Sonntag, 16. April 2017

der letzte Androide


Wie nutzt man die Pflicht-Zeit über Ostern bei der Familie am Besten?
Idealerweise dabei gleich allzu tiefschürfende Unterhaltungen vermeidend?

   a) Fotos auf dem iPad nachbearbeiten
   b) eigenen Twitter-account mit Porno-retweets fluten und so als .gif-Speicher missbrauchen
   c) das neue Handy der Gattin einrichten

c) war ein bisschen schmerzhaft. Schließlich wurde auf diesem Weg der letzte Androide einer einst stolzen Armee von Geräten in unserem Haushalt außer Dienst gestellt.
Und auch er wurde durch ein iOS-Gerät ersetzt.

Zu MEINEN Gründen bzgl. des Wechsels hab ich mich ja schon mehrfach ausgelassen.

Bezogen auf die Gattin kann man wieder mal sehr schön erneut bestätigen, weshalb das iPhone so ein  unvergleichlicher Erfolg werden konnte:
Dieses Gerät hat es geschafft, dass erstmals Frauen sich mit Kommunikationsttechnik befasst haben und bereit waren, einen Schritt auf Computertechnologie zuzugehen (wenngleich auf ein geschlossenes System, aber so was ist ja Frauen egal, solange es nur total chic und stylisch aussieht).

Die Gattin war NIE mit dem Androiden klar gekommen und hatte IMMER mit der Vielseitigkeit seiner Möglichkeiten -sagen wir es ruhig- gefremdelt. Der mies kaputtgepatchte Akku tat sein Übriges, das Gerät lag eigentlich nur noch herum (Galaxy S III).

Und wieso eigentlich DREI Tasten unten auf dem Display? Apple kommt doch auch mit nur EINER aus. Ohne Worte, echt.

Als ich ihrem Bruder neulich 600 CDs geschenkt hatte, nahm er dies zum Anlass, ihr sein iPhone6 zu überlassen. Sie hatte sich keine Sekunde dagegen gewehrt und ich hab nun künftig meine Ruhe, dem Herrn sei Dank.

Das EINRICHTEN indes konnte natürlich ICH noch mal machen, dank entsprechender Umzugs-Apps ("move to iOS") ist aber auch dies heute kein großes Problem mehr.

Zum Schluss der Prozedur erlaubt sich diese Apple-App noch eine grobe Frechheit auf dem Androiden.
Schauen Sie sich DAS mal an.



Ich konnte den Galaxianer fast schluchzen hören.

Aber ich muss ihn trösten. Ganz so schlimm wird er nicht enden, nachdem er außer Dienst gestellt wurde, als Letzter seiner Art.
Womöglich habe ich eine Zukunft für ihn.

In neuer Form.
Und alten Absichten.

Kommentare:

  1. Oh, wie spannend...Wie sieht diese Zukunft aus?

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    1. Womöglich geheim, heiß, verboten, schmutzig, ungezügelt.
      Wer weiß?

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