Situation "nein" zu sagen. Viel zu gut bin ich darin, wenn ich wieder "ja" gesagt habe, zu jammern, wie viel, wie anstrengend, wie aufwändig das alles ist. Aber ich werde besser. Von mal zu mal. Im Nein-Sagen!

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    2. @ Lupo:
      Das MUSS man sich nicht unbedingt selbst antun - aber es braucht eine gewisse Zeit des Abbrühens - oder sagen wir der Fokussierung auf sich selbst, bis man bereit ist, den schönen alten Spruch auch tatsächlich umzusetzen:
      "Mein Gehalt bestimmt meine Firma. Meinen Stundenlohn ich selbst!"

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    3. @fly:
      Seien wir ehrlich, es besteht auch durchaus Lernpotenzial für Menschen wie uns, die schlecht "Nein" sagen können -nämlich in Arbeitsplatzsituationen wie diesen hier jetzt.

      Byron Katie würde jetzt sagen, dass auch solche Überlastungssituationen für etwas gut sind, nämlich für das Erfahren der eigenen Grenze und des selbst ausgesprochenen NEINs.

      Zu den nicht-NEIN-Sagern kommen diese Situationen fast zwangsläufig, denn sie ziehen sie an.
      So können die nicht-Nein-Sager daran wachsen und eine NEUE Entscheidung treffen.
      Natürlich auch daran zugrunde gehen, das geht theoretisch immer.

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  6. In Gespräche mit meinen Führungskräften geh ich auch immer bis ins kleinste Detail vorbereitet und bis an die Zähne bewaffnet. Ebenso mache ich das für wirklich ernste Gespräche mit meinem Partner - die NORMALERWEISE - Gott sei Dank nicht sehr häufig vorkommen. Nur so habe ich erstens das gute Gefühl, alles zur Verbesserung meiner Situation beigetragen zu haben (natürlich mit konstruktiven Lösungsvorschlägen) und zweitens ist dank meiner konstruktiven Lösungsvorschläge mein Gegenüber eher bereit, mir zuzustimmen und meine Einwände zu berücksichtigen. Schließlich hab ich mir was dabei gedacht, nicht? *ggg*. Was deine Überarbeitung betrifft, die sich wirklich aus jeder Zeile herauslesen kann: Pass auf auf dich! Niemand hat etwas davon, wenn du zusammenbrichst! Was die Vermittelbarkeit von Mittvierzigern betrifft - das ist branchen- und jobabhängig. Im Vertrieb hat man als Mittvierziger keine schlechten Chancen. Zumindest in Österreich. Und da ja die deutsche Wirtschaft und der deutsche Arbeitsmarkt derzeit wesentlich besser da steht als der österreichische, GO FOR IT!

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    1. Ich bin weder bis ins kleinste Detail vorbereitet (weil das selten was bringt) noch bis an die Zähne bewaffnet (denn ich töte mit Worten, und das am besten spontan).

      Es lief -das kann ich glaube ich sagen- nicht so schlecht, vor Allem konsensual. Mehr dazu in Kürze.
      Aber wie immer fiel mir in der richtigen Sekunde eine unerwartete Idee ein, die zu gut aussah, als dass ich sie nicht ausprobieren hätte wollen.
      Und es hat funktionert :-).

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  7. Unerwartete Idee? Sie haben aber nicht Ihre Chefin ..... ???? ;-)

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    1. Wieso unerwartete Idee?^^
      Sie ist eine der heißesten Frauen im Konzern und hat eine absolute Modelfigur. Allein diese Beine...
      Dazu derzeit leicht gebräunten Teint, einfach ein klasse-Weib :-).

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  8. Und währenddessen gehen die Schweden zum 6h-Arbeitstag über - bei gleicher Bezahlung.
    Grund: wer weniger arbeitet und mehr Freizeit hat, ist motivierter bei der Arbeit. Man schafft aufgrund der Leistungskurve in 6 Stunden etwa so viel wie in 8 Stunden, wenn man dann noch motivierter ist, hat nicht nur der Arbeitnehmer was davon, sondern auch der Arbeitgeber.

    Und wir setzen das Renteneintrittsalter immer höher und haben noch immer 12h-Schichten (und mehr)

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    1. Ich bin total für die 40-Stunden-Woche!
      Allerdings als hartes limit, ohne Überstundenanrechnung usw.

      Das führte nämlich dazu, dass ich ab Donnerstag spät nachmittags immer frei hätte.
      Fände ich erstrebenswert.

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  9. Es wäre mal zumindest geklärt wie alt wir sind Rain - Das Panzerkommando mit Arnold kennen wenige ;-) Das Thema alter und Vermittlung, lehne dich zurück. Aktuell ist bis 53 der Markt ganz gut. Also keine Gedanken machen. Du musst mir jetzt allerdings nicht beantworten wo deine Frau ihre Fühler versteckt bzw. Wo die Parallelen zu den Schnecken sind *engelsblick*

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    1. Offen gesagt, ich kenne den Film nicht ;-))) - nur dieses meme/GIF hab ich gefunden und es passte soooo guuut...

      Der Gattin hab ich das GIF mit der Schnecke gezeigt. Sie hat mit offenem Mund draufgestarrt, es war ihr sichtlich unheimlich^^.

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    2. Ich korrigiere den Titel "Phantom Kommando" - geiler Film
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Das_Phantom-Kommando

      Wobei mir der offenen Mund deiner Gattin und die Schnecke wieder neue Frage aufwirft.....*hundewelpen...hundewelpen* ;-)

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